Samstag, 28. April 2018

Traufrage an Gott hl

Losung: Das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. Jeremia 31,33 

LehrtextPaulus schreibt: Ihr seid ein Brief Christi durch unsern Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes. 2.Korinther 3,3 

Liebe Leserin, lieber Leser,

falls du den Bund fürs Leben eingegangen, also kirchlich getraut bist, kannst du dich noch an die Traufragen erinnern, die damals an dich und deinen Partner gerichtet worden sind? Diese Fragen werden in der Regel Braut und Bräutigam seit vielen Jahrzehnten gestellt: »Romeo, willst du Julia, deine Frau, die Gott dir anvertraut hat, als deine Ehefrau lieben und ehren und die Ehe mit ihr nach Gottes Gebot und Verheißung führen in guten wie in bösen Tagen bis der Tod euch scheidet, so antworte: „Ja mit Gottes Hilfe!“ Und die gleiche Frage wird dann auch an Julia gerichtet.
     Doch wie ist es, wenn Gott mit dir den Bund fürs Leben eingehen will? Welche Frage wird dann ihm gestellt? Vielleicht diese: „Herr, willst du mich, der ich mich dir anvertraue, lieben und ehren und den Bund mit mir nach deinem Gebot und deiner Verheißung führen in guten wie in bösen Tagen bis zu meinem Tod und darüber hinaus?“ 
     Nun, Gott hat diese Frage längst beantwortet, längst bevor ich sie stellen konnte. Jesus ist seine Antwort für mich. Durch ihn sagt er: "Du sollst mein Mensch sein und ich will dein Gott sein." Doch nun fragt er mich umgekehrt: „Hans, willst du mich, dem du vertrauen kannst, als deinen Gott lieben und ehren und nach meinem Gebot und meiner Verheißung den Bund fürs Leben mit mir eingehen in guten wie in bösen Tagen bis zu deinem Tod und darüber hinaus?“
     Was soll ich da antworten? Ich kann genauso wenig wie bei einer kirchlichen Trauung eine Garantie geben, dass ich das alles auch so tun werde. Ich kann auch in diesem Fall nur sagen: „Ja, mit deiner Hilfe.“ Denn ohne seine Hilfe ist mein Ja nicht viel wert. Ich kann zwar sagen, was ich will und was ich beabsichtige, aber im Unterschied zu Gott kann ich nicht sagen, dass mir das auch gelingt. Ich brauche ihn, selbst für mein Ja, selbst für mein Vertrauen, selbst für meinen Glauben. Denn ohne ihn ist es mit alledem nicht so weit her. Ich bin darauf angewiesen, dass er mir den Glauben "ins Herz gibt und in meinen Sinn schreibt." (Losung)
     Damit hat auch zu tun, was Paulus im Lehrtext sagt. Wir, so schreibt er, sollen ein „Brief Christi“ sein, ein Empfehlungsschreiben für den Glauben. An unserem Leben und unserem Glauben sollen andere ablesen können, dass Gott längst auch mit ihnen einen Bund fürs Leben eingegangen ist und sie nun fragt, ob auch sie das wollen. Doch auch dieser Brief ist nicht mit der Tinte unserer Glaubenserfolge geschrieben, sondern mit Gottes Geist. Er ist es, der letztlich bewirkt, ob jemand diesen Brief liest und beantwortet.

Gebet: Herr, du hast dich an mich gebunden. Du bist es, der die Gemeinschaft mit mir will. Du, der Schöpfer von Himmel und Erde, willst mein Gott sein. Das kann ich nicht begreifen. Aber ich will es als dein Geschenk annehmen, das meinen Verstand übersteigt. Und so will auch ich die Gemeinschaft mit dir. Du sollst mein Gott sein und ich will dein Mensch sein. Nichts mehr soll mich trennen von dir und deiner Liebe, auch nicht der Tod. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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