Mittwoch, 4. Dezember 2019

Wem Gott was schuldet hl

Losung: Der HERR sprach: Ich will diese Stadt beschirmen, dass ich sie errette um meinetwillen. 2.Könige 19,34

Lehrtext: So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samarien und baute sich auf und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich unter dem Beistand des Heiligen Geistes. Apostelgeschichte 9,31

Liebe Leserin, lieber Leser,

damit das klar ist, Gott schuldet dir gar nichts. Mir auch nicht. Aber sich selbst. Und er ist sich schuldig, dass er um seiner selbst willen seine Zusagen einhält und dein Gott ist und bleibt. Mit dir hat das nichts zu tun, mit mir auch nicht. Wir können ihn zu nichts verpflichten, zu nichts bewegen, zu nichts überreden. Wir können mit ihm nicht handeln, wie alle Religionen, auch die christlichen, meinen. Opfer welcher Art auch immer, sind sinnlos. Spenden ebenfalls, wenn wir sie seinet-  und unseretwegen geben statt anderen Menschen zuliebe, die in Not sind.
     Dass er unser Gott sein will, ist seine freie Entscheidung als Vater, Sohn und heiliger Geist. Das können wir im Glauben dankbar annehmen und auf seine Liebe vertrauen. Mehr braucht es nicht. Mehr ist auch nicht gut, sonst rutschen wir wieder in die hochmütige Versuchung ab, mit Gott religiöse Tauschgeschäfte betreiben zu können.

Seit mehr als dreitausend Jahren thront die Stadt Jerusalem auf dem Berg Zion. 
  • Gegründet wurde sie von Heiden, den Jebusitern, 
  • erobert von David 1000 v.Chr.
  • zerstört vom Babylonier Nebukadnezar 588 v.Chr. 
  • und noch einmal von dem Römer Titus 70 n.Chr. 
  • erobert von den muslimischen Sassaniden 614 n.Chr., 
  • mehrfach erfolglos umkämpft von den Kreuzfahrern im Hochmittelalter. 
  • verwaltet von den Briten nach dem Untergang des osmanischen Reiches 1919. 
  • Zurückerobert und annektiert von Juden 1948 teilweise und 1967 vollständig.
     Bei so vielen Kriegen und Kämpfen ist es wie ein Wunder, dass es Jerusalem heute überhaupt noch gibt. Die Hauptstädte der Großmächte des Alten Orients, der Assyrer, Babylonier, Ägypter und Perser sind verschwunden. Die Stadt Jerusalem steht noch immer.

Faszinierende Stadt

     Doch ein allgemeingültiger Beweis ist das leider nicht, dass unser heutiges Losungswort stimmt. Höchstens ein Zeichen für Menschen, die glauben. Wer als ein solcher heute Jerusalem besucht, kann sich der Faszination dieser Stadt nicht entziehen. Für Juden und Israelis ist sie ein Symbol ihrer Freiheit und Macht, ihrer Geschichte und Tradition und der Ort, an dem Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte. Für Christen ist sie der Ort, an dem Jesus von Menschen gefangen, gefoltert, verhört und gekreuzigt, von Gott aber auferweckt wurde. Für sunnitische Muslime ist sie der Legende zufolge der Ort, an dem Mohammed mit seinem Pferd in den Himmel geritten ist.
     Eines aber ist Jerusalem ganz und gar nicht: eine heilige Stadt. Abgesehen davon, dass nichts und niemand heilig ist als Gott allein, ging und geht es in Jerusalem sehr irdisch und sehr menschlich zu mit viel Leid und Streit bis heute.
     Aber als gläubiger Mensch kann ich das so sehen, dass Gott diese Stadt bis heute „beschirmt“, nicht um der Juden, der Christen oder Muslime willen, sondern um seinetwillen, um seines Sohnes Jesus Christus willen, in dem er zu mir kommt und zu dir.
    
Gebet: Herr, du allein bist der Geber aller Gaben und ich bin der mit den leeren Händen. Auch mein Leben kann ich dir nicht übergeben, denn es gehört dir sowieso. Und jedes Gebet, jedes Lob, jeder Dienst am Nächsten und jeder Gottesdienst kann nicht mehr sein als ein Dankeschön. Du bist mir nichts schuldig. Aber du gibst mir und allen deinen Menschen, was wir brauchen ob wir glauben oder nicht. Alles, was du geschaffen hast, gehört dir, auch ich. Das zu wissen, tut gut. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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