Montag, 23. Februar 2026

Der arme König hl

Losung: Ich weiß, dass der HERR des Elenden Sache führen und den Armen Recht schaffen wird. Psalm 140,13

Liebe Leserin, lieber Leser,

ob die Armen alle zu ihrem Menschenrecht kommen, wie es einem jeden zusteht? In dieser Welt wohl nicht. Aber das glaube ich, dass Gott parteilich ist. Er steht auf Seiten der Armen und Machtlosen.

Oft genug merkt man nichts davon. Und warum? Weil es meine Sache ist, in seinem Namen für die Armen und Unterdrückten Partei zu ergreifen. Aber wie?

Zuerst muss ich mich prüfen, ob ich denn ein Herz für sie habe - unabhängig von ihrer Religion, Herkunft und sonstiger Unterschiede. Das heißt, ich muss mich fragen, ob ich vielleicht Vorurteile habe und wie ich sie überwinden kann.

Und was habe ich bisher für sie getan? Nun ja, so viel war es auch wieder nicht. Ich war kein Albert Schweitzer und keine Mutter Teresa. Aber kalt lässt mich ihr Schicksal bis heute nicht. Darum soll mir auch jeder Euro von meinen Steuern recht sein, den der Staat für die Unterstützung von sozial Schwächeren ausgibt. Hauptsache, er wird nicht für Waffen verschwendet.

Dass Gott auf Seiten der Armen ist, stimmt das? Ja, wir beide, du und ich, haben dafür ein starkes Glaubensargument: Er ist in Jesus einer von ihnen geworden: besitzlos und arm, gewaltfrei und obdachlos. In ihm ist er „der heruntergekommene Gott” in des Wortes doppelter Bedeutung. 

Und dabei möchten wir Menschen doch einen vitalen Superkönig anbeten mit goldener Krone, auf goldenem Thron, in goldener Rüstung. Und nicht den sterbenden König am Kreuz mit einer Krone aus Dornen. 

Immer wieder gab es in der Geschichte des Glaubens Frauen und Männer, die genau diesem König anhingen wie Franz von Assisi, der vor 800 Jahren gestorben ist, und seine Schwester Clara. Seine Knochen, die jetzt ausgestellt werden, interessieren mich nicht. Aber seine Liebe zu Jesus umso mehr. Und die zeigte sich vor allem, wie er zu seinen Mitmenschen und den Tieren war.

Gebet: Herr, hilf mir, dich so zu lieben, wie du es uns allen ans Herz gelegt hast:
„Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.”
Dann werdet wir ihm antworten und sagen: „Herr, wann haben wir dich so gesehen? Und der König wird antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern und Schwestern, das habt ihr mir getan.” (Matthäus 25,35-40) Amen

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein

Hans Löhr

6 Kommentare:

  1. Vielen Dank für diese Auslegung und das Gebet lieber Herr Löhr.

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  2. Lieber Herr Löhr danke für Ihre Auslegung helfen auch wenn es nur wenig ist geben such wenn es nur ein Tropfen auf einem heißen Stein ist das möchte ich in meinem Leben und lieben so wie Jesus mich liebt auch wenn ich immer wieder versage Jedus allein ist mein Weg und meine Hilfe Ihnen und Ihrer Familie und allen Lesern wünsche ich Gottes reichen Segen herzliche Grüße Angelika

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  3. Möge der Herr mir helfen, dass ich so handeln kann, wie er es haben möchte. Es fällt mir momentan schwer auf Mitmenschen zu achten. Ich bin innerlich noch so beschäftigt mit dem Tod meines Mannes, hoffe aber auf Gottes Beistand und seine Güte. Allen einen gesegneten und behüteten Tag.

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  4. Vielen Dank lieber Herr Löhr, daß sie uns heute wieder so wichtige Worte auf unseren Weg gegeben haben.

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  5. Franz von Assisi, starke Worte, sehr wahr, was bringen uns heute seine Gebeine, aber seine Nächstenliebe umso mehr, ob zu Mensch oder Tier, gerade heute

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  6. Danke Herr Löhr für die Auslegung. Ich bin zu diesem Thema ganz ihrer Meinung. Frieden in der Familie, in der Gemeinde, Frieden weltweit, dafür sollten die Menschen kämpfen, aber nicht mit Waffen, es ginge auch anders.
    Einen reich gesegneten Sonntag Herr Löhr. Sie bereichern meinen Tag mit ihren Auslegungen. 🙏🙏🙏

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