Donnerstag, 3. Mai 2018

Gott richtet anders hl

Losung: David betet: Der HERR wird richten die Völker. Schaffe mir Recht, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und Unschuld! Psalm 7,9 

Lehrtext: Das Wort Gottes ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Hebräer 4,12 

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Ein Klagelied Davids“ so beginnt der Psalm 7, aus dem die heutige Losung kommt. David wird von seinen Feinden bedrängt und unschuldig verfolgt, wie er meint. Darum bittet er Gott, den Richter der Völker, um Beistand.
     Nun, ich bin auch wie David empört, wenn ich meine, ungerecht behandelt zu werden. Falsche Anschuldigungen kann ich schon gar nicht leiden. Aber manchmal ist man eben solchen Dingen gegenüber machtlos. Da hilft dann so ein Gebet wie das von David, dass man seine Angelegenheit in die Hände Gottes legt und darauf vertraut, dass er den Kampf für mich kämpft , wozu ich nicht in der Lage bin. Manchmal bleibt nur ein Gebet wie dieses: „Herr, du wirst mir schon zu meinem Recht verhelfen.“ Ja, bevor ich mich in irgendetwas hineinsteigere, ist es wohl besser, ich überlasse eine solche Angelegenheit Gott und vertraue darauf, dass er sie auf seine Weise regelt.
     Aber kann ich mir wirklich sicher sein, dass ich vor Menschen und auch vor Gott unschuldig bin? Und falls nicht, was dann? »Gottes Wort«, so heißt es im Lehrtext, »dringt bis in unser Innerstes, bis in unsere Seele und unseren Geist. Dieses Wort ist ein unbestechlicher Richter über die Gedanken und geheimsten Wünsche unseres Herzens.« Ja, Gott kennt mein Innerstes. Er kennt meine Motive und Interessen. Das warnt mich, dass ich mich nicht vorschnell und selbstgerecht als unschuldig erkläre. Nicht zuletzt deshalb sagt Jesus: »Urteilt nicht über andere, dann wird Gott euch auch nicht verurteilen! Richtet keinen Menschen, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Wenn ihr vergebt, dann wird auch euch vergeben.« Lukas 6,37
     Wann immer möglich, will ich das Richten Gott überlassen, denn er richtet nach seinen Maßstäben und das sind nicht die meinen. Sie heißen Gnade, Güte und Barmherzigkeit. Das soll mir zu denken geben, wenn ich zu anderen ungnädig, hart und unbarmherzig bin.

Gebet: Herr, du allein kennst mich durch und durch. Du weißt, was ich fühle und denke. Du weißt, dass ich manchmal was sage, was ich hinterher bereue. Hilf mir, dass ich besonnen reagiere, wenn Konflikte in der Luft liegen. So will ich mich an dir orientieren und versuchen, anderen so zu begegnen wie du mir. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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