Mittwoch, 3. Oktober 2018

Trotzalledem: Ermutigung und Zuversicht hl

LosungIsrael aber wird errettet durch den HERRN mit einer ewigen Rettung, und ihr werdet nicht zuschanden noch zu Spott immer und ewiglich. Jesaja 45,17 

LehrtextSeid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe. Jakobus 5,8 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ermutigung zum Leben im Diesseits oder Vertröstung auf ein Leben im Jenseits? Was trifft zu? 
     Das habe ich mich gefragt, als ich Losung und Lehrtext gelesen habe. Die Kirche hat lange Zeit vor allem die Armen und Unterdrückten aufs Jenseits vertröstet, ohne sich entschieden für die Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse im Diesseits einzusetzen. Das war nicht nur falsch, sondern ein Verbrechen an diesen Menschen und am Gebot Jesu, sich der Armen anzunehmen. Gott sei Dank hat sich das heute zumindest im unserem Land geändert. 
     Darum lese ich Losung und Lehrtext als Ermutigung zum Leben in dieser Zeit und Welt. Ich brauche sie angesichts der vielen ungelösten, globalen Probleme. Ich brauche Lebenszuversicht angesichts der rasanten Entwicklung von Biotechnologie, künstlicher Intelligenz und Big Data, die längst eingesetzt hat und die die Verhältnisse in naher Zukunft so radikal ändern wird wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Und niemand kann sagen, wohin die Reise geht. Die Politiker können es nicht, weil sie es selbst nicht wissen. Die Wissenschaftler können es nicht und die  Philosophen auch nicht. Allesamt können sie bestenfalls Vermutungen anstellen. Doch gesicherte Erkenntnisse hat niemand. Das ist nicht meine persönliche Meinung. Das ist der gegenwärtige Wissensstand.
     Was mich trotzdem ermutigt, ist die Losung. Ich lese sie in dem Glauben: Was Gott damals den Israeliten gesagt hat, das sagt er heute dir und mir. Weshalb sollte ich mich sonst mit solch alten Texten befassen? Was mir Lebenszuversicht gibt, ist der Lehrtext. Auch ihn lese ich in dem Glauben: Was die ersten Christen damals gehofft haben, dürfen wir auch heute hoffen. Weshalb sollte ich mich sonst mit dem Brief des Jakobus befassen? Diese ermutigenden Worte kann ich in dem einen Satz zusammenfassen: Alles wird gut - letzten Endes, weil alles in Gottes Hand steht.
     Doch was heißt das? Werde ich rosigen Zeiten entgegengehen? Nein. Ich weiß für mich persönlich, dass mit zunehmendem Alter auch gesundheitliche Beschwerden zunehmen werden. Ich weiß, dass eines Tages meine Organe versagen und ich sterben werde. Eines Tages? Ja, heute oder morgen oder auch erst in zwei, drei Dutzend Jahren. Aber einmal wird es so sein. Das also weiß ich. Was ich nicht weiß, was ich aber für möglich halte, ist, dass allgemein schwere Zeiten auf uns alle zukommen werden. Auch solche Zeiten, ja sogar Katastrophen gehören zu unserem Dasein dazu. Bisher sind wir in Westeuropa in den letzten 70 Jahren glimpflich davongekommen. Vielleicht dauert das noch eine Weile an. Schön wär's. Aber das Leben muss und soll auch dann weitergehen, wenn es anders kommt.
     Und auch dann muss und soll gelten: Alles wird gut. Ich kann das nicht sagen im Blick auf den Zustand dieser Welt. Ich kann das nicht sagen im Blick auf die Regierenden oder eine Oppositionspartei irgendwo auf der Welt. Ich kann das nicht sagen im Blick auf die Wirtschaft oder Wissenschaft. Ich kann das nur sagen im Blick auf Gott, wie er sich mir in der Bibel in Jesus Christus zeigt. Und das ist nicht der Blick des Verstandes, sondern der Hoffnung. Ein Blick, der über all das hinausgeht, was ich hier in dieser Welt sehe. 
     Ihm, meinem Gott, vertraue ich mein Leben an, das meiner Angehörigen und die Welt im Ganzen und sage:   

Gebet: Herr, meine Zeit steht in deiner Hand: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Du weißt, was ich nicht weiß. Du siehst, was ich nicht sehe. Du tust, was ich nicht tun kann. Ich vertraue darauf, dass du vollenden wirst, was du begonnen hast; dass du retten wirst, was du geschaffen hast. Nichts kann dich davon abhalten, keine böse Macht, kein menschliches Versagen, nicht einmal der Tod. In diesem Glauben überwinde ich meine Verzweiflung und Angst. Mit diesem Glauben machst du mir Mut, weiterhin Tag für Tag ein "Apfelbäumchen" zu pflanzen, etwas zu tun, was Zukunft hat auch wenn die Probleme dagegensprechen. So will ich tun, was in meinen Kräften steht. Denn ich bin damit nicht allein. Du bist ja ebenfalls am Werk. Amen 

Herzliche Grüße


Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen im Internet-Blog<http://glaubenswachstum.blogspot.com/
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Kommentare:

  1. Schriftgrad heute leider zu klein trotz Brille

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  2. Sorry, Google formatiert immer wieder "eigenständig" die Texte, die ich im Blog schreibe. Das ist ärgerlich. In der Regel kontrolliere ich das Ergebnis und formatiere wieder neu. Gestern hatte ich das versäumt.
    Auf jeden Fall danke ich für den Hinweis.

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