Donnerstag, 31. Januar 2019

Vom Reden und vom Schweigen hl

LosungWer unvorsichtig herausfährt mit Worten, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen bringt Heilung. Sprüche 12,18 

Lehrtext: Siehe, auch die Schiffe, obwohl sie so groß sind und von starken Winden getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wohin der will, der es führt. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rechnet sich große Dinge zu. Jakobus 3,4-5 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Geld regiert die Welt, heißt es, oder ist es nicht vielmehr die Zunge? Hat sie nicht Macht auf Gedeih und Verderb? Macht zum Aufbauen und Niederreißen? Zum Segnen und zum Fluchen? Zum Heilen und zum Verletzen?
     Die eigene Zunge im Zaum halten, gehört wohl in allen Kulturen und Religionen zum Grundbestand menschlicher Weisheit. Dem einen fällt das leichter, dem anderen schwerer. Ich gehöre leider zu Letzteren und habe mir darum mit meiner Zunge schon oft geschadet. Wie oft habe ich mir nicht schon vorgenommen, vorsichtiger mit meinen Worten zu sein! Ja, meine Zunge kann auch spitz sein und stechen (Losung). Manchmal tut mir das leid. Manchmal nicht. Und dann meine ich, dass man auch mal was sagen muss, wenn andere aus falscher Rücksicht den Mund halten. Auch auf die Gefahr hin, sich dann den Mund zu verbrennen. Harmonie ist gut und schön. Aber bei bestimmten Anlässen ist Kritik unerlässlich und befreit.
     Erst kürzlich habe ich einen langjährigen Freund wegen seiner problematischen Äußerungen zu Muslimen und Flüchtlingen kritisiert und gesagt: ‚Ich möchte mich nicht der Feigheit vor dem Freund schuldig machen.‘ Und doch bleibt es dabei: Mit Worten soll man bedacht und vorsichtig sein. Zurecht ist Besonnenheit eine Tugend. Es wäre ja auch dumm, sein Lebensschifflein mit dem Ruder der Zunge 
(Lehrtext) in die Klippen zu lenken.
     Aber Gott sei Dank gibt es etwas, das einen wieder auf Kurs bringt. Und das ist Vergebung. Ich bin darauf angewiesen, dass mir meine Mitmenschen manch unbedachte Äußerung vergeben. Und das tun sie ja auch, wenn ich darum bitte und der Schaden nicht allzu groß ist. Und wenn sie's nicht tun, tut's Gott und fügt hinzu: 'Hans, jetzt pass doch endlich mal besser auf und überlege vorher, was du sagst. Ich habe anderes zu tun, als immer wieder deine Scherben aufzukehren.'

Gebet: Herr, gib mir die Weisheit zu schweigen, wenn Reden verletzt. Gib mir die Klugheit, mit Bedacht zu reden, wenn Worte helfen. Gib mir den Mut, den Mund aufzumachen, wenn Schweigen dem Unrecht dient. Vergib mir mein Reden und Schweigen zur falschen Zeit. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Mittwoch, 30. Januar 2019

Eine verlässliche Basis des Zusammenlebens hl

LosungDer HERR denkt an uns und segnet uns. Psalm 115,12 

Lehrtext: Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Lukas 10,20 

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Losungswort heute ist für mich der perfekte Trauspruch. Brautpaare nehmen ihn gern, wenn sie mich nach einem geeigneten Bibelwort fragen. Doch die wenigsten, die diese Losungsauslegungen lesen, werden wohl demnächst heiraten. Für wen also könnte dieses Wort noch geeignet sein? Hast du eine Idee?
     Ich denke dabei an dich und deine Familie. Auch wenn ihr nicht ein Herz und eine Seele seid, so tut es gut zu glauben, dass Gott nicht nur an dich denkt, sondern an die anderen auch. Das hilft dir, sie mit seinen Augen zu sehen. Und vielleicht entdeckst du dabei Dinge, die dir bisher entgangen sind. Zum Beispiel, dass sie genauso ihm gehören wie du und dass er sich ihre Namen genauso aufgeschrieben hat (Lehrtext) wie deinen, um euch immer vor Augen zu haben.
     Nein, Gott hat nicht ein goldenes und ein schwarzes Buch, wie mir im Kindergarten weisgemacht worden ist. Er ist doch nicht der Nikolaus. Er führt nicht Buch über unser Versagen. Er rechnet mit uns nicht ab. Auch nicht mit dir und den Deinen. Stattdessen hat er eure Namen in seine Hände geschrieben (Jesaja 49,16). Das ist es, was der Lehrtext mit „Himmel“ meint. Ja, Gott denkt an dich und deine Familie. Er kennt euch, er hat euch vor Augen und segnet euch.
     Bei allen Missstimmungen, die es vielleicht in deiner, aber bestimmt in meiner Familie gibt, ist das die verlässliche Basis unseres Zusammenlebens. Wir alle sind „Gesegnete des Herrn“ (Losung + Psalm 115,15). Nicht was wir voneinander halten, ist entscheidend, sondern was er von jedem von uns hält. Daran will ich mich orientieren. Daraufhin will ich meine Familie und mich selbst ansehen – und andere auch.

Gebet: Herr, wie sonst soll ich mir das erklären, dass es meinen Angehörigen und mir im Großen und Ganzen gut geht, wenn nicht damit, dass du an uns denkst und uns segnest? Danke, dass du das tust und dass du uns immer vor Augen hast. Segne aber auch die, denen es jetzt nicht gut geht, mit deiner Kraft und sei ihnen nahe. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Dienstag, 29. Januar 2019

Wem gehört Gott? hl

LosungDu bist der Trost Israels und sein Nothelfer. Warum stellst du dich, als wärst du ein Fremdling im Lande und ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt? Jeremia 14,8 

Lehrtext: Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. 1.Korinther 13,12 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wem gehört Gott? Dir? Wichtiger ist, dass du ihm gehörst.
     „Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer“ – so betete der Prophet Jeremia und vereinnahmte Gott für sein Land. Und was ist mit den Menschen in anderen Ländern und Nationen? Ist Gott heute nicht auch der Trost der Palästinenser und ihr Nothelfer? Ist er nicht auch der Trost der Chinesen und der Nothelfer der Russen, der Türken, der Perser und der Brasilianer? Ist er nicht auch Trost und Nothelfer der Deutschen und darum von dir und mir? Wie sollte der Menschenvater das auch nicht sein?
      Ja, Gott ist ein Wanderer (Losung), der nicht in einem Land, nicht in einer Nation sein festes Haus baut, um da zu wohnen. Er bleibt überall, wo man ihn willkommen heißt, nicht nur für eine Nacht. Aber mehr noch wohnen und bleiben alle in ihm, auch die ihn nicht willkommen heißen. »In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen«, sagt Jesus (Johannes 14). Wem dürfte ich da das Wohnrecht absprechen? Wem den Zutritt verwehren? Bin ich denn Gottes Hausmeister? Wir wohnen alle in seinem Haus, auch die, die den Hausherrn nicht kennen. Mein Glaube eignet sich nicht, die Welt in Gut und Böse aufzuteilen. So denken kleine Kinder. Ich aber bin erwachsen und überzeugt, dass wir alle ohne Ausnahme der Liebe Gottes bedürftig sind. Er schenkt sie jedem. Aber nicht jeder hat dieses Vertrauen und kann sie erwidern.
     Was weißt du von Gott? Kann man überhaupt etwas von ihm wissen? Kann man ihn erkennen und sagen: So ist er und so nicht?
Ja, das glaube ich. Ich erkenne ihn da, wo er erkannt sein will: In Jesus. In ihm zeigt es sich mir wie er ist: Barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte 
(Psalm 103); ein guter Hirte für seine Menschen, der ihr Heil will und nicht ihr Unheil, der sie segnet und nicht verflucht, der sie heilt und nicht verwundet, der sie liebt und nicht bestraft. So und noch mehr ist er für seine Menschen, für dich und für mich. Kennst du ihn?   
     Jetzt erkenne ich ihn erst im Glauben und was ich erkenne, sind Bruchstücke von Gott, sagt der Apostel Paulus (Lehrtext). Aber einmal werde ich ihn schauen und so sehen, wie er mich jetzt sieht und so erkennen, wie er mich jetzt erkennt: Vollständig und vollkommen, in seiner ganzen Fülle und Herrlichkeit.

Gebet: Herr, wenn ich mich nicht auf meinen Glaubensweg mache, wie will ich dich dann in Jesus erkennen? Wie willst du mir dann in ihm begegnen und dich von mir finden lassen? Aber du findest Wege zu Menschen, wo ich keine sehe. Und du lässt dich entdecken, wo es niemand vermutet. Danke, dass du mich gefunden hast. Lass dich auch von denen finden, die noch auf der Suche sind oder die Suche bereits aufgegeben haben. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Montag, 28. Januar 2019

Singvogel Gottes hl

LosungMan singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg! Psalm 118,15.16 

Lehrtext: Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Philipper 4,4 

Liebe Leserin, lieber Leser,

woran merken es deine Mitmenschen, wenn du richtig gut drauf bist? Strahlen dann deine Augen? Singst, summst und pfeifst du vor dich hin? Tanzt du gar durch den Tag? Ich wünsche dir von Herzen, dass du immer wieder Anlässe hast, dich zu freuen, zu strahlen, zu singen und zu tanzen. 
     Letzte Woche war endlich der Schlossweiher zugefroren. Also rein in die Schlittschuhe und rauf aufs Eis, auf diese spiegelglatte Fläche, dass man meinen konnte, man würde auf Wasser dahingleiten. Was soll ich sagen? Lebensfreude pur! »Ach wie herrlich ist das Eis, für den, der gut zu tanzen weiß« (FN). Nun, Eistanzen kann ich leider nicht. Aber dafür zum Takt der Schlittschuh-Kufen ein Lied summen und mir zwischendurch bewusst machen, wie wenig es braucht, sich für ein paar Augenblicke glücklich zu fühlen und dankbar zu sein. 
     Ob es irgendwo in den Tiefen des Weltalls noch so einen winzigen Planeten gibt, auf dem winzige Wesen wie wir unserem großen Gott Freudenlieder singen? Bis jetzt sieht es nicht danach aus. Also haben wir beide, du und ich, alle seine Aufmerksamkeit, wenn wir das tun. Also singen wir ihm, der die Welt und uns ins Dasein gerufen hat. Er hat die große Finsternis besiegt, die große Kälte, die große Leere, das große Schweigen - mit einem Wort: das ungeheure Nichts.     
     Singen wir "mit Freuden von seinem Sieg" 
(Losung). Was, liebe Leserin und lieber Leser, gibt der Welt und allem Geschaffenen mehr Sinn als die Lust lebendig zu sein? Als die tänzerische Leichtigkeit des Seins? Als die Freude, in sich Gottes großes Ja zu spüren?
     Nochmal: Was ist der Sinn des Lebens anderes als gerne leben? Damit preise und ehre ich Gott, den Geber allen Lebens. Und womit verderbe ich mir und anderen das Leben mehr, als dass ich vieles so schwer nehme und es mir und ihnen schwer mache? Alles, was von Bedeutungsschwere nur so trieft, alles Gravitätische, alle, die schwer an ihrer Würde und Wichtigkeit tragen, an der Bürde ihres Amtes und ihrer Macht, an der Last ihres Reichtums, ihres Ruhms und ihrer Ehre - sind sie nicht Lasttiere gleich Eseln und Kamelen? 
     Ich will lieber ein Singvogel Gottes sein, leicht, frei und froh. Nach jeder Nacht will ich ihm aufs Neue mein Lied singen von seinem Sieg über die Finsternis und mich meines Lebens freuen. Sing mit!

Gebet
"Du, meine Seele, singe,
wohlauf und singe schön,
dem, welchen alle Dinge
zu Dienst und Willen steh'n.
Ich will den Herren droben
hier preisen auf der Erd.
Ich will ihn herzlich loben
solang ich leben werd." 
(Paul Gerhardt)

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Sonntag, 27. Januar 2019

Wie heißt eigentlich Gott? (Predigt) hl

Letzter Sonntag nach Epiphanias. Predigt in Langensteinach und Großharbach zu 2. Mose 3,1-14

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennst du eigentlich die Bedeutung deines Vornamens? Heiner oder Heinrich bedeutet zum Beispiel „Herr im Haus“. Das wird den Heinrichs hier bestimmt gefallen. Doch es sagt noch nicht, dass er das tatsächlich ist. Elisabeth, Lisbeth, Elsbeth heißt „Gott ist das Ganze“. Der Name Helga bedeutet „glücklich“ oder „gesund“. Hans heißt „Gott ist gnädig“ und Andreas „der Tapfere“.

     Aber was bedeutet eigentlich der Name Gott? Ich dachte lange Zeit: Gott heißt halt Gott. Aber dann habe ich in der Bibel den hebräischen Namen von Gott entdeckt und seine Bedeutung. Und dazu gibt es eine biblische Geschichte aus dem zweiten Buch Mose, über die ich heute predigen will:
     Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters und trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. 2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, dass der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde. 3 Da sprach er: Ich will hingehen und diese wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt. 4 Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. 5 Er sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land! Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. 7 Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen, und ihr Geschrei über ihre Bedränger habe ich gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. 8 Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie aus diesem Lande hinaufführe in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt 13 Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen? 14 Gott sprach zu Mose: IchBinDa*. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der »IchBinDa«, der hat mich zu euch gesandt.*[Luther hat den hebräischen Gottesnamen noch etwas unscharf übersetzt mit „Ich werde sein“.]

   Diese geheimnisvolle Geschichte von Mose und dem brennenden Busch, der doch nicht verbrannt ist, habe ich immer im Religionsunterricht der vierten Klasse Grundschule erzählt. Dazu habe ich ein Tafelbild gemalt, das dann die Schüler in ihr Religionsheft übertragen haben. Auf der Tafel sahen sie ein großes Auge. Es stand dafür, dass Gott zu Mose sagte: Ich habe die Not meines Volkes in Ägypten gesehen. Und es steht dafür, dass er auch deine Not sieht. Dann habe ich ein Pluszeichen + an die Tafel geschrieben und danach ein großes Ohr. Denn Gott sagt zu Moses, ich habe das Jammergeschrei meines Volkes gehört. Und darum hört er auch dich, wenn du zu ihm betest und ihm dein Leid klagst. Danach kam wieder ein Pluszeichen +, dann ein Herz, weil Gott die Not seines Volkes und auch deine Not nicht kalt lässt. Dann wieder ein Pluszeichen +, dann eine Hand, dafür, dass Gott sein Volk mit starker Hand befreit hat so wie er auch dir heute helfen kann. Danach wieder ein Pluszeichen + und ein Mund. Gott hat Mose seinen Namen gesagt und genauso heißt auch dein Gott. Und schließlich habe ich das Zeichen für „ist gleich“ = hingeschrieben. 

     Das Tafelbild sah aus wie eine seltsame Rechenaufgabe. Aber was würde dabei herauskommen? Was wäre das Ergebnis? Das Ergebnis war noch seltsamer. Ich habe hinter das Gleichheitszeichen den Gottesnamen in hebräischen Buchstaben geschrieben. Ausgesprochen heißt er Jahwe. Aber was bedeutet er?

Noch mal zurück zum Tafelbild.
> Unter das große Auge habe ich geschrieben „Gott sagt, ich sehe deine Not“.
> Unter dem Ohr stand „Ich höre dein Gebet“.
> Unter dem Herz „Ich fühle mit dir“.
> Unter der Hand „Ich helfe dir“.
> Unter den Mund habe ich geschrieben: „Ich tröste dich mit meinem Namen“.
> Dann kam das Ist-gleich-Zeichen und
> unter dem Gottesnamen mit den hebräischen Buchstaben stand: „Ich bin da“. 


  Diese seltsame Rechenaufgabe, dieser seltsame Satz fasst auf das Kürzeste zusammen, was die Israeliten mit Gott erlebt hatten, und was seitdem jeder mit Gott erleben kann, der ihm vertraut. Und dann sagte ich zu den Schülern und Schülerinnen der vierten Klasse, was ich jetzt zu euch sage, zu jedem einzelnen: Alles, was du jemals im Religionsunterricht, im Kindergottesdienst, im Konfirmandenunterricht oder in der Kirche gehört hast, kannst du wieder vergessen. Aber das merke dir ein für alle Mal bis an dein Lebensende: Dein Gott heißt »IchBinDa« Und so wie er heißt, so ist er auch.
Mit diesem seinem Namen sagt er zu dir:
·   Ich, dein Gott, war da als du geboren wurdest und seitdem erhalte ich dich am Leben.
·   Ich, dein Gott, war da als du krank warst und hab dich wieder gesund gemacht.
·   Ich, dein Gott, war da als du in Gefahr warst und hab dich daraus gerettet.
·   Ich, dein Gott, war da als du niedergeschlagen warst und hab dich wieder aufgerichtet.
·   Ich, dein Gott, war die ganze Zeit für dich da, auch wenn du es meistens gar nicht gemerkt hast. Tag und Nacht habe ich meine schützende Hand über dich gehalten.
·   Und ich bin auch jetzt für dich da, hier im Gottesdienst, um dich zu segnen mit meiner Liebe, mit meiner Kraft und meinem Frieden.
·   Und ich werde auch morgen da sein, jeden Tag, jede Stunde. Darauf kannst du dich verlassen.

     Liebe Freunde, warum sollen wir diesem Gott, dem wir bisher vertrauen konnten, der uns durch gute und schlechte Zeiten gebracht hat, – warum sollen wir ihm nicht auch heute vertrauen und morgen? Oder wüsstest du etwas Besseres? Ich nicht. Aus der Bibel weiß ich, dass er an mir festhält, und darum halte ich auch an ihm fest. Aus der Bibel weiß ich, dass er treu ist, und darum will ich immer wieder zu ihm zurückkehren, wenn ich ihm untreu geworden bin. Aus der Bibel weiß ich, dass er auch im finsteren Tal bei mir ist, und darum fürchte ich kein Unglück.

     Das Wunder in der Geschichte, die ich anfangs vorgelesen habe, ist nicht, dass da ein Busch brennt und doch nicht verbrennt. Das Wunder aller Wunder ist, dass dieser Gott, dieser „IchBinDa“ seine Geschöpfe liebt mit einer Liebe, die unvermindert für dich brennt und nicht verbrennt, für die du nichts tun musst und kannst. Dazu sagt der Apostel Paulus: Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, keine Macht der Welt, sie sei gut oder böse, nicht die Sünde und nicht die Schuld, nicht das Leben und nicht der Tod. Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist, unserem Herrn.“ Und ich füge hinzu: Nichts wird sie auslöschen, nichts und niemand.

     Und darauf, liebe Gemeinde, läuft alles zu, auf ihn, auf Jesus Christus. In ihm brennt Gottes Liebe für dich und für mich. In ihm erkenne ich erst, wie und wer er wirklich ist. In Jesus erkenne ich, dass unser Gott barmherzig ist. Und in ihm wird auch der Satz lebendig, der in der vierten Klasse an der Tafel stand und noch heute im Heft der Schülerinnen und Schüler von damals:

„Gott sagt, ich sehe deine Not, ich höre dein Gebet, ich fühle mit dir, ich helfe dir mit starker Hand, ich tröste dich mit meinem Namen. Denn ich heiße: „IchBinDa“.

     Also, lieber Heinrich, du bist der Herr im Haus. So sagt es dein Name. Und du, Elisabeth, heißt „Gott ist das Ganze“. Und Helga, dein Name bedeutet „glücklich und gesund“. Und du, Andreas, bist „der Tapfere“. Und euer Gott, den wir hier im Gottesdienst ehren, unser aller Gott heißt »IchBinDa - für dich!« Vergesst das nicht solange ihr lebt!

Amen

Hans Löhr 


Samstag, 26. Januar 2019

Gott allein ist heilig hl

LosungSiehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass die Stadt für den HERRN wieder gebaut werden wird. Jeremia 31,38 

Lehrtext: Man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in die Stadt bringen. Offenbarung 21,26 

Liebe Leserin, lieber Leser,

ist dir etwas heilig? Ist dir irgendetwas Religiöses auf der Erde so heilig, dass du darum kämpfen, dass du es verteidigen würdest? Mir nicht. Hätte ich allerdings zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert gelebt, also im Hochmittelalter, hätte ich möglicherweise an einem der sieben Kreuzzüge der katholischen Kirche teilgenommen. Dann wäre mir Jerusalem vielleicht so heilig gewesen, dass ich die Muslime aus dieser Stadt wieder hätte vertreiben wollen. Und wäre ich dabei umgekommen, wäre ich den Versprechen der Päpste zufolge ohne Umwege über das Fegefeuer direkt in den Himmel gekommen. Hätte, wäre ...
     Das Mittelalter mit all seinem Aberglauben ist vorbei. Gott sei Dank! Aber für die Juden ist Jerusalem noch immer heilig, wie zur Zeit des Alten Testaments (siehe Losung). Für sie ist diese Stadt auch heute die religiöse und politische Hauptstadt. Nicht zuletzt diese Überzeugung macht das friedliche Zusammenleben mit den Palästinensern in Jerusalem so schwer.
     Und wie ist das für uns Christen? Es gibt ein paar christliche Gruppen, für die Jerusalem ebenfalls heilig ist. Sie glauben, dass Jesus hier wiederkommen und dann von da aus die Welt regieren werde. Und wenn schon, für mein Leben und meinen Glauben heutzutage hat das keine Bedeutung. Für mich ist Jerusalem kein geistliches Zentrum, wo Gott oder Jesus mir besonders nahe wäre. Ich kenne überhaupt keinen Ort auf der Erde, der für mich heilig wäre und wo ich Gott anbeten sollte. Darum sind für mich auch die beiden Bibelworte für diesen Tag, wo es um die Bedeutung der Stadt Jerusalem geht, nicht so wichtig. Ich setze dagegen, was Jesus zur samaritanischen Frau am Jakobsbrunnen gesagt hat:
     »Kannst du mir eine Frage beantworten?«, sagte die Frau. »Unsere Vorfahren haben Gott auf dem  Berg Garizim angebetet. Warum also behauptet ihr Juden, man könne Gott nur in Jerusalem anbeten?« Jesus antwortete: »Glaub mir, die Zeit kommt, in der ihr Gott, den Vater, weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. Doch es kommt die Zeit – ja, sie ist schon da –, in der die Menschen den Vater überall anbeten werden, weil sie von seinem Geist und seiner Wahrheit erfüllt sind.« (Johannes 4,20-23)
     Ich glaube, nichts ist heilig als Gott allein, kein Mensch, kein Gegenstand, kein Berg, kein Tempel, keine Kirche und keine Stadt, auch nicht Jerusalem. Und die Bezeichnung Israels als „Heiliges Land“ ist meines Erachtens nur ein Marketing-Trick, um möglichst viele Touristen und Pilger anzulocken.
     Ich war mehrmals in Israel, in Palästina und in Jerusalem. Das Land, die Stadt und die verschiedenen biblischen und archäologischen Stätten sind faszinierend. Nächstes Jahr will ich in der Woche nach Ostern wieder mit einer Reisegruppe hinfahren, sofern sich genügend Interessenten finden. Und ich bin überzeugt, dass mich die Gegend und alles, was man da besichtigen kann, wieder in Bann schlagen wird. Doch nichts, was ich dort gesehen habe, ist für mich heilig, am wenigsten Jerusalem, die Stadt der Kriege, Zerstörung und Gewalt seit nunmehr 3000 Jahren.

Gebet: Herr, du allein bist heilig. Niemand ist dir gleich. Du allein bist würdig, verehrt und angebetet zu werden, wo immer Menschen danach verlangt. Alles andere aber sind nur vergängliche Dinge, an die ich mein Herz nicht hängen, von denen ich mein Seelenheil nicht abhängig machen will. Ich bitte dich für die Stadt Jerusalem und ihre Bewohner, dass sie es endlich lernen, miteinander auszukommen, damit Frieden werde. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Freitag, 25. Januar 2019

Manchmal gibt er erst den Samen hl

Losung: HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Psalm 104,24 

Lehrtext: Jesus spricht: Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. (Wenn Gott sogar die Blumen so schön wachsen lässt, die heute auf der Wiese stehen, morgen aber schon verbrannt werden, wird er sich nicht erst recht um euch kümmern? Vertraut ihr Gott so wenig? Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: ›Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?‹ Nur Menschen, die Gott nicht kennen, lassen sich von solchen Dingen bestimmen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht.) Matthäus 6,28-29 (30-32)

Liebe Leserin, lieber Leser,

Vorbemerkung zum Lehrtext: Manche klagen „Ach wenn ich doch nicht mehr arbeiten müsste!“ Ich kann das verstehen, wenn sie einer ungeliebten Tätigkeit nachgehen müssen. Aber ein Leben ganz ohne Arbeit, wäre die Hölle.
     Zum einen meine ich, dass jeder ein Leben lang an sich arbeiten soll. Denn wer sich gehen lässt, wird wohl früher gehen müssen als es ihm lieb ist. Und dass man auf sich selbst achtet, hat auch ganz viel mit Selbstachtung zu tun.
     Zum anderen meine ich, dass sich jeder ein Leben lang beschäftigen soll, auch wenn er keiner bezahlten Arbeit mehr nachgeht. Denn wer mit sich nichts anzufangen weiß, wird wohl früher enden als es ihm lieb ist. Nur noch auf die Mahlzeiten warten, lässt einen Menschen geistig und seelisch verhungern. Und was ist das für ein Leben, das sich nur noch zwischen Arztpraxen und Apotheken abspielt, weil ich aus Bequemlichkeit meine Gesundheit zu lange vernachlässigt habe? "Wer sich stets viel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung." (FN) 
     Zum Menschsein gehört, dass man aktiv bleibt bis zuletzt. Dass man etwas will und das, was man will, zu erreichen versucht. Das gilt selbst für solche, die ans Bett oder den Rollstuhl gefesselt sind. Wer sich aber keine Aufgaben mehr sucht, der ist dabei, sich aufzugeben. Nein, ein Leben ganz ohne Arbeit ist nicht erstrebenswert. Es wäre der Anfang vom Ende. Vor allem an zwei Dingen soll jeder arbeiten, an einer erträglichen Beziehung zu seinen Angehörigen und daran, Freunde zu behalten. Ja, auch das ist Arbeit, die herausfordert, und nicht die leichteste.
     So und jetzt zum Lehrtext: Was wäre das für ein grobes Missverständnis, würde man aus dem heutigen Bibelwort herauslesen, dass Jesus ein Leben ohne Arbeit preist. Nicht auf die Arbeit sollen wir verzichten, sondern auf die Sorgen. Ja, unser himmlischer Vater kümmert sich auch um die Blumen und schenkt ihnen herrliche „Kleider“, ohne dass sie dafür was tun müssen. Aber mehr noch kümmert er sich um dich. 
     Die Blumen des letzten Sommers sind längst gemäht, gepflückt oder verdorrt. Ich aber lebe weiterhin. Ihre Schönheit ist vergangen. Meine Menschenwürde ist mir geblieben. Gott gibt mir die Voraussetzungen, dass ich gut leben kann. Und dazu gehört, dass ich mit meinem Kopf und meiner Hände Arbeit mein Leben aktiv gestalte, dass ich etwas für mein körperliches und seelisches Wohlbefinden tue. Ja, er gibt mir die Möglichkeiten dazu. Aber nun liegt es an mir, ob ich sie Wirklichkeit werden lasse. Ich kann und ich soll für mich und andere tun, was in meinen Kräften steht. Dann wird Gott auch das Seine dazu tun.
     Er weiß genau, was ich brauche. Warum sollte er es mir nicht geben, bin ich doch sein Kind? "Die Erde ist voll seiner Güter", die ich zum Leben brauche (Losung). Aber manchmal gibt er mir erst den Samen. Säen und pflanzen, gießen und ernten muss ich dann schon selber. Was ich aber nicht muss, das sagt Jesus auch: "Mach dir keine Sorgen!" Und er fügt hinzu: "Gib sie mir. Ich sorge für dich."

Gebet:  Herr, ich danke dir, dass ich die Möglichkeit habe, für meine Angehörigen und für mich zu sorgen. Ich soll ja nicht sorglos sein, sondern unbesorgt. Ich soll und will tun, was in meinen Kräften steht. Und selbst das bewirkst du in mir und sorgst dafür, dass das Leben trägt. Denn du weißt, was ich brauche. Du hast mich bisher durch schöne und durch leidvolle Zeiten gebracht. Hast meine Lasten mitgetragen und meine Sorgen auf dich genommen. So tust du das jetzt und so wirst du das auch morgen tun. Darum will ich dich damit ehren, dass ich meine Sorgen loslasse, dir gebe und unbesorgter lebe. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Donnerstag, 24. Januar 2019

gefunden hl

LosungSie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn ich bin Israels Vater. Jeremia 31,9 

Lehrtext: Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Lukas 19,10 

Liebe Leserin, lieber Leser,

bin ich ein Verlorener? Ja, das bin ich. Aber wer hat mich verloren? Haben mich die Frommen verloren? Vielleicht wollen sie mich gar nicht haben. Hat mich die Kirche verloren? Vielleicht hat sie nicht aufgepasst. Habe ich mich selbst verloren? Das ist schon möglich, dass man sich selbst verliert, verliert an eine bestimmte Sache, die einem besonders wichtig ist, an einen Menschen, an einen Schmerz. Oder hat mich mein Hirte verloren, Jesus, der Menschensohn?
     Wenn überhaupt, dann hat er mich verloren, - weil ich ihm davongelaufen bin. Dorthin, wo ich meine, ohne ihn leben zu können, in meinem Alltag. Solange ich noch in meinem Gebet am Morgen und am Abend bei ihm bin, hat er mich noch bei sich. Und untertags auf der Arbeit, beim Einkaufen, im Familienleben, beim Fernsehen ...? Bin ich da auch noch bei ihm? 
     In allen seinen Gleichnissen, in denen vom Verlieren die Rede ist, vom verlorenen Sohn, vom verlorenen Groschen, vom verlorenen Schaf (siehe Lukas 15) – in allen diesen Gleichnissen Jesu liegt die Betonung nicht auf dem Verlieren, sondern auf dem Finden. Also bin ich in erster Linie gar kein Verlorener, sondern ein Gefundener?
     Ja doch, ich bin ein Gefundener. Einer, dem Jesus nachgegangen ist, den er gesucht und aufgelesen hat, als ich mich auf meinem Lebensweg verirrt hatte wie das „verlorene Schaf“. Und ich bleibe einer, der von ihm immer wieder gesucht und gefunden werden muss, weil ich oft genug so lebe, als ob es Gott nicht gäbe. Würde ich nämlich nicht so leben, so wäre ich ein Mensch ohne Sorgen und ohne Angst, voll Zuversicht und Lebensfreude, ohne Schatten auf meinem Gemüt. Das alles wäre ich, würde ich Gott ständig vor Augen haben bei allem, was ich 
fühle, denke, sage und tue. Aber ich bin halt ein Spring-ins-Feld, der nicht von selbst umkehrt, den er immer wieder zurückholen muss.
     Dabei würde es schon genügen, wenn ich mich nur umdrehte, um zu sehen, dass er mich sucht. Oder muss es erst soweit kommen wie mit den Israeliten in der Losung? Muss ich mir erst auf meinem Weg ohne Gott meine Seele blutig gerissen haben, dass ich mich besinne und „weinend zu ihm komme“? Ja, er ist Israels Vater, er ist Jesu Vater, er ist mein Vater. Solange ich das weiß, solange weiß ich, dass er auf mich wartet. Und dann kann ich mich auf den Heimweg zu ihm machen. Und werde erleben, was der „Verlorene Sohn“ in Jesu Gleichnis erlebt hat, dass Gott mir entgegen rennt (!), mein Schuldgestammel gar nicht beachtet, sondern mich voll Freude in seine Arme nimmt (Lukas 15,20-24).

Gebet: Herr, du gehst mit mir durch jede Stunde des Tages. Doch das vergesse ich immer wieder und verliere mich selbst in dem, was mich beschäftigt. Aber du holst mich zurück wie der Hirte sein Schaf. Und du nimmst mich in die Arme wie der Vater seinen Sohn. Wie gut mir das tut, dass du auf mich achtest! Wie gut mir das tut, dass ich dir gehöre! Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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