Dienstag, 2. Juni 2020

Sich freuen und fröhlich sein hl

Losung: Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN. 1.Samuel 2,1 

Lehrtext: Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude. 1.Petrus 1,8 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

hättest du gerne zur Zeit der Bibel in Palästina gelebt? Ich eher nicht. Das waren Zeiten von Hunger und Gewalt, Kriegen und Krankheit. Da gab es keine Krankenversicherung und keine Rentenversicherungen, keine Arbeitslosenversicherung und keine staatliche Unterstützung in Notlagen. Es gab keine Chirurgen und keine Zahnärzte und natürlich keine Maschinen, keine Telekommunikation und was alles unser Leben heute angenehm und leichter macht. Und trotzdem – oder gerade deswegen? – waren Menschen wie die schwangere Hanna offenbar „fröhlich in dem Herrn“ (Losung) und lebten in der Vorfreude, dass Jesus wiederkommen würde (Lehrtext).

     Wie viel mehr Grund habe ich heute, fröhlich und dankbar zu sein im Glauben. Lebe ich doch aus der Sicht der Menschen der Bibel in geradezu paradiesischen Zuständen. Wann hat es schon eine Generation vor mir gegeben, die so lange keinen Hunger und Krieg erlebt hat? Wann waren Menschen durch staatliche oder karitative Organisationen jemals so gut versorgt mit Rettungswagen und Feuerwehr, Pflegeheimen und Kliniken, Kindergärten und Bildungseinrichtungen …? Doch wie oft macht man sich das Leben unnötigerweise selbst schwer mit Sorgen und Konflikten, mit Unzufriedenheit und Stress, …?

     Heute Nacht habe ich nicht gut geschlafen und war deshalb am Morgen nicht besonders gut drauf. Da habe ich zu mir gesagt, ich lass mir doch meine Lebensfreude nicht dadurch nehmen, dass meine Biochemie etwas durcheinander ist. Jetzt bin ich erst mal dankbar, dass ich gesund bin und keine Schmerzen habe. Gott wird mich schon gut durch diesen Tag bringen. Und dann will ich Schritt für Schritt tun, was gerade ansteht. Dann werde ich weitersehen. Schon das prickelnde Gefühl nach der kalten Dusche hat meine Lebensgeister geweckt. Dann habe ich mir ein schönes Frühstück gemacht, es draußen in der Sonne gegessen und anschließend die Spatzen und Finken gefüttert. Und jetzt schreibe ich diese Losungsauslegung.

     Ich hätte auch im Bett bleiben, meine schlechte Stimmung pflegen und mich bedauern können. Dann würde ich wahrscheinlich immer noch rumliegen und meine Gefühle wären erst recht im Keller. Auch jetzt platze ich nicht gerade vor Frohsinn. Aber mir geht es wesentlich besser als heute Morgen.

     Wenn schon die Menschen der Bibel trotz aller Widrigkeiten fröhlich im Glauben sein konnten, dann will ich es auch sein. Und dazu gehört, dass ich mir immer wieder klar mache, wofür ich alles danken kann, auch wenn meine Stimmung gerade nicht so toll ist. Gott hat mir auch die Möglichkeiten gegeben, das eine oder andere seelische Tief zu überwinden. Und davon versuche ich Gebrauch zu machen so oft und so gut es geht. 

Gebet: Herr, ich danke dir, dass ich mich immer wieder meines Lebens freuen kann. Du kennst viele Wege, mich im Glauben fröhlich zu machen. So viel ich dazu beitragen kann, will ich auch selbst tun. Ich weiß, es kommen auch Zeiten, in denen es mir nicht gut gehen wird. Umso mehr will ich mich jetzt freuen, damit ich in den dunklen Tagen auch einen Vorrat aus den hellen habe. Amen

Einen frohen Dienstag!
 

Ihr / dein Hans Löhr 

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