Samstag, 25. Juli 2020

Sehnsucht nach Gerechtigkeit hl

Losung: Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode. Sprüche 11,19 

Lehrtext: Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Matthäus 5,6 

Liebe Leserin, lieber Leser,

will ich das Wort Gerechtigkeit in unsere Umgangssprache übersetzen, fallen mir Begriffe und Sätze wie diese ein: Leben und leben lassen; dem anderen in seinem Anderssein gerecht werden; soziale Verantwortung; Solidarität; Barmherzigkeit; den Mitmenschen im Blick behalten; Vertrauen …

     Will ich den Begriff „das Böse“ in unsere Umgangssprache übersetzen, fallen mir Begriffe und Sätze wie diese ein: „Jeder ist sich selbst der Nächste“; Egoismus; Profitismus; Nationalismus; Individualismus; Rassismus; Gnadenlosigkeit; Herzenskälte; Hass; Angst … Im ersten Fall können Menschen Engel sein, im zweiten Teufel.

Unzulängliche Gerichtsurteile

     Wer sich nur an Recht und Gesetz orientiert und nicht auch an dem konkreten Menschen, den er vor sich hat und an seinen Lebensumständen, wird ihm nicht gerecht und ist darum nicht gerecht. Letzten Endes aber kann keiner dem anderen gerecht werden, weil er nicht in dessen Herz blicken und auch nicht alle Umstände kennen kann, weshalb dieser so ist wie er ist. Darum muss jedes Urteil eines Richters unzulänglich sein.

     Gott aber kann das. Er weiß, warum ich so bin wie ich bin. Er weiß, wessen ich bedürftig bin nicht nur materiell, sondern seelisch und emotional. Und er weiß, was mir gut tut und hilft. In Jesus wird er mir gerecht. Bei ihm gilt: Gerechtigkeit ist Liebe.

     So verstehe ich auch den Lehrtext: Nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, heißt, nach Liebe hungern und dürsten. Und wer sich nach Gerechtigkeit in dieser Welt sehnt und bereit ist, dafür zu kämpfen, darf dabei die Liebe nicht vergessen. 

Gebet: Herr, du richtest nicht nach starren Regeln, Normen und Gesetzen. Du siehst mich und kennst mich und weißt, was ich brauche. Darum muss ich keine Angst vor dir haben, sondern kann darauf vertrauen, dass du mich verstehst und mir gerecht wirst. So will auch ich mich darum bemühen, so gut ich kann meine Mitmenschen zu verstehen und ihnen gerecht zu werden. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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