Dienstag, 1. Mai 2018

Herr und Knecht hl

Losung: Siehe, das ist mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Jesaja 42,1 

LehrtextJesus betet: Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Johannes 17,25 

Liebe Leserin, lieber Leser,

was es mit diesem „Knecht“, von dem der Prophet Jesaja an verschiedenen Stellen schreibt (siehe Losung), auf sich hat, lässt sich nicht genau sagen. Die Theologen vermuten alles mögliche. Aber einig sind sie sich nicht. Doch schon in den ersten christlichen Gemeinden hat man diese geheimnisvollen Worte des Propheten aus dem Alten Testament auf Jesus gedeutet (Matthäus 12,28). Da sagt bei Jesu Taufe eine Stimme vom Himmel: »Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe« (Matthäus 3,17)Und ein paar Kapitel weiter heißt es im Matthäusevangelium. »Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!« 
     Bei Jesus geht es also nicht mehr um den Knecht, sondern um den Sohn Gottes. Man kann es aber auch so sehen, dass sich der Sohn Gottes zum Knecht der Menschen macht, um uns zu dienen (siehe Johannes 13, 1-20). Und genau das ist es, was Gott will und was ihm gefällt.
     Wohl sage ich zu ihm „Herr“ im Gebet. Doch er ist nicht mein Herr, um mich zu beherrschen, wie das menschliche Herrscher tun. Sondern um für mich da zu sein und mir zu helfen, so, wie es in der Evangelienlesung am vergangenen Sonntag geheißen hat, da Jesus sagt, »Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben.« (Matthäus 11,28-30) 
     Dass es sich so verhält, kann ich nur im Glauben erkennen (Lehrtext). Da werden die Worte der Bibel plötzlich Wirklichkeit und verändern das Leben eines Menschen.

Gebet: Herr, deine Größe zeigt sich in deiner Demut, deine Kraft in deiner Sanftmut, deine Herrschaft in deinem Dienst. Du stellst unsere menschlichen Vorstellungen auf den Kopf und zeigst uns, dass wir das Große im Kleinen finden sollen, die Herrlichkeit im Unscheinbaren, die Macht in den Schwachen. Du hingst am Kreuz als einer, der gescheitert ist und hast dich doch so als Sieger über die Macht des Bösen erwiesen. Du lagst tot im Grab, und bist auferstanden zum ewigen Leben. Du hast das Land, in dem du geboren wurdest und gestorben bist, verlassen und bist in den Himmel (zu Gott) gefahren, damit du in jedem Land an jedem Ort einem jeden Menschen nahe sein kannst. Du bist der König aus dem Stall mit einer Krone aus Dornen und regierst die Herzen derer, die dir vertrauen. Sei du auch mein Herr und König, steh mir bei und stärke meinen Glauben. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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