Freitag, 5. Juni 2020

So wirkt der Glaube hl

Losung: Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer? Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: Ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen! Psalm 42,4+6 

Lehrtext: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. 2.Korinther 12,9 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

wie wird dein Glaube wirksam in deinem Leben? Wie hilft er dir jetzt? Geht es dir zurzeit richtig gut, so kannst du dankbar sein, und das sollte dich zufrieden machen. Hast du aber Probleme, also Sorgen um dich und deine Angehörigen oder machen dir konkrete oder diffuse Ängste zu schaffen, auch dann soll dir dein Glaube jetzt helfen können. So oder so, der Glaube oder besser, das Gottvertrauen hat nur dann einen Sinn, wenn es wirkt.

Raus mit den Sorgen und Ängsten

Einerseits ist es bereits eine erste Hilfe, wenn ich meine Sorgen und Ängste nicht runterschlucken und nicht für mich behalten muss, sondern wenn ich sie im Gebet Gott sagen kann (Losung). Vielleicht schickt er dir auch einen vertrauenswürdigen Menschen, dem du das sagen kannst.        
Andererseits geht es meines Erachtens aber auch darum, dass ich die Probleme relativiere. Sie sind nicht absolut. Auch sie sind vergänglich. Manchmal erscheinen sie eben unüberwindlich groß, obwohl sie das nicht sind. Dann stellt sich die Frage, wie kann ich damit umgehen? Wie kann ich mit Problemen leben, ohne dass sie mich erdrücken? Wie kann ich sie aushalten, bis sie aus verschiedenen Gründen kleiner werden und schließlich vergehen?

Die Probleme von ihrem Ende her sehen

     Aus der Bibel habe ich gelernt, was im Vers 6 steht, der auf die heutige Losung folgt: »Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: Ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen!« Anders gesagt, ich versuche das, was jetzt ist, im Licht dessen zu sehen, was daraus werden wird. Ich gehe also davon aus, dass sich eine Misere wieder ändern wird und ich Gott dafür danken werde. Darauf hoffe ich, wenn es soweit ist. Er wird auch mitten in meiner Not sozusagen „hinter den Kulissen“ am Werk sein, um sie wieder zu wenden. Darauf vertraue ich. Ich versuche also eine schwierige Zeit von ihrem Ende her zu sehen, wenn sie vorübergegangen sein wird. Und dann, so habe ich mir das vorgenommen, werde ich nicht nur Gott mit dem Mund danken, sondern auch damit, dass ich jenes Ende feiere. Diese Sichtweise vom Ende her wirkt. Das haben viele seit den Zeiten der Bibel immer wieder so erlebt.
     Bis bis es aber soweit ist, nehme ich mir den heutigen Lehrtext zu Herzen, dass die Kraft Jesu Christi gerade dann in mir und an mir wirken wird, wenn ich kraftlos bin. Und dann will ich zu ihm sagen: 

Gebet: Herr, ich mach mir jetzt keinen Stress. Ich tue jetzt mal gar nichts. Denke nicht die ganze Zeit darüber nach, was ich alles organisieren muss, damit es mir wieder besser geht. Stattdessen lasse ich jetzt dich in mir und an mir wirken. Du wirst mir auf deine Weise helfen und du kennst den richtigen Zeitpunkt, an dem sich das Blatt wieder wenden wird. Du wirst mir Menschen schicken, die mich dabei unterstützen. Und du wirst mir wieder Kraft und Lebensmut geben, dass auch ich meinen Teil zur Lösung des Problems beitragen kann. Dann werde ich dir danken und deine Hilfe feiern. Amen 

Herzliche Grüße,
Ihr / dein Hans Löhr 

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Donnerstag, 4. Juni 2020

Das habe ich von David gelernt hl

Losung: David sprach zu Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth. 1.Samuel 17,45 

Lehrtext: So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens. Epheser 6,14-15 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

was ich von David gelernt habe? Ich will zu meinen Goliat-Problemen sagen:

‚Ihr seid mächtig und groß. Mein Gott ist mächtiger und größer. Ihr seid stark. Mein Gott ist stärker. Und er wird mir die Kraft geben, euch standzuhalten und, wenn er will, euch zu besiegen. Und darum gebe ich nicht klein bei, wie groß und drohend ihr euch auch vor mir aufbaut. Ihr kämpft mit den Waffen der Angst. Ich kämpfe in der Rüstung des Glaubens. Ihr greift an mit dem Schwert der Furcht und dem Spieß des Zweifels. Ich pariere euren Angriff mit dem Schild des Gottvertrauens und halte euch in Schach mit dem Evangelium des Friedens. (Lehrtext) Denn ihr seid vergänglich. Aber mein Gott ist ewig.‘ 

Gebet: Herr, du weißt, was ich brauche. Und ich will darauf vertrauen, dass du es mir gibst. Und trotzdem bitte ich dich darum, damit mir klar wird, dass du es bist, der mir gibt und hilft. Amen 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Mittwoch, 3. Juni 2020

Werden Gebete erhört? hl

Losung: Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. Psalm 34,16 

Lehrtext: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Matthäus 7,7 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

ich lebe in dem Glauben, dass Gott mir geben wird, was schlussendlich gut für mich ist. Er gibt mir aber nicht alles, was ich mir wünsche, sondern was mit seinem Willen übereinstimmt. So habe ich das jedenfalls bis jetzt erlebt. Warum sollte das in Zukunft anders sein? Ich weiß aber auch, dass Menschen in großen Nöten zurecht Gott in den Ohren liegen, ja zu ihm schreien und sich dennoch nichts an ihrer Misere ändert. Das irritiert mich. Das verunsichert mich im Glauben. Früher hat man dazu gesagt: Das ist eine Anfechtung.

     Doch deshalb will ich meinen Glauben nicht preisgeben. Ich weiß ja auch, dass manchmal Menschen gerade in ihrer Not zu Gott gekommen und bei ihm geblieben sind. Das ist für mich immer wieder ein Rätsel oder besser, ein Wunder. Auch wenn sich die Probleme nicht in Luft auflösen, so ist er doch bei den Leidenden, hilft ihnen ihre Lasten zu tragen und auszuhalten, ohne dass sie darunter zerbrechen. Das glaube ich und darauf vertraue ich.

     Natürlich lassen sich auch Beispiele anführen, wo das nicht der Fall zu sein scheint. Das verstehe ich dann auch nicht und kann es nicht erklären. Doch ich will mir von solchen Beispielen meinen Glauben nicht nehmen, sondern ihn mir von den guten Beispielen stärken lassen.

     Den Satz von Jesus aus dem Lehrtext verstehe ich so, dass ich nicht gleich aufgeben soll, wenn ich ein paarmal geklopft habe. Er wird mir schon noch die Tür öffnen, vielleicht eine andere als die, durch die ich gehen wollte, die aber doch ein Ausweg ist und nach der es wieder weitergeht. 

Gebet: Herr, du weißt, was ich brauche. Und ich will darauf vertrauen, dass du es mir gibst. Und trotzdem bitte ich dich darum, damit mir klar wird, dass du es bist, der mir gibt und hilft. Amen 

Herzliche Grüße

Ihr / dein Hans Löhr 

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Dienstag, 2. Juni 2020

Sich freuen und fröhlich sein hl

Losung: Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN. 1.Samuel 2,1 

Lehrtext: Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude. 1.Petrus 1,8 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

hättest du gerne zur Zeit der Bibel in Palästina gelebt? Ich eher nicht. Das waren Zeiten von Hunger und Gewalt, Kriegen und Krankheit. Da gab es keine Krankenversicherung und keine Rentenversicherungen, keine Arbeitslosenversicherung und keine staatliche Unterstützung in Notlagen. Es gab keine Chirurgen und keine Zahnärzte und natürlich keine Maschinen, keine Telekommunikation und was alles unser Leben heute angenehm und leichter macht. Und trotzdem – oder gerade deswegen? – waren Menschen wie die schwangere Hanna offenbar „fröhlich in dem Herrn“ (Losung) und lebten in der Vorfreude, dass Jesus wiederkommen würde (Lehrtext).

     Wie viel mehr Grund habe ich heute, fröhlich und dankbar zu sein im Glauben. Lebe ich doch aus der Sicht der Menschen der Bibel in geradezu paradiesischen Zuständen. Wann hat es schon eine Generation vor mir gegeben, die so lange keinen Hunger und Krieg erlebt hat? Wann waren Menschen durch staatliche oder karitative Organisationen jemals so gut versorgt mit Rettungswagen und Feuerwehr, Pflegeheimen und Kliniken, Kindergärten und Bildungseinrichtungen …? Doch wie oft macht man sich das Leben unnötigerweise selbst schwer mit Sorgen und Konflikten, mit Unzufriedenheit und Stress, …?

     Heute Nacht habe ich nicht gut geschlafen und war deshalb am Morgen nicht besonders gut drauf. Da habe ich zu mir gesagt, ich lass mir doch meine Lebensfreude nicht dadurch nehmen, dass meine Biochemie etwas durcheinander ist. Jetzt bin ich erst mal dankbar, dass ich gesund bin und keine Schmerzen habe. Gott wird mich schon gut durch diesen Tag bringen. Und dann will ich Schritt für Schritt tun, was gerade ansteht. Dann werde ich weitersehen. Schon das prickelnde Gefühl nach der kalten Dusche hat meine Lebensgeister geweckt. Dann habe ich mir ein schönes Frühstück gemacht, es draußen in der Sonne gegessen und anschließend die Spatzen und Finken gefüttert. Und jetzt schreibe ich diese Losungsauslegung.

     Ich hätte auch im Bett bleiben, meine schlechte Stimmung pflegen und mich bedauern können. Dann würde ich wahrscheinlich immer noch rumliegen und meine Gefühle wären erst recht im Keller. Auch jetzt platze ich nicht gerade vor Frohsinn. Aber mir geht es wesentlich besser als heute Morgen.

     Wenn schon die Menschen der Bibel trotz aller Widrigkeiten fröhlich im Glauben sein konnten, dann will ich es auch sein. Und dazu gehört, dass ich mir immer wieder klar mache, wofür ich alles danken kann, auch wenn meine Stimmung gerade nicht so toll ist. Gott hat mir auch die Möglichkeiten gegeben, das eine oder andere seelische Tief zu überwinden. Und davon versuche ich Gebrauch zu machen so oft und so gut es geht. 

Gebet: Herr, ich danke dir, dass ich mich immer wieder meines Lebens freuen kann. Du kennst viele Wege, mich im Glauben fröhlich zu machen. So viel ich dazu beitragen kann, will ich auch selbst tun. Ich weiß, es kommen auch Zeiten, in denen es mir nicht gut gehen wird. Umso mehr will ich mich jetzt freuen, damit ich in den dunklen Tagen auch einen Vorrat aus den hellen habe. Amen

Einen frohen Dienstag!
 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Montag, 1. Juni 2020

Grund für Lebensmut hl

Losung: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht! Habe ich's dich nicht schon lange hören lassen und es dir verkündigt? Ihr seid doch meine Zeugen! Jesaja 44,8 

Lehrtext: Was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern. Matthäus 10,27 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

»Ich, der HERR, der allmächtige Gott, sage: Ich bin der Erste und der Letzte. Außer mir ist kein Gott! Niemand ist mir gleich. Keiner kann tun, was ich seit Menschengedenken getan habe. Erschreckt nicht und habt keine Angst! Ich habe euch doch schon lange gezeigt, wer ich bin und was ich tue. Ihr seid meine Zeugen(Jesaja 44,6-8)

     Mit Sätzen wie diesen im Namen Gottes sprach der Prophet Jesaja seinem Volk Mut zu. Das Exil in Babylon würde bald ein Ende haben und somit könnten die Israeliten heimkehren und Jerusalem und den Tempel wieder aufbauen. Denn das hat sie die lange Exilszeit als Volk überstehen lassen, dass sie gemeinsam am Glauben an den einen Gott festhielten und die Sehnsucht nach der Heimat, nach Jerusalem und dem Tempel wach hielten.

     So kann das Losungswort auch mir heute Mut machen. Allen möglichen Einwänden und Zweifeln zum Trotz, halte ich an diesem einzigen Gott fest, der am Anfang von allem steht, was ist. Aus dem alles hervorgegangen ist und bei dem alles ein gutes Ende finden wird.

     Würde ich nur auf mich schauen oder auf die Menschheit als ganze, wäre ich deutlich weniger zuversichtlich. Ich weiß ja um die Grenzen und Schwächen, um die Irrungen und Wirrungen der menschlichen Natur. Dazu muss ich nur mich selbst kritisch betrachten. Ich wäre skeptisch, ja verzweifelt, wenn die Zukunft des Menschengeschlechts von meinen Einsichten und Entscheidungen abhinge. Natürlich gibt es klügere, begabtere und geschicktere als mich. Aber so recht tröstet mich das auch nicht. Denn wir alle haben je unsere eigenen Interessen im Sinn und sind abhängig von unseren Emotionen und Prägungen.

     Auch aus diesen Gründen halte ich an Gott fest und vertraue darauf, dass letztlich und durch alle menschlichen Versuche und Irrtümer hindurch er regiert. Er hat ja nicht nur mein kleines Leben in der Hand, sondern die ganze Welt. Und nicht nur unsere winzige Erdenwelt, sondern das unermessliche Universum. Das »hat er schon lange gezeigt« (Losung), auch in meinem Leben. Darum, so meine ich, hat der Prophet Jesaja mit seinem Appell recht, dass die, die an Gott glauben, sich nicht fürchten und erschrecken sollen.

     Das ist es, was ich, was wir nicht für uns behalten sollen (Lehrtext). Auch andere sollen von diesem Gottvertrauen erfahren. Und dies, was Jesus im Zusammenhang mit dem Lehrtext sagt: »Welchen Wert hat schon ein Spatz? Man kann zwei von ihnen für einen Spottpreis kaufen. Trotzdem fällt keiner tot zur Erde, ohne dass euer Vater davon weiß. Bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Darum habt keine Angst! Ihr seid – du bist – Gott mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen.« 

Gebet: Herr, wenn ich auf all das Negative in dieser Welt schaue, so gibt es viele Einwände, dir zu vertrauen. Doch ich schaue auf das, was in deiner Welt und in meinem Leben positiv ist. Das überwiegt alles andere. Das macht mich zuversichtlich und stärkt mein Vertrauen auf dich. Damit gibst du mir die Kraft, auch das Negative nicht zu übersehen, sondern meinen Beitrag zu leisten, es zu überwinden. Komm zu mir mit deinem Geist, dem Geist der Freiheit, der Liebe und der Freude, dass es nicht nur im Kalender, sondern auch in meinem Herzen Pfingsten werde. Amen

Frohe Pfingsten und ganz viel Lebensmut!
 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Sonntag, 31. Mai 2020

stolz und dankbar hl

Losung: Wehe denen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt! Jesaja 5,8 

Lehrtext: Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. 1.Korinther 12,13 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

doch, darauf bin ich stolz, dass in der Bibel der Gedanke der sozialen Gerechtigkeit schon vor rund 2500 Jahren immer wieder zur Sprache kommt (Losung). Die Propheten des Alten Testamentes hatten ein feines Gespür, dass sich Glaube an Gott und Ungerechtigkeit zwischen den Menschen nicht vertragen.

     Zwar galt das die ganze Zeit hindurch bis zu uns. Aber sehr oft und sehr lange schlief dieser Gedanke im harten Boden der Geschichte, bis er in den Bauernkriegen der Reformationszeit kurzzeitig wach wurde. Nachdem die Obrigkeit ihn wieder blutig unterdrückt hatte, ist er dann 1789 in der französischen Revolution und im folgenden 19 Jahrhundert endgültig erwacht. Das geschah leider weithin ohne oder gegen die Kirche, die sich mit den Herrschenden auf das engste verbunden hatte. Auch gegen die Sklaverei hatte sie sich zu spät eingesetzt. Das hat ihrer Glaubwürdigkeit bis heute großen Schaden zugefügt.

     Gott sei Dank ist das inzwischen zumindest in den westlichen Ländern anders. Der Sozialstaat in unserem Land wird von beiden großen Kirchen gestützt und durch umfangreiche diakonische Tätigkeiten ergänzt. Aber nicht vergessen seien die Kämpfe vor allem im 19. Jahrhundert um menschlichere Arbeitsbedingungen und gerechten Lohn, die die damals noch jungen sozialistischen Parteien und Gewerkschaften führen mussten und deren Erfolg nicht wenige mit Gefängnis und Tod bezahlt haben.

Gott und die Menschenwürde

     Der Gedanke der sozialen Gerechtigkeit ist aus dem Glauben heraus gewachsen, dass Gott alle Menschen geschaffen hat und dass dies jedem einzelnen seine Würde und seinen Wert gibt. Sein Geist, so sagt es der Lehrtext, wirkt in allen, unabhängig von ihrer Herkunft und Nationalität oder ihrem sozialen Status. Gottes Geist in Jesus Christus bringt die unterschiedlichsten Menschen zur Gemeinschaft der Glaubenden zusammen. In den letzten 250 Jahren hat er nach und nach zu der Erkenntnis geführt, dass alle Menschen Kinder Gottes und somit Schwestern und Brüder sind, auch wenn das alltägliche Leben noch dahinter herhinkt.

     Glaube und Ungerechtigkeit vertragen sich nicht. Das haben die Propheten des Alten Testaments gewusst. Das ist seitdem eine bleibende Mahnung für uns Christen. Ja, ich bin stolz, dass der Gedanke der sozialen Gerechtigkeit aus der Bibel kommt und sich nach langer Zeit durchgesetzt hat. Und ich bin dankbar, dass ich in einem Land wohnen darf, in dem er lebendig und im Großen und Ganzen wirksam ist. Denn gerade jetzt, in der Corona-Krise, zeigt sich, dass unser Sozialstaat weithin funktioniert. 

Gebet: Herr, wo wären wir Menschen ohne deinen Geist, den Geist der Liebe und der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Freiheit? Erfülle mich heute an Pfingsten neu mit dem Feuer deines Geistes, dass er meinen Glauben und mein Leben bestimme. Gieße ihn über deine Kirche aus, dass sie im Glauben wieder jung und in der Liebe wieder brennend werde. Amen

Frohe Pfingsten!
 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Samstag, 30. Mai 2020

Egal wie und was: du bleibst gesegnet hl

Losung: Bileam sprach: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des HERRN. 4.Mose 22,18 

Lehrtext: Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott redet, so reden wir vor Gott in Christus. 2.Korinther 2,17

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute drucke ich ein biblisches Märchen ab, das du weiter unten in einer ruhigen Minute lesen kannst. „Märchen?“ Ja, denn eine Erzählung, in der Tiere sprechen, gehört zur literarischen Gattung der Märchen. „Aber Märchen sind doch gar nicht wahr.“ Das stimmt einerseits. Andererseits enthalten sie tiefe Einsichten und Wahrheiten über das Leben der Menschen oder in diesem Fall über Gott und sein Verhältnis zu dir und mir.
     „Die Moral von der Geschichte“ vom Zauber Bileam und seiner sprechenden Eselin ist, dass niemand verflucht werden kann, den Gott gesegnet hat. Und das gilt auch für dich. Du bist ein gesegneter Mensch, egal wie schwer das Leben auch manchmal ist. Alles, was andere Schlechtes zu dir oder über dich gesagt haben, kann daran nichts ändern. Nicht ihre Meinung, Kritik oder Beleidigungen zählen, sondern einzig und allein Gottes Segen. Du bist gesegnet! Gesegnet mit seiner Kraft, mit seiner Nähe, mit seiner Liebe. Sage dir das immer wieder vor, wenn du verunsichert und seelisch verletzt worden bist. Sage dir das auch in den Augenblicken vor, in denen du dich selbst nicht leiden kannst und beschimpftst.
     Balak wollte mit Bileam ein Geschäft machen, dass dieser täte, was er will und nicht was Gott will. Aber daraus wurde nichts. Gestern habe ich ein Video über amerikanische Fernsehprediger gesehen, die von ihren Anhängern nicht nur im üblichen Rahmen Spenden erpressen, sondern gleich Bargeld oder Schecks in Höhe von 1000 US-Dollar. Sie behaupten frech und lügnerisch, dass die Gutgläubigen von Gott mehr zurückbekommen würden, als sie jetzt spenden. Sie behaupten, das Privatflugzeug, dass sie sich davon gekauft haben, sei ein "Predigt-Jet". Doch dann sieht man, wie sie damit nach Asien zur Großwildjagd fliegen.
     Darüber kann ich mich maßlos aufregen. Doch das ändert nichts. Auch wenn ich das alles nicht begreife, so stelle ich es Gott anheim und vertraue darauf, dass er schon die richtige Antwort weiß.
Gebet: Herr, nie will ich vergessen, dass du mich gesegnet hast. Selbst in schweren Zeiten bin ich nicht verflucht, sondern wächst mir aus deinem Segen Kraft zu, auch die Lasten zu tragen. Doch auch andere, die mir begegnen, hast du gesegnet, auch die, mit denen ich Probleme habe. Darum will ich in ihnen deinen Segen achten und zu ihnen freundlich bleiben. Amen

Herzliche Grüße, 
Ihr / dein Hans Löhr

Und nun das biblische Märchen (4. Mose 22 + 23):

Balak, der König der Moabiter, sandte Boten nach Petor, einer Stadt am Euphrat in seinem Heimatland. Von dort sollten sie Bileam, den Sohn von Beor, zu Hilfe holen. Balak ließ ihm ausrichten: »Ein Volk (die Israeliten) ist aus Ägypten gekommen und hat sich in unserer Gegend breitgemacht. Sein Heer steht an unserer Grenze und bedroht uns. Wir sind ihm völlig unterlegen. Deshalb brauchen wir deine Hilfe. Komm doch und verfluche dieses Volk! Denn wir wissen: Wenn du jemanden segnest, dann gelingt ihm alles, und wenn du jemanden verfluchst, dann ist er verloren. Mit deiner Hilfe können wir sie vielleicht besiegen und aus dem Land vertreiben.«
     Die führenden Männer der Moabiter und Midianiter zogen also zu Bileam, und sie brachten seinen Lohn gleich mit. Als sie ihm Balaks Botschaft ausgerichtet hatten, antwortete Bileam: »Bleibt heute Nacht hier. Morgen werde ich euch mitteilen, was der HERR mir sagt.« Da blieben die Fürsten aus Moab bis zum nächsten Tag in Petor.
     In der Nacht erschien Gott Bileam und fragte: »Was sind das für Männer bei dir?« Bileam erwiderte: »Sie kommen vom moabitischen König Balak, dem Sohn von Zippor. Ein Volk aus Ägypten ist bei ihnen eingefallen und hat das ganze Land besetzt. Nun soll ich hingehen und diese Leute verfluchen. Balak hofft, dass er sie dann besiegen und vertreiben kann.« Gott befahl Bileam: »Geh nicht mit! Verfluche dieses Volk nicht, denn ich habe es gesegnet!«
     Am Morgen stand Bileam auf und sagte zu den Abgesandten Balaks: »Ihr müsst allein in euer Land zurückkehren. Der HERR erlaubt mir nicht, mit euch zu gehen.« So brachen die führenden Männer der Moabiter ohne ihn auf und trafen unverrichteter Dinge wieder bei Balak ein. Sie erklärten ihm: »Bileam weigerte sich mitzukommen.«
     Da sandte Balak wieder Boten nach Petor, diesmal noch mehr und noch bedeutendere Männer. Sie reisten zu Bileam und sagten zu ihm: »Balak, der Sohn von Zippor, bittet dich: Lass dich nicht abhalten, zu mir zu kommen. Ich werde dich reich belohnen und alles tun, was du willst. Komm doch und verfluche dieses Volk für mich!« Bileam erwiderte: »Selbst wenn Balak mir seinen Palast voll Gold und Silber gibt, kann ich nichts tun, was der HERR, mein Gott, mir verbietet, ganz gleich, wie wichtig oder unwichtig es ist. Doch bleibt auch ihr über Nacht hier. Ich will sehen, ob der HERR noch einmal zu mir spricht.«
In der Nacht erschien Gott Bileam wieder und forderte ihn auf: »Geh mit den Männern, die dich holen wollen! Aber tu nur das, was ich dir sage.«

Die sprechende Eselin

Am Morgen stand Bileam auf, sattelte seine Eselin und zog mit den moabitischen Fürsten los. Zwei Diener begleiteten ihn. Gott aber war zornig, dass Bileam mitging, und der Engel des HERRN stellte sich ihm in den Weg, um ihn aufzuhalten. Die Eselin sah den Engel, der mit dem Schwert in der Hand mitten auf der Straße stand. Sie brach zur Seite aus und lief ins Feld. Bileam schlug sie, um sie wieder auf den Weg zurückzubringen. Nun stellte sich der Engel des HERRN auf einen engen Weg, der zwischen Weinbergen hindurchführte. Die Straße war hier von Mauern eingefasst. Wieder sah die Eselin den Engel und drängte sich ganz an die Seite, so dass Bileams Bein an die Mauer gedrückt wurde. Wieder schlug er sie.
Der Engel des HERRN ging nochmals ein Stück weiter und versperrte Bileam nun an einer anderen Stelle den Weg, die so eng war, dass man weder rechts noch links vorbeikommen konnte. Als die Eselin den Engel sah, legte sie sich auf den Boden. Bileam wurde wütend und schlug sie mit seinem Stock.
     Da ließ der HERR das Tier sprechen. Es sagte zu Bileam: »Was habe ich dir getan? Warum hast du mich jetzt schon zum dritten Mal geschlagen?« Bileam schrie: »Weil du mich zum Narren hältst! Hätte ich nur ein Schwert zur Hand, ich würde dich töten!« Das Tier erwiderte: »Bin ich nicht deine Eselin, auf der du schon immer geritten bist? Habe ich jemals so etwas getan wie heute?« Bileam sagte: »Nein.«
     Da öffnete der HERR ihm die Augen, und er sah den Engel mit dem Schwert in der Hand auf dem Weg stehen. Bileam verneigte sich vor ihm bis zum Boden. Der Engel des HERRN sprach: »Warum hast du deine Eselin dreimal geschlagen? Ich war es, der sich dir entgegengestellt hat, weil du auf einem verkehrten Weg bist. Deine Eselin hat mich gesehen und ist mir dreimal ausgewichen. Hätte sie es nicht getan, dann hätte ich dich mit dem Schwert getötet und sie am Leben gelassen.«
     Da sagte Bileam zum Engel des HERRN: »Ich habe Schuld auf mich geladen. Ich wusste nicht, dass du mir den Weg versperrt hast. Wenn du gegen diese Reise nach Moab bist, kehre ich sofort um.«
     Doch der Engel des HERRN erwiderte: »Geh mit den Männern! Aber sag nur das, was ich dir auftrage!« So zog Bileam mit den Abgesandten Balaks weiter.
     Als Balak von Bileams Kommen erfuhr, ging er ihm bis zur Grenze Moabs entgegen und traf ihn in der Stadt Ar am Fluss Arnon. Balak machte Bileam Vorwürfe: »Warum bist du nicht sofort gekommen? Habe ich dir nicht gesagt, dass ich dich dringend brauche? Du meinst wohl, ich kann dich nicht angemessen belohnen?« Bileam entgegnete: »Nun bin ich ja hier. Aber ich kann nicht einfach sagen, was ich will, sondern nur, was Gott mir eingibt.« Danach zogen Balak und Bileam nach Kirjat-Huzot. Dort opferte der König Rinder, Schafe und Ziegen, und mit einem Teil des Fleisches ließ er Bileam und die führenden Männer der Moabiter bewirten.
     Am nächsten Morgen führte Balak Bileam hinauf nach Bamot-Baal. Von hier aus konnte man den Rand des israelitischen Lagers sehen. Bileam forderte Balak auf: »Bau mir sieben Altäre und bring mir sieben Stiere und sieben Schafböcke!« Balak tat, was Bileam verlangte. Gemeinsam brachten sie auf jedem Altar einen Stier und einen Schafbock als Brandopfer dar. Dann sagte Bileam zu Balak: »Bleib du hier bei deinen Opfern! Ich will gehen und sehen, ob der HERR zu mir kommt. Wenn er mir etwas zeigt, werde ich es dir berichten.«
    Bileam stieg auf eine kahle Anhöhe, und dort begegnete ihm Gott. Bileam sagte: »Ich habe sieben Altäre für dich aufgebaut und auf jedem einen Stier und einen Schafbock geopfert.« Da ließ Gott ihn wissen, was er reden sollte, und forderte ihn auf: »Nun geh wieder zu Balak und richte ihm meine Botschaft aus.« 
     Bileam kehrte zu Balak zurück, der neben den Brandopfern wartete. Bei ihm standen die führenden Männer der Moabiter. Bileam fing an zu reden: »Aus dem Land der Aramäer hat Balak mich geholt, aus den Bergen im Osten hat mich der König Moabs gerufen: ›Komm und verfluche für mich das Volk Israel, bring Unheil über die Nachkommen von Jakob.‹ Aber wie kann ich jemanden verfluchen, den Gott nicht verflucht? Wie kann ich jemandem Unheil bringen, dem Gott, der HERR, nichts antun will? Von diesem Berg aus kann ich Israel sehen, ich habe es genau im Blick: Dieses Volk wohnt ganz allein und unterscheidet sich von allen anderen Völkern. Wer kann die unendliche Schar der Nachkommen von Jakob zählen? Nicht einmal ein Viertel von Israel lässt sich erfassen! Wenn ich nur eines Tages so in Frieden sterben könnte wie diese aufrichtigen Menschen, wenn mein Ende nur dem ihren gleichen würde!«
     Da rief Balak: »Was tust du mir an? Ich habe dich geholt, damit du meine Feinde verfluchst. Und nun segnest du sie!« Bileam erwiderte: »Muss ich nicht genau das sagen, was der HERR mir aufträgt?« Balak versuchte es mit Bileam ein weiteres Mal. Doch wieder segnete dieser die Israeliten statt sie zu verfluchen. Dann kehrte er in seine Heimat zurück.  

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Freitag, 29. Mai 2020

vertrauen, lieben und sich freuen hl

Losung: Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen. Psalm 35,28 

Lehrtext: Die Jünger kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude und waren allezeit im Tempel und priesen Gott. Lukas 24,52-53 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

was macht eigentlich deinen Glauben aus? Kannst du das in Worte fassen? Ich habe es mal für mich versucht: „vertrauen, lieben und sich freuen“. Etwas ausführlicher: „Gott, wie er mir in Jesus begegnet, vertrauen, ihn und seine Geschöpfe lieben und sich über ihn und das Geschenk des Lebens freuen.“ Mir genügt das, um trotz allem, was schwer ist, immer wieder froh und dankbar zu sein. Doch Freude und Dankbarkeit wollen sich auch Luft machen. Und das geht am besten, wenn ich mit anderen singe, zum Beispiel in einem Gottesdienst.

Zur Zeit geht das aus Rücksicht auf die Gesundheit anderer wie der eigenen leider noch nicht. Umso mehr freue ich mich, wenn ich gemeinsam mit ihnen wieder alte Choräle und neue Lobpreislieder singen kann so wie dieses (klick): 

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen.
Erzählen will ich von allen seinen Wundern und singen seinem Namen.
Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen.
Ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. Halleluja!
Ich freue ich und bin fröhlich, Herr, in dir. Halleluja!
(Psalm 9,2.3) 

Das größte von allen seinen Wundern aber wurde mitten in der Nacht, wie könnte es anders sein, von einem Engel hinausposaunt: „Siehe, ich verkündige euch große FREUDE, die allen Menschen gilt: Euch ist heute der Retter geboren, Jesus Christus, der Herr!“

Gebet:
Ich freue mich über den Herrn, alles was ich bin und habe,
mein Herz, mein Verstand und mein Mund, alles soll ihn loben.
Ich freue mich über den Herrn, ich will immer an ihn denken und will nicht das Gute vergessen, das er mir bis heute getan hat.

Ich freue mich über den Herrn, er hat mir die Schuld vergeben. Er heilte, was an mir krank war und schenkte mir neues Leben.

Ich freue mich über den Herrn, er ehrt mich mit seiner Freundschaft mehr als mit einer Krone. Er hat meine Kraft erneuert.

Ich freue mich über den Herrn, über den allmächtigen Vater, über den Sohn Jesus Christus und den Geist, der uns heiligt. Amen

(nach Psalm 103 von Friedrich Walz, gekürzt. Siehe auch: Predigt „Haltegriffe“) 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Donnerstag, 28. Mai 2020

Eleanor Rigby hl

Losung: Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend. Psalm 25,16


Lehrtext: Der Kranke antwortete Jesus: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! Johannes 5,7-8

Liebe Leserin, lieber Leser,

»Eleanor Rigby sammelt den Reis in der Kirche auf, wo eine Hochzeit war… Pater McKenzie schreibt an einer Predigt (für eine Trauerfeier), die niemand hören wird. Niemand kommt dazu. Eleanor Rigby stirbt in der Kirche, und wird gemeinsam mit ihrem Namen begraben. Keiner kommt. Pater McKenzie streift die Erde von seinen Händen, als er das Grab verlässt. Niemand wird errettet. Alle diese einsamen Leute – wo kommen sie nur her? Alle die einsamen Leute - Wo gehören sie hin?«
    Ich weiß nicht mehr, wie oft ich diese Schallplatte hintereinander angehört habe, als dieser Beatles-Song 1966 erschienen ist. Bald hatte ich die nötigen 4,50 Mark zusammengekratzt. Und dann habe ich den Tonarm des Plattenspielers immer wieder aufs Neue in die Rille gesetzt. Der ungewöhnliche Sound dieses Popsongs, den Paul McCartney komponiert hatte, passt perfekt zum Text: Vier Violinen, zwei Bratschen und zwei Violoncelli. Hier das Lied auf Youtube (klick): Eleanor Rigby 

Immer und überall

     Ob es diese Frau jemals gegeben hat? Immerhin hat man einen alten Grabstein mit diesem Namen auf einem Friedhof in Liverpool gefunden. Doch den Lebensdaten zufolge war sie schon gestorben, als die Beatles noch gar nicht geboren waren. Andererseits hat es schon immer Eleanor Rigbys gegeben, überall - Menschen, die »einsam und elend« (Losung) waren. Und nicht wenige von ihnen werden so ähnlich gebetet haben wie es die Losung sagt. Ich glaube, dass man auch heute nicht weit gehen muss, um sie zu finden.
     Ob Gott die Gebete all der einsamen und elenden Eleanor Rigbys erhört? Ob er überhaupt jemand erretten wird? 
     Da liegt also so ein Eleanor-Rigby-Mensch jahrelang an einem angeblich magischen Teich (Lehrtext) und wartet, dass sich das Wasser auf geheimnisvolle Weise bewegt. Doch immer kommen ihm andere zuvor. Als Jesus ihn trifft und seine Geschichte hört, sagt er nicht etwa „Du Armer, wenn der Wassergeist das nächste Mal brodelt, trage ich dich in den Teich“. Er bedauert ihn auch nicht lang und breit. Er sagt kurz und bündig: „Steh auf und geh!“ Ausführlicher und mit meinen Worten: „Was liegst du hier in deinem Aberglauben herum? Los, geh weg von diesem Ort! Hier findest du keine Hilfe. Verlasse deine Krankheit, verlasse dein Elend, verlasse deine Einsamkeit!“
     Aber, so will ich einwenden, wenn das nur so einfach wäre. Was hilft es den Elenden und Einsamen heute, dass Jesus damals einen einzelnen geheilt hat? Wenn ich ihre Misere nur besinge und mich meinen traurigen Gefühlen hingebe, so hilft das nichts. Doch viele haben sich seitdem an Jesus ein Beispiel genommen und haben Einsame besucht und das Elend gelindert oder gar beseitigt. Man sagt, es sei ein Wunder, wie Jesus damals Menschen geholfen habe. Ich meine, es ist ein viel größeres Wunder, dass Gottes Kraft durch ihn bis heute in vielen Menschen wirksam ist und sie motiviert, sich um die zu kümmern, die einsam und elend sind.
     
Gebet: Herr, »alle die einsamen Leute - wo gehören sie hin?« Sie gehören dir und uns. Du hast viele Möglichkeiten, solchen, die elend und einsam sind, zu helfen. Ich will eine davon sein. Und wenn ich einmal arm dran bin, wirst du mir ebenfalls durch Menschen helfen, die sich an dir orientieren. Doch du bist auch im Glauben bei mir, dass ich nicht einsam sein muss und hilfst mir aus meinen Schwierigkeiten wieder heraus. Amen

Herzliche Grüße 
Ihr / dein Hans Löhr

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Mittwoch, 27. Mai 2020

Aushalten, was noch gut werden muss hl

Losung: Der HERR wird's vollenden um meinetwillen. Psalm 138,8 

Lehrtext: Paulus schreibt: Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu. Philipper 1,6 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

natürlich habe ich mich beim ersten Lesen der Losung sofort gefragt: Was wird Gott vollenden um meinetwillen? Die Übersetzung Martin Luthers verwirrt eher als dass sie Klarheit schafft. Deshalb habe ich mich nach einer anderen Bibelübersetzung umgesehen, nach „Hoffnung für alle“. Und da heißt die heutige Losung: »Ja, HERR, du bist auch in Zukunft für mich da, deine Gnade hört niemals auf! Was du angefangen hast, das führe zu einem guten Ende!«

     Das klingt schon anders. Und das bestärkt mich in meinem Glauben, dass Gott alles, was er geschaffen hat, auch vollenden wird: Dich und mich, alles was lebt, Himmel und Erde (Jesaja 65,17; 2. Petrus 3,13; Offenbarung 21,1). Wie das sein wird, das weiß ich nicht und kann es mir auch nicht vorstellen. Das ist seine Sache, und darum überlasse ich das auch ihm. „Er wird‘s gut machen“ (Psalm 37,5). Darauf vertraue ich. Und das macht mich zuversichtlich. 

Gott wird das Alte noch einmal neu machen 

     Natürlich weiß ich auch, dass alles, was jetzt ist und geschieht, sich nicht einfach so in Wohlgefallen auflösen und zum Guten entwickeln wird. Nichts wird sich von selbst vollenden. Manches, so hat es den Anschein, wird eher schlechter. Vor allem das, wo wir Menschen unsere Finger im Spiel haben. Und darum muss Gott selbst eingreifen, das Alte noch einmal neu machen (Offenbarung 21,5) und so zu einem guten Ende bringen. Das ist die große Hoffnung, die mit Jesu Auferstehung in die Welt gekommen ist und die mir hilft, auch das, was mir Herz und Leben schwer macht, in ihrem Licht zu sehen.

     Ja, das stimmt, noch liegt viel im Argen. Aber das ist nur das Vorletzte. Denn auch das stimmt: Einmal wird alles gut! Nicht, weil ich oder sonst wer es gut machen könnte, sondern weil Gott es tut. Das glaube ich. Und das hilft mir, nicht zuletzt mich selbst auszuhalten und alles, was sonst noch gut werden muss. 

Gebet: Herr, meine Sache ist es, in dieser vergehenden Weltzeit und meiner begrenzten Lebenszeit so gut es geht mit meinen Mitmenschen und mit mir selbst zurechtzukommen. Deine Sache ist es, alles zu vollenden, was hier und jetzt nur Bruchstück sein kann. Dann werde ich schauen, was ich jetzt nur glauben kann. Amen

Herzliche Grüße!

Ihr / dein Hans Löhr

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Dienstag, 26. Mai 2020

Gotteskind und Weltkind hl

Losung: Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage. Psalm 14,2

Lehrtext: Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Römer 12,2


Liebe Leserin, lieber Leser,

viele, die sich heutzutage für klug halten, fragen in der Regel nicht nach Gott. Sie meinen, dass diese Frage mit ihrem Verstand und ihrer Vernunft nicht vereinbar sei. Im Mittelalter und in der Antike war das umgekehrt.
     Wir heute nennen uns die „modernen“ Menschen. Viele verstehen sich nicht mehr als Kinder Gottes, sondern als Kinder der Aufklärung, der industriellen, kapitalistischen Revolution, der wissenschaftlichen Revolution und jetzt in unserer Zeit als Zeitgenossen der vermutlich noch tiefgreifenderen Revolution der künstlichen Intelligenz. Wir wissen sehr viel über das Universum, die Evolution, unsere Menschengeschichte und unsere Umwelt. Wir wissen viel über uns selbst, über unseren Körper und vor allem über unser Gehirn und die biochemischen Voraussetzungen für unsere Gefühle und Gedanken, für unseren Glauben und unser Bewusstsein. Einerseits ist das alles ernüchternd, andererseits faszinierend. Wir leben in einer „Welt der Wunder“, von der man sich vor unserer Zeit keine Vorstellungen machen konnte.
     Für mich ist das alles Grund genug, zutiefst dankbar zu sein und mich über meinen Gott zu freuen. Ich freue mich über die Wunder seiner Schöpfung. Aber noch mehr darüber, dass Gott, diese unfassbare Kraft und Macht, die alles hervorgebracht hat, mir in Jesus persönlich begegnet. Durch ihn kann ich eine Beziehung zu ihm haben, seine Liebe und Barmherzigkeit erfahren und ihn wieder lieben. Doch bevor ich nach ihm frage (Losung), ist mir wichtig, dass er nach mir fragt. Dass ich ihm nicht gleichgültig bin, sondern dass er Interesse an mir hat und Anteil nimmt an meinem Leben und Ergehen.

Große Scheine - kleine Münzen

     Der Lehrtext ist leider wieder mal arg pauschal. Was »das Gute, das Wohlgefällige und das Vollkommene« ist, – diese großen Scheine muss ich für mich gegen die kleinen Münzen des alltäglichen Lebens tauschen. Für mich ist gut, dass ich meine Kinder und Enkel meine Liebe spüren lasse, die Beziehungen zu meinen Freunden und Bekannten pflege, freundlich zu den Nachbarn bin, die Kassiererinnen, Paketboten und Müllmänner zuvorkommend und respektvoll behandle, die Vögel im Garten füttere, den Kater streichle, die Blumen gieße … Ich hoffe, dass das alles und noch mehr Gott und meinen Mitmenschen gefällt. Dazu gehört auch, dass es mir leid tut, wenn ich jemandem weh getan habe. Und das »Vollkommene«? Keine Ahnung, was das sein soll. In dieser Welt und Zeit gibt es nichts Vollkommenes. Es sei denn, dass ich mein Herz dem öffne, der allein vollkommen ist.
     Ansonsten bin ich nicht nur ein Gotteskind, sondern auch ein Weltkind, ein Mensch wie viele andere auch. Ich habe es nicht nötig, mich von der Welt, die Gott geschaffen hat, abzuwenden und etwas Besonderes sein zu wollen (Lehrtext). Ich gehöre wie du dem Himmel und der Erde. Das macht mein Menschsein aus. Darum lebe ich gern.

Gebet: Herr, du bist ein wunderbarer Gott! Ich freue mich über dich, liebe dich und bin dir dankbar. Erhalte mir diesen Glauben auch in dunklen Zeiten. Amen

Herzliche Grüße!
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Montag, 25. Mai 2020

Strohhalm Gebet hl

Losung: HERR, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken. Psalm 5,4 

Lehrtext: Hört nicht auf zu beten und zu bitten! Lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten. Bleibt wach und bereit. Bittet Gott inständig für alle Christen. Epheser 6,18 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

wie viele mögen heute aufgewacht sein und die Ängste und Sorgen von gestern waren immer noch da? Die bedrohliche Krankheit – im Traum war sie eben noch weg, aber jetzt meldet sie sich zurück. Der schwere Konflikt in der Firma hat sich nicht in Luft aufgelöst. Die Partnerschaftskrise ist eher noch schlimmer geworden …..  Wie viele mögen heute gleich nach dem Aufwachen so ähnlich gebetet haben wie im Losungswort: „HERR, schon früh am Morgen hörst du mein Rufen. In aller Frühe bringe ich meine Bitten vor dich und warte sehnsüchtig auf deine Antwort.“?

Solange es mir gut geht, kann ich freilich jeden Morgen Gott danken und ihn für den neuen Tag preisen. Aber wenn ich nur noch ein Häuflein Elend bin, wenn die Albträume Wirklichkeit sind und nicht verschwinden, muss ich schon beim Aufwachen seufzen und mich fragen: Ob Gott mich sieht? Ob er mich hört? Ob er mir hilft? Mitten im Leid weiß man das nicht. Da kann man sich oft nicht mehr vorstellen, dass es wieder einmal anders werden wird, besser und vielleicht sogar gut. Wenigstens ist dann das Beten wie ein Strohhalm, an den man sich klammern kann. Woran klammern sich die, die nicht beten können?

Gebet: Herr, wenn es ganz schlimm kommt, bist du mein letzter Halt. Und wenn ich dann nicht einmal mehr Kraft habe zu beten, so sollen meine Sorgen und Ängste zu dir reden.
Dass ich nur dich nicht vergesse! Dass ich mich dann nur nicht von dir abwende! Und wenn doch, dann wende du dich mir umso mehr zu. Wenn ich falle, fang mich auf. Wenn ich am Boden liege, heb mich auf. Wenn ich mich aufgeben will, gib mir wieder Kraft und neuen Mut. Amen
 

Herzliche Grüße!

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