Dienstag, 24. März 2020

Gottes Wille hl

LosungDer HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken. Psalm 145,17

Lehrtext: Darum lassen auch wir nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht. Kolosser 1,9

Liebe Leserin, lieber Leser,

in der Losungsauslegung gestern ging es um die Wunder seiner Schöpfung, die uns staunen lassen und den Schöpfer preisen. Heute geht es um Gottes Willen. Welche Aufgabe hat er für die Menschen, die er geschaffen hat? Wie also sollen wir uns verhalten?
     Wer regelmäßig dieses Blog liest, ahnt schon die Antwort. Jesus hat sie uns gegeben, als er das 5. Buch Mose, Kapitel sechs, Vers fünf und das dritte Buch Mose, Kapitel 19, Vers 18 zitiert und sagt: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.‹ Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹ Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen beiden Geboten enthalten.«

Was viele Christen so noch nicht gehört haben

     Diese Gebote aus dem Alten Testament hatte Jesus zusammengezogen und sinngemäß gesagt: Das ist der Wille Gottes. Auch der Evangelist Markus hat das so verstanden (Markus 12,31); ebenso Lukas (Lukas 10,27) sowie Paulus (Römer 13,10; Galater 5,14). Folgerichtig nennt Jakobus dieses Gebot das „Königliche Gesetz“ (Jakobus 2,8). Doch Jesus hat dieses Gebot noch präzisiert. Auf die Frage eines Theologieprofessors: „Wer ist denn mein Nächster?“ (Lukas 10,29) antwortet er mit der Geschichte vom „Barmherzigen Samariter“. Da hört der Theologe, was er so noch nie gehört hatte und was viele Christen bis heute so noch nicht gehört haben: „Dein Nächster ist auch dein Feind“. Und damit er nicht missverstanden wird, sagt Jesus  in seiner Bergpredigt noch einmal mit aller Deutlichkeit und Klarheit:
     »Es heißt bei euch: ›Liebe deinen Mitmenschen und hasse deinen Feind!‹ Doch ich sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen! So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne für Böse wie für Gute aufgehen, und er lässt es regnen für Fromme und Gottlose. Wollt ihr etwa noch dafür belohnt werden, dass ihr die Menschen liebt, die euch auch lieben? Das tun sogar die Zolleinnehmer, die sonst bloß auf ihren Vorteil aus sind! Wenn ihr nur euren Freunden liebevoll begegnet, ist das etwas Besonderes? Das tun auch die, die von Gott nichts wissen. Ihr aber sollt in eurer Liebe vollkommen sein, wie es euer Vater im Himmel ist.« (Matthäus 5,43-48)
     Das also ist Gottes Wille. Das ist der Weg der Gerechtigkeit und der Gnade (Losung). Das erkennen wir durch »geistliche Weisheit und Einsicht« (Lehrtext). Möge Gott wenigstens der Christenheit diese Weisheit und Einsicht schenken und bei mir damit beginnen.

Ein Tipp

     Wir denken in diesen Tagen verständlicherweise viel an uns selbst und an unsere Lieben. Denken wir auch daran, wie wir Gottes Willen erfüllen können? Kleiner Tipp: Wenn du das nächste Mal im Supermarkt einkaufst, dann nimm aus dem Süßigkeitenregal eine kleine Schachtel Pralinen mit. Und nachdem du sie bezahlt hast, schenkst du sie der Kassiererin, weil sie in dieser Zeit einen tollen Job für uns alle macht und das Risiko einer Ansteckung in Kauf nimmt. Und dann wird sie dich verwundert anstrahlen und du wirst dich gut fühlen. Garantiert.

Gebet: Herr, für die, die mir weh getan haben, beten, ihnen Gutes wünschen und einen Gefallen tun – das ist schwer, aber möglich, ich weiß. Ich will damit bei Menschen beginnen, die mir fremd sind. Gib mir die Kraft, das auch für die zu tun, mit denen ich mich schwertue. Amen

 Herzliche Grüße und behüt' dich Gott!

 Ihr / dein Hans Löhr

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1 Kommentar:

  1. Ja, liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.
    Leider lieben sich zu wenige Menschen selbst.
    Nicht Egoismus, sondern sich selbst mit allen guten und nicht guten Seiten und Taten. Wenn ich mich selber nicht liebe, so wie Gott mich gemacht hat, wie kann ich dann den Anderen lieben?
    Gott segne uns alle
    Elisabeth

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