Mittwoch, 14. August 2019

Himmel auf Erden hl


LosungMich sollst du fürchten und dich zurechtweisen lassen. Zefanja 3,7 

Lehrtext: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! Matthäus 4,17  

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Tue Buße!“ Wie geht's dir damit, wenn du das hörst? Buße klingt zunächst mal nach büßen, Bußgeld, Büßergewand. Alles keine positiv besetzten Begriffe. Doch im griechischen Urtext heißt Buße „Umdenken“ und infolgedessen auch umkehren und sich Gott bzw. Jesus zuwenden. Aber muss ich denn erst Buße tun, bevor Gott sich mir zuwendet? So haben das viele Christen verstanden. 
     Im Lehrtext aber heißt es als Begründung: »Denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen«. Mit Himmelreich umschreibt das neue Testament das, was Gott in Jesus tut. Denn aus Achtung vor dem zweiten Gebot „Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen“, vermieden die frommen Juden und vermutlich auch Judenchristen den Gottesnamen und setzten dafür das Wort Himmel ein.
     Demzufolge kannst du die schroffe Aufforderung „Tue Buße!“ so verstehen: 'Ich bin eingeladen, mich Jesus zuzuwenden, in dem sich Gott mir zuvor in Liebe zugewandt hat'. Das war die Botschaft, mit der Jesus sein öffentliches Wirken begann und womit er das bisherige Verständnis von Buße auf den Kopf gestellt hat. Diese Botschaft ist meines Erachtens bis heute gültig.
     Das gilt nicht für die Botschaft in der Losung. Damit werden Menschen nur von Gott und vom Glauben abgeschreckt. Fürchten und zurechtweisen lassen - das hat schon im Alten Testament nicht funktioniert. Dagegen hat Jesus seine Botschaft gesetzt.
     Tue Buße! Das heißt denke neu, denke anders, denke um. Denn nicht du stehst, wie viele meinen, bei Gott in der Bringschuld, sondern er hat dir mit Jesus den Himmel gebracht. Also nimm dir, was er dir schenkt. Nimm ihn auf bei dir, so hast du den Himmel auf Erden.

Gebet: Herr, manchmal meine ich, ich müsste dich suchen. Dabei muss ich mich nur umdrehen. Denn du bist schon da, bevor ich überhaupt mit dem Suchen begonnen habe. Und wenn mich Kummer und Sorgen blind machen für dich, so berühre du mein Herz, dass ich deine Gegenwart spüre. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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