Freitag, 3. April 2026

untrennbar hl

Aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer:

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. Römer 8,38-39

Das, liebe Leserin, lieber Leser, ist eines meiner Lieblingsworte aus der Bibel. Und dazu zwei Anmerkungen:

Erstens: 
Nein, anders als der Apostel Paulus bin ich nicht gewiss. So stark ist mein Glaube nicht. Aber ich hoffe und vertraue darauf, dass es sich so verhält, wie das Wort sagt.

Und zweitens:
Gottseidank kommt es nicht darauf an, wie ich mich Gott gegenüber verhalte, wie oft ich bete, wie viel Gutes ich tue, wie viel ich spende, was ich alles glaube, in einem Wort: wie fromm ich bin. Einzig und allein auf die Liebe Gottes kommt es an, die in Christus Jesus ist.

Ich mag die Verbindung mit Gott verlieren, weil mich das Leben von ihm entfremdet oder der Tod meinen Glauben zerstört. Oder irgendwelche Mächte, Gewalten und Kreaturen mögen mich dazu bringen oder zwingen, Gott zu verlassen. Ja, das alles ist möglich, denn so ein Glaubensheld bin ich nun mal nicht.

Und gottseidank kommt es darauf auch nicht an. Aber auf die Liebe Gottes kommt alles an. Und darauf hat niemand Einfluss, ich nicht und andere nicht.

Wen Gott liebt, den liebt er. Und warum sollte er nicht seine Geschöpfe lieben, die er geschaffen hat? Warum nicht dich und mich? Schließlich ist auch mein Versagen für ihn kein Grund. Denn mein Versagen und meine Sünde können nicht größer und stärker sein als seine Liebe. Und das gilt auch für dich. 

Und wer Gottes Liebe spürt, der ist auch motiviert sie, sogut es geht, weiterzugeben indem, wie er sich anderen gegenüber verhält.

Darum lass uns nicht auf uns schauen - weder mit Stolz noch mit Scham. Lass uns auf ihn schauen. Selbst die Gräueltaten und Verbrechen, die Menschen an Jesus Christus verübt haben, können Gottes Liebe nicht sterben lassen.

Am Kreuz starb Jesus, der sterbliche Mensch, aber nicht Gottes Liebe in ihm für uns. Da erst wurde sie in ihrer ganzen Tiefe offenbar. Und doch bleibt sie ein unergründliches Geheimnis.

Einen besinnlichen Karfreitag,

Ihr / dein Hans Löhr

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen