Mittwoch, 31. Mai 2023

In Freude gekleidet hl

Losung: Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet. Psalm 30,12 

LehrtextDer Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. Römer 15,13

Liebe Leserin, lieber Leser,

noch vor gar nicht allzu langer Zeit haben nach einem Todesfall in der Familie vor allem die Frauen auf dem Land schwarze Trauerkleidung getragen. Manche sogar ein ganzes Trauerjahr lang.  Sie ehrten damit den Verstorbenen, wiesen auf ihre eigene Gemütsverfassung hin und achteten die Tradition. 

Zu anderen Zeiten und in anderen Kulturen zerrissen Trauernde die Kleidung oder legten ein einfaches, sackartiges Gewand an.

Doch manchmal steckt man auch jetzt noch aus unterschiedlichen Gründen seelisch im "Sack der Trauer", auch wenn andere äußerlich davon nichts wahrnehmen. Meistens kommt dann der Zeitpunkt, wo diese Trauerphase vorbei ist und ein Mensch sich wieder seines Lebens freuen kann. Wann es soweit ist, ist wohl bei jedem unterschiedlich.

Der Verfasser von Psalm 30 (Losung) hat diese innere Wandlung mit Gott in Verbindung gebracht. Für ihn war er es, der ihn "wieder mit Freude gegürtet" hat. Und warum soll das nur für ihn so gewesen sein? 

Ich möchte nicht vergessen, Gott zu danken, wenn es mir wieder gut geht. Das lässt mich hoffen, dass es auch künftig so sein wird. Sein guter Geist wirkt im Leben eines jeden Menschen. Doch nicht jeder weiß das oder denkt daran. Wie wird es das nächste Mal bei mir sein?

Gebet: Herr, du bist der "Gott der Hoffnung" (Lehrtext). Ich danke dir, dass ich nicht in meinen Enttäuschungen und Traurigkeiten festgesteckt bin. Du hast mich da wieder herausgeholt und mir von neuem Freude am Leben geschenkt. Danke für den Glauben, durch den ich das erkenne. Amen

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt. 


Dienstag, 30. Mai 2023

Wachsendes Staunen hl

Losung: Ist denn die Hand des HERRN zu kurz? 4.Mose 11,23 

Lehrtext: Jesus spricht: Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch einig werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Matthäus 18,19

Liebe Leserin, lieber Leser,

manche sagen, "Natürlich gibt es übernatürliche Wunder. Gottes Hand ist nicht zu kurz (Losung). Er kann alles machen, was er will". Aber stimmt denn zum Beispiel der Lehrtext? So wortwörtlich wie er dasteht sicher nicht. Das sagt dir schon deine eigene Lebenserfahrung. Richtig ist, dass Menschen die sich in ihren Visionen und Zielen einig sind, Unglaubliches erreichen können. Leider gilt das nicht nur im Guten, sondern auch im Bösen. Die Nazis zum Beispiel haben mit einem fanatischen Willen innerhalb von nur zwölf Jahren erreicht und zerstört, was man sich nicht vorstellen konnte. Aber wo der Glaube an Jesus Christus Menschen verbindet und sie zusammenwirken, ist auch sehr viel Gutes geschehen. Die Diakonie oder Caritas ist dafür im Großen und Ganzen ein Beispiel.

Ja, Gott könnte alles machen, was er will (Losung), aber er macht nicht alles, was er könnte. Und was er macht, geschieht im Rahmen seiner Schöpfung, der natürlichen Phänomene und "Gesetze", wie wir sie bisher erforschen und erkennen können. Wir verstehen inzwischen mehr als alle unsere Vorfahren. Doch das meiste verstehen wir nach wie vor nicht. Das berechtigt uns nicht, Gott zum Lückenbüßer für das noch nicht Erklärbare zu machen. 

Im Gegenteil. Mit Hilfe der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse können wir nur staunen, was er fortwährend alles schafft und macht. Und je mehr wir Menschen forschen und erkennen, desto größer wird unser Staunen, desto wunderbarer, verehrungswürdiger und liebenswerter wird Gott. Er bewirkt das Ganze und nicht nur die Teile, die wir zur Zeit noch für unerklärlich halten.

Gebet: Herr, mit meinem kleinen Verstand preise ich dich für deine großen und wunderbaren Taten, für das was ich verstehe und das, was ich mir nicht erklären kann. Du wirkst alles in allem. Auch was schwer und schmerzlich ist, will ich aus deiner Hand nehmen und darauf vertrauen, dass du weißt, was du tust. Du wirst auch aus dem, was mir böse scheint, etwas Gutes machen. Denn ohne, dass ich dir vertraue, hat nichts einen Sinn. Mit dir in mir aber kann ich hoffen und danken. Amen

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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Montag, 29. Mai 2023

meins und deins hl

Losung: Mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth. Haggai 2,8 

LehrtextDie Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Apostelgeschichte 4,32

Liebe Leserin, lieber Leser,

 "Meins", sagt das kleine Kind, wenn ein anderes das Spielzeug haben will. "Meins", so denken wir wohl alle über unseren Besitz. Als Erwachsene können wir davon etwas verleihen oder abgeben, doch es schmerzt uns, wenn andere das nicht zu schätzen wissen. 

"Meins", was heißt das genau?  Im Grunde ist alles, was wir haben, besitzen und sind, geliehen auf eine begrenzte Zeit. Der Schöpfer und Herr über alle Dinge hat es uns geliehen: diese Welt, die Menschen mit denen wir zusammen sind, unser Leben. 

Was also könnte ich ihm geben, was ihm ohnehin nicht gehört? Alles was meine Sinne aufnehmen, was ich höre, schmecke, fühle, sehe, ist seins. Wenn mir das nur immer bewusst wäre! Ich wäre dankbarer und somit zufriedener.

Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen.  / Mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen. / Der Augenblick ist mein, und nehm' ich den in Acht,  /so ist der mein, der Zeit und Ewigkeit gemacht. (Andreas Gryphius)

Tischgebet: Alle gute Gabe, / alles, was ich habe, / kommt, o Gott, von dir. / Dank sei dir dafür. Amen

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
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Sonntag, 28. Mai 2023

Feurige Mauer hl

Losung: Ich selbst will, spricht der HERR, eine feurige Mauer rings um Jerusalem her sein. Sacharja 2,9 

Lehrtext: Als der Pfingsttag gekommen war, erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist. Apostelgeschichte 2,1.3-4

Liebe Leserin, lieber Leser,

hast du schon mal nachts im Freien inmitten von wilden Tieren übernachtet? Ich nicht und ich habe das auch nicht vor. Aber aus den Abenteuer-Romanen meiner Kindheit weiß ich, was man da machen muss. Da musst du in einem großen Kreis um deinen Schlafplatz herum Holz aufschichten und wenn es dunkel wird, anzünden. Dann halten sich die Raubtiere fern. Du liegst innerhalb einer "feurigen Mauer" (Losung) und bist geschützt. Dumm nur, wenn du zu wenig Holz gefunden hast und das Feuer nicht bis zum nächsten Morgen brennt.

Deine feurige Mauer ist Gott (Losung). Was nützt es heute, wenn er das gestern für Jerusalem war? Doch damals wie heute ist er derselbe. Und was er damals gesagt und getan hat, kann er auch heute zu dir sagen und für dich tun. Deine feurige Mauer ist sein Geist, mit dem er dich von allen Seiten unsichtbar umgibt und seine Hand über dir hält (Psalm 139). Sein Geist ist in dir und in mir. 

Das glaube ich, das hoffe ich: wenn mich einmal alle verlassen (müssen) und ich sie, wenn ich einmal alles hergeben muss, meine Kraft, meinen Geist, meine Gesundheit und mein Leben - sein Geist bleibt in mir und mit ihm mein Gott.

Gebet: Herr, du willst mit deinem Geist mein verzagtes, enges Herz füllen und weiten. Hier hast du es.  Gieße deinen Geist aus, dass mein Glaube nicht verdorre, sondern lebendig bleibe und blühe. Amen 

Mach in mir deinem Geiste Raum,  / dass ich dir werd' ein guter Baum /und lass mich Wurzel treiben. / Verleihe, dass zu deinem Ruhm / ich deines Gartens schöne Blum' / und Pflanze möge bleiben. 

(Paul Gerhardt, "Geh' aus mein Herz", 1654)

Herzlich grüßt und frohe, gesegnete Pfingsten wünscht

Ihr / dein Hans Löhr

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Samstag, 27. Mai 2023

Der Geist, den ich brauche hl

Losung: Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er. 5.Mose 32,4 

Lehrtext: Daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat. 1.Johannes 3,24

Liebe Leserin, lieber Leser,

wes Geistes Kind bist du? Welcher Geist erfüllt dich?
Wenn ich mir diese Frage stelle, muss ich ehrlicherweise antworten, dass verschiedene Geister in mir wohnen. Manche sind mir bewusst. Manche nicht. Manchen gebe ich gerne ein Zuhause, anderen nicht und würde sie am liebsten loswerden. Wenn das nur so einfach wäre. Vielleicht ist es so, dass allen Menschen nichts Menschliches fremd ist, sowohl die guten wie die negativen Gefühle und Gedanken, Worte und Verhaltensweisen. Die Frage ist nur, welchen von diesen "Geistern" gebe ich Raum und diene ich? Welche h
alte ich im Zaum und beherrsche sie?

Der Geist Gottes in Jesus ist mir willkommen. Ihm kann ich mich vorbehaltlos öffnen. Selten bestätigt er mich. Oft fordert er mich heraus. Doch genau das brauche ich, diesen Geist, der mich lebendig macht, weltoffen, gottestreu und frei. Der mein innerer Kompass ist und mir den Weg zeigt, der auch durch Leid und Streit führt. Den Weg, der kein bequemer Ausweg ist, sondern auch steil und schwer, der manchmal weg von der Mehrheit in die Einsamkeit führt, weg von Freunden und Angehörigen. Den Weg Jesu.

Ich brauche seinen Geist, der mich tröstet und heilt. Der mich glauben, lieben und hoffen lässt. Den Geist der Versöhnung und des Friedens, den Geist der Klarheit und Wahrheit.

Dieses Geistes Kind möchte ich sein. Machen kann ich das nicht, aber darum bitten.

Gebet: 

O komm, du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer,
rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher Getreuer
den Herrn bekennen kann.

Es gilt ein frei Geständnis
in dieser unsrer Zeit,
ein offenes Bekenntnis
bei allem Widerstreit,
trotz aller Feinde Toben,
trotz allem Heidentum
zu preisen und zu loben
das Evangelium. 
Amen

Philipp Spitta, 1833, EG Nr. 136

Herzlich grüßt 

Ihr / dein Hans Löhr

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Freitag, 26. Mai 2023

Nur Gott wird mir gerecht hl

Losung: Der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er tut. Daniel 9,14 

Lehrtext: Gott zeigt seine Gerechtigkeit jetzt, in dieser Zeit: Er ist gerecht und macht gerecht den, der aus dem Glauben an Jesus lebt. Römer 3,26

Liebe Leserin, lieber Leser,

wer meint, Recht zu haben, bekommt vor Gericht nicht automatisch auch Recht. Menschliche Gerichte urteilen im besten Fall danach, was Menschen für Recht befunden haben und wonach sich alle richten müssen. Dieses Recht kommt sozusagen von außen auf mich zu, und meine Aufgabe ist es, mich ihm entsprechend zu verhalten.

Bei Gott ist es umgekehrt. Er stülpt mir nicht sein Recht über und zwingt es mir nicht auf. Stattdessen wird er mir gerecht, so wie ich bin. Menschliches Recht kann das nicht. Was wissen denn schon die Juristen, die die Gesetze formuliert und die Politiker, die sie verabschiedet haben, von mir und meinen Befindlichkeiten? Deshalb sollen die Richter ja auch ohne Ansehen der Person urteilen, damit gleiches Recht für alle gilt. Immerhin kommen bei den Gerichtsverfahren in einem Rechtsstaat auch die persönlichen Umstände zur Sprache und können manchmal strafmildernd wirken. Das Recht aber wird dadurch nicht außer Kraft gesetzt, sondern im zulässigen Rahmen dem jeweiligen Fall angepasst.

Menschliche Richter versuchen gerecht zu sein, aber sie machen den Angeklagten nicht gerecht. Im besten Fall sprechen sie ihn frei, wenn nicht ausreichend belastendes Material gegen ihn vorliegt. Aber gerecht machen sie ihn damit nicht, schon gar nicht, wenn er verurteilt wird.

Gott ist kein Jurist

Gott ist kein Jurist. Er hat kein Strafgesetzbuch und leitet keine Justizvollzugsanstalten. Wozu auch? Wie gesagt, er tut, was jeder von uns auch bei anderen tun soll. Er wird dir und mir gerecht. Ich kann das bei meinen Mitmenschen nur bedingt, weil ich sie und alle Hintergründe ihres Verhaltens nicht kenne. Und doch kann ich mich bemühen, mal in die Schuhe des anderen zu schlüpfen und versuchen, die Welt oder den Konflikt, den ich mit ihm habe, mit seinen Augen anzusehen..

Vielleicht wird mir dabei klar, dass in den meisten Fällen, eigentlich so gut wie immer, hinter den großen und kleinen Problemen und Konflikten, die Menschen miteinander haben, Ängste stehen, auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Für mich gibt es nur einen Weg aus diesem Dilemma, dass ich meinem Kontrahenten Vertrauen entgegenbringe. Denn Vertrauen heilt die Angst und überwindet die Gewalt.

Das ist es, was Gott tut. Er bringt mir Vertrauen entgegen, damit auch ich ihm vertrauen und er mir gerecht werden kann. Jesus hat das in seinen Geschichten, Gleichnissen und in seinem Verhalten immer wieder gesagt und gezeigt. Nur ein Beispiel: Den betrügerischen Steuereintreiber Zachäus haben seine Mitbürger gehasst. Jesus hat ihn vom Baum seiner Angst heruntergeholt und sich bei ihm eingeladen. So ist er ihm gerecht geworden (Lukas 19,2-9). 

Gebet: Mein Gott, wie soll ich vor dir gerecht sein, wenn du mir nicht gerecht wirst? Du weißt besser als ich, warum ich so bin wie ich bin, warum ich so rede wie ich rede und mich verhalte wie ich mich verhalte. Du kennst meine Probleme, meine Grenzen und Unsicherheit. Du weißt, was ich brauche und kennst meine Sehnsucht. Du bringst mich wieder zurecht, wenn ich mein inneres Gleichgewicht und meine Orientierung verliere. Darum schaue ich auf dich. Amen

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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Donnerstag, 25. Mai 2023

Der ganz andere König hl

Losung: Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. Micha 5,1 

Lehrtext: Groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. 1.Timotheus 3,16

Liebe Leserin, lieber Leser,

was sich Menschen nicht alles gewünscht haben und wünschen! Der Prophet Micha wünschte sich so etwas wie das Paradies auf Erden mit Jerusalem als Hauptstadt. Und er hoffte auf einen Nachkommen von König David als ewigen, allmächtigen König über alle Welt (Losung).

Gekommen ist ein paar hundert Jahre später Jesus. In ihm sahen die ersten Christen jenen König. Doch er war so ganz anders als man ihn sich vorgestellt hatte. Er war besitzlos, gewaltlos, machtlos. Sein Schloss war ein Stall. Seine Wiege ein Futtertrog. Sein Schwert war sein Wort. Sein Gold das Evangelium, die gute Nachricht von Gott. Seine Krone die Dornenkrone. Sein Thron das Kreuz. Wer ihn als seinen Herrn und Heiland bekennt, muss das gegen den Augenschein tun, muss vom "Geheimnis des Glaubens reden" wie der Apostel Paulus im Lehrtext.

Nur leider „bekennt“ das nicht jedermann, wie noch Paulus geschrieben hat. Doch wichtiger als mein Bekenntnis ist, dass er sich zu mir bekennt, meine Freude und mein Leid mit mir teilt, vergibt und heilt, was weh tut. So regiert er, der König der Welt, dich und mich.

Gebet: Herr, in äußeren Dingen folge ich, soweit wie möglich, den Gesetzen meines Landes. Doch wenn es darum geht, wer mich tröstet, mir neuen Lebensmut gibt, mein Gottvertrauen stärkt und mit mir den Weg durchs Leben geht, dann bist und bleibst du mein König und Freund. Amen

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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Mittwoch, 24. Mai 2023

Wegweiser und Lastenträger hl

Losung: Wenn mein Geist in Ängsten ist, so kennst du doch meinen Pfad. Psalm 142,4

Lehrtext: Jesus: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken…“ Matthäus 11,28

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit mir kann nur jemand sprechen, der mir so weit entgegenkommt, dass er auf Ruf- und Hörweite zu mir ist. Ich glaube, dass mir Jesus in der Bibel, in meinen Gebeten in bestimmten Liedern und bei vielen anderen Gelegenheiten entgegenkommt. Er schreit mich nicht an, sondern redet ruhig und freundlich mit mir, sodass ich schon hinhören muss, um zu verstehen, was er sagt. 

Im heutigen Lehrtext macht er dir und mir ein Angebot. Du kannst es ausschlagen. Er drängt sich dir nicht auf. Du kannst heroisch sagen: ‚Ich komme mit meinen Problemen allein zurecht“. Du kannst zu dir sagen: ‚Ihm glaube ich sowieso nicht. Deshalb höre ich nicht weiter zu und komme nicht.‘ Du hast die Wahl. Was willst du? Willst du dem, der dir entgegenkommt, selbst entgegengehen oder ihm ausweichen und ihn links liegen lassen?

Da du diese Losungsauslegung liest, gehe ich davon aus, dass du daran interessiert bist, was Jesus im Lehrtext zu dir sagt. Ich mache im Glauben die Erfahrung, dass das Sprichwort „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ auch für meine Lasten zutrifft: „Geteilte Lasten sind nur noch halb so schwer.“ Ich nehme sein Angebot an.

Gebet: Herr, ich schaue auf den Weg, der vor mir liegt. Angesichts der Probleme, die wir in dieser Zeit und Welt haben, bin ich wenig zuversichtlich. Ja, ich mache mir Sorgen, wie es wohl künftig meinen Kindern und Enkelkindern gehen wird. Ich habe die Zeit nicht in der Hand und kenne den Weg nicht, der vor ihnen und mir liegt. Doch du weißt den Weg für uns alle. Ihn will ich gehen und auf dich vertrauen (Losung).
Ich komme zu dir mit allem, was auf meiner Seele lastet. Du willst mich entlasten und meine Probleme mittragen (Lehrtext). Das von dir zu hören, tut gut. So bin ich damit nicht allein. Amen

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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Dienstag, 23. Mai 2023

anspruchsvoll hl

Losung: So habt nun acht, dass ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken. 5.Mose 5,32

 

Lehrtext: Jesus sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. Matthäus 22,37-39 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn ein Hotelgast viele Sonderwünsche hat, sagt das eine Zimmermädchen zum anderen: "Der ist aber anspruchsvoll!" Und das andere antwortet vielleicht: "Na, der weiß halt, was er will."

Wie ist das mit dir? Bist du anspruchsvoll? Ich meine, dir selbst gegenüber. Oder bist du eher nachlässig in der Art, wie du dich kleidest, was du isst, womit du dich beschäftigst, wie du dich anderen gegenüber verhältst?

Jesus scheint, was seine alltäglichen Bedürfnisse betraf, eher anspruchslos gewesen zu sein, was nicht dasselbe ist wie nachlässig. Doch dir und mir gegenüber ist er anspruchsvoll. Bei allem Verständnis und aller Nachsicht für uns erwartet er schon, dass wir so leben, wie es uns, die wir seinen Namen tragen, zukommt. Wie? Das steht im Lehrtext. Da sagt er, welchen Anspruch er an uns hat. Und was er da sagt, ist im Grunde schon alles, was er will. Doch das ist genug, dass ich ein Leben lang damit zu tun habe und mich darum bemühe. Entscheidend ist, dass ich seinen Anspruch annehme und zu meinem mache, dass ich diesem Selbstanspruch genügen will und es mir wichtig ist, Gott und meinen Nächsten zu lieben.

"Gott lieben" - damit konnte ich früher nichts anfangen. Wie sollte das auch gehen? Ich hätte mich geniert, wenn ich zum Beispiel im Gebet gesagt hätte: "Mein Gott, ich liebe dich." Das ist inzwischen anders. Ich liebe ja nicht einen anonymen Schöpfer, einen Geist, irgendeine höhere Macht. Ich liebe Gott in Jesus Christus. In ihm begegnet er mir, wie er von mir erkannt sein will, als Gott für mich, ohne den nichts ist, was ist. Der mir das Leben schenkt und diese Welt. Der mich erhält, segnet und schützt. Der mich bedingungslos liebt und dich und alle anderen auch, die wir nicht leiden können. Wie sollte ich ihn nicht wieder lieben? 

Gebet:: Herr, ich weiß, was du willst und was ich soll. Doch ich möchte selbst wollen, was ich soll. Es soll mir keine Pflicht, sondern eine Ehre sein, so gut ich kann nach deinem Gebot zu leben. Denn es ist keine Last, sondern der Weg zu Frieden und Glück. Amen

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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Montag, 22. Mai 2023

Sich freuen solange es geht hl

Losung: Ich pries die Freude, dass der Mensch nichts Besseres hat unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein. Das bleibt ihm bei seinem Mühen sein Leben lang, das Gott ihm gibt unter der Sonne. Prediger 8,15 

Lehrtext: Freuet euch in dem Herrn allewege. Philipper 4,4 

Liebe Leserin, lieber Leser,

zu essen und zu trinken haben wir in Deutschland genug, mehr als genug. Aber sind wir in diesem Land auch fröhlich? Nicht lustig, nicht gut drauf, nicht in "Bombenstimmung", wie man wohl jetzt wieder sagen kann. Sind wir von Grund auf, von Grund unseres Herzens auf fröhlich?

Ich kenne junge Leute auch aus der eigenen Familie, die sind nahezu ständig in Partylaune. Aber sind sie auch fröhlich? Vielleicht. Und doch liegt ein Schatten auf ihrer Ausgelassenheit. Sie sind nicht so unbekümmert wie es scheint.

Manchmal sprechen wir über die Probleme unserer Zeit und was man da tun kann. Dann sagen sie: "Am Klimawandel können wir ohnehin nichts mehr ändern. Dafür ist es zu spät. Und darum bringt es auch nichts, sich auf der Straße festzukleben."

Um seiner selbst willen

Und dann verweisen sie beispielsweise auf die Wetterextreme wie in den letzten Tagen in Italien, die immer mehr Menschenleben fordern und verheerende Schäden anrichten. Was soll ich da sagen? Manchmal habe ich nur den einen Satz: ‚Ich bemühe mich, das, was ich für richtig halte, um seiner selbst willen zu tun, unabhängig davon, ob ich damit Erfolg habe.‘ Und dann höre ich als Antwort: ‚Für mich ist es richtig, mein Leben jetzt zu genießen solange es noch möglich ist.‘

Kann ich da die Freude preisen wie im Losungswort? Ja! Trotz alledem. Die "Mühen des Lebens" waren für den Verfasser dieses Wortes vermutlich größer als für uns heute. Und seine Zukunft war in den Zeiten ständiger Kriege und Hungerkatastrophen mindestens ebenso ungewiss. Er freute sich, wenn er schlicht und einfach zu essen und zu trinken hatte und satt werden konnte. Er freute sich seines Lebens, das Gott ihm gab, wie er sagt, und war wohl dankbar für jeden einzelnen Tag ohne Angst  und Not.

Soll ich also den jungen Leuten heute ihre Partylaune verderben? Nein. Dazu habe ich kein Recht. Vielmehr will ich mich bemühen, ein Beispiel zu sein, wie man sich auch in den persönlichen und globalen Herausforderungen freuen und Gott dankbar sein kann.

Gebet: Herr, ich habe Gründe genug, mich heute zu freuen. Sie sollen schwerer wiegen als die Gründe, Trübsal zu blasen, die es auch gibt. Ich will mich so lange meines Lebens freuen, wie es geht. Es werden wohl auch andere Tage kommen. Doch ich werde sie umso besser ertragen, je mehr ich mich zuvor über die vielen kleinen und großen Dinge freuen konnte, die du mir bis heute geschenkt hast. Besonders aber freue ich mich über dich; denn du bist alles was ich bin und habe. Amen

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt. 

Sonntag, 21. Mai 2023

Neues Herz für alte Esel (Predigt) hl

Predigt im Lichtblickgottesdienst am Sonntag Exaudi

Liebe Freunde und Freundinnen des Lichtblickgottesdienstes, 

hier, im hinteren Teil der Aula, wo die meisten von euch sitzen, habe ich früher die vierte Klasse Grundschule unterrichtet. Das scheint mich tief geprägt zu haben, weil ich euch jetzt eine Frage stelle, wie ich sie auch meinen Schülern damals hätte stellen können. Ich bitte euch trotzdem, darauf einzugehen, weil die Antwort für diese Predigt wichtig ist. Nun denn:

Welches sind die Merkmale eines Esels? [HL wartet auf Antworten] Das Merkmal, auf das es mir heute ankommt, ist die Farbe seines Fells. Esel sind für gewöhnlich grau. Jedenfalls kenne ich keine anderen. Pferde können Rappen sein, schwarz wie die Nacht, oder Schimmel, weiß wie eine weiße Weste, die ich leider nicht habe. Esel aber sind weder das eine noch das andere. Sie sind grau.

Streit in der Friedensrunde

Mitte der Neunzigerjahre, während des Bürgerkriegs im ehemaligen Jugoslawien, leitete ich die Münchner Friedensrunde für Kroaten, Serben, Muslime und Deutsche. Es lag mir und anderen Friedensfreunden daran, dass die verfeindeten Volksgruppen wenigstens in Deutschland miteinander ins Gespräch kamen und aufeinander hörten. Die Friedensrunde war gut besucht. Entsprechend ging es oft hoch her. Immer wieder gab es Beschuldigungen, Geschrei und manchmal auch Tränen.

Einmal sagte eine Kroatin: „Wenn wir alle schwarz-weiß denken, hier die Guten, dort die Bösen, hier die Unschuldigen, dort die Schuldigen, dann kommen wir nicht weiter. Wir alle hier sind weder schwarz noch weiß sondern grau wie die Esel.“ Ihr Satz hat die Situation augenblicklich entspannt. Ich habe sie dafür bewundert. Immerhin gehörte auch sie zu den Betroffenen jenes unseligen Bürgerkriegs.

„Wir alle hier sind weder schwarz noch weiß, sondern grau wie die Esel.“ Auch ihr, die ihr hierher zum Lichtblickgottesdienst gekommen seid. Und ich natürlich auch. Vor den Menschen möchten wir gerne weiß sein, gerecht und gut. Aber wir wissen selbst, dass das nicht stimmt. Gott kennt unsere wirkliche Farbe am besten und weiß, dass seine Menschenkinder grau sind und bleiben. Darum sage ich schon mal: Vorsicht vor denen, die sich für die Guten halten! Sie machen damit andere automatisch zu Bösen. Vorsicht vor denen, die sich selbst für gerecht halten! Was sind sie anderes als selbstgerecht?

Wir Menschen neigen nun mal dazu, anderen und auch uns selbst etwas vorzumachen. Wir versuchen, uns von unserer besten Seite zu zeigen und verstecken die weniger guten. Wir waschen gern unsere Hände in Unschuld und geben darum anderen die Schuld für das, was schief läuft. Doch Gott können wir nichts vormachen. Er kennt uns durch und durch, vor allem unsere Schwächen und bösen Gedanken. Doch deshalb müssen wir vor ihm keine Angst haben, denn genau zu Menschen wie wir sind, ist Jesus gekommen, um zu vergeben und zu heilen. Aber zu den anderen, die wir nicht leiden können, ist er auch gekommen. Wir alle gehören nun mal zur Familie der grauen Esel.

Hört dazu nun das heutige Bibelwort für diese Predigt. Es ist die Losung für diesen Sonntag Exaudi und heißt:

Losung: Herr, erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus. Psalm 51,14

In seinem Zusammenhang heißt das heutige Losungswort: »Schaffe in mir Gott ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Verwirf mich nicht vor deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.«

Reines Herz und neuer Geist. Ja, das brauche ich. Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Als Kind habe ich manchmal gebetet: »Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.« Das ist ein, ich sage mal, niedliches Gebet. Als kleines Kind versteht man es sowieso nur bedingt. Als Erwachsener und Vater von vier Kindern weiß ich, dass auch ein Kinderherz nicht „rein“, nicht weiß ist.

Niemand ist rein. Wenn überhaupt, dann bin und bleibe ich ein Sünder, dem durch Gottes Gegenwart in Jesus vergeben ist. Da erlebe ich, dass mein Herz wieder neu wird, auch wenn ich ein alter Esel bin. Aber rein bleibt es nicht. Dazu gibt es zu viele Menschen und Dinge, die in mir negative Gefühle und Gedanken auslösen.

Stopp

Immerhin hilft mir mein Glaube, dass ich mich inzwischen selbst zur Ordnung rufe, wenn ich mich ärgere und von einem anderen Menschen denke „du Depp“ oder „blöde Kuh“. Wie gesagt, ich denke das nur und sage es nicht. Macht das die Sache besser? Vor Gott nicht. Wenn also solche Gedanken in mir aufsteigen, sage ich zu mir: ‚Hans, was soll das? Hör auf damit!‘. Das stoppt die Spirale der negativen Gedanken und ich muss mich nicht vor mir selber schämen.

Aber es hat schon gedauert, bis ich soweit war. Lange war es für mich kein Problem, so über andere zu denken. Geholfen hat mir bei meinem Sinneswandel auch, dass ich mir bei Menschen, die ich nicht leiden kann, sage: ‚Auch er, auch sie ist ein Kind Gottes wie du und wird von ihm genauso geliebt wie du. Also reiß dich zusammen.‘ Das gilt vor allem für bestimmte Politikerinnen und Politiker, denen gegenüber ich besonders allergisch bin. Auch sie sind wie ich Kinder Gottes und graue Esel und Eselinnen – um mich korrekt auszudrücken. Auch sie soll ich lieben, wenngleich ich dann im Stillen sage: ‚Herr, da mutest du mir aber ganz schön was zu‘. Und dann habe ich den Eindruck, dass er zu mir sagt: ‚Und du bist manchmal auch eine ganz schöne Zumutung für mich. Aber gerade deshalb liebe ich dich.‘

Immer wieder brauche ich seinen Geist, damit auch meiner wieder neu werden kann. Meiner ist leider unbeständig und schimmelt schnell wie ein Glas Marmelade, das zu lang im Kühlschrank steht. Und mir nichts dir nichts bin ich wieder im alten Fahrwasser und falle zurück in schlechte Angewohnheiten, in Vorurteile und Vorwürfe, in Abneigungen und negative Gedanken. Und doch verwirft mich Gott nicht vor seinem Angesicht, entzieht mir nicht den Schutz und die Hilfe seines heiligen Geistes, sondern gibt mir eine neue Chance, einen neuen Geist, wie es in Psalm 51 heißt. Das, liebe Freunde und Freundinnen, glaube ich. Und das hilft mir.

Ich hab mir bisher nur wenige Gedanken gemacht, warum wir in die Weihnachtskrippe einen Esel stellen, warum das kleine Jesuskind mit seinen Eltern auf einem Esel nach Ägypten geflohen ist, wie man auf vielen Bildern sehen kann. Warum Jesus auf einem Esel in Jerusalem eingeritten ist und nicht hoch zu Ross. Dafür mag es verschiedene Gründe geben. Aber jetzt ist mir vor allem einer wichtig. Jesus ist ein besonderer Freund dieser grauen Geschöpfe. Sie passen so gut zu uns Menschen. Sie erinnern ihn daran, mit wem er es zu tun hat, wenn er zu dir und zu mir kommt. Wir sind nicht seine Reittiere, aber seine grauen Freunde.

Wo er im Glauben und im Leben eines Menschen eine Rolle spielt, da verändert sich auch unser heutiges Psalmwort. Da wird aus einem Bittgebet ein Vertrauensgebet, ein solches, wie es der Psalm 23 ist. In ihm bittet der Mensch Gott nicht mehr um dieses und jenes, da sagt er nicht „lieber Gott, sei bitte mein Hirte“, sondern bekennt „der Herr ist mein Hirte“. Und genauso kannst du es mit unserem heutigen Predigtwort machen und bekennen:

»Gott, der Herr, schafft in mir ein reines Herz und gibt mir einen neuen, beständigen Geist. Er verwirft mich nicht vor seinem Angesicht und nimmt seinen Heiligen Geist nicht von mir. Er erfreut mich wieder mit seiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüstet er mich aus.« Das ist so. Darauf verlasse ich mich.

Einen solchen Glauben nennt man Gottvertrauen. Und davon, liebe Freundinnen und Freunde, kann man nicht genug haben, schon gar nicht in unserer Zeit. Amen

Herzlich grüßt und einen gesegneten Sonntag wünscht

Ihr / dein Hans Löhr

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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt. 

 

Samstag, 20. Mai 2023

Von den Ersten und den Letzten hl

Losung: Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten. Jesaja 65,1 

Lehrtext: Viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein. Matthäus 19,30

Liebe Leserin, lieber Leser,

in unserer Welt und Zeit wollen viele bei den Ersten sein, so weit oben wie möglich, wollen mithalten können und zeigen, was sie leisten und verdienen. Wollen Karriere machen, um angesehen zu sein. Das ist ein tiefsitzender Wunsch, auch in der Kirche. Man freut sich, wenn man es zu was gebracht hat. Man freut sich, wenn es die Kinder zu was gebracht haben. Und warum auch nicht. Für mich sind das normale menschliche Verhaltensweisen überall auf der Welt.

Gegen den Strich gebürstet

Doch wieder einmal stellt Jesus unsere Verhältnisse auf den Kopf und bürstet unsere Vorstellungen gegen den Strich. Er sagt sinngemäß: „Bei Gott zählen eure Maßstäbe nicht.“ Er befördert niemand, verteilt keine Orden, gewährt keine Gratifikationen, übergibt keine Medaillen, Urkunden und Pokale, verleiht niemand "Macht von Gottes Gnaden": keinem Kaiser, keinem Papst, keinem Kanzler, keiner Präsidentin, keinem Führer.

Schade eigentlich. Wäre doch schön, wenn uns von Gott Gesalbte regierten. Wir könnten sie verehren, ihnen huldigen und dienen. So aber ist nur einer der von ihm Gesalbte, der Christus, wie es auf Griechisch heißt; der von ganz unten; der König aus dem Stall; das Kind auf der Flucht nach Ägypten; der Sohn Gottes am Kreuz. Er ist der Allerletzte - und hat das letzte Wort.

Ihn ehre ich und sonst keinen. Er ist die Kritik der Ersten und die Hoffnung der Letzten. Er ist »das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende« (Offenbarung 22,13). Er ist der Erstgeborene vor aller Schöpfung (Kolosser 1,15b) und der Letzte, der sich über dem Straub erhebt (Hiob 19,25). Er ist Gottes Herz und Mund,
meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht.
Christus, meine Zuversicht,
auf dich vertrau ich und fürcht' mich nicht. Amen

Von ihm glaube ich sagen zu können, dass er sich im Chaos dieser Menschenwelt und im Auf und Ab meines Lebens immer wieder von mir hat finden lassen, obwohl ich ihn nicht gesucht habe (Losung). Warum er das tut? Ich weiß es nicht. Den Grund kenne ich nicht. An mir liegt es nicht. Doch, wie oben gesagt, er hat seine eigenen Maßstäbe und Gründe. Gott sei Dank!

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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Freitag, 19. Mai 2023

So hilft Gott nicht hl

Losung: Die Gemeinde werde inne, dass der HERR nicht durch Schwert oder Spieß hilft. 1.Samuel 17,47 

Lehrtext: Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Hause! Lukas 10,5 

Liebe Leserin, lieber Leser,

ist doch erstaunlich , wie oft in der Bibel vom Frieden die Rede ist, nicht nur vom inneren Frieden, sondern auch vom Frieden zwischen den Völkern. Vielleicht gehörst auch du zu denen, die davon nichts mehr lesen möchten, weil sie dazu eine andere Meinung haben als ich. Doch dieses Blog heißt nun mal „Nachdenken über die Bibel“, und deshalb werde und will ich über das schreiben, was mir die Bibelworte sagen.

So heißt es heute in der Losung, die wir uns nicht aussuchen, sondern die uns vorgegeben ist: ‚Gott hilft nicht durch Panzer, Kampfflugzeuge und Raketen‘, weder den Mächtigen in Russland noch denen in der Ukraine. Er hilft nicht Regierenden, an der Macht zu bleiben, sondern steht auf Seiten der Opfer gegen die, die sich mit allen Mitteln an ihre Macht klammern. Doch ihnen sollen die Menschen in Russland und in der Ukraine nicht geopfert werden. So verstehe ich die Friedensbotschaft der Bibel. Oder hat sie mit unserem Leben heute nichts zu tun? Ist sie nur für religiöse Themen zuständig und nicht für das ganze Leben von uns Menschen? Was meinst du?

Die Spirale der Gewalt

Natürlich weiß ich, dass ich mit meinem Verständnis zu einer kleinen Minderheit in Kirche und Gesellschaft gehöre. Ich bin Pazifist aus Glaubensgründen und nicht aus politischem Kalkül. Umso wichtiger scheint es mir, nicht zu schweigen. Denn je höher die Spirale der Gewalt und Gegengewalt geschraubt wird, desto tiefer werden wir fallen, alle miteinander. 

„Es wird schon nicht zu einem Atomschlag kommen“, sagen die Befürworter von immer mehr Waffenlieferungen. Was macht sie da so sicher? Und wenn schließlich doch alles außer Kontrolle gerät, was dann? Dann ist das nicht nur ein beliebiger, politischer Irrtum, sondern eine fatale, tödliche Fehleinschätzung für so viele auch bei uns. 

Hoffentlich geht der Krieg ohne den Einsatz von Massenvernichtungswaffen zu Ende. Aber die Gräben, die er aufgerissen hat, sind tief, sehr tief. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sie in den nächsten Jahrzehnten überbrückt werden sollen. Vermutlich müssen noch unsere Kinder und Enkel mit den Folgen leben.

Beim Propheten Sacharja im Kapitel 4 Vers 6 heißt es: »Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR«, und die Losung heute sagt: »Gott hilft nicht durch Schwert oder Spieß«. Und Jesus: »Alle, die zu militärischer Gewalt (Schwert) greifen, werden durch Gewalt umkommen (Matthäus 26,52). Deutlicher geht es nicht.

Gebet: Herr, wirst du uns vor uns selbst retten, vor unseren Ängsten und unserer Empörung, vor unseren Vergeltungsfantasien und unserem Hass? Wirst du uns retten aus dem Wahn, dass wir die Guten sind und die anderen die Bösen? Wirst du uns zur Besinnung bringen, dass wir unsere Hände nicht in Unschuld und Selbstgerechtigkeit waschen? Jesus hat uns mit dir versöhnt. Werden wir uns mit unseren Feinden versöhnen? Herr, ich hoffe auf dich. Amen

Ich grüße dich mit dem Gruß aus dem Lehrtext: "Friede sei deinem Haus", Friede deinem Herzen!

Herzlich grüßt

Ihr / dein Hans Löhr

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