Mittwoch, 27. Januar 2021

Sich richtig entscheiden hl

Losung: Die in ihrem Geist irren, werden Verstand annehmen, und die, welche murren, werden sich belehren lassen. Jesaja 29,24 

Lehrtext: Wenn es jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern und ohne Vorwurf gibt; so wird sie ihm gegeben werden. Jakobus 1,5 

Liebe Leserin, lieber Leser,

welche Art von Weisheit brauchst du? Ich denke, dass es sich hauptsächlich um praktische Lebensweisheit handelt. Und dazu gehört, dass ich im Alltag und im Umgang mit anderen die richtigen Entscheidungen treffe. Hier ein paar Beispiele:

·      Wann es gut ist zu schweigen und wann zu reden.

·      Wann es gut ist, etwas zu tun und wann, es zu lassen.

·      Wann man zur rechten Zeit beginnt und wann aufhört.

·      Wann man auf etwas besteht und wann man verzichtet.

·      Wann man um eine Sache kämpft und wann man sie lässt.

·      Wann man einen Wunsch erfüllt und wann nicht.

·      Wann man hart bleibt und wann man nachgibt.

·      Wann man kommt und wann man geht.

·      Wann man von etwas Abschied nimmt und wann man Neues beginnt.

·      Wann man widersteht und wann man aus dem Weg geht.

·      Wann man duldet und wann man verbietet.

·      Wann man anhäuft und wann man loslässt.

·      …..

Ja, das hieße weise sein. Doch woher diese Weisheit nehmen? Eine gute Entscheidungshilfe wäre schon, wenn ich mich fragte: ‚Was würde Jesus an meiner Stelle und in meiner Lage tun?‘ Doch kenne ich ihn auch gut genug, um so fragen und mich entscheiden zu können? Bin ich mir über ihn im Klaren und auch über mich selbst, dass ich weiß, was mir wirklich gut tut und wie ich eine gesunde Beziehung zu meinen Mitmenschen haben kann?

Gebet: Herr, ich bitte dich um Weisheit an jedem neuen Tag, damit ich mit meinen Mitmenschen gut auskomme und sie mit mir. Damit ich mich möglichst richtig entscheide. Dazu schaue ich auf dich und bedenke unter deinen Augen, wie ich leben kann. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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Dienstag, 26. Januar 2021

Feuer hl

Losung: Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? Jeremia 23,29 

Lehrtext: Jesus spricht: Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte! Lukas 12,49 

Liebe Leserin, lieber Leser,

meterhoch schlugen die Flammen unter der großen Kuppel der Münchner Lukaskirche. Wir hatten uns über die üblichen Bedenkenträger hinweggesetzt und das Feuer in der Pfingstnacht angezündet. Dazu sangen wir das Taizé-Lied: »Im Dunkel unserer Nacht entzünde das Feuer, das nie mehr verlischt«.
Immer wieder und wieder erklang diese Zeile im mehrstimmigen Gesang. Das Pfingstfeuer sollte nicht nur in der Kirche, sondern auch in unseren Herzen brennen. Das Feuer der Liebe, das Jesus angezündet hat, es soll die ganze Welt in Brand stecken! Es soll den Hass verzehren und die Gleichgültigkeit. In ihm sollen Neid und Gier verbrennen, alles, womit der Mensch dem Menschen das Leben zur Hölle macht.

Die Jünger Jesu hatten am ersten Pfingsttag ihr großes Feuer-Erlebnis. Auf unerklärliche Weise wurden sie vom göttlichen Geist ergriffen, vom himmlischen Wind, und aus ihren Verstecken in Jerusalem auf die Gassen hinausgeblasen. Sie, die eben noch Angst hatten vor den Verfolgungen der jüdischen Kirchenpolizei und der römischen Militärmacht, sie machte Jesu heiliger Feuergeist zu unerschrockenen Zeugen seiner Botschaft.
Frei von aller Menschenfurcht verkündigten sie ihn als Gottes Sohn, als Herrn der Welt. Manche wurden deshalb eingesperrt, aber ihren Glauben konnte niemand einsperren. Manche wurden deshalb getötet, aber ihre Botschaft lebt bis heute.

»Im Dunkel unserer Nacht entzünde das Feuer, das nie mehr verlischt«– Was ist übrig geblieben von diesem Geist, von diesem Wind, von diesem Feuer in unserer Kirche, in unseren Gemeinden? - In uns?
Wir können dieses Feuer nicht selbst nach Belieben anzünden, auch wenn mein Kollege aus der Münchner Lukaskirche und ich das symbolisch getan hatten. Wir können Jesus nur darum bitten:

Gebet: "Herr, stecke mit deinem Feuer mein Herz in Brand, damit auch ich Feuer und Flamme bin für dich, für die Botschaft von Gottes Liebe in unserer Welt." Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Montag, 25. Januar 2021

Vom Kopf auf die Füße hl

Losung: Aber mit dir will ich nicht ein Ende machen. Ich will dich mit Maßen züchtigen, doch ungestraft kann ich dich nicht lassen. Jeremia 30,11 

Lehrtext: So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. 1.Petrus 5,6

Liebe Leserin, lieber Leser,

immer, wenn ich das Bibelwort aus dem Lehrtext lese, muss sich an meinen Studienfreund Karl denken. Als er das erste Mal Beichte und Abendmahl  feiern sollte, war er sehr aufgeregt. „Hoffentlich mache ich alles richtig“, ging es ihm durch den Kopf. Dann war es soweit. Er stand in seinem neuen Talar vor der Gemeinde mit dem Buch für die Beichtfeier in der Hand und sagte: »Demütigt euch vor mir mit dem lebendigen Gott!«

Fällt dir etwas auf? Falls nicht, dann vergleiche seinen Satz mit dem Lehrtext. Richtig hätte es also heißen müssen: „Demütigt euch mit mir vor dem lebendigen Gott.“ Karl jedenfalls wurde schamrot, als ihm dieser Satz entglitten war. Ob im Gottesdienst außer ihm das jemand gemerkt hat? Gerade bei liturgischen Formeln hören viele nicht so genau hin, weil sie entweder kompliziert oder allzu geläufig sind. Wir, seine jungen Kollegen damals, haben jedenfalls schallend gelacht, als er uns das erzählte, zumal Karl sonst sehr gewissenhaft ist.

Ich kann inzwischen damit nichts mehr anfangen, dass ich mich vor Gott oder »unter seine gewaltige Hand« demütigen soll, damit er mich erhöhe. Ist das denn überhaupt noch Demut, wenn ich bereits darauf schiele, dass ich dafür »erhöht“ werde?

Wenn ich schon andere auffordere, sich vor Gott zu demütigen, dann muss ich selbst ein Musterexemplar von Demut sein. Aber kann ich dann andere überhaupt noch dazu auffordern? Kann ein Demütiger fordern?

Wenn, dann so wie Jesus, der sagt: »Kommt her zu mir alle, die ihr belastet seid. Ich will es euch leichter machen. Lernt von mir: Ich bin von Herzen demütig.« (Matthäus 11,28)

Was ich von ihm lernen soll, kann ich an seinem Leben ablesen oder in Johannes 13 nachlesen, wo er seinen Jüngern die Füße wäscht und dazu sagt: »Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.« (Johannes 13,15) Er fordert nicht andere auf, sondern dient selbst, trägt meine Lasten, erleichtert mein Herz und gibt mir so ein Beispiel, was es heißt, demütig zu sein. 

Und im Matthäusevangelium sagt er zum selben Thema: »Ihr wisst: Die Herren der Welt unterdrücken ihre Leute und lassen sie ihre Macht spüren. Bei euch muss es anders sein! Wer unter euch groß sein will, soll euer Diener sein, und wer an erster Stelle stehen will, soll euch dienen wie ein Knecht. Auch ich, der Menschensohn, bin nicht gekommen, um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.« (Matthäus 20,25-28)

Der ursprüngliche Sinn des alten deutschen Wortes „Demut“ heißt Dienemut, also Mut und Bereitschaft zum Dienen. In diesem Sinn war Jesus demütig. So will auch ich mich von ihm auffordern lassen, ihm zu dienen in denen, die meine Hilfe brauchen.

Übrigens 1, ein Minister, ein Bischof, ein Arzt, ein Richter, ein Pfarrer etc. und auch die Frauen in diesen Funktionen sind in erster Linie nichts anderes als „Dienstleister“. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen, für die sie da sind und von denen sie bezahlt werden, nach besten Kräften zu dienen statt über sie zu herrschen. 

Übrigens 2, im Evangelium werden die herrschenden Verhältnisse nicht bekräftigt, sondern vom Kopf auf die Füße gestellt. In der Realität ist es anders. Darum sollen Christen »fröhliche Partisanen des lieben Gottes« (Karl Barth) sein, auch in der Kirche. Wäre das auch was für dich?

Gebet: Herr, du sagst, du bist mein Diener. Dich so zu sehen, fällt mir schwer. Und doch trifft es zu, da du Tag und Nacht für mich da bist. Du dienst mir mehr als eine fürsorgliche Mutter ihrem Kind. Darum habe ich allen Grund, dir dankbar zu sein. Gib auch mir die Bereitschaft und Kraft dir in meinen Mitmenschen zu dienen, die Hilfe brauchen. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Sonntag, 24. Januar 2021

Kerle, die man mögen muss (Predigt ohne Hörer) hl

Losung: Wie könnt ihr rechten mit mir? Ihr seid alle von mir abgefallen, spricht der HERR. Jeremia 2,29 

Lehrtext: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Römer 3,23-24 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

als ich den Dienst in meiner ersten Gemeinde begann, sagte eine Kirchenvorsteherin zu mir: "Herr Pfarrer, vielleicht haben Sie schon von der Familie XY gehört. Die haben bei uns im Dorf keinen guten Ruf. Die saufen, drehen krumme Dinger und einer war schon im Knast. Aber lassen Sie sich davon nicht täuschen. Eigentlich sind's gute Kerle, die man mögen muss." Das hat mir damals sehr imponiert. Und sie hatte recht.

Doch nun erstmal eine grundsätzliche Frage: Warum ist der Bibel zufolge der Mensch ein Sünder? Warum du? Darauf gibt es verschiedene Antworten. Eine steht in der Losung, nämlich dass wir von Gott abgefallen seien. Heute würde man sagen, dass wir Menschen in den reichen Ländern an ihm kein Interesse mehr haben.

     Mehr aber überzeugt mich etwas anderes, das ich im Lehrtext finde. Ein Sünder ist erst mal kein verdorbenes Subjekt. Er ist ein Mensch. Und ein Mensch hat nun mal Fehler und Schwächen, so wie du und ich. Darunter leiden wir wohl  selbst am meisten. Wäre ich kein Sünder, sondern ein „Heiliger“, so käme es auf meine Verdienste an, dass ich vor Gott gerecht, dass ich ihm recht wäre. Das wäre ganz schön anstrengend. Und ich könnte nie sicher sein, ob ich auch wirklich genug getan habe, um ihn zufriedenzustellen.

     So aber kommt auf mich gar nichts an, weder auf meine schlechten noch auf meine guten Seiten. Auch nicht auf mein Bekenntnis und meinen Glauben. So aber kommt alles auf Gott an. Er ist es, dem ich recht bin. Er nimmt mich ohne jede Vorbedingung als sein Kind an. Er weiß noch besser als ich, dass ich immer wieder versage. Dass ich ihm und mir, meinen Mitmenschen und vor allem meinen Feinden die Liebe schuldig bleibe, die ich selbst so sehr brauche. Darum liebt er mich nur umso mehr.

Ein Sünder ist ein fehlbarer Mensch, der gegenüber Gott und seinen Mitmenschen nicht alles richtig macht, so einer wie ich. Ein Heiliger aber, wenn es einen solchen gäbe, wäre ein unfehlbarer Mensch, der vor Gott und den Mitmenschen alles richtig machen müsste. Da bin ich dann doch lieber ein Sünder,  ein unvollkommener Mensch – so wie du.

     Und wovon hat mich Jesus Christus erlöst? (Lehrtext) Von der Angst, im Leben und im Sterben ohne Gott zu sein. Von der Unfähigkeit, ihm zu vertrauen. Von der Furcht vor den Menschen, ihren Vorschriften und Erwartungen. Von dem Druck, den ich mir selbst mache, wenn ich meine, ich müsse perfekt sein.

     Ja, ich bin Gottes Problemkind und du vielleicht auch. Doch in seinen Augen sind wir "eigentlich gute Kerle, die man mögen muss", die er mag.

Gebet: Herr, ich will darauf verzichten, aus mir irgendetwas zu machen. Ich kann ja vor dir nur der sein, der ich bin. Ich kann mich nicht verstellen. Du weißt ja, mit wem du es zu tun hast. Und ich weiß, mit wem ich es zu tun habe, mit dir, dem barmherzigen Gott, der du dich mir und allen Menschen in Jesus Christus zuwendest. Von dir fühle ich mich verstanden. Du machst mich wieder heil und hältst zu mir. Darum halte ich zu dir. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Samstag, 23. Januar 2021

Seine Freude ist dein Glück hl

Losung: So spricht der HERR: Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun. Jeremia 32,41 

Lehrtext: Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Lukas 19,10 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

worum geht es Gott? Er will dir Gutes tun (Losung) und tut es auch. Bedingungslos. Er tut aber nicht, was du für gut hältst, sondern was seinem Willen und seinen Plänen für dich entspricht. Diese aber sind gut für dich. Das glaube ich.
     Und was ist mit dem Bösen, das dir widerfährt? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass auch das Böse Gottes gute Absichten mit dir letztlich nicht durchkreuzen kann. Manchmal, ergibt das Böse und Schwere im Nachhinein einen Sinn, wenn du zum Beispiel aus einer gesundheitlichen oder seelischen Krise gestärkt hervorgehst. Manchmal erkennst du keinen Sinn. Dann bleibt die Frage nach dem Bösen offen.
     Doch mit dem Guten verhält es sich ähnlich. Manchmal, vielleicht sogar meistens weißt du nicht, warum Gott dir täglich so viel Gutes tut. Heute aber gibt dir die Losung die Antwort: Weil es ihm Freude macht (Losung).
     Und darum sucht er dich auch, wenn du dich verrannt hast, wie der Hirte sein verlorenes Schaf in der Geschichte von Jesus (Lehrtext). Doch nicht, um dich zu bestrafen, sondern um dich vor Unheil zu bewahren.
     Genau das zeigt er uns und das erfahren wir mit Jesus. In und durch ihn tut Gott uns Gutes, sucht, findet und rettet er uns.
     Vertraue dieser guten Nachricht und versuche danach zu leben. Fang einfach mal damit an. Mehr brauchst du nicht für einen gesunden und frohen Glauben. 

Gebet: Herr, was für ein Glück, dass du mein Gott bist und niemand sonst. Du machst meine Seele froh und stark, auch wenn ich sonst schwach bin. So lässt du meine inneren Wunden heilen und meine Heilungskräfte wachsen. Auf dich, mein Gott, vertraue ich, weil es dir Freude macht, mir zu helfen, einfach so, ohne, dass du dafür Bedingungen stellst. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr

PS: Das heutige Losungswort wäre es wert, dass du es notierst und immer wieder mal liest, wenn du Glaubensschwierigkeiten oder andere Probleme hast. 

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Freitag, 22. Januar 2021

Kranker Glaube – gesunder Glaube hl

Losung: Die Israeliten werden umkehren und den HERRN, ihren Gott, suchen, und werden mit Zittern zu dem HERRN und seiner Gnade kommen in letzter Zeit. Hosea 3,5 

Lehrtext: Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Philipper 2,13 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

»Mit Zittern zu Gott kommen« – ein solcher Glaube war nicht nur bei den Juden, sondern auch in der Christenheit weit verbreitet und ist es großenteils noch. Sündenangst und Höllenangst, Angst vor ewiger Strafe und Verdammnis haben das Gottesverhältnis der meisten Christen 2000 Jahre lang vergiftet. Wenn man will, findet man in der Bibel genug Stellen, die das zu bestätigen scheinen. Und gerade die Herrschsüchtigen in der Kirche haben das viele Jahrhunderte lang weidlich ausgenützt, um die Gläubigen einzuschüchtern, sie gefügig zu machen und um an ihr Geld zu kommen. Der mit dem Geld von Ablässen gebaute Petersdom in Rom ist das sichtbarste Zeichen dafür. 

Gott ist kein Jurist 

     Und noch heute haben nicht wenige ein schlechtes Gewissen, wenn sie an Gott denken. Sie fürchten, seinen Ansprüchen nicht Genüge zu tun und sind verunsichert, welche Folgen das für sie haben könnte. Ihr Glaube ist bestimmt von solchen Begriffen wie Gericht, Gesetz, Gerechtigkeit, Richter, Strafe, Sünde, Schuld, Verdammnis, Verurteilung, Verbote und Gebote … Ganz so, als ginge es auch bei Gott zu wie an einem menschlichen Gerichtshof.

     Doch Gott ist kein Jurist, weder ein Staatsanwalt noch ein Richter so wie Menschen ihn sich vorstellen. Er ist dein und mein barmherziger Vater, wie Jesus ihn uns nahegebracht hat. Seine Gerechtigkeit heißt Liebe, sein Urteil heißt Freispruch, sein Gesetz ist die Barmherzigkeit.

     Gerade der Lehrtext heute entlastet, weil er die gute Nachricht bringt, dass du bei Gott keine Zielvorgaben „vollbringen“ musst wie das zum Beispiel im Betrieb der Fall ist. Er ist es, der in dir bewirkt, dass du glauben willst. Und er ist es auch, der bewirkt, dass du glauben kannst. Ihm kannst du dich angstfrei öffnen und dein Leben anvertrauen. Er dreht dir auch keinen Strick daraus, wenn du scheiterst oder versagst, weil du ihn, deine Mitmenschen und dich nicht so lieben kannst, wie du es vielleicht selbst gerne möchtest.

     Und wenn du meinst, nicht glauben zu können, was in der Bibel steht oder was in der Kirche gesagt wird oder in irgendwelchen Glaubensgemeinschaften, dann sage ihm: 

Gebet: Herr, ich kann einfach vieles nicht glauben, was man glauben soll. Ich tue mich schwer mit dem Glaubensbekenntnis und den Wundern und den Geboten. Ich weiß auch nicht, wie ich an dich glauben soll. Doch wenn es stimmt, was Jesus sagt, dass ich dir rückhaltlos und angstfrei vertrauen kann, so will ich damit jetzt beginnen. Du sollst und du wirst mich in diesem Vorsatz unterstützen. Und wenn du willst, wirst du mir auch einen gesunden Glauben schenken, der mich zuversichtlich macht, mutig und froh. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Donnerstag, 21. Januar 2021

Gotteskind aus Sternenstaub hl

Losung: Gott der HERR machte den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. 1.Mose 2,7 

Lehrtext: Johannes schreibt an Gaius: Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht. 3.Johannes 1,2 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

schon verblüffend, wie nah der ältere biblische Schöpfungsbericht (2. Mose 2,4-25) vor etwa 2700 Jahren und die moderne Evolutionstheorie beieinander liegen, wenn auch auf verschiedenen Ebenen. Denn die Bibel erzählt Glaubensgeschichten und die Wissenschaft liefert nachprüfbare Fakten. Beide aber sagen auf ihre je eigene Weise, dass der Mensch aus Staub gemacht ist. Die Wissenschaft sagt aus „Sternenstaub“, die Bibel aus „Erdenstaub“, was aus naturwissenschaftlicher Sicht dasselbe ist. Denn alles auf dieser Erde besteht aus Atomen und Molekülen, die beim Untergang zahlloser Sterne seit Beginn des Universums vor 13,8 Milliarden Jahren entstanden sind, ins Weltall geschleudert wurden und sich durch die Schwerkraft wieder zu neuen Sonnen und Planeten zusammengeballt haben.

Ja, du und ich, wir sind Sternenstaub. Und wer weiß, in wie vielen Lebewesen vor uns „unsere“ Atome schon gewesen sind und in wie vielen sie sein werden, die nach uns kommen. Mögen wir auch im Grab verwesen oder im Krematorium verbrennen – unsere Atome „überleben“ uns und werden Bausteine für weitere Lebensformen sein.

Soweit die naturwissenschaftliche Sichtweise, dass wir Staub sind. Die biblischen Schriftsteller können davon natürlich nichts wissen. Ihnen geht es auch nicht darum, wie genau die Erde und wir Menschen entstanden sind. Sie sehen den Menschen in einem anderen Licht. Sie sehen ihn als Staub, das heißt, als vergängliches, fehlbares und hinfälliges Geschöpf des ewigen, allmächtigen und heiligen Gottes. Und sie sagen damit: Ohne Gott wäre nichts, was da ist, auch kein Mensch. Wir sind und bleiben von Anfang an von ihm, von seiner lebensspendenden Kraft abhängig – auch jetzt in diesem Augenblick. So wie es im Psalm 104 Vers 29 heißt: »Verbirgst du, Herr, dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub.«

So ist unsere Wirklichkeit. Sie könnte uns alle ein bisschen demütiger machen. Das würde uns gut zu Gesicht stehen. Sind wir Menschen in diesem Universum doch vergleichsweise winziger als das winzigste Staubkorn.

Für mich folgt daraus, dass ich mir so oft wie möglich meine Abhängigkeit von Gott bewusst mache und zu ihm sage: 

Gebet: Herr, ich gehöre dir. Alles was ich bin und habe, kommt von dir. Du hast es gegeben, du wirst es wieder nehmen. Nackt bin ich von meiner Mutter Leib gekommen und nackt werde ich wieder dahinfahren. Nichts mehr wird nach kurzer Zeit auf dieser Erde an mich erinnern. Nur du wirst dich an mich erinnern, denn ich bin dein Geschöpf und dein Kind. Ich bin von dir gekommen und werde zu dir gehen, damit ich bei dir bleibe für immer. Herr, du bist alles für mich und du tust alles für mich. Dir gehört mein Herz. Amen

In der Zwischenzeit aber wünsche ich dir und mir, was Johannes im Lehrtext dem Gaius wünscht: Bleibe gesund an Leib und Seele! 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Mittwoch, 20. Januar 2021

hell und weit hl

Losung: Du gibst meinen Schritten weiten Raum, und meine Knöchel wanken nicht. 2.Samuel 22,37 

Lehrtext: Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 2.Korinther 3,17 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

soll die Bibel meinen Glauben bestätigen oder mein Glaube die Bibel? Soll sie mir recht geben oder ich ihr? Soll sie zu meiner Enge, zu meinen Ängsten, zu meinen Vorurteilen passen oder soll sie diese überwinden? Soll sie meine bürgerlichen, moralischen Werte bestätigen oder will ich mich nach ihren Werten richten? Soll sie ein Spiegel meines Charakters sein oder ein neues, ein anderes Bild von mir zeigen?

     Die Antworten sind gar nicht so leicht, wie es auf Anhieb scheint. Ja, ich lese die Bibel mit meinen Augen und verstehe sie mit meinem Geist. Doch ich bitte Gott um einen neuen Blick und einen neuen, anderen Geist. Ich will heraus aus meiner Enge und in seine Weite und Freiheit.

     Ich will mich nicht mehr klammern an Gebote und Verbote wie an ein Geländer, das Halt zu geben verspricht und doch durchgerostet ist. Ich will, wie Augustinus sagt, „lieben und tun, was ich will“, denn an der Liebe muss sich alles messen lassen, an der Liebe, mit der Gott in Jesus liebt, an der Liebe auch zu den Feinden. Sie erst sprengt die Gefängnistür meines Geistes, die Ketten meiner Vorurteile, das Schloss vor meinem Herzen. Erst diese Liebe, die in Jesus lebt, heilt, macht mich sehend und frei.

     Sie überwindet Grenzen und Ängste. Sie hilft mir das Fremde und den / die Fremde nicht als Bedrohung wahrzunehmen, sondern als Chance. Sie erlöst mich von dem problematischen Bedürfnis nach Schutz und Halt durch Ordnungs- und Sicherheitskräfte. Sie befreit aus den Schachteln und Schubladen von Rassismus, Nationalismus, Konfessionalismus, von Religion und Ideologie. So öffnet sie mich für die Welt und für alle und alles, das anders ist als ich bin. So trete ich mit Gottvertrauen, erfüllt vom „Geist des Herrn“ neugierig und furchtlos in einen weiten Raum ohne Begrenzungen, ohne Geländer, Rückversicherung und Rüstung.
     In diesem Geist möchte ich die Zeit noch leben, die Gott mir schenkt und zuversichtlich in den neuen Raum gehen, der sich mir danach öffnen und weiten wird.
 

Gebet: Herr, so viele fürchten sich vor dem Neuen, dem Anderen, dem Unbekannten und überhören, dass du sagst: „Fürchtet euch nicht!“ Auch ich muss mir immer wieder einen Stoß geben, um Neues zu wagen. Doch ich vertraue auf dich. Das hilft mir, Grenzen zu überschreiten und neue Wunder zu erleben. Du hast Abraham in ein neues Land geführt und die Israeliten. Du warst mit Jakob und Josef in der Fremde. Du bist mit den Mutigen. Das macht auch mir Mut, immer wieder neu aufzubrechen. Amen 

Vertraut den neuen Wegen, / auf die uns Gott gesandt! / Er selbst kommt uns entgegen. / Die Zukunft ist sein Land. / Wer aufbricht, der kann hoffen / in Zeit und Ewigkeit. / Die Tore stehen offen. / Das Land ist hell und weit. (EG 395, Klaus Peter Hertzsch, DDR 1989)

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Dienstag, 19. Januar 2021

Trauer und Trost hl

Losung: Der HERR hat mich gesandt, zu trösten alle Trauernden. Jesaja 61,1.2 

Lehrtext: Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Matth. 5,4 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

es passieren so abgrundtief traurige Sachen, dass man nicht mehr von Trost reden möchte oder kann. Wenn ein Kind stirbt, was willst du da der Mutter noch sagen? Am besten ist dann wohl, dass ich sie in den Arm nehme und vielleicht noch ihren Namen sage. Mehr geht im ersten Moment nicht. Ich muss ihre Trauer, ihren Schmerz unter allen Umständen respektieren, darf das nicht kleinreden und nicht wegtrösten. Ich muss es gegebenenfalls akzeptieren, dass sie mich weggeschickt, weil sie in ihrem Schmerz erstmal allein sein muss. Ich muss meine Hilflosigkeit selbst aushalten. Und vielleicht ist das sogar so etwas wie ein erster, leiser Trost, dass die Trauernde spürt, andere sind ebenfalls hilflos und trostlos wie ich. Vielleicht.

Jeder Mensch trauert anders. Darum gibt es keine Patentrezepte für Trost. Und jeder muss seinen ganz persönlichen Trauerweg gehen, muss mit dem Verlust leben lernen. Das gilt auch, wenn eine Freundschaft oder Partnerschaft zerbricht. Vor allem gilt es, wenn einem eine nicht heilbare Krankheit den Boden unter den Füßen wegzieht und der Tod unausweichlich ist.

Ja, jeder trauert anders. Doch die meisten durchlaufen auf diesem Weg ähnliche Stationen, die die Psychotherapeutin Elisabeth Kübler-Ross entdeckt hat:

1. Leugnen
In der ersten Phase bekommst du die Nachricht, dass du an einer unheilbaren Krankheit leidest. Du willst die Nachricht absolut nicht wahrhaben und auch die trauernden Angehörigen leisten oft starken Widerstand, sich der Tatsache zu stellen. "Wahrscheinlich handelt es sich um eine Verwechslung oder eine Fehldiagnose!“, so die Gedankengänge.

2. Wut
In der zweiten Phase rücken die Gefühle in den Vordergrund. Zorn und Wut stellen sich ein! Der Schmerz eines bevorstehenden Todes lässt uns in verschiedene Richtungen klagen und anklagen. Die Ärzte, Gott, das Universum – wir versuchen den Frust an einem Schuldigen festzumachen. Wir neigen in dieser Phase zu unüberlegten Kurzschlussreaktionen wie Hass-Mails oder wilden Vorwürfen an unsere Mitmenschen.

3. Verhandeln
Diese Phase ist oft eng verzahnt mit Phase Eins und beschreibt den Wunsch, das eigene Schicksal mit bestimmten Handlungen abwenden zu können. Zum Beispiel versprichst du dir, ab jetzt immer gesund zu essen, das Rauchen einzustellen oder schlechte Angewohnheiten abzustellen. Getreu dem Motto: "Ich tue etwas Gutes und bekomme dafür etwas Gutes zurück." Die Krankheit wird als eine Art Strafe für schlechtes Benehmen aufgefasst.

4. Depression
Ab jetzt gibt es kein Zurück mehr. Nachdem man sich längere Zeit erfolglos gewehrt hat, wird die Wucht der Bedrohung jetzt als unvermeidbar angesehen. Dies lässt uns resignieren. Du fühlst dich schwach, allein und hilflos. Trauernde Angehörige können oft selber mit der Situation nicht umgehen und sind ebenfalls depressiver Stimmung.

5. Annahme 
Mit der Zeit machst du deinen Frieden mit der Diagnose und versuchst, deinen Alltag angenehm zu bewältigen. Du lernst, das Leben zu schätzen und nutzt die verbleibende Zeit -  so gut es geht! Auch bist du jetzt in der Lage, trauernde Angehörige, die noch nicht so weit sind, mit deiner reifen Einstellung zu beruhigen und Trost zu spenden. - Aber natürlich gibt es auch bei dir immer mal wieder Momente, in denen du sehr traurig und verzweifelt bist. Das ist menschlich und auch besser für deine Seele, als alles in dich hineinzufressen. (übernommen aus brigitte.de)

Ich finde es gut zu wissen, dass die Depression nicht die letzte Station ist, sondern dass viele dahin kommen, den Lebensverlust anzunehmen. Ob das Trost ist, weiß ich nicht. Aber es ist zumindest so etwas wie innerer Friede.

Nein, ich will niemanden, der einen schweren Verlust erlitten hat, auf irgendein Jenseits vertrösten. Aber nach meiner Erfahrung tut es einem Sterbenden gut, wenn ich für ihn bete, ihm die Hand auflege und ihn segne. Doch dazu will ich mir Zeit lassen, ersteinmal an seinem Bett sitzen, ihm, wenn möglich, zuhören, seine Hand halten und ihn spüren lassen: Ich bin jetzt für dich da. Und wenn ich ihn kenne und weiß, dass ihm der Glaube etwas bedeutet, dann singe ich noch ein oder zwei Lieder, zum Beispiel das Kinderlied EG 593 „Weil ich Jesu Schäflein bin“ oder vom Morgenlied EG 455 „Gott des Himmels und der Erden“ die Verse 1, 5 und 6.

Und vielleicht ist auch das ein Trost, dass ich bei ihm bin in dem festen Vertrauen, dass er auch im Tod nicht verloren geht, sondern in Gott bleibt und bei ihm geborgen ist. Ich muss das nicht sagen, aber ich möchte ihn das durch meine eigene Ruhe und Zuversicht spüren lassen. Ob das gelingt, ist dann Gottes Sache.

Und diejenigen, die um ihn trauern? Sie sollen sich dafür so viel Zeit nehmen dürfen und so viel Verständnis bekommen wie sie brauchen. Und dann wird auf die Dauer der Zeit unmerklich das Leben wieder nach ihnen greifen und sie zurückholen in den Alltag. Dann werden sie früher oder später wieder lachen und sich freuen können. Und werden doch etwas von der Trauer in ihrem Herzen bewahren als einen kostbaren Schatz, der ihnen hilft, in Frieden und Dankbarkeit an den Verstorbenen zu denken.

Gebet: Herr, ich möchte beizeiten lernen, dass ich auch wieder hergeben muss, was mir kostbar ist. Und ich möchte bis zuletzt darauf vertrauen können, dass du für mich da bist zu jeder Zeit und an jedem Ort. Wenn ich gehe, dann gehe ich in deine Arme. Da bin ich daheim. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Montag, 18. Januar 2021

Du hast Grund hl

Losung: HERR, du machst alles lebendig und das himmlische Heer betet dich an. Nehemia 9,6 

Lehrtext: Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Römer 11,36 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

7.600.000.000 sieben Milliarden sechshundert Millionen, so viele Menschen leben zur Zeit auf der Erde. Und du bist einer von ihnen. Und doch bist du keine Massenware, sondern ein Unikat, wie man bei „Bares für Rares“ sagen würde. Doch du bist unverkäuflich, unbezahlbar. Du bist einzigartig. Made in Heaven. Made by Gott. Das ist dein Gütesiegel.

     Das gilt natürlich für jeden anderen Menschen auch und ebenso für die Tiere und alles andere, was lebt. Losung und Lehrtext sprechen da eine deutliche, unmissverständliche Sprache. Doch bleiben wir bei dir. Was heißt das für dein Selbstwertgefühl, dass du von Gott gemacht bist? Was heißt das für dein Selbstbewusstsein, dass du sein Meisterstück bist? Oder bist du, wie so viele andere in unserem Land, der Ansicht, dass du ein Produkt des Zufalls bist? Und was würde das dann für dein Selbstwertgefühl und dein Selbstbewusstsein bedeuten?

     Das alles sind Fragen, die du nur selbst beantworten kannst. Doch so viel möchte ich schon dazu sagen: Aus Sicht der Bibel hast du allen Grund, dich selbst zu achten. Nicht, weil du so toll angezogen bist oder so toll geschminkt oder weil du so erfolgreich bist oder sonst irgendwie unter deinen Mitmenschen herausragst. Nein.  Sondern

Du hast Grund, dich selbst zu achten, weil du von Gott geachtet bist und er auf dich 
achtet.
Du hast Grund, zu tun, was Jesus sagt, nämlich dich selbst zu lieben, weil du von
ihm geliebt bist.
Du hast Grund, in Zeiten der Pandemie und auch in anderen Zeiten zuversichtlich 
zu bleiben, weil er deine Zuversicht ist.
Du hast Grund, an Gott zu glauben, weil er an dich glaubt.
Du hast Grund, ihm zu vertrauen, weil er dein Vater ist und du sein Kind.

     Denn »du bist von ihm und durch ihn und zu ihm«. Das gilt auch für alles andere, was lebt. Und darum bleibt gültig, was Albert Schweitzer in seiner Schrift „Ehrfurcht vor dem Leben“ geschrieben hat: »Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das auch leben will.«     

Gebet: Herr, ich preise dich mit allen deinen Geschöpfen für das Leben, das du mir geschenkt hast. Auch wenn es nicht immer einfach ist, so lebe ich doch gern und freue mich über jeden neuen Tag, den du mir gibst. Ich komme von dir und bin bei dir und gehe zu dir, wann du willst. Das gibt mir meinen Wert und allem anderen, was mit mir lebt. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Sonntag, 17. Januar 2021

Lebensfreude macht stark hl

Losung: Seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke. Nehemia 8,10 

Lehrtext: In allem erweisen wir uns als Diener Gottes: als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben. 2.Korinther 6,4.10 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

meine seelische Kraft kommt von den vielen kleinen Dingen, an denen ich mich freue. Und ich denke, bei dir ist das auch so. Ich freue mich am Rotkehlchen im Futterhaus, an meinen beiden verschmusten Katern, an einer WhatsApp Nachricht von Freunden. Ich freue mich über die Einladung meiner Nachbarn auf einen Dämmerschoppen und über eine positive Rückmeldung auf meinen Gottesdienst vom letzten Sonntag. Und besonders freue ich mich, dass ich mich mit meinen Kindern gut verstehe. Nun, das Letzte gehört nun nicht zu den „kleinen“ Dingen, sondern zu den „Big points“ meines Lebens, zu dem, was mir wirklich wichtig ist.
     Alles, was ich jetzt aufgezählt habe und auch noch anderes, was ich weggelassen habe, gibt mir mehr oder weniger Kraft. Und alles zusammen gibt mir viel Kraft. Und weil ich das auch als ein Geschenk Gottes ansehe, freue ich mich über ihn
(Losung) und bin dankbar.

     Nun, ich könnte jetzt auch Dinge aufzählen, die mich eher traurig machen (Lehrtext) und die mich Kraft kosten. Doch was hätte ich davon, wenn ich mich ständig damit beschäftigte? Ich weiß ja, dass es auch diese Dinge gibt. Ich weiß auch, dass ich mich hin und wieder damit auseinandersetzen muss. Doch ich gebe sie auch immer wieder an Gott ab. Das sind sie gut aufgehoben. Er wird wissen, wozu sie gut sind und was er damit machen will.

Jedenfalls lasse ich mir meine Lebensfreude nicht nehmen. Auch sie ist sein Geschenk wie auch mein Glaube. Darüber freue ich mich und das gibt mir Kraft. 

Gebet: Herr, dass du in mein Leben getreten bist nicht als einer, der fordert, sondern der gibt, darüber freue ich mich und das gibt mir Kraft. Das lässt mich dein fröhliches Kind sein, auch wenn ich hin und wieder Anlass habe, traurig zu sein. Denn ich vertraue darauf, dass du mir meine Lebensfreude erhältst und mir das abnimmst, was sie mir nehmen will. Ja, ich habe manches verloren. Aber viel, viel mehr durch dich gewonnen. Mit meinem Glauben hast du mich reich beschenkt. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr

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