Wochenspruch aus Johannes 1,16:
Aus seinem göttlichen Reichtum hat er uns immer wieder mit seiner grenzenlosen Liebe beschenkt. (Übersetzung: Hoffnung für alle)
Liebe Leserin, lieber Leser,
kannst du das ebenfalls sagen: Ich bin mit Gottes grenzenloser Liebe beschenkt? Auch wenn es dir nicht gut geht?
Jedenfalls ist es das, was Jesus von Gott gesagt hat:
Die Macht und Kraft, die alles geschaffen hat und erhält, ist nicht fremd und undurchschaubar. Vor ihr muss sich niemand fürchten, denn jeder ist grenzenlos geliebt.
Für dieses Evangelium, für diese gute Nachricht hat Jesus gelebt. Für sie ist er gestorben. Seitdem ist Gott nicht mehr verborgen. In seinem Sohn hat er sich gezeigt, wie er von uns Menschen gesehen und geglaubt werden will.
Ich prüfe den Wochenspruch aus dem Johannesevangelium anhand meiner Erfahrung und meines Glaubens:
Ja, ich kann das auch so sagen, wenn es mir gut geht und ich mich als einen Menschen erlebe, der von Gott gesegnet ist.
Aber was ist, wenn ich nicht gut drauf bin? Wenn ich leide? Wenn ich mich sorge ...?
Dann, ja dann kann ich diesen Satz nicht mehr so einfach sagen. Dann brauche ich eine Kraft, die mir hilft, den Satz von Gottes „grenzenloser Liebe” trotzdem sagen zu können gegen den Augenschein und gegen mein Befinden. Dann brauche ich die Trotzkraft des Glaubens.
Martin Luther drückt das so aus:
„Ich setze mein Vertrauen in keinen Menschen auf Erden, auch nicht in mich selbst.
Ich wage und setze mein Vertrauen allein in den unsichtbaren, unbegreiflichen, einzigen Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat.
Ich glaube nichtsdestoweniger (trotzdem) an Gott, ob ich auch von allen Menschen verlassen oder verfolgt wäre.
Ich vertraue beständig auf ihn, wie lange er auch auf sich warten lässt.
Denn er weiß, wie er's mit mir aufs Beste machen soll.«
(Auszug aus Weimarer Ausgabe Band 6)
Unglaublich! Das muss man ersteinmal sagen, so muss man ersteinmal vertrauen können. Luther hat, soweit ich weiß, das auch nicht immer gekonnt. Er musste immer wieder um einen solchen Glauben ringen.
Er hielt sich dabei an die Worte aus Psalm 73, an die auch ich in meinen schweren Stunden denke:
„Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du, Herr, hältst mich bei meiner rechten Hand. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.”
Dennoch - ja, darauf kommt es an. Warum soll ich das sagen? Warum das glauben? Ich denke, es ist jene „Trotzkraft des Glaubens”, die sich dann in mir rührt. Die verhindert, dass ich resigniere und aufgebe. Sie ist aus meiner Sicht „Gottes Hand, die mich hält”. So habe ich es immer wieder erlebt. Sie ist die Gnade, mit der er beschenkt. Gnade, also nichts was ich aus eigener Kraft machen kann. Vielleicht merke ich das nicht einmal. Vielleicht geht es dir ähnlich. Aber diese Trotzkraft lässt mich wieder aufstehen und weitermachen und, wenn mir das bewusst wird, Gott danken.
Gebet: Herr, Ich gehöre doch dir. Du bleibst mein Vater, was auch geschieht. Du wirst, du kannst mich nicht vergessen und verlassen, auch wenn ich das so empfinde. Du wirst, du kannst deine Liebe nicht verraten. Ich vertraue dir, trotzalledem. Amen
Herzliche Grüße und eine gesegnete neue Woche,
Ihr / dein
Hans Löhr
Danke für ihre ermutigenden Worte.
AntwortenLöschenAuch ich danke lieber Herr Löhr und fühle mich beschenkt . Von Ihnen und ganz reich beschenkt von Gott .
AntwortenLöschenHerzlichen Dank für diese Auslegung
AntwortenLöschenLieber Herr Löhr vielen Dank für Ihre Andacht ja dieses trotzdem erleben ich fast täglich manchmal kann ich mich nur an Gott festhalten nur mit seiner Hilfe weitergehen denn ich weiß das er es gut meint und gut ist zu jeder Zeit deshalb klammere ich mich an Jesus Christus freue mich auf die Ewigkeit und gehe weiter Ihnen und Ihrer Familie und allen Lesern wünsche ich Gottes reichen Segen herzliche Grüße Angelika
AntwortenLöschenDanke für diese kraftvollen Worte! Gelobt und gepriesen sei unser Vater im Himmel und sein Sohn Jesus Christus, was auch kommen mag, in alle Ewigkeit!
AntwortenLöschenDanke lieber Herr Pfarrer. Gott segne Sie, Gott beschütze Sie. Alles Liebe für Sie und Ihre Familie. Wünsche Ihnen ganz viel Kraft. Gottes Kraft.
AntwortenLöschenGott behüte Sie, lieber Hans Löhr.
AntwortenLöschenVielen vielen Dank für Ihre Gedanken und Worte.