Sonntag, 22. März 2020

Wie wird es weitergehen? hl

LosungEs ist ein Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart. Daniel 2,28

Lehrtext: In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Kolosser 2,3

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie wird es weitergehen mit dir und mir in dieser Krise? Werden die Ausgangsbeschränkungen bei uns in Bayern demnächst zu einer kompletten Ausgangssperre? Was machen wir dann in unseren Wohnungen? Wie kommen wir da miteinander oder auch allein aus? Werden wir in dieser Krise glimpflich davonkommen, ohne Ansteckung und ohne schwer zu erkranken? Wie lange wird das Ganze dauern? Und was wird danach sein? Wird sich das Leben wieder normalisieren oder wird vieles anders sein als zuvor und nicht mehr so werden, wie es war?
     Solche und ähnliche Fragen gehen jetzt nicht nur mir durch den Kopf. Aber noch kann niemand darauf eine verlässliche Antwort geben. Denn wir können nicht in die Zukunft schauen. Wir können nicht mal um die nächste Kurve blicken. Wir wissen einfach nicht, was wirklich auf uns zukommt. Wir können mutmaßen. Wir können uns fürchten. Wir können hoffen. Wir können so gut es geht Vorsorge treffen. Aber wir können nicht wissen.

Hoffnungsschimmer China

     Ich blicke jetzt auf China, wo das Virus ausgebrochen ist und wo die Infektionen inzwischen zum Stillstand gekommen zu sein scheinen. Das ist auch ein Hoffnungsschimmer für Europa und unser Land. Aber mehr noch nicht. Wir haben unter uns leider keinen Propheten wie den Daniel, der dem König Nebukadnezar die Träume gedeutet und die Zukunft gezeigt hat (Losung). Doch Daniel war, im Unterschied zu den anderen Propheten des Alten Testaments, nur eine Sagengestalt. Die Legenden über ihn sollten die gläubigen Israeliten mutig und stolz machen, dass Gott auch das Geschick des mächtigen Königs Nebukadnezar aus Babylon in seiner Hand hat.      
     Kein Mensch, weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart, noch in der Zukunft konnte, kann und wird wissen können, was sein wird. Schon gar nicht die armseligen Handleser, Kartenleger, Kristallkugelgucker, Wahrsager, Horoskopersteller und wie sie alle heißen und was sie alles tun.

Was ich von meiner Zukunft sagen kann

     Das Einzige, was ich im Hinblick auf meine eigene Zukunft sagen kann, ist das, was Dietrich Bonhoeffer in seiner Gefängniszelle gebetet hat: »Herr, ich kenne meine Wege nicht; aber du weißt den Weg für mich.« Manche meinen, das sei aber wenig. Ich meine, für mich ist das viel. Mich macht ein solches Vertrauen auf Gott ruhiger und gelassener. Ja, ich bin vorsichtig und versuche zu tun, was man jetzt vorbeugend tun kann. Doch mehr geht nicht. Es kommt wie es kommt. Und dann muss ich jeweils schauen, wie ich mit der Situation zurechtkomme. Mein Glaube wird mir dabei helfen. Das hoffe ich.
     Der heutige Lehrtext heißt in seinem Zusammenhang: »Ich setze mich dafür ein, dass Gott euch allen Mut und Kraft gibt und euch in seiner Liebe zusammenhält. Er schenke euch tiefes Verstehen, damit ihr die ganze Größe seines Geheimnisses erkennt. Dieses Geheimnis ist Christus. In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.«
     Manche fragen im Blick auf die Koronakrise, wie Gott sowas zulassen könne, ob sie sein Strafgericht über uns Menschen sei, ob sie für ihn ein Mittel sei, um uns etwas klarzumachen. Ich weiß nur, dass auch allerlei Viren zur Schöpfung dazugehören und ihren Zweck erfüllen. Sie sind Bestandteil der Welt, in der ich lebe wie auch Naturkatastrophen und schließlich der Tod. Auf diese Welt mit ihren Licht- und Schattenseiten bin ich gekommen. Eine andere gibt es nicht. Und wie die allermeisten Menschen lebe ich gerne auf ihr, auch wenn das Leben manchmal mühsam ist.
     Diese Welt, so glaube ich, hat Gott erschaffen. Und das Geheimnis dieses Gottes, so sagt es der Lehrtext, ist Jesus Christus, der „Gotthilft“. Er lag für mich in der Krippe. Er hing für mich am Kreuz. Mit ihm überwindet Gott, was mich fürchten machen will.
     Wie wird es weitergehen mit dir und mit mir in dieser Krise? Es wird weitergehen mit Gottes Hilfe. Und er weiß auch wie.

Gebet: Herr, wir brauchen in dieser Zeit allen Mut und Kraft. Du wirst sie uns geben. Halte uns in deiner Liebe zusammen, dass wir füreinander beten und einstehen so gut es geht. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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1 Kommentar:

  1. Der Daniel, den Sie heute beschreiben (Losung vom 22.3.20), ist keine Sagengestalt. Er stammte aus Judäa, ca 620 v Chr geboren, mit ca 15 Jahren nach Babylon deportiert. Dort verbrachte er den Rest seines Lebens.

    LG Doris

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