Samstag, 20. Juni 2020

Das große Netz hl

Losung: Groß sind die Werke des HERRN; wer sie erforscht, der hat Freude daran. Was der HERR tut, das ist herrlich und prächtig, und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich. Psalm 111,3 

Lehrtext: Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt. 2.Timotheus 2,19 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

was »sind die Werke des Herrn«? Ich denke da zuerst an seine Schöpfung, an alles, was er geschaffen hat, an den wunderbaren Entwicklungsprozess, aus dem alles hervorgegangen ist, was ist. Nach langer Zeit hat dieser Prozess schließlich dazu geführt, dass es im Weltall gigantische Gebilde und Strukturen, aber auch unsere winzige Erde mit allem Leben und uns selbst gibt. Und ich denke daran, dass alles, wirklich alles, einen gemeinsamen Ursprung hat und mit allem zusammenhängt. Alles ist ein einziges Netz, das uns trägt, ein einziger Organismus, von dem wir ein Teil sind. 

Ist ein Mensch wertvoller als eine Ameise? 

     Das ist in der Tat »herrlich und prächtig« (Losung), und wer sich darüber informiert oder wer gar forscht, »der hat Freude daran.« Der kommt aber auch zu dem Ergebnis, dass es zwischen Mensch und Natur keinen Unterschied gibt. Oder kann mir jemand einen stichhaltigen Grund nennen, warum der Mensch mehr wert sein soll als eine von Gott geschaffene Ameise?

     Aber da ist noch etwas, dass herrlicher und prächtiger ist: Das Kind in der Krippe. Es ist das sichtbare Zeichen, dass der Schöpfer seine Schöpfung liebt und somit auch seine Menschen. Ich kann mir gar nicht oft genug klarmachen, dass Gott diese Welt und alle (!) seine Geschöpfe aus Liebe geschaffen hat, auch dich und mich. Diese Einsicht des Glaubens lässt mich Tiere und Pflanzen und natürlich auch uns Mensch zunehmend in einem anderen Licht sehen. Doch nicht nur das. Sie soll auch mein Verhalten und meine Lebensweise bestimmen.

     Ja, Jesus ist die große Hoffnung für die ganze Welt. »Wer sich zum ihm bekennt, der darf nicht länger Unrecht tun« (Lehrtext), der soll demütig dem Leben und dem Frieden dienen und endlich auch in den Tieren seine Geschwister sehen. (Siehe Losungsauslegung vom 8. Juni).                                

Gebet: Herr, du hast uns Menschen eine große Macht und Freiheit geschenkt. Doch wir missbrauchen sie zu egoistischen Zwecken. Mach uns bewusst, dass wir für uns Menschen wie auch für deine Schöpfung eine große Verantwortung haben und fange bei mir damit an. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Kommentare:

  1. Amen. Vielen Dank für Ihre Auslegungen, die ich täglich lese und die mir täglich die Liebe Gottes nahe bringt. Herzliche Grüße Marianne

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  2. Ich kann nicht nachvollziehen, nach welchen Kriterien Menschen und Tiere bewertet werden können. Gott und Mensch kann ich meines Erachtens auch nicht bewerten. Eher lässt sich ihr Sinn und Nutzen herausfinden und die Planzen gleich mit hinzuziehen. Die Schöpfung bewahren heißt nach meinem Verständnis der biblischen Aussagen, sie maßvoll nutzbar zu machen und Pflanzen und Tiere auch zu essen. Und das schließt für mich aus, bei Tieren von meinen Geschwistern zu sprechen.

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  3. Hallo Fritz,
    ich versuche so zu handeln, wie sie schreiben. Und doch frage ich mich, ob es nicht die Lösung für viele unserer Probleme wäre, wenn wir keine Tiere mehr essen würden. Vielleicht würden wir dann auch miteinander friedlicher und liebevoller umgehen, weil wir empfindsamer geworden sind. Vielleicht.
    Herzliche Grüße
    Hans Löhr

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  4. Das was man isst, ist man. Nicht die Masse macht es, sondern die Klasse. Einfach ausgedrückt, unseren Körper nicht mit Industriemüll zu müllen. Das wäre der erste Respekt vor meinen eigenen Körper und das beinhaltet auch den Respekt vor Gott, der ja mich - meinen Körper - erschaffen hat und den Respekt vor Tier und Pflanzen.

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