Freitag, 13. März 2026

Wasser, Wind und Wellen hl

Petrus schrie: Herr, rette mich! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? (Lehrtext: Matthäus 14,30-31*)

Liebe Leserin, lieber Leser, 


als sich mein Kinderglaube verflüchtigte, begann ich zu fragen, ob das, was von Jesus in den Evangelien erzählt wird, tatsächlich so geschehen ist. Ob er, wie in der heutigen Geschichte, wirklich auf dem Wasser gehen konnte und so weiter. Manche meiner Freunde haben darüber ihren Glauben verloren. Mit solchen Wundergeschichten wurde ihnen gleich die ganze Bibel unglaubwürdig.


Ich selbst habe einige Zeit gebraucht, um zu verstehen, dass es für mich nicht darauf ankommt, ob sie tatsächlich passiert sind. Mir ist wichtiger, was sie bedeuten. 


Dass zum Beispiel Jesus und Petrus vor 2000 Jahren auf dem Wasser gehen konnten, hilft mir heute wenig. Aber dass in meiner Not Gott, wie er sich in Jesus zeigt, zu mir kommt - das hilft mir schon. Das glaube ich. Und ich vertraue darauf, dass er mich dann festhält und ich in Zweifel und Furcht nicht untergehe.


Wie gesagt, das ist mein Verständnis solcher Wundergeschichten. Wer sie anders versteht und glaubt, dem will ich seinen Glauben nicht nehmen.


Doch was genau bedeutet nun diese Geschichte für mich? Sie sagt mir: 

Du bist kein Baron Münchhausen, der vorgab, dass er sich samt Reitpferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen habe.

Die Initiative, dir zu helfen, behält Gott. Du kannst ihn zwar wie Petrus bitten. Aber er ist es, der zu den Jüngern in ihrer Todesangst kommt. Er ist es, der die Hand des sinkenden Petrus ergreift und ihn rettet. Er hat das Heft des Handelns** in der Hand, damals wie heute. 

Und wenn du meinst, aus eigener Kraft etwas erreicht zu haben, so kommt auch diese Kraft von ihm.”


So verstehe ich auch das Sprichwort: ,Hilf dir selbst, so hilft dir Gott’. Was ich kann, muss ich selbst beitragen. Doch er gibt mir auch dazu die Möglichkeit.


Und ein Letztes: Wenn ich keinen Weg mehr sehe, wie es  weitergeht - Gott hat überall Wege, auf denen er zu mir kommen kann, zu Wasser und zu Land.


Gebet: Herr, du ersparst mir nicht Sturm und Wellen. Doch bisher hast du mich in meinen Sorgen und Problemen nicht ertrinken lassen. Auch wenn ich dich aus den Augen verloren habe, bist du gekommen und hast mich gehalten. Danke. Du wirst das auch künftig tun. Darauf verlasse ich mich. Amen


Herzliche Grüße


Ihr / dein Hans Löhr


* Die ganze Geschichte kann man hier nachlesen: Matthäus 14,24-33


** = Heft bedeutet hier Griff. So hat zB ein Messer Heft und Schneide.

4 Kommentare:

  1. Herzlichen Dank für diese Auslegung und das Gebet. Wie immer habe ich mich sehr gefreut von Ihnen zu LESEN lieber Herr Löhr. Ich wünsche Ihnen , Ihren Lieben und allen Lesern einen gesegneten Tag

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  2. Lieber Herr Löhr vielen Dank für Ihre Auslegung und das Gebet es ist tröstlich zu wissen das Gott hilft und zu seiner Zeit befreit mit dieser Gewissheit kann ich diesen Tag leben weil ich einen großen Gott habe ihnen und ihrer Familie und allen Lesern wünsche ich Gottes reichen Segen herzliche Grüße Angelika

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  3. Auch von mir ein ganz herzliches Dankeschön für die Auslegung. Damit hat der Tag gut begonnen.

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  4. Danke Herr Löhr!
    Gott findet immer einen Weg und darauf will ich vertrauen.
    Mit Ihren Worten ist es immer ein besonders guter Start in den Tag.
    Daaanke! 🙏

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