Mittwoch, 19. Dezember 2018

Aus Liebe zu unseren Kindern und Enkeln hl

LosungDas Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise. Psalm 19,8 

Lehrtext: Wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat. 1.Johannes 3,24 

Liebe Leserin, lieber Leser,

die heutige Losung ist ein Wort so recht nach dem Herzen der Lehrer jüdischer Tora- und Talmud Schulen (Jeschiwa). Ich weiß es nicht, kann mir aber vorstellen, dass sie mit diesem Wort ihre Schüler zum eifrigen Studium der heiligen Schriften angehalten haben.
     Dem neutestamentlichen Lehrtext zufolge muss zum Gebot auch noch der Geist dessen kommen, der das Gebot gegeben hat. Der Geist Jesu. Wer sein Gebot nur deshalb erfüllt, weil es eben vorgeschrieben ist, kann es auch sein lassen. Ich glaube doch nicht an Gott und halte mich an seine Gebote, weil mir das irgendjemand vorschreibt. Ich tue das aus eigener Einsicht, weil ich es will und nicht weil ich es muss. Ich tue damit auch nicht Gott einen Gefallen, sondern mir und meinen Mitmenschen. Auch wenn ich Jesu Liebesgebot nicht so lebe und erfülle, wie ich es selbst gern möchte, soll es doch für mich maßgeblich sein. Es ist für mich der Kompass, den ich in meinem Leben brauche.
     Wie noch keine Generation vor uns können wir heute erkennen, dass Jesu Gebot unerlässlich zum Überleben der Menschheit auf diesem Planeten ist. Erstmals können sich die Menschen keine Feinde und keine Kriege mehr leisten, weil sie künftig gemeinsam ums Überleben aller kämpfen müssen. Die Erkenntnisse über die verheerenden Folgen des Klimawandels, der längst in Gang ist, liegen vor. Wer will, kann es wissen. Wer nicht wissen will, womit soll man den noch überzeugen? 
     Die Situation ist nach dem Klimagipfel in Kattowitz nicht besser geworden. Ich meine, dass wenigstens wir Christen mit gutem Beispiel vorangehen und uns fragen müssen, wie ein jeder von uns in seinem Alltag einen kleinen Beitrag zur Rettung unseres Planeten und unserer Zukunft beitragen kann. Die Möglichkeiten sind bekannt: 
  • Erstens weniger Fleisch essen. 
  • Zweitens weniger Energie verbrauchen. 
  • Drittens mit Stofftaschen und verschließbaren Dosen zum Einkaufen gehen und, wo es nur irgend geht, Plastik vermeiden. 
  • Viertens so wenig wie möglich Produkte aus Übersee kaufen und so viel wie möglich von regionalen Erzeugern. Wein aus Franken oder Baden ist genauso gut wie Wein aus Südafrika, Australien oder Chile. 
  • Fünftens auf die Qualitätssiegel achten: Fleisch und Eier aus artgerechter Haltung der Tiere, andere Produkte mit dem „Fairtrade-Siegel“ für gerechten Handel kaufen. 
  • Sechstens Urlaub in Europa machen. 
  • Und siebtens zum Waschen und Duschen wieder die bewährten Seifen benutzen und nicht Shampoos und Duschgels mit Mikroplastik. 
Dabei geht es nicht um die Erfüllung von Maximalforderungen, sondern um Verbesserungen. Man muss nicht gleich am Ziel sein wollen. Man muss erst einmal kleine Schritte in die richtige Richtung gehen. Wenn das viele tun, kommt man weit.
     Ob das mit dem Liebesgebot Jesu zu tun hat? Ich denke schon. Schließlich geht es auch um unsere Nachkommen. Wir lieben doch alle unsere Kinder und Enkel. Wer will schon, dass sie einmal schlecht leben müssen, nur weil wir jetzt falsch leben?

Gebet: Herr, du hast uns Verantwortung gegeben für unsere Kinder und unsere Welt. Du hast uns einen Lebensraum geschenkt, in dem alle deine Geschöpfe miteinander auskommen können. In dem es auch für unsere Kinder eine gute Zukunft geben kann. Damit das möglich ist, liegt es auch an mir, wie ich heute lebe. Ich will meinen Beitrag dazu leisten, dass das Leben für alle, für Menschen, Tiere und Pflanzen lebenswert bleibt. Dazu brauche ich die nötige Einsicht, welche Folgen mein Handeln und Unterlassen hat. Dazu brauche ich die Bereitschaft, meine Lebensweise zu ändern. Dazu brauche ich dich und deinen Geist. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen im Internet-Blog<http://glaubenswachstum.blogspot.com/
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Kommentare:

  1. Hallo Herr Löhr, auch wenn ich nie kommentiere sollen Sie wissen, dass ich fast täglich ihren blog lese und oft selber als Basis für Andachten verwende. Die Texte sind großartig! Danke fürs Teilen. Herzliche Grüße aus Österreich, Günther Matern

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  2. Lieber Herr Löhr
    Vielen Dank für Ihre Texte in denen Sie einen realen Bezug zu Themen der Zeit nehmen. So sind diese nicht nur im Hintergrund meines Denkens, sondern geben Impulse zum Handeln.
    Herlichen Dank
    Ve

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  3. Vielen Dank Ihnen beiden. Ihre Rückmeldungen freuen mich.

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