Samstag, 19. Oktober 2019

Bitte um Schutz hl

Losung: HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen. Psalm 9,20

Lehrtext: Jesus betet: Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Johannes 17,15

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir mögen zu den politisch Verantwortlichen in unserem Land stehen wie wir wollen. Wir mögen sie kritisieren oder gutheißen. So viel ist jedenfalls klar: Niemand muss bei uns Angst haben vor einem Menschen, der politische Macht hat (Losung). Niemand muss Angst haben, verfolgt, eingesperrt oder gar getötet zu werden, weil er eine andere Meinung hat, eine andere Weltanschauung, eine andere Religion. Wer sich im Rahmen unserer Gesetze bewegt, die ein hohes Maß an Freiheit ermöglichen, kann sicher und unbehelligt leben.
     In vielen anderen Ländern ist das anders. Und auch in unserem Land war das in der Vergangenheit höchst selten der Fall. Auch in der Zeit, da das Losungswort entstand, fürchteten Menschen, von ihresgleichen unterdrückt zu werden. Darum die inständige Bitte an Gott, dass er dagegen vorgehe und die Tyrannen und Diktatoren in die Schranken weise.
     Wer weiß, wie viele, die schrecklich leiden mussten, sich gewünscht haben von Gott aus dieser Welt entrückt zu werden (Lehrtext)? Aber für uns Menschen gibt‘s nun mal keine andere Welt als diese, keine zweite Erde, auf der alles besser wäre. Wir müssen hier miteinander auskommen und mit den Widrigkeiten zurechtkommen. Die Welt, wie sie ist, auch mit ihren Katastrophen und Krankheiten, mit allem, worunter viele leiden, ist die Bedingung der Möglichkeit, dass wir sind. Es liegt an uns, die negativen Erscheinungen so weit wie möglich und so gut es geht zu mildern. Jedenfalls verstehe ich den Lehrtext so, dass es nichts bringt, dieser Welt zu entfliehen und das auch nicht unsere Aufgabe ist, sondern dass wir dem Bösen widerstehen und uns als Christen bewähren.
     Dem Lehrtext aus dem Johannesevangelium zufolge hat Jesus selbst für uns gebetet, dass Gott uns vor dem Bösen bewahren möge. Einen besseren Fürsprecher kenne ich nicht. Seinem Gebet schließe ich mich an für alle, die mir nahestehen und für mich. Ich wünsche auch sonst keinem, dass ihm Böses widerfährt. Und wenn es doch geschieht, bitte ich mit dem Vaterunser: »Erlöse uns / mich von dem Bösen!«, damit ich darin nicht untergehe.

Gebet: Herr, dazu bist du da, uns Menschen zu behüten, zu heilen und zu retten. Darum  bewahre mich vor dem Bösen, in welcher Gestalt es auch immer mich bedroht. Wenn es aber über mich kommt, so bewahre mich in ihm und erlöse mich von ihm. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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E-Mail: hansloehr@yahoo.de

Kommentare:

  1. Leider stimmen die Aussagen im ersten Absatz seit Jahren nicht mehr: Politiker (einer bestimmten Partei) oder deren Fahrzeuge etc. werden angegriffen. Auch andersgläubige Menschen, und zwar von etlichen Islamgläubigen aus. Häufig gegen Kippaträger. Kürzlich wurde im Rottal-Inn-Kreis eine Israelin mit Kind von einem arabisch Aussehendem mit einem Stein beworfen, als er bemerkte, dass sie hebräisch sprach. Es gibt inzwischen keine wirkliche Sicherheit mehr bei uns - das geben inzwischen auch einzelne Politiker und die Polizeibehörden unumwunden zu.

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    1. Im ersten Absatz geht es mir darum, dass in unserem Land von den Regierenden (!) keine gewaltsamen Übergriffe auf Bürger geschehen. Dass in unserer Gesellschaft dennoch Gewalt von Extremisten politischer, krimineller wie religiöser Provenienz ausgeht, bestreite ich nicht.

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