Dienstag, 3. März 2020

Aguirre, der Zorn Gottes hl

LosungAch HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm! Psalm 6,2

Lehrtext: Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesus Christus. 1.Thessalonicher 5,9

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Zorn Gottes? Das war mal was für die Menschen der Bibel vor Jesu Geburt. Das ist heute noch etwas für christliche, islamische und andere religiöse Fanatiker und Fundamentalisten. Und das ist etwas für den Filmtitel: „Aguirre, der Zorn Gottes“ von Regisseur Werner Herzog mit dem Hauptdarsteller Klaus Kinski als Aguirre.
     Hier die Handlung: Wir sind im 16. Jahrhundert, in den peruanischen Anden: Eine Expedition spanischer Eroberer ist auf der Suche nach El Dorado, dem sagenhaften Goldland der Inkas. Der machtbesessene Unterführer Aguirre reißt das Kommando über einen Voraustrupp an sich, der auf Flößen den Amazonas herab fahren und die Gegend erkunden soll. Aguirre erklärt den spanischen König für abgesetzt und einen mitreisenden Adligen zum "Kaiser von El Dorado". Sich selbst nennt er den „Zorn Gottes“. Dann stößt er mit den Flößen weiter ins Land vor, inmitten einer feindlichen Umwelt, bedroht durch die Giftpfeile der Indianer, Hunger, Erschöpfung, Krankheit und Meuterei. Die Gruppe wird immer weiter dezimiert. Am Ende sehen wir Aguirre dem Wahnsinn verfallen, auf einem von Leichen bedeckten Floß, das den Amazonas hinabtreibt.
(filmportal.de)
     Der Wahnsinnige glaubt also, selbst der Zorn Gottes zu sein, weil dort, wo er hinkommt, Gewalt, Grausamkeit, Mord und Totschlag wüten wie eine Seuche. Wenn die Erde bebt,  Vulkane ausbrechen und Tsunamis die Küsten verwüsten, meinen manche Gläubige noch heute, darin Zeichen von Gottes Zorn sehen zu müssen. Manche sahen auch im Bombenhagel auf deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg Anzeichen davon. Wieder andere glauben, dass ihre persönlichen Katastrophen wie schwere Krankheiten, der Verlust des Partners, der Tod eines Kindes und so weiter auf Gottes Zorn zurückzuführen seien, weil sie wie auch immer gesündigt hätten.
     Dagegen sagt der Lehrtext: „Gott hat uns nicht für den Zorn und das Gericht bestimmt, sondern zur Rettung (aus Schuld und Tod) durch unseren Herrn Jesus Christus.“ Die Vorstellung vom Zorn Gottes ist allzu menschlich. Da werden eigene negative Gefühle auf Gott übertragen. Und wenn schon Gott zornig ist, dann darf man das selbst ja wohl auch sein gegenüber denen, die nicht tun, was man will.
     Nein, „der Zorn Gottes“ mag eine weitverbreitete religiöse Vorstellung sein. Mit meinem Glauben an Gott, wie er sich in Jesus Christus zeigt, hat das nichts zu tun. Sollen die zornigen Götter auf den Vulkanen ruhig Feuer speien. Unser Gott macht nicht Angst, sondern beruhigt mein Herz. Er führt nicht Krieg gegen mich, sondern schenkt mir seinen Frieden. Er schlägt keine Wunden, sondern heilt. Und das gilt auch für dich.

Gebet: Herr, du hast mir mit Jesus den schönen Glauben geschenkt, dass ich vor dir keine Angst und kein schlechtes Gewissen haben muss. Denn du bist nicht dazu da, mich zu bestrafen, sondern zu lieben; nicht zu verdammen, sondern zu retten. Darum kann ich dich wieder lieben und dir von Herzen vertrauen. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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1 Kommentar:

  1. Was für eine tröstende und zugleich ermunternde Auslegung und Aufforderung an mich selbst, Verantwortung für mein Handeln und meine Gefühle zu übernehmen.
    Vielen Dank lieber Herr Löhr.

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