Sonntag, 22. April 2018

Wessen Meinung mir wichtig ist hl

​​Losung: Auf dich, HERR, mein Gott, traue ich! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich. Psalm 7,2 

LehrtextJesus betet: Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Johannes 17,15 

Liebe Leserin, lieber Leser,
es ist nur gut, dass ich nicht weiß, was andere alles über mich sagen oder schon gesagt haben. So dick ist mein Fell auch wieder nicht, dass negatives Gerede über mich einfach so abtropfen würde. Auch wenn gilt, dass der, der austeilt, auch einstecken muss, so trifft mich doch manche Kritik besonders, wenn sie in meinen Augen ungerechtfertigt ist. So ging es schon den Menschen der Bibel. So ging es David im Psalm 7, aus dem das heutige Losungswort kommt. Und auch Jesus nimmt in seinem Gebet seine Freunde in Schutz und bittet Gott, dass er sie vor Nachstellungen und Schlimmerem bewahren möge.
     Aber so ist nun mal die Realität, dass über jeden geredet wird und meistens nicht gerade Freundliches. Und wenn man nichts findet, dann heißt es: ‚Der tut immer so scheinheilig. Aber der hat bestimmt auch Dreck am Stecken.‘ Weil das schon seit biblischen Zeiten so ist, deshalb gibt es ja auch das 8. Gebot: „Du sollst nichts Falsches behaupten von deinem Nächsten.“
     Würde ich nicht glauben, müsste ich mich ganz und gar von der Meinung und vom Urteil anderer Menschen abhängig machen. So aber kenne ich einen, dessen Urteil und Meinung mir wichtiger ist als aller anderen zusammen. Und der verdammt mich nicht. Der tuschelt auch nicht hinter meinem Rücken. Der lästert nicht. Der tut, was Martin Luther in seiner Auslegung zum achten Gebot schreibt: »Wir sollen unseren Nächsten entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren.« Ja, das tut Jesus für dich und für mich. Er tut das vor Gott. Und er tut das vor den Menschen. Er tut das aber auch für den, den ich nicht mag. Und ich soll ihm, meinem Herrn, darin folgen. 
Gebet: Herr, wenn ich mir dich zu Herzen nehme, muss ich mir das Gerede anderer nicht so zu Herzen nehmen. Wenn es zwischen uns beiden stimmt, dann kann ich auch Unstimmigkeiten mit anderen besser ertragen. Vergib mir mein leichtfertiges Urteilen, meine abfälligen Worte und Gedanken, meine ungerechtfertigte Kritik. Gib mir mehr Verständnis für meine Mitmenschen, die doch im Grunde mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben wie ich. Aber schütze mich auch vor denen, die mir Böses wollen. Amen   

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Samstag, 21. April 2018

Kämpfen und beten hl

Losung: Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich! Psalm 116,3.4 

LehrtextDie Jünger weckten Jesus auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille. Markus 4,38-39 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie geht es dir gerade? Ist alles gut? Oder bist du etwas traurig? Bist du gut gelaunt? Oder bist du mürrisch und ärgerst dich? Fürchtest du dich vor etwas? Oder freust du dich auf etwas? ... Jeder, der das jetzt liest, ist in einer anderen Verfassung. Wenn es dir gerade gut geht, gibt es keinen Grund, dass sich jetzt etwas ändert. Dann kannst du so bleiben, wie du gerade bist. Aber auch das ändert sich ja wieder. Und dann? Wie kommst du dann aus deinem Befinden wieder heraus, wenn es nicht gut ist, wenn es sogar so katastrophal ist, wie bei dem Mann, von dem das Losungswort stammt oder wie bei den Jüngern im Lehrtext, die Angst haben, in Sturm und Wellen unterzugehen?
     Niemand, dem es schlecht geht, hat einen inneren Schalter, den er nur umlegen muss, damit es ihm sofort wieder gut geht. Was aber hilft wirklich, aus einer schwierigen, vielleicht sogar bedrohlichen Situation wieder herauszukommen?
     Ich meine, dass die beiden Bibelworte heute darauf eine Antwort sein können. In beiden Fällen geschieht etwas, das die Voraussetzung dafür ist, damit sich die Situation wieder ändert. In beiden Fällen bleiben der Mann aus dem Psalm und die Jünger nicht resigniert in ihrem Elend stecken. Sie geben sich nicht auf, auch wenn es ihnen noch so schlecht geht. Sie sind bereit, etwas zu tun. Sie verlassen sozusagen ihr Befinden, ihr Leiden, treten aus sich heraus und gehen an einen anderen Ort. Sie tun das so, dass sie sich von sich selbst abwenden und Gott zuwenden, sich selbst verlassen und auf Gott verlassen. Alles um sie herum bleibt wie es ist. Und auch ihre Lage ändert sich nicht schlagartig. Und doch wird etwas anders.
     Jetzt sind sie an einem anderen Ort. Jetzt sind sie durch die Tür des Gebets zu Gott gegangen und befinden sich bei ihm. Da können sie ihm ihre ganze Last, ihr ganzes Leid sagen und klagen. Da können sie ihn um Hilfe bitten. Wenn sie das tun, hat sich ihre Situation bereits geändert. Sie haben wieder etwas, woran sie sich mit ihrer Hoffnung klammern können. Sie haben Gott in Jesus Christus. Sie sind nicht mehr mit sich und ihren Problemen allein. Sie sind nicht mehr bei sich allein, sondern haben sich auf Gott hin verlassen. 
     Ich weiß auch nicht, wie lange es dauert, bis sich eine katastrophale Lage wieder ändert. Ich weiß nur, dass auch sie nicht so bleiben wird wie sie im Augenblick ist. Und ich vertraue darauf, dass Gott längst am Werk ist, auch wenn ich momentan noch nichts davon spüre.
     Und noch etwas sagt mir der heutige Lehrtext: Auf manchen Bildern, die zeigen, wie Jesus den Sturm stillt, sieht man die Jünger, wie sie sich mit erhobenen Händen flehentlich an Jesus wenden. Doch ich glaube nicht, dass es so war. Stattdessen haben die Jünger nach wie vor die Hand am Ruder, holen die Segel ein und schöpfen das ins Boot eingedrungene Wasser aus. Und währenddessen wenden sie sich an Jesus und bitten, dass er ihnen gleichzeitig helfe. Kämpfen und beten, das ist die Devise für jeden, der in Schwierigkeiten steckt und sich an Gott wendet. So kommt man aus einer prekären Lage auch wieder heraus.

Gebet: Herr, kein Gebet ist umsonst. Das glaube ich, auch wenn du es manchmal anders erhörst, als ich es mir gewünscht habe. Doch du lässt niemand, der sich an dich wendet, im Stich. Ich will das, was in meiner Kraft steht, tun, damit sich meine Lage ändert. Und du unterstützt mich dabei mit deiner Kraft. Darauf verlasse ich mich. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Freitag, 20. April 2018

„Wo die Liebe wohnt, da wohnt Gott “ hl

​​Losung: Salomo sprach: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? 1.Könige 8,27 

LehrtextNiemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. 1.Johannes 4,12 

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennst du dich mit dem Himmel aus? Ich meine nicht den Märchenhimmel, wo Gott mit wallendem, weißen Bart auf einer Wolke sitzt, sondern den Himmel der Sterne und Planeten, der Quasare und Pulsare, der Galaxien und Galaxiengruppen. Angesichts der ungeheuren Dimensionen, kenne ich mich nur ein kleines bisschen aus. Aber ich finde, jeder sollte sich klargemacht haben, mit welchen Dimensionen man es da  zu tun hat. Vergleichen wir die Größe von Erde und Sonne, so ist die Erde klein wie ein Stecknadelkopf aus Plastik und die Sonne groß wie eine Orange. Und nun gibt es andere Sonnen, auch Sterne genannt, im Verhältnis zu denen unsere Sonne so klein ist wie ein solcher Stecknadelkopf gegenüber einer Orange. In unserer Heimatgalaxis, der Milchstraße, gibt es mehr als zweihunderttausendtausendmillionen (200 000 000 000 Sonnen (Sterne) mit ihren Planeten. Und im Universum gibt es grob geschätzt so viele wie Sandkörner auf unserer Erde. Kannst du dir vorstellen, wie viele Sandkörner es auf der Erde gibt?
     Und jetzt lies bitte noch einmal die Losung: Der Himmel und aller Himmel Himmel können Gott nicht fassen. Angesichts dessen versagen unsere menschlichen Begriffe. Was bedeutet das schon, wenn wir sagen: Gott ist groß? Dann müsste man ja auch sagen können: Gott ist größer als die Sonne. Aber er lässt sich nicht mit irgendetwas vergleichen, das existiert. Gott ist in jeder Hinsicht unvergleichlich. Und so hat es höchstens einen symbolischen Sinn, von Gottes „Größe“ zu reden. Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde, ist nicht „groß“, sondern er ist alles in allem (vergleiche 1. Kor. 15,28)
     Nein, niemand hat Gott jemals gesehen (Lehrtext). Wie auch. Ein solcher, besser: unser Gott ist nicht zu begreifen und zu erfassen. Er ist und bleibt in jeder Hinsicht für Menschen unzugänglich. Doch wir sind es nicht für ihn. Sein Zugang zu uns Menschen ist Jesus, sind Krippe und Kreuz. In ihm zeigt er sich uns, soweit das in unseren Grenzen möglich ist. In ihm begegnet uns seine Liebe. Im ersten Brief des Johannes, im Lehrtext, heißt es dazu unmissverständlich: Gott kommt und bleibt bei mir und in mir, indem ich meine Mitmenschen liebe. Indem ich zu ihnen freundlich bin und klar, wahrhaftig und hilfsbereit, entgegenkommend und verständnisvoll. Indem ich so zu ihnen bin wie ich möchte, dass sie zu mir sind. Klick: Ubi caritas et amor, ubi caritas deus ibi est - Wo die Liebe, wo die Güte wohnt, da wohnt auch Gott. Da wohnt der Schöpfer von Himmel und Erde in dir mit seiner Kraft und Herrlichkeit.

Gebet: Herr, wenn ich deine Schöpfung betrachte, das Land und das Meer und alles, was darinnen ist, wenn ich in den Nachthimmel schaue und doch nur einen winzigen Teil deiner Sterne sehe und mir klar mache, was da noch alles ist, dann füllt sich mein Herz mit Ehrfurcht und ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus, dann möchte ich auf die Knie sinken und dich loben und preisen. Du aber willst, dass ich dich vor allem damit preise, wie ich zu meinen Mitmenschen bin. Das ist es, was bei dir zählt wie auch für mich letztlich nur „zählt", dass du mich liebst. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Donnerstag, 19. April 2018

Wer Gott gehört hl

Losung: Der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird beschirmen und erretten, schonen und befreien. Jesaja 31,5 

LehrtextDer feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen. 2.Timotheus 2,19 

Liebe Leserin, lieber Leser,

jetzt breiten sie wieder ihre Flügel aus die Vögel in unserem Garten in ihren Nistkästen und Nestern, um ihre frisch geschlüpften Jungen zu wärmen und zu beschützen. Seit jeher denken Menschen bei diesem Bild an Gott und was er für sie bedeutet. Man hatte früher keine Krankenversicherung, keine Unfallversicherung, keine Rentenversicherung, keine Lebensversicherung … Man war ganz und gar auf Gottes Hilfe und die Hilfsbereitschaft seiner Nächsten angewiesen. Doch genau besehen, ist das noch heute so. Die vielen Versicherungen schützten ja nicht vor etwas, sondern wenden nur nachträglich finanziellen Schaden ab, wenn ein Mensch vom Unglück getroffen worden ist. Von Gott aber sagten die Menschen der Bibel und sagen viele Gläubige bis heute, dass er beschirme und errette, schone und befreie (Losung) oder, wie es im Psalm 91,4a heißt: »Wie ein Vogel seine Flügel über die Jungen ausbreitet, so wird er auch dich stets behüten und dir nahe sein.«
     Ich meine, das kann nur jemand sagen und nur jemand glauben, der selbst solche Erfahrungen gemacht hat, wenn er auf sein Leben zurückblickt. Der davon ausgeht, dass Gott auch in Zukunft behüten und beschützen wird. Bist du ein solcher Mensch? Kannst auch du das sagen, wenn du auf dein Leben zurückblickst?
     Zum Lehrtext ist mir der Vers eines alten Liedes eingefallen. Da heißt es:
Es kennt der Herr die Seinen und hat sie stets gekannt,
die Großen und die Kleinen in jedem Volk und Land.
Er lässt sie nicht verderben, er führt sie aus und ein;
im Leben und im Sterben sind sie und bleiben sein.
     Diesen Vers hat Philipp Spitta im Jahre 1843 gedichtet. Er steht in unserem evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 358. Aber wer sind „die Seinen“? Zunächst einmal sind es wohl die, die auf Gott vertrauen. Sie kennen Gott, wie er sich in Jesus gezeigt hat, und sie glauben, dass sie ihm gehören. Ich rechne mich auch dazu. Ich sage immer wieder mal in meinen Gebeten: „Herr, ich gehöre dir.“ Ich glaube aber auch, dass alle Menschen, ja mehr noch, alle Geschöpfe Gott gehören. Nur wissen das die meisten nicht oder können es nicht glauben. Sie können auch nicht darauf vertrauen, dass Gott sie kennt, dass sie ihm gehören, und dass sie unter seinen Flügeln behütet und geborgen sind. Aber du und ich, wir könnten das.

Gebet: Herr, stärke mir den Glauben, dass ich dir gehöre und unter deinen Flügeln behütet und geborgen bin. Und schenke diesen Glauben auch anderen Menschen. Dann müssen wir uns nicht mehr gegeneinander behaupten, voreinander schützen, ängstigen und verstecken. Dann erkennen wir uns als deine Kinder, für die du alles getan hast ; als solche die auf Kosten anderer nichts mehr werden müssen, weil wir bei dir schon alles sind. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Mittwoch, 18. April 2018

Kinder! Kinder! hl

Losung: Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN. Psalm 127,3 

LehrtextDa wurden Kinder zu Jesus gebracht, dass er die Hände auf sie legte und betete. Matthäus 19,13 

Liebe Leserin, lieber Leser,

was für ein Drama, wenn ein Paar keine Kinder bekommen kann! Und was für eine Freude, wenn es dann doch noch klappt. Heute ist der medizinische Fortschritt so weit, dass auch solche Paare Kinder bekommen können, für die das früher unmöglich war. Da gibt es auch umstrittene Methoden. Erst vor wenigen Tagen habe ich in der Zeitung gelesen, dass eingefrorene, befruchtete Eizellen nach dem Unfalltod von Mann und Frau auf Wunsch der Großeltern einer Leihmutter eingepflanzt wurden, die dann das Kind ausgetragen hat. Mich befremdet das. Andererseits, wenn das Kind erst mal heranwächst und auf der Welt ist, wer will ihm dann noch sein Lebensrecht absprechen, seine Würde? Und ist ein solches Kind nicht genauso eine „Gabe des Herrn“, ein Kind Gottes, wie du und ich oder wie ein behindertes Kind? Jesus will, davon bin ich überzeugt, dass wir sie ausnahmslos alle zu ihm bringen, damit sie seine Liebe spüren und er sie segnet. (Lehrtext)
     Manchmal muss man sich eben von seinen Vorstellungen verabschieden, wie etwas sein soll und was normal ist. Gott wirkt alles in allem. Ihm dient auch der medizinische Fortschritt. Er hat auch für behinderte Kinder und ihre Eltern seinen Plan. Ich verstehe zwar Vieles nicht. Aber muss ich das? Ich muss nicht alles akzeptieren, also mir zu eigen machen. Aber ich soll auch das respektieren, also gelten lassen, was nicht unbedingt meinen Maßstäben entspricht. Und darum gilt für jedes Kind, welches das Licht der Welt erblickt, was ich bei den Taufen sage. Da lasse ich mir das Kind von den Eltern geben, nehme es auf den Arm, stelle mich vor die Taufgemeinde und ermuntere sie, gemeinsam mit mir den Satz zu sagen: „[Thomas], willkommen im Leben! Willkommen bei uns!“ 
     
Gebet: Herr, du bist selbst ein schutzloses Kind gewesen. In erbärmlichen Verhältnissen bist du auf die Welt gekommen und musstest schon in deinen ersten Lebenstagen auf die Flucht. Du bist es, der mich aus den Augen der Kinder ansieht, damit ich dich in ihnen liebe und sie in dir. Ich danke dir von Herzen für meine Kinder und Enkelkinder. Sie sind ein großes Geschenk. Behüte sie auf ihrem Lebensweg so wie du auch die anderen Kinder behüten mögest. Amen 

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Dienstag, 17. April 2018

Wer kein Haus hat, dem gib eins hl

Losung: Die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Jesaja 58,7 

LehrtextLasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. 1.Johannes 4,19 

Liebe Leserin, lieber Leser,

ist das heutzutage noch nötig, dass man Menschen ohne Bleibe bei sich aufnimmt? Es kommt wohl darauf an, wie nah man die Not anderer an sich heran lässt und wie genau man hinschaut. Da kommt eine Familie mit ihrem von Kugeln durchsiebten Auto aus einem Bürgerkriegsland mitten in eine deutsche Stadt: Wegschauen oder hinschauen? Weggehen oder anpacken? Da steht plötzlich ein französischer Deserteur, der nicht in den Irakkrieg will, vor der Haustür: Wegschauen oder hinschauen? Weggehen oder anpacken? Da strandet eine Familie mitten in der Nacht am Bahnhof, weil die Eisenbahner in ihrem Zielland streiken. Wegschauen oder hinschauen? Weggehen oder anpacken? ... Es gibt Zumutungen, zu denen fordert dich die Bibel heraus (Losung). Es gibt Entscheidungen, die nimmt dir niemand ab. 
     Aber es gibt auch Obdachlose im übertragenen Sinn, solche, die verzweifelt sind und die du ins Haus deines Trostes führen kannst. Solche die krank sind, denen du mit deinem Besuch ein Haus der Freude baust. Solche die einsam sind, die sich im Haus deiner Aufmerksamkeit nicht mehr allein fühlen ...
     Und warum solltest du das tun? Warum sollte ich das tun? Darauf gibt der Lehrtext die Antwort.

Gebet: Herr, meine Seele ist in dieser Welt obdachlos. Aber du baust ihr mit dem Glauben ein Haus. Wenn ich mit mir selbst nicht zurechtkomme, schenkst du mir das Haus des Gebets. Wenn ich im Regen stehe, bist du mein Dach. Und wenn mein Herz hungert, stärkst es mit deiner Liebe. Danke!

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Montag, 16. April 2018

Ein prägendes Bild hl

Losung: Eines jeden Wege liegen offen vor dem HERRN. Sprüche 5,21 

Lehrtetxt: Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich. 
Johannes 10,14 

Liebe Leserin, 
lieber Leser, 

Jesus der gute Hirte – dieses Bild hat sich mir eingeprägt und beeinflusst meinen Glauben bis heute. Ich erinnere mich noch an die Schlafstube meiner Großeltern, wo dieses damals weithin beliebte Bild hing.

     Heute weiß ich, dass solche Bilder keine große Kunst sind. Manche sagen dazu „Kitsch“. Das mag ja so sein. Doch ich sage das nicht, weil ich in diesem Bild den Glauben meiner Großeltern ehre, die einfache Bauern waren, und weil ich mich als Kind in dem Lamm  gesehen habe, das Jesus auf dem Schoß hat. Das hat mir ein Gefühl von Geborgenheit gegeben, welches mich bis heute nicht verlassen hat.

     Ja, ich glaube, dass stimmt, was der Lehrtext sagt: Jesus kennt mich und ich kenne ihn aus den Geschichten der Bibel, aus dem was er gesagt und getan hat. Ich habe eine emotionale Beziehung zu ihm, die sich im Laufe meines Lebens noch verstärkt hat. Mich berührt seine Liebe zu den kleinen Leuten, wie meine Großeltern. Und mich berührt ihre Liebe zu ihm. Mich berührt seine Liebe zu den zu seiner Zeit Verachteten und Ausgestoßenen,  zur Ehebrecherin (Johannes 8, 1-11), zur Prostituierten (Lukas 7,36-50), zu den Aussätzigen (Matthäus 8,1-3), zu dem von allen gemiedenen Betrüger Zachäus (Lukas 19,1-10), zu dem Versager Petrus (Johannes 21,15), zu dem Terroristen, der mit ihm gekreuzigt wurde (Lukas 23,43), zu seinen Feinden (Lukas 23,34) und zu vielen anderen mehr. Mich berührt seine Liebe zu den Kindern (Markus 10,13-16). Ich verstehe seinen Zorn auf die damaligen Kirchenführer und auf die selbstgerechte, „bessere“ Gesellschaft (Pharisäer und Sadduzäer). Aber am wichtigsten ist mir, dass er auch mein guter Hirte ist, dem ich mich ganz und gar anvertrauen, mit dem ich über die sonnigen Höhen und durch die dunklen Täler meines Lebens gehen kann. Ich kenne sonst niemanden, der bereit wäre, sein Leben für mich zu geben.

     Und ja, ich glaube, dass stimmt, was die heutige Losung sagt: Alle meine Wege, alles was ich sage und tue, fühle und denke, liegt offen vor ihm. Sollte mir das Angst machen? Nein. Aber manchmal schäme ich mich, weil ich gern anders wäre, so, wie ein Kind Gottes und ein Lamm des guten Hirten sein sollte: besonnener, liebevoller, aufrichtiger, zuversichtlicher und verständnisvoller. Aber weil ich nicht perfekt bin, genau aus diesem Grund bin ich ja ein Kind Gottes und ein Lamm des guten Hirten. Denn sonst bräuchte ich weder den einen noch den anderen. Und so kann ich mit den Worten Davids aus dem Psalm 139, Verse 23 und 24 beten:

Gebet: Erforsche mich, Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle! Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, und wenn ja: Hol mich zurück auf den Weg, den du gewiesen hast! Amen 

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Sonntag, 15. April 2018

Platz da! (Predigt) hl

Lichtblickgottesdienst am 15.4.2018

Liebe Freunde,

was beschäftigt dich zur Zeit? Worum kreisen in diesen Tagen deine Gedanken Ist es deine Arbeit? Sind es deine Kinder oder Enkel? Deine Partnerschaft, deine Gesundheit, deine finanzielle Situation? Welche Gedanken füllen deinen Kopf? Welche Gefühle dein Herz?
Vielleicht ist es Zeit für einen Frühjahrsputz, damit du wieder einen klaren Kopf bekommst und ein reines Herz. Erst gestern habe ich unsere Rasenmäherkammer mit allen Gartengeräten aufgeräumt und gekehrt, danach unsere Garage und schließlich noch die Müllkammer, in die ich mangels Platz auch noch mein Motorrad hineinquetschen muss. Jedenfalls war diese Aktion bitter nötig. Jetzt habe ich wieder ein gutes Gefühl, wenn ich diese Räume betrete.
Aber wie ist es mit Kopf und Herz? Kann man, soll man da auch aufräumen?
Kein Geringerer als König David hat das getan und Gott im Psalm 51 gebeten: »Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.« Er kannte seine Belastungen und Sorgen und spürte, dass es ihm damit nicht gut ging. Er wusste aber auch, dass er sich allein nicht aus seinem Sumpf würde ziehen können. Darum bat er Gott um einen klaren Kopf und ein reines Herz.
Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber mir tut das auch gut. Ich will nicht ständig mit negativen Gedanken und Gefühlen leben. Die machen mich nur fertig. Ich will davon wieder frei werden und aufatmen können, will unbeschwerter und fröhlicher sein. Darum nehme ich mir David zum Vorbild und räume mit Gottes Hilfe in mir auf.
Wie sowas gehen kann, zeige ich euch jetzt mit diesem Gefäß (Vase aus Glas). Zunächst schütte ich es voll Sand. Dieser Sand sind meine negativen Gefühle und Gedanken, meine Sorgen und inneren Verletzungen, meine Ängste und meine Schuld, meine Bitterkeit und mein Selbstmitleid. Wenn Kopf und Herz davon voll sind, passt kaum noch etwas anderes hinein. Stell dir vor, ein Engel kommt von Gott, um dir von ihm Geschenke zu bringen. Neuen Lebensmut zum Beispiel und Freude, eine neue Perspektive und Zufriedenheit. Doch der Engel kann dir diese Geschenke nicht überreichen, weil du für sie keinen Platz mehr hast, weil dich die anderen, die negativen Dinge bereits ausfüllen. Nun hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du weist den Engel mit großem Bedauern ab und schickst ihn mit seinen Geschenken zurück. Oder du gibst all das Zeug aus, das dich beschwert und belastet und dir nicht gut tut. [Der Sand wird aus dem Glasgefäß gekippt]
In Wahrheit geht es nicht so einfach wie ich es jetzt vorgeführt habe. Aber ich bin überzeugt, dass es geht. Schließlich heißt es in der Bibel: »Alle eure Sorgen werft auf Gott, denn er sorgt für euch«. Und Jesus sagt zu dir und zu mir: »Komm zu mir, der du beschwert und belastet bist, ich nehme dir deine Last ab und mache es dir leicht«. Das sind klare Angebote. Aber will ich sie auch annehmen? Bin ich wirklich bereit, meine Sorgen und Lasten abzugeben und traue ich Gott zu, dass er sie mir nimmt?
Nun gut, wir beide, du und ich, wir schütten also unser Herz vor ihm aus, kippen all das Negative aus wie den Sand. Und jetzt? Was tun wir, wenn Gott uns wieder ein reines Herz schafft und einen klaren Kopf? Warten wir nun ab, bis aufs Neue wieder der alte Sand hineinrieselt und uns füllt?
Ich habe einen anderen Vorschlag. Ich will mich fragen, was ist mir denn wirklich wichtig, was soll denn in meinem Herzen und in meinem Kopf sein? Wenn ich dazu in die Bibel schaue, kriege ich diese Antwort:
·    „Lass zuerst Gott in dein Herz, den Vater und Schöpfer, den Sohn und Erlöser Jesus Christus und den Tröster, den Heiligen Geist.“ [In das Glasgefäß werden drei Golfbälle gelegt]
·    „Und lass dein Herz füllen mit seinen Gaben, mit Glauben, mit Hoffnung und mit Liebe [die nächsten drei Golfbälle werden in das Glasgefäß gelegt].
·    „Jetzt hast du noch Platz für dein Gebet, für sein Wort aus der Bibel und für Lieder, mit denen du ihn loben und preisen kannst“. [Wieder werden drei Golfbälle hineingelegt]
·    „Doch in deinen Kopf und in dein Herz passt noch mehr: Du kannst Gott dankbar sein, das macht dich zufrieden und getrost [Weitere drei Golfbälle]
·    Du kannst zu anderen Menschen freundlich sein, hilfsbereit und wahrhaftig [drei Golfbälle]
·    Besonders aber kannst du dir für deine Familie und Partnerschaft Zeit nehmen und deine nächsten Angehörigen lieben [zwei Golfbälle]
Ich weiß natürlich, dass das zwar alles möglich ist, aber nicht immer gelingt. Doch wenn du auch nur einen Teil von dem tust, so füllt sich bereits dein Kopf und dein Herz mit guten Gedanken und Gefühlen so wie dieses Gefäß.
Doch was ist mit den anderen Dingen, die es in deinem Leben doch auch gibt, mit dem, was dich bedrückt, mit den Sorgen, die du dir machst? Was ist mit den Dingen, die dich nach wie vor beschäftigen, mit deinem Zeitvertreib, deinem Auto, deinem Haus, deinem Bankkonto, dem Stress im Beruf, den Streit mit dem Nachbarn? Was ist mit alledem? Das ist ja nicht einfach weg. Nach wie vor rieselt Sand in dein Leben und beansprucht deine Gefühle und Gedanken. [In das Gefäß mit den Golfbällen wird wieder Sand geschüttet]. Ja, so ist die Wirklichkeit. Doch sieh dir dieses Gefäß an. Jetzt ist so viel Gutes drin, dass das Negative nicht mehr viel Platz hat. Der Frühjahrsputz hat sich gelohnt. Und vielleicht kannst du mit David und seinen Worten aus Psalm 103 sagen: »Lobe den Herrn, meine Seele, der dich mit Gutem füllt dein Leben lang.« (Psalm 103,5 Zürcher Bibel).
Was du tust und wie du darüber denkst, weiß ich nicht. Aber ich will dir sagen, was ich mir vornehme. Ich will immer wieder meine Sorgen ausleeren, damit ich Platz habe für den Frieden, den Gott mir geben will. Ich will die Verletzungen, die mir andere zugefügt haben, entfernen, damit Gottes Geist mich heilen kann. Ich will mich von meinen Verunsicherungen verabschieden, dass Selbstvertrauen in mir wachsen kann. Ich nehme mir vor, nicht mehr oder zumindest weniger bitter, neidisch und selbstmitleidig zu sein, um mein eigenes Leben nicht zu vergiften. Das nehme ich mir vor und bitte Gott, mir dabei zu helfen.
Alle diese negativen Gefühle und Gedanken, die ich los werden will, sind wie schädliche Keime, die eine Infektion auslösen. Kürzlich hat sich ein Freund bei Gartenarbeiten einen Spreißel zugezogen. Normalerweise ist das keine große Sache. Doch dieses Mal sind Keime eingedrungen, die zur Entzündung der Hand geführt haben. Er musste zum Arzt und der hat ihn sofort ins Krankenhaus überwiesen, damit seine Hand noch am selben Tag operiert wird, sonst wäre die eigentlich kleine Verletzung lebensbedrohlich geworden.
Darum sage ich mir: Raus mit den Seelenkeimen, die nur vergiften. Raus mit den Enttäuschungen, Sorgen und der Schuld. Raus mit diesen Fremdkörpern. Sie haben in meinem Kopf und in meinem Herzen nichts zu suchen. Du kannst nicht verhindern, dass dich solche Fremdkörper immer wieder infizieren. Doch du kannst verhindern, dass sie in dir bleiben. Kannst wie David beten: »Schaffe in mir Gott ein reines Herz und gib mir einen neuen Geist!« Kannst sagen: »Vergib mir meine Schuld wie auch ich denen vergebe, die an mir schuldig geworden sind.« Kannst dich von Gott mit Gutem beschenken lassen, sodass für seelische Giftstoffe kein Platz mehr in dir ist. Und wenn schon Gott dir deine Fehler vergibt, dann kannst du dir selbst auch vergeben. Wenn du gescheitert bist, mach nicht andere oder die Umstände dafür verantwortlich. Damit änderst du nichts. Schau nach vorn und sage: „Das nächste Mal werde ich es besser machen, werde ich tun, was in meinen Kräften steht und Gott wird seine Kraft dazugeben.“
Das alles sage ich mir und vielleicht willst ja auch du dir das gesagt sein lassen. Und wenn mein Herz voll Trauer ist, weil ich einen Verlust erlitten habe, will ich die Trauer zulassen und nicht mit Medikamenten unterdrücken oder mit Alkohol betäuben. Aber ich werde nicht in ihr ertrinken, sondern mich bemühen, ins Leben zurückzukehren bis ich sagen kann: „Jetzt ist es gut. Jetzt schau wieder nach vorn und lebe!“
Ja, liebe Freunde, es hat schon seinen Sinn, weshalb Jesus gesagt hat: „Glücklich, ja selig zu preisen sind, die mit leeren Händen, die mit einem leeren Herzen vor Gott stehen. Er wird es füllen.“ (Sinngemäße Übertragung der ersten Seligpreisung Matthäus 5,3). Und als es bei ihm ans Sterben ging, hat er sein Herz noch einmal freigeräumt von allen negativen Gefühlen und Gedanken gegen seine Feinde, die ihn gequält und gekreuzigt haben. Er sagte: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.« Jetzt erst konnte er unbelastet und ohne Gift in seinem Herzen sterben.
Denn was soll aus einem Herzen voll Aggression, Hass und Gift Gutes kommen? Wie soll Frieden in Familien werden, wenn in den Herzen nicht Frieden ist? Wie soll die politische Feindschaft in unserem Land überwunden werden, solange so viele randvoll mit Hass und Aggression sind? Wie soll Frieden werden in der Welt, solange sich Staaten und Regierungen gegenseitig verteufeln, mit Halbwahrheiten beschuldigen und schon bloße Mutmaßungen reichen, dass wieder Raketen auf Syrien geschossen werden? Warum wartet man nicht, bis Beweise vorliegen? Warum spricht man nicht miteinander? Warum greift man immer wieder nach Sanktionen und zur Gewalt?
Nein, aus einem Herzen voll negativer Gefühle und einem Kopf voll negativer Gedanken kann nichts Gutes kommen. Der große Maler Leonardo da Vinci erlaubte einmal, dass ihm kleine Kinder beim Malen zuschauen konnten. Da hat ein Kind einen Topf mit Farbe umgestoßen. Daraufhin hat der Meister die Kinder wieder vor die Tür geschickt. Dann wollte er den Kopf Jesu auf dem angefangenen Bild weitermalen. Doch er konnte nicht. Er konnte das Gesicht Jesu nicht malen, solange er noch Ärger und Wut in sich spürte.
Wirf also, so gut es geht, das Negative aus Kopf und Herz. Schmeiß den Sand raus und schaffe in dir Platz, damit Gott dich mit seinen guten Gaben füllen kann, mit innerem Frieden, Zuversicht und Liebe. Bitte ihn an jedem Morgen, wenn du deine Augen aufschlägst, wie David um ein reines Herz und einen neuen Geist. Dann bist du bereit für den Tag. Amen

Samstag, 14. April 2018

Negativer Glaube, positiver Glaube hl

Losung: Wer in der Finsternis geht und wem kein Lichtstrahl scheint, der vertraue auf den Namen des HERRN! Jesaja 50,10 

LehrtextEr hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes. Kolosser 1,13 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wer um Mitternacht in ein Flugzeug steigt und in 24 Stunden die Erde umrundet, für den bleibt es die ganze Zeit Nacht. Er bleibt die ganze Zeit im Erdschatten. Wer aber landet, für den wird es zuverlässig jeden Tag wieder hell. 
     Nun kann man durch künstliches Licht längst die Nacht zum Tag machen. Doch gibt es Zeiten, da kann die Sonne noch so hell scheinen und die LED-Dioden können noch so hell leuchten, und trotzdem bleibt es finster. Dann wanderst du durch das finstere Tal deiner Trauer und Ängste, deiner Leiden und Enttäuschungen. Dann aber, so heißt es in der heutigen Losung, »vertraue auf den Namen des Herren!« Dann, so möchte ich fortfahren, vertraue darauf, dass dein finsteres Tal einen Ausgang hat und Gott dich wieder herausbringen wird. Dann vertraue darauf, dass es auch in deinem Leben wieder zuverlässig hell werden wird so wie es nach jeder Nacht wieder hell wird, auch wenn sie lange dauert.
     Doch da ist noch eine andere Finsternis. Von ihr glauben die meisten Menschen in unserem Land, dass sie kein Ende nimmt und man darin für immer verloren ist - in der Nacht des Todes. Und so hoffen sie, dass sie davon nichts mitbekommen, wenn sie erst mal tot sind. Für mich ist das ein negativer Glaube und eine negative Hoffnung. Ich setze den positiven Glauben dagegen, dass Gott, der das Licht erschaffen hat, auch der Herr über die Finsternis ist. Und ich setze die positive Hoffnung dagegen, dass Jesus selbst die Lebenssonne ist in seinem Reich (Lehrtext)
     Offengestanden, immer wieder nagt in mir ein leiser Zweifel an diesem Glauben und an dieser Hoffnung. Wird es wirklich so sein? Rede ich mir da nicht nur etwas ein? Wissen kann ich es nicht. Und so entscheide ich mich immer wieder gegen den negativen Glauben für den positiven und gegen die negative Hoffnung für die positive, gegen die Macht der Finsternis für die Macht Gottes, gegen das Reich des Bösen für das Königreich Jesu Christi.
     Warum soll ich im Flugzeug des Unglaubens ständig im Nachtschatten der Hoffnungslosigkeit fliegen? Wird Zeit, dass ich lande und das Licht des neuen Tages begrüße.

Gebet: Herr, immer wieder einmal wird mein Leben von Sorgen überschattet. Doch ich weiß, dass nicht das Licht dem Schatten weicht, sondern der Schatten dem Licht. Und darum glaube ich, dass meine Schatten hinter mich fallen, wenn ich mich deinem Licht zuwende. Und darum vertraue ich, dass ich an deiner Hand aus der Finsternis herausfinde in ein Leben in deinem Licht. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Freitag, 13. April 2018

Gottes Wille und mein Auftrag hl

Losung: Siehe, hier bin ich. Der HERR mach's mit mir, wie es ihm wohlgefällt. 2.Samuel 15,26 

LehrtextSimon Petrus spricht zu Jesus: Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer! Johannes 21,15 

Liebe Leserin, lieber Leser,

gestern war im Zusammenhang mit dem Losungswort von den Folgen von Davids Sünde die Rede. Heute steht im Hintergrund der Losung eine dieser Folgen. Absalom hatte gegen König David, seinen Vater, rebelliert. Dabei hat er so viele Soldaten auf seine Seite gebracht, dass David aus Jerusalem fliehen musste. Nun war das Schicksal des Königs gänzlich ungewiss. Würde er gegenüber seinem abtrünnigen Sohn die Oberhand behalten oder würde er von ihm geschlagen und vielleicht sogar durch sein Schwert sterben müssen? In dieser Situation sagt David den Satz, der zugleich unser heutiges Losungswort ist: »Siehe, hier bin ich. Der Herr mach's mit mir, wie es ihm wohlgefällt.« 
     David hat sich seinem Sohn nicht  ergeben. Er hat gegen ihn gekämpft bis dieser von einem von Davids Soldaten erstochen wurde. Aber David hat sich Gott ergeben, sein Schicksal in seine Hand gelegt. Ihm war klar, Gott würde es sowieso so machen, wie es seinem Willen entspricht. Später hat Jesus im Garten Gethsemane kurz vor seiner Verhaftung und seinem Tod ähnlich gebetet: »Vater, nicht wie ich will, sondern wie du willst.« Und uns allen hat er im Vaterunser die Bitte gelehrt: »Dein Wille geschehe!« Das sagt und betet sich leicht. Aber wie schwer kann es sein, auch anzunehmen, was nicht nach meinem Willen geht.
     In Heinrich Bölls Roman „Billard um halb zehn“ ist der heutige Lehrtext ein zentrales Motiv. Der Architekt Dr. Robert Fähmel sprengt am Ende des Zweiten Weltkriegs die von seinem Vater gebaute Abtei Sankt Anton. Denn die Mönche hatten sich den Nazis angebiedert, den „Büffeln“ und, wie es in dem Roman heißt, von deren Sakrament gekostet statt von dem des Hirten Jesus Christus. Sie wie andere maßgebliche Kirchenleute hatten Jesu Auftrag „Weide meine Lämmer“ schmählich missachtet und die Lämmer den Wölfen überlassen. Lämmer? Damals waren es behinderte Kinder, Juden, solche, die sich den Nazis verweigert hatten und solche, die als 18,17 und 16-jährige in den letzten Kriegswochen noch verheizt worden sind. Vor sie hätte sich die Kirche stellen müssen, die katholische wie die evangelische. Doch beide haben versagt. Lag es vielleicht daran, dass sie Jesus nicht geliebt haben? (siehe Lehrtext)
     Und heute? Wer sind die Lämmer heute, vor die sich die Kirchen, und wenn sie es wieder nicht tun, die Gemeinden und einzelne Christen stellen sollen? Jesu Auftrag gilt nach wie vor. Er bedeutet, denen beizustehen, die heute unter die Räder des Staates, der Wirtschaft und der Gesellschaft geraten. Vielleicht fällt dir ja jemand ein, der deine Unterstützung braucht zum Beispiel ein muslimisches Kind auf der Flucht oder ein deutsches Hartz-IV-Kind in der Grundschule. Ich weiß von Einzelnen, die solche Lämmer weiden, Gläubige wie Ungläubige. Sie sind die Gesegneten des Herrn.

Gebet: Herr, mein Schicksal liegt in deiner Hand. Und auch wenn ich weiß, dass dein Wille geschehen wird, so bitte ich doch, dass du es weiterhin gut mit mir und meinen Angehörigen meinst. Du bist ja mein guter Hirte. Und falls sich etwas ändert, so erhalte mir mein Gottvertrauen und gib mir die Kraft, anzunehmen und zu tragen, was angenommen und getragen werden muss. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Donnerstag, 12. April 2018

Aus Schuld wird Segen hl

Losung:  Ein Psalm Davids, als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Batseba eingegangen war. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. Psalm 51,3 

LehrtextIn Jesus Christus haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade. Epheser 1,7 

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennst du die Geschichte von David, Batseba und Nathan? Es lohnt sich sehr, sie zu kennen und sie auch mal wieder nachzulesen, weil man doch die eine oder andere Einzelheit vergisst. Nein, ein Ruhmesblatt ist diese Geschichte für König David nicht. Eher das Gegenteil. Umso erstaunlicher, dass sie in der Bibel aufgeschrieben ist und die mächtigen Nachkommen Davids das nicht verhindern konnten. Und noch erstaunlicher ist, dass sie wieder im Buch der Psalmen anklingt, wo das Reue-Gebet Davids abgedruckt ist, aus dem die heutige Losung kommt. Das ist es, was die Bibel auszeichnet, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt und auch die Mächtigen nicht verschont. Wenn man so will, ist sie auch so etwas wie der Mutterboden für die moderne Meinungs- und Pressefreiheit.
     David also appelliert an Gottes Gnade und Barmherzigkeit und bittet ihn um die Vergebung seiner Sünden, genauer seines Ehebruchs mit Batseba und seines Mordes an ihrem Mann Uria. Kann man ein solches Verbrechen überhaupt vergeben? Menschen vielleicht nicht, aber Gott. Doch auch wenn David die Sünde vergeben ist, so hat sie doch Folgen, mit denen er und seine Nachkommen leben müssen.
     Du kannst jetzt einwenden, Gott vergibt doch sowieso. Spätestens seit Jesus kennen wir seine bedingungslose und umfassende Gnade (Lehrtext). Das stimmt. Aber was nützt dir das, wenn du seine Vergebung nicht erlebst und spürst? Deshalb braucht es auch das Bekenntnis eigener Schuld und die ausdrückliche Bitte um Vergebung. Erst dann, so glaube ich jedenfalls, kannst du auch erleben, wie dir eine Last abgenommen wird und du eine neue Chance bekommst. 
     Manchmal dauert es, bis man dazu bereit ist. Manchmal braucht es dazu einen Anstoß von außen. So war das auch bei David. Erst als der Prophet Nathan zu ihm kam und ihm mit dem Gleichnis das ganze Ausmaß seiner Schuld vor Augen geführt hatte, war er bereit, sie zu bekennen und um Vergebung zu bitten. Die Folgen der Schuld waren, dass der erste Sohn aus dem Ehebruch nach der Geburt gestorben ist, dass es fortan in Davids Königsgeschlecht immer wieder zur Gewaltexzessen gekommen ist und er Gott auch den Tempel nicht bauen durfte. Aber Gott kann auch Schuld in Segen wandeln. Und deshalb heißt es von seinem zweiten Sohn Salomo, den er mit Batseba hatte: »Und der Herr liebte ihn.«

Gebet: Herr, lass mich meiner Schuld ins Gesicht sehen, damit ich mich eines Besseren besinnen kann. Vergib mir, wenn ich dich darum bitte und mache mich bereit, auch denen zu vergeben, die an mir schuldig geworden sind. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach