Samstag, 21. April 2018

Kämpfen und beten hl

Losung: Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich! Psalm 116,3.4 

LehrtextDie Jünger weckten Jesus auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille. Markus 4,38-39 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie geht es dir gerade? Ist alles gut? Oder bist du etwas traurig? Bist du gut gelaunt? Oder bist du mürrisch und ärgerst dich? Fürchtest du dich vor etwas? Oder freust du dich auf etwas? ... Jeder, der das jetzt liest, ist in einer anderen Verfassung. Wenn es dir gerade gut geht, gibt es keinen Grund, dass sich jetzt etwas ändert. Dann kannst du so bleiben, wie du gerade bist. Aber auch das ändert sich ja wieder. Und dann? Wie kommst du dann aus deinem Befinden wieder heraus, wenn es nicht gut ist, wenn es sogar so katastrophal ist, wie bei dem Mann, von dem das Losungswort stammt oder wie bei den Jüngern im Lehrtext, die Angst haben, in Sturm und Wellen unterzugehen?
     Niemand, dem es schlecht geht, hat einen inneren Schalter, den er nur umlegen muss, damit es ihm sofort wieder gut geht. Was aber hilft wirklich, aus einer schwierigen, vielleicht sogar bedrohlichen Situation wieder herauszukommen?
     Ich meine, dass die beiden Bibelworte heute darauf eine Antwort sein können. In beiden Fällen geschieht etwas, das die Voraussetzung dafür ist, damit sich die Situation wieder ändert. In beiden Fällen bleiben der Mann aus dem Psalm und die Jünger nicht resigniert in ihrem Elend stecken. Sie geben sich nicht auf, auch wenn es ihnen noch so schlecht geht. Sie sind bereit, etwas zu tun. Sie verlassen sozusagen ihr Befinden, ihr Leiden, treten aus sich heraus und gehen an einen anderen Ort. Sie tun das so, dass sie sich von sich selbst abwenden und Gott zuwenden, sich selbst verlassen und auf Gott verlassen. Alles um sie herum bleibt wie es ist. Und auch ihre Lage ändert sich nicht schlagartig. Und doch wird etwas anders.
     Jetzt sind sie an einem anderen Ort. Jetzt sind sie durch die Tür des Gebets zu Gott gegangen und befinden sich bei ihm. Da können sie ihm ihre ganze Last, ihr ganzes Leid sagen und klagen. Da können sie ihn um Hilfe bitten. Wenn sie das tun, hat sich ihre Situation bereits geändert. Sie haben wieder etwas, woran sie sich mit ihrer Hoffnung klammern können. Sie haben Gott in Jesus Christus. Sie sind nicht mehr mit sich und ihren Problemen allein. Sie sind nicht mehr bei sich allein, sondern haben sich auf Gott hin verlassen. 
     Ich weiß auch nicht, wie lange es dauert, bis sich eine katastrophale Lage wieder ändert. Ich weiß nur, dass auch sie nicht so bleiben wird wie sie im Augenblick ist. Und ich vertraue darauf, dass Gott längst am Werk ist, auch wenn ich momentan noch nichts davon spüre.
     Und noch etwas sagt mir der heutige Lehrtext: Auf manchen Bildern, die zeigen, wie Jesus den Sturm stillt, sieht man die Jünger, wie sie sich mit erhobenen Händen flehentlich an Jesus wenden. Doch ich glaube nicht, dass es so war. Stattdessen haben die Jünger nach wie vor die Hand am Ruder, holen die Segel ein und schöpfen das ins Boot eingedrungene Wasser aus. Und währenddessen wenden sie sich an Jesus und bitten, dass er ihnen gleichzeitig helfe. Kämpfen und beten, das ist die Devise für jeden, der in Schwierigkeiten steckt und sich an Gott wendet. So kommt man aus einer prekären Lage auch wieder heraus.

Gebet: Herr, kein Gebet ist umsonst. Das glaube ich, auch wenn du es manchmal anders erhörst, als ich es mir gewünscht habe. Doch du lässt niemand, der sich an dich wendet, im Stich. Ich will das, was in meiner Kraft steht, tun, damit sich meine Lage ändert. Und du unterstützt mich dabei mit deiner Kraft. Darauf verlasse ich mich. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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