Freitag, 14. August 2020

Wohin dann? hl

Losung: Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Psalm 73,25 

Lehrtext: Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes. Johannes 6,67-69 

Liebe Leserin, lieber Leser,

viele haben Jesus verlassen, damals (Lehrtext) wie heute. Die Versuchung ist groß: Ich würde dann seinetwegen und wegen meiner Liebe zu ihm nicht mehr belächelt werden. Ich würde auch zu den Vernünftigen gehören, zu den Gebildeten unter seinen Verächtern. Ich würde nicht mehr identifiziert mit der „Kriminalgeschichte des Christentums“ und der Kirche. Mir könnten seine Werte und Gebote egal sein und ich könnte tun und lassen, was ich will ohne jemals nach ihm zu fragen.
     Aber, aber, liebe Leserin, lieber Leser, wohin sollte ich dann gehen? Wer öffnet dann eine Tür, wenn ich keinen Ausweg sehe? Wer ist mein Licht, wenn es in mir finster wird? Wer ist meine Kraft, wenn ich schwach bin, mein Trost, wenn ich untröstlich bin, meine Freude, wenn ich traurig bin? Wer gibt meinem Leben Sinn und wer liebt mich auch dann, wenn ich nicht liebenswert bin? Wer ist bei mir noch auf meinem letzten Weg?

     Was die Losung dazu sagt, möchte auch ich sagen: Gott hat mich. Und ich möchte ihn auch haben. Ich bin sein. Und er soll auch mein sein. Was auch immer geschieht, er hält an mir fest. Und ich will auch an ihm festhalten können, selbst wenn der Himmel über mir einstürzt und die Erde unter meinen Füßen zerbricht. Wenn ich vergehe, soll mein Glaube bleiben. Wenn ich sterbe, soll meine Hoffnung leben. 

Gebet: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr.
Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern
mit deiner Güt und Gnaden.
Die ganze Welt erfreut mich nicht,
nach Erd und Himmel frag ich nicht,
wenn ich nur dich kann haben.

Ihr / dein Hans Löhr 

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Donnerstag, 13. August 2020

Vom Vater geschlagen? hl

Losung: Durch seine Wunden sind wir geheilt. Jesaja 53,5 

Lehrtext: Jesus sollte sterben für das Volk und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zusammenzubringen. Johannes 11,51-52 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

warum musste Jesus so leiden und so elendiglich sterben? Warum wurde er so grausam gefoltert und am Kreuz zu Tode gequält? Der Evangelist Johannes, der erst 60 bis 80 Jahre nach Jesu Tod über dieses schreckliche Ende nachgedacht hat, meinte, dies sei von Gott so gewollt.
     Und so schreibt Johannes diesen Satz aus dem heutigen Lehrtext: „Jesus sollte sterben...“ Dem Oberpriesters Kaiphas zufolge sollte Jesus sterben, um das Volk nicht zu verderben. Gott zufolge sollte er sterben, um das Volk, um uns alle zu retten. So wird noch heute in den allermeisten Kirchen gepredigt. Aber wovor sollte er uns retten? Vor dem ewigen Tod, der der Preis der Sünde ist, wie Paulus schreibt. Welcher Sünde? 
     Also der Reihe nach: Gott verhängt über uns Menschen wegen unserer Sünden, wegen unserer Verstöße gegen die 10 Gebote oder eines unmoralischen Lebenswandels die Todesstrafe. Das ist sein Gesetz, seine Gerechtigkeit.

Wie sich Menschen Gottes Gerechtigkeit vorstellen

     Um die Strafe nicht vollstrecken zu müssen, lässt er seinen Sohn Jesus für uns foltern und qualvoll umbringen. Demzufolge wird Gott von seiner eigenen Gerechtigkeit gezwungen, das zu tun. Nun ist seiner Gerechtigkeit Genüge geleistet und wir sind begnadigt, sind gerettet. Oder? 
     Nein, noch nicht. Jetzt muss ich noch "mit meinem Mund bekennen: Herr ist Jesus - und in meinem Herzen glauben: Gott hat ihn von den Toten auferweckt" (Römer 10,9). Wenn diese Bedingungen alle erfüllt sind, dann, aber erst dann bin ich gerettet. Ist das Gnade?
    Und ist das Gerechtigkeit? Ich frage dich, was ist das für ein Gott, der so handelt? Ist das noch der barmherzige Vater des Jesus von Nazareth, der will, was sein Sohn erleiden musste?
     Vielleicht sagst du jetzt: 'Aber das ist doch alles für mich geschehen, damit ich nicht in den Feuersee geworfen werde (Offenbarung 21,8) und wie die Hexen brennen muss.' So? Was hast du denn Böses getan, dass du so hart betraft werden müsstest und dass Jesus so schrecklich leiden musste, um dich durch seine Qualen zu retten? Bist du wirklich so schlimm?
     Diese schwarze Theologie hat in der Vergangenheit weithin den Glauben unserer Vorfahren geprägt. Und noch heute leiden Menschen darunter. Selbst in unserem aktuellen Gesangbuch stehen Lieder, die so ein Zerrbild von Gott vermitteln. Zum Beispiel:

Du großer Schmerzensmann, vom Vater so geschlagen,
Herr Jesu, dir sei Dank für alle deine Plagen:
für deine Seelenangst, für deine Band und Not,
für deine Geißelung (=Folter), für deinen bittern Tod.
Ach das hat unsre Sünd und Missetat verschuldet,
was du an unsrer Statt, was du für uns erduldet.

Ach unsre Sünde bringt dich an das Kreuz hinan;
o unbeflecktes Lamm, was hast du sonst getan?
Dein Angst komm uns zugut, wenn wir in Ängsten liegen;
durch deinen Todeskampf lass uns im Tode siegen;
durch deine Bande, Herr, bind uns, wie dirs gefällt;
hilf, dass wir kreuzigen durch dein Kreuz Fleisch und Welt.

 (Evangelisches Gesangbuch Nummer 87)

Dieser Glaube ist nicht mein Glaube. Dieser prügelnde Sado-Gott ist nicht mein Gott. Ich werde mich auch hüten, Jesus dafür zynisch zu danken, dass er Angst hatte, leiden musste sowie gefoltert und grausam hingerichtet wurde. Und ich habe das auch nicht verschuldet. Nein, meine Sünden haben ihn nicht gekreuzigt. Das waren die Mächtigen in Staat und Kirche damals, die ihre Macht durch ihn gefährdet sahen und ihn deshalb auf diese Weise beseitigt haben.
      Und ich werde auch nicht durch sein Kreuz mein „Fleisch“, also mein leibliches Leben und auch nicht diese Welt „kreuzigen“. Mein Leib und diese Welt sind für mich ein Geschenk Gottes, dessen ich mich freuen darf und nicht schämen muss.

Jesus bleibt sich und darum auch dir treu

     Ja, sein Tod am Kreuz bedeutet auch für mich Erlösung. Aber er hat mir nicht erst durch sein Leiden und Sterben die Sünden vergeben und mich mit Gott versöhnt. Das hat er schon vorher getan. Das ist bereits geschehen, als Gott in ihm als der gute Hirte zu mir auf die Welt gekommen ist.   
     So hat er weggenommen, was mich von ihm trennt, um bei mir zu sein. Sein Tod am Kreuz heißt für mich, dass er sich, allen Widerständen zum Trotz, bis zuletzt treu geblieben ist und seine Liebe zu uns Menschen nicht verraten hat, ja nicht einmal die Liebe zu seinen Feinden.
     Da ist in letzter Konsequenz deutlich geworden, was schon immer gilt. Was seit Bethlehem offenkundig ist und was später der Apostel Paulus sagte: "Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist" - auch nicht meine Sünde. Doch nicht erst sein Tod beweist seine Liebe. Sondern seine Liebe widerlegt den Tod. Sie gehörte vor Ostern wenigen. Jetzt gehört sie dir und mir und den anderen auch.

Gott schlägt nicht zurück

     Nein, nicht Gott hat ihn so geschlagen, sondern er hat sich in Jesus von den Menschen schlagen lassen, ohne selbst zurückzuschlagen. So hat Gott das Böse mit Gutem überwunden. Das ist das große Geheimnis des christlichen Glaubens. Das unterscheidet ihn von allen anderen Religionen. Das erlöst mich von aller Gottesangst. Nun kann ich ihm vertrauen wie ein Kind seinem guten Vater.
     Eine Kindergartenleiterin erzählte, dass ein kleiner Bub weinte und als sie ihn fragte warum, sagte er: "Mir tut mei Popo so weh." "Was ist denn passiert?" "Mei Papa hat mi g'haut. Er hat immer 'Gehorsam' g'sagt. Aber i weiß doch gar net, was des is." Der Papa ist Pfarrer einer schwäbischen Gemeinde und hält sich selbst für bibeltreu ... - Du kleiner Schmerzensmann, vom Vater so geschlagen.

Gebet: Gütiger Gott, geliebter Vater, du bist in Jesus in die tiefsten menschlichen Abgründe hinabgekommen und hast da unser Leiden, unsere Schmerzen und Angst geteilt. Du hast gezeigt, dass deine Liebe stärker ist als der Tod, stärker als der Hass, stärker als alle Sünde und Schuld. So heilst du mich, dass ich nicht länger gottesblind bin. Dafür danke ich dir von ganzem Herzen. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr

PS: Diese Auslegung ist eine Einladung zum Austausch. Ich bin auf Ihren / deinen Kommentar gespannt.

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Mittwoch, 12. August 2020

In Jesu Namen hl

Losung: Lass deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechts und deines Volkes Israel, dass du sie hörst, sooft sie dich anrufen. 1.Könige 8,52 

Lehrtext: Jesus spricht: Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun. Johannes 14,14 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

     ich kann sehr gut verstehen, dass zum Glauben auch das Bittgebet gehört. Seit jeher und in allen Religionen bitten Menschen Gott oder sonst eine höhere Macht um Hilfe (vergleiche Losung und Lehrtext). Ich selbst bitte auch darum, besonders, wenn ich in einer Notlage oder in Bedrängnis bin. Ich hab das von Kind auf so mitbekommen und darum tue ich das heute noch. Doch inzwischen meine ich, dass ein Gebet noch etwas anderes ist als bitten und danken. Denn jeder Bitte haftet doch auch der leise Zweifel an, dass ich nicht weiß, ob Gott sie erfüllen wird oder nicht.

     Im Lehrtext lässt Johannes Jesus sagen, dass die Bitten schon erfüllt würden. So soll der Zweifel ausgeräumt werden. Aber wir wissen doch auch, dass längst nicht jede Bitte erfüllt wird. Wie soll ich dann den Lehrtext verstehen?

     Ich glaube, der Schlüssel zur Antwort sind die drei Wörter »in meinem Namen«. Ich könnte Gott ja auch einfach so bitten. Aber dann wäre das eine Bitte, die ganz und gar von meinen menschlichen Interessen geleitet wäre. Bitte ich aber in Jesu Namen, dann muss auch er hinter meiner Bitte stehen, sie sozusagen unterschreiben oder sie sich gar zu eigen machen können. Und so wird meine Bitte anders ausfallen, wenn mir das bewusst ist als wenn ich ihn übergehe. Dann kann ich zum Beispiel so bitten: 

Gebet: Gütiger Gott, du weißt ja, was ich brauche, noch ehe ich darum bitte. Und ich weiß, dass nicht meine Bitten entscheiden sind, sondern dein Wille. Er soll geschehen, damit alles ein gutes Ende nimmt, auch ich. Du hast deinen Plan und überblickst das große Ganze. Du weißt, wie alles zusammenhängt und kennst jeden einzelnen Mosaikstein in deinem großen Bild. Darum glaube ich: Du wirst jede meiner Bitten erfüllen, wenn sie in deinem Sinn ist. So  lege ich alles in deine Hand, meine Wünsche und Sehnsüchte, meine Nöte und Leiden, meine Freude und meine Angst. Ich hoffe auf dich. Mein ganzes Leben gehört ja dir. Du hast es mir gegeben. Du hast es mir bis hierher erhalten. Und du wirst mich wieder zu dir nehmen, wenn es an der Zeit ist und vollenden, was unvollkommen geblieben ist. Das sage ich dir in Jesu Namen. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Dienstag, 11. August 2020

Freude, die aus dem Glauben kommt hl

Losung: Die Gerechten freuen sich und sind fröhlich vor Gott und freuen sich von Herzen. Psalm 68,4 

Lehrtext: Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Philipper 4,4 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

hast du schon mal deinem Briefträger auf eine Tasse Kaffee oder ein Eis eingeladen? Vielleicht ist das für Frauen schwieriger als für einen Mann. Und was mich vor Missverständnissen schützen könnte, würde ich auch mal eine Briefträgerin einladen, wäre vermutlich mein Alter. Nun ist es mir besonders leicht gefallen, meinen langjährigen Briefträger einzuladen, weil er eben auch super freundlich und entgegenkommend ist.

     Seine Tour war zu Ende. So hat er die Einladung zum Eis angenommen. Wir haben auf der Gartenbank ein paar Minuten miteinander geplaudert, und dabei habe ich ihn noch etwas besser kennengelernt. Mein Eindruck war, dass er sich über die kleine Geste gefreut hat. Und das hat wiederum mich gefreut.

     Aber hat das denn wirklich etwas mit unserem heutigen Lehrtext zu tun? Ich denke schon. Denn der darauffolgende Vers heißt schließlich: »Alle Menschen sollen eure Güte und Freundlichkeit erfahren.« (Philipper 4,5)

     Nun muss man kein Christ sein, um den Briefträger mal zu einem Eis einzuladen. Aber wenn man schon im Glauben an Jesus Christus (= im Herrn) zu leben versucht, sollte einem das leichter fallen. Und das Ergebnis ist, wie gesagt, dass Freude, die man schenkt, wieder zurückkommt. 

Glauben und Freude – die fröhlichen Geschwister 

     In der Losung heißt es sinngemäß, dass die, die auf Gott vertrauen, sich von Herzen freuen können. Und das hat auch damit zu tun, dass Gottvertrauen und Menschenfreundlichkeit zwei Seiten derselben Medaille sind.

     Überhaupt geht es ja im Glauben, im Unterschied zur landläufigen Meinung, ganz viel um Freude. Beide sind Geschwister. Das Wort ‚Evangelium‘ von Jesus Christus heißt auf Deutsch frohe Botschaft. Der Weihnachtsengel verkündigt uns Menschen »große Freude«. Zachäus hat sich gefreut, wie ich in der Predigt vom letzten Sonntag gesagt habe. Die Frauen und später die Jünger haben sich gefreut als sie den Auferstandenen gesehen haben. Und alle, die Jesus geheilt und denen er ihre Sünden vergeben hat. Die Theologieprofessoren (Schriftgelehrten) aber und die von der JDU/JSU (Konfessionspartei der Pharisäer), und die Bischöfe (Hohenpriester) und nicht zuletzt der Präsident (König Herodes) – die haben sich damals nicht gefreut. Vielleicht tun sie's heute.

     Und du? Ist der Glaube für dich eine Last oder eine Freude? Ich meine, ein Glaube, der Druck und ein schlechtes Gewissen macht, bei dem es um Zwang und Angst geht, wo alle immer nur ernst und feierlich dreinschauen und Freude nur zur Schau gestellt wird – ein solcher Glaube ist schlechter als gar keiner.

     Wenn ich mich „im Herrn“ freue, dann freue ich mich meines Lebens auf alle mögliche Weise (= allewege, siehe Losung). Dann spüre ich, dass Gott mir nahe ist und bin dankbar.    

Gebet: Mein menschenfreundlicher Gott, du bist die Quelle meiner Freuden. Und dazu hast du mich ja auch geschaffen, dass ich mich des Lebens freuen kann, das du mir geschenkt hast. Und dazu hast du mir auch den Glauben geschenkt, dass ich das erkenne und nicht irgendwelchen engherzigen Moralaposteln auf den Leim gehe. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Montag, 10. August 2020

Wer ist zum Herrschen geeignet? hl

Losung: Gideon sprach: Ich will nicht Herrscher über euch sein, sondern der HERR soll Herrscher über euch sein. Richter 8,23 

Lehrtext: Nicht der ist bewährt, der sich selbst empfiehlt, sondern der, den der Herr empfiehlt. 2.Korinther 10,18 

Liebe Leserin, lieber Leser,

was Gideon da in der Losung sagt, hat sich nicht durchgesetzt, weder im Staat noch in der Kirche. Dass der Mensch ein Tier unter Tieren² ist, zeigt sich unter anderem daran, dass es auch bei Menschen sog. Alphatiere gibt, Anführer und Herrscher. Der Unterschied zu den anderen Tieren aber ist, dass sich bei uns Menschen nicht unbedingt der körperlich Stärkste durchsetzt, dem dann auch die Weibchen und die Leckerbissen gehören. An die Spitze gelangt, wer am besten die Fäden der Macht spinnen kann, wer sich also andere geneigt machen kann und deren Unterstützung gewinnt. Oder wie früher zur Zeit des Feudalismus, wer aus einer adeligen Familie stammte. Um ihren Machtanspruch zu unterstreichen, haben dann Kaiser und Könige, Fürsten und Barone darauf gepocht, dass sie aus Gottes Gnade zum Herrschen geboren seien
(vergleiche Lehrtext).

     Auch heutzutage spielen Beziehungen immer noch eine Rolle, wenn es darum geht, eine bestimmte Stelle zu bekommen. Aber aufs Ganze hat sich das Leistungsprinzip durchgesetzt und der persönliche Eindruck, den man in einem Bewerbungsgespräch macht. Das hat allerdings den Nachteil, dass allzu oft die Angepassten in leitende Positionen kommen und es deshalb in Kirche, Staat und Wirtschaft nur bedingt zu nötigen Innovationen und Reformen kommt.

     Aber wie ist das nun mit dir und mir? Sind wir zum Herrschen geboren? Ja, wir sind dazu geboren, uns selbst zu beherrschen. Wer bereit ist, im öffentlichen Raum Verantwortung zu übernehmen, soll das auch tun. Gerade in den leitenden Positionen brauchen wir Menschen, die sich selbst beherrschen können und die Größe haben, anderen zu dienen. Der jüngst verstorbene Ehrenvorsitzende der SPD, Hans-Jochen Vogel, war so einer. Man konnte seinen politischen Aktivitäten anmerken, dass er ein ökumenischer Christ war. 

Gebet: Barmherziger Gott, du bist mein alleiniger Herr und damit geht es mir gut. Denn ich gehöre dir und sonst niemand. Ich bitte dich, dass du durch Jesus Christus mein Herz regierst und mir den Willen und die Kraft gibst, anderen zu dienen. Denn auch du herrschst, indem du mir und deinen Geschöpfen dienst. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

² Das ist „leider“ aus naturwissenschaftlicher Sicht inzwischen so gewiss wie dass die Erde eine Kugel ist, die um die Sonne kreist. Man kann natürlich auch an der Sonderstellung des Menschen festhalten so wie manche an der Erde als Scheibe. 

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Sonntag, 9. August 2020

Umfassend gesegnet hl

Losung: Der HERR sättigte sein Volk mit Himmelsbrot. Er öffnete den Felsen, da strömten Wasser heraus, sie flossen dahin als Strom in der Wüste. Denn er gedachte an sein heiliges Wort. Psalm 105,40-42 

Lehrtext: Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Epheser 1,3

Liebe Leserin, lieber Leser, 

wie schaut‘s bei dir mit dem kreatürlichen, dem leiblichen Segen (Losung) aus? Fühlst du dich in dieser Hinsicht von Gott gesegnet? Falls du unsicher bist, mach einen einfachen Test: Gehe in die Küche, öffne den Kühlschrank. Oder gehe in die Speisekammer und schaue deine Vorräte an. Oder schaue in deinen Kleiderschrank. Und dann danke für den Segen des täglichen Brotes.

     Ganz so einfach ist es mit dem geistlichen Segen (Lehrtext) nicht. Wie soll ich überprüfen, ob ich von Gott geistlich gesegnet bin? Beweisen kann ich das nicht genauso wenig wie ich Glaube, Liebe und Hoffnung beweisen kann. Aber wenn ich täglich wenigstens kurz bete, wenn ich Dankbarkeit in mir spüre und trotz allem, was dagegen spricht, zuversichtlich bin, dann, so meine ich, bin ich auch geistlich gesegnet. 

Gebet:

Rede, Herr, so will ich hören,
und dein Wille werd erfüllt;
nichts lass meine Andacht stören,
wenn der Brunn des Lebens quillt;
speise mich mit Himmelsbrot,
tröste mich in aller Not. Amen

(Benjamin Schmolck, 1734, Lied: „Tut mir auf die schöne Pforte“, Vers 6)

 Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Samstag, 8. August 2020

»Der Glaube ist nicht jedermanns Ding« hl

Losung: Meine Augen sehen stets auf den HERRN; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen. Psalm 25,15 

Lehrtext: Paulus schreibt: Betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und gepriesen werde wie bei euch und dass wir gerettet werden vor falschen und bösen Menschen; denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding. Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. 2.Thessalonicher 3,1-3 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

»der Glaube ist nicht jedermanns Ding« (Lehrtext). Das sehe ich auch so. Aber deswegen muss nicht jeder, der nicht glaubt, »falsch und böse« sein und nicht jeder, der falsch und böse ist, muss zwangsläufig ungläubig sein. Wir Menschen sind widersprüchliche Wesen. Und in unserem Herzen wohnt manches eng beieinander, was sich eigentlich nicht verträgt. Wir sind eben nicht nur weiß oder nur schwarz, sondern grau wie die Esel. Das sagte einmal eine Kroatin in unserer Münchner Friedensrunde während des Bürgerkriegs in Jugoslawien.

     Ja, »der Glaube ist nicht jedermanns Ding. Aber der Herr ist treu.« Und darum möchte ich mich nicht so sehr auf meinen Glauben als vielmehr auf seine Treue verlassen. Denn gerade dann, wenn ich mich verstrickt habe in falschen Entscheidungen und Konflikten, »wird er meinen Fuß aus dem Netz ziehen« (Losung). So jedenfalls habe ich es erlebt. 

Gebet: Mein Gott, wenn ich keinen Ausweg mehr sehe, schaue ich auf dich. Du zeigst mir einen neuen Weg. Und auch wenn er nicht immer leicht und einfach ist, so bist du doch dabei und machst mir Mut (Psalm 23,4). Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Freitag, 7. August 2020

Gott wird helfen hl

Losung: Der HERR wird Zion wieder trösten. Sacharja 1,17 

Lehrtext: Aus großer Todesnot hat er uns errettet und wird er uns erretten; auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt. 2.Korinther 1,10 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

was die Christen in der kleinen Gemeinde in Korinth von Paulus wissen sollten, das, so meine ich, sollten auch wir wissen. Der Apostel schreibt:

»Liebe Brüder und Schwestern! Ihr sollt wissen, dass wir in der Provinz Asia Schweres erdulden mussten. Wir waren mit unseren Kräften am Ende und hatten schon mit dem Leben abgeschlossen. Unser Tod schien unausweichlich. Aber Gott wollte, dass wir uns nicht auf uns selbst verlassen, sondern auf ihn, der die Toten zu neuem Leben erweckt. Und tatsächlich hat Gott uns vor dem sicheren Tod gerettet und wird es auch in Zukunft tun. Wir setzen unser Vertrauen auf ihn« (Lehrtext). 

Mit den Kräften am Ende 

     Die Einzelheiten von dem, was Paulus damals geschehen ist, sind für mich heute nicht mehr so wichtig. Aber sein Gottvertrauen, das sich in diesen Sätzen ausdrückt, ist sehr wohl wichtig. Auch ich „war schon mal mit meinen Kräften am Ende und hatte mit dem Leben so gut wie abgeschlossen“ (siehe: hier), und dann habe ich es doch noch geschafft. Aus eigener Kraft? Man kann das so sehen. Ich sehe es anders. Er hat mich damals gerettet, und darum verlasse ich mich auf ihn.

     In den beiden Bibelworten heute heißt es zweimal „Gott wird“, er wird trösten und er wird retten. Wird er das wirklich? – Ich weiß es nicht, aber »ich setze mein Vertrauen auf ihn« (Lehrtext). 

Gebet: Gott, du großer Helfer in der Not, ich glaube ja, dass ich mich auf dich verlassen kann und mich nicht auf mich verlassen muss. Wo wäre ich sonst, ohne deine Hilfe? Aber ich denke auch, dass ich dich nicht auf die Probe stellen darf. Weil du mir helfen wirst, will auch ich alles tun, was in meinen Kräften steht, um aus meinen Notlagen wieder herauszukommen. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Donnerstag, 6. August 2020

Kein Druck mehr, keine Angst und kein Zwang hl

Losung: Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat. Psalm 103,10 

Lehrtext: Wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden. Apostelgeschichte 15,11 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

so schön der Psalm 103 ist, aus dem die heutige Losung kommt, so sehr bleibt er doch der Glaubenswelt der Israeliten verhaftet. Und ich will ihn aus ihr nicht herauslösen. Enthält er doch wertvolle Gedanken, die auch für meinen Glauben unverzichtbar sind. Andererseits lese ich ihn als Christ anders als ein frommer Jude ihn liest. Manche Sätze darin leuchten hell und klar. Andere aber verblassen im Licht meines Glaubens.

     Ja, das kann ich genauso sagen, was unmittelbar vor unserer Losung im Psalm steht: »Barmherzig und gnädig ist der HERR, groß ist seine Geduld und grenzenlos seine Liebe! Er beschuldigt uns nicht endlos und bleibt nicht für immer zornig. Er bestraft uns nicht, wie wir es verdienen; unsere Sünden und Verfehlungen zahlt er uns nicht heim. (Losung).« Soweit so gut. Und auch der erste Teil des nächsten Verses passt wunderbar dazu: »Denn so hoch, wie der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Liebe zu allen«.

     Aber dann kommt wieder eine für das Alte Testament und auch für manche Abschnitte des Neuen Testaments typische Einschränkung. All diese herrlichen Aussagen über Gott gelten nur für die, »die ihn achten und ehren«. Und noch einmal heißt es: »Wie ein Vater seine Kinder liebt, so liebt der HERR alle, die ihn achten und ehren.« 

Ich kann niemand lieben, der mich verachtet 

     Aber warum sehe ich das kritisch? Ist das nicht selbstverständlich? Ja, unter uns Menschen ist das selbstverständlich. Ich sage das jetzt einmal etwas pauschal: Wir können nur die lieben, die auch uns achten. Oder liebst du jemanden, der dich verachtet? Natürlich liebe ich meine Kinder auch dann, wenn sie einmal sauer auf mich sind. Aber könnte ich das auch dann noch, wenn sie mich grundsätzlich verachten würden?

     Gott kann das, denn er ist kein Mensch. Von Jesus weiß ich, dass er sogar seine Feinde liebt und Böses mit Gutem vergilt. Bei ihm gibt es keine Bedingungen mehr. Er fordert nicht, er beschenkt (Lehrtext). Bei ihm gilt uneingeschränkt der Vers acht aus unserem Psalm 103: »Barmherzig und gnädig ist der Herr und grenzenlos seine Liebe.« 

Gebet: Jesus, du nimmst mir den Druck, die Angst und den Zwang. Deinetwegen muss ich nicht mehr fürchten, dass Gott mich bestrafen könnte, wenn ich mich falsch verhalten habe. Nun ist es meine Verantwortung, so zu leben, dass ich mir durch falsche Entscheidungen nicht selbst Schwierigkeiten mache. Amen 

Herzliche Grüße, 

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Mittwoch, 5. August 2020

gesucht und gefunden hl

Losung: Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen. 2.Chronik 30,18-19 

Lehrtext: Da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. Und er begehrte, Jesus zu sehen. Lukas 19,2-3 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

du suchst Gott? Weißt du eigentlich, was das ist: Gott? Und weißt du, wo du ihn suchen kannst? Vielleicht weißt du die Antwort ja längst und weißt darum, dass du Gott nicht suchen musst, weil er dich längst gefunden hat. Und vermutlich weißt du auch, dass du über Gott nicht spekulieren musst, was und wie er sein könnte, weil er sich dir längst gezeigt hat.

Andere Religionen haben andere Antworten. Doch als Christ, für den die Bibel die Quelle des Glaubens ist, kann ich beide Fragen ‚was Gott ist‘ und ‚wo ich ihn suchen soll‘ mit einem einzigen Namen beantworten: Jesus Christus. 

Zachäus, der geliebte Schuft 

     Nicht ich muss ihn suchen, sondern er sucht und findet mich. Der unsympathische und darum gemiedene Zöllner Zachäus hat Jesus nicht gesucht. Er war bloß neugierig (Lehrtext). Das war nichts Besonderes. Das wäre ich an seiner Stelle auch gewesen. Aber Jesus hat ihn gefunden, wie er einsam oben im Baum hockte, damit er besser sehen konnte. Und er hat zu ihm sinngemäß gesagt: ‚Zachäus, ich weiß, du lädst mich nicht in dein Leben ein. Aber ich lade mich bei dir ein. Ich will gerne dein Gast sein. Mehr noch, dein Freund, der du sonst keine Freunde hast. Ich weiß schon, dass du ein Schuft bist. Aber das interessiert mich nicht. Mir ist wichtig, dass du ein Mensch bist, der Liebe braucht. Und darum bringe ich dir Gottes Liebe. Also komm, lass uns essen und trinken und unsere Freundschaft feiern.

     So hat Zachäus erfahren, was das ist: Gott. Und wie er ist. Und dass er ihn nicht mehr suchen muss, weil ER ihn gefunden hat. Denn dazu ist Jesus zu Zachäus gekommen und zu dir und zu mir, dass er sucht, was verloren gegangen ist und was sich verlaufen hat wie der gute Hirte das eine Schaf. Und da er mich gefunden hat, glaube ich auch, dass ich ihm gehöre und er mich liebt. Und da er dich gefunden hat … Welche Folgen hat das für dich?

Gebet: Gütiger Gott und Vater, ja, ich gehöre dir. Du willst, dass das so ist. Du hast mich geschaffen und willst mich darum in Zeit und Ewigkeit nicht mehr verlieren. Ich kann nichts dazutun. Ich kann nur vertrauen und glauben, dass es so ist. Das ist schwer und doch wieder ganz leicht. Amen 

Herzliche Grüße, 

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Dienstag, 4. August 2020

Lust und Last der Gottesdienste hl

Losung: Ich will den HERRN loben in den Versammlungen. Psalm 26,12 

Lehrtext: Wie ist es nun, Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein jeder einen Psalm, er hat eine Lehre, er hat eine Offenbarung, er hat eine Zungenrede, er hat eine Auslegung. Lasst es alles geschehen zur Erbauung! 1.Korinther 14,26 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

wann warst du das letzte Mal in einem Gottesdienst? Und damit meine ich jetzt nicht einen Ritualgottesdienst wie Taufe, Trauung, Konfirmation oder Beerdigung, der wegen anderer gefeiert worden ist. Ich meine einen Gottesdienst, der deinetwegen gefeiert wurde, in dem du als Gast zusammen mit anderen im Mittelpunkt standest oder zumindest hättest stehen sollen? Und war das dann auch so? Hat diese Feier dich berührt? Ging es da um Themen und Ereignisse, die dich beschäftigen? Bist du da möglicherweise in deinem Glauben gestärkt worden? Oder wurde da über die Köpfe hinweg gepredigt und gebetet und eine Musik dargeboten, die dir fremd ist?

     Hoffentlich nicht. Denn der Glaube lebt auch von der Gemeinschaft. Freilich bin ich die meiste Zeit allein mit meinen Glauben. Ich bete allein. Ich mache mir allein so meine Gedanken über Gott und die Welt. Ich versuche allein so zu leben, wie es dem Evangelium von Jesus Christus entspricht, auch wenn das nicht immer gelingt. Aber hin und wieder brauche ich einen Gottesdienst, brauche ich die Gemeinschaft mit anderen, mit denen gemeinsam ich singen und beten kann, mit denen ich das Glaubensbekenntnis spreche und das Vater unser und mit denen ich höre, was uns mit der Bibel und ihrer Auslegung gesagt wird.

     Nun habe ich das „Pech“, dass ich als Gottesdienst-Profi noch mal anders hinhöre, als die meisten anderen Besucher. Ob ich will oder nicht, mir fallen einfach die Schwachstellen auf. Dann sage ich mir: In deinen Gottesdiensten ist auch nicht alles optimal. In manchen deiner Predigten hast auch du über die Köpfe der Menschen hinweg gesprochen. Sei also verständnisvoll und nachsichtig. Aber wenn, wie kürzlich erlebt, nicht das Evangelium zur Sprache kommt, sondern das Gesetz, wenn es ständig heißt „sollen“ und „müssen“, dann ärgere ich mich doch und dann zwinge ich mich, wenigstens den Liedern und den Gebeten etwas abzugewinnen.

     Was im Gottesdienst geschieht, soll zur Erbauung der Teilnehmenden geschehen, dass sie im Glauben gestärkt und im Herzen getröstet, dass sie ermutigt, mit neuen Impulsen und an Leib und Seele gesegnet die Kirche wieder verlassen. Das dürfen Gottesdienstgäste zurecht erwarten. Aber das ist alles andere als einfach und kann man nicht mal schnell so aus dem Ärmel schütteln.

     Ich wünsche dir, dass es in deiner Nähe solche Gottesdienste gibt. Und falls nicht, dann steige wenigstens ab und zu mal ins Auto und fahre dorthin, wo sie angeboten werden. Gerade auch hier gilt das Bibelwort: „Suchet, so werdet ihr finden.“ 

Gebet: Barmherziger Gott und Vater, nicht ich diene dir in einem Gottesdienst, sondern du mir. Du bist es, der mich durch Lieder, Gebete und die frohe Botschaft berührt und bewegt. Gib den Verantwortlichen deinen Geist, dass du mich durch ihren Dienst erreichst und ich dir frohen Herzens mein Lob singen kann. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Montag, 3. August 2020

Gott dient denen, die ihn brauchen hl

Losung: Den Demütigen wird der HERR Gnade geben. Sprüche 3,34 

Lehrtext: Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst. Philipper 2,3 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

hm, wie soll man die heutige Losung bloß verstehen? Irgendwie muss sie anders übersetzt werden als Luther das vor 500 Jahren getan hat. Sie muss für uns heute verständlich sein. Die Übersetzer der Bibel „Hoffnung für alle“ haben meines Erachtens eine gute Lösung gefunden. Bei ihnen heißt dieser Satz aus dem Buch der Sprüche: »Gott wendet denen seine Liebe zu, die wissen, dass sie ihn brauchen.«

     Ich würde ihn noch etwas kompakter übersetzen: »Gott wendet denen seine Liebe zu, die ihn brauchen.« Dann ist auch noch der letzte Rest von Bedingung verschwunden. Dann ist dieses Wort meiner Meinung nach Evangelium pur. Denn als Gott in Jesus gekommen ist, da kam er nicht zu den Wissenden, sondern zu den Bedürftigen, gerade auch zu denen, die auf ihn nicht mehr hoffen mochten, weil sie seine Nähe nicht spürten.

     Und wie steht es nun um die Demut derer, die ihn durch Jesus neu kennengelernt haben? Wie steht es um meine Demut? Fühle ich mich, was meinen Glauben betrifft, anderen überlegen? Meine ich, dass nur ich richtig glauben würde und die meisten anderen nicht?

     Das wäre fatal. Dann wäre ich überheblich und würde dadurch meinen Glauben entwerten. Also will ich den Glauben anderer gelten lassen, auch wenn mir das schwer fällt. Meine Aufgabe als einer, dem Jesus wichtig ist, sehe ich darin, dass ich mit meinem Glauben anderen diene. Das ist eine Herausforderung, der ich nicht immer gewachsen bin. Aber ich muss mich ihr stellen. Immer wieder. 

Gebet: Lieber Gott und guter Vater, du bist dir in Jesus nicht zu schade, mir zu dienen. Du dienst mir mit dem Kind aus dem Stall und dem Mann am Kreuz. Du dienst mir mit deiner Liebe. Darüber staune ich und freue ich mich. Gib mir die Kraft und den Willen, dass auch ich anderen diene, statt mich selbst behaupten zu wollen. Amen 

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

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