Dienstag, 2. April 2024

Vergiss-mein-nicht hl

Losung: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen. Jesaja 57,15 

Lehrtext: Die Jünger nötigten Jesus und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Lukas 24,29 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wo wohnt Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat und alles was lebt? Der in Jesus Mensch geworden ist, damit wir ihn finden und wissen, mit wem wir es zu tun haben?

Wohnt sein Geist in dir?

Wohnt er, wohnt sein Geist in deinem Haus? Wohnt er in dir? Der Geist der Liebe und des Vertrauens? Der Geist der Versöhnung und des Friedens? Der Geist des Widerstands und der Hoffnung? Der Geist der Freude und der Freiheit? - Wohnt dieser Geist in dir? Ja, da will er wohnen. Er klopft bei dir an und sagt: „Vergiss mein nicht, vergiss nicht meinen Namen: „IchBinDa“* Ich bin für dich da, wo du auch bist. Denn »ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind. Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung(Losung)“ Und du? Vielleicht antwortest du mit mir, was die Emmaus-Jünger zu Jesus gesagt haben, nachdem sie ihn erkannt hatten: „Herr, bleibe bei uns.(Lehrtext).

Vom Lohn des Glaubens

Nein, wir beide werfen unser Vertrauen nicht weg, denn es wird reich belohnt (Hebräer 10,35 = Lehrtext vom 29.2.2024). Lange wusste ich nicht, was das für ein Lohn sein könnte. Inzwischen ist es mir klar geworden. Der Lohn des Gottvertrauens ist das Gottvertrauen, ist, dass ich ihm vertrauen kann. So wie auch der Lohn des Glaubens nicht das Paradies in der Ewigkeit ist, sondern glauben zu können, dass Gott in Jesus zu mir kommt. Was für ein Glück, was für ein Geschenk ist es, diesem Gott vertrauen zu können! Ich wünschte, viele, ja alle Menschen hätten dieses Glück. Vielleicht sind es mehr, als ich denke.

Mir fällt dazu ein Zitat von John Ruskin (1819-1900) ein: »Der wahre Lohn für unser Bemühen liegt nicht darin, was wir dafür bekommen, sondern was wir dadurch werden.« Angewandt auf Losung und Lehrtext hieße das: der Lohn für mein Gottvertrauen ist, dass ich dadurch getroster und stärker, freier und dankbarer werde gerade auch in schwierigen Zeiten.

Vor meinem Häuschen blühen gerade viele Vergiss-mein-nicht (siehe oben). Manche erinnern diese himmelblauen Blüten an ihre Liebste oder an ihren Liebsten. So ist das normalerweise. Mich sollen sie an meinen „IchBinDa“* erinnern, sooft ich sie sehe und gieße. 

Gebet: Herr, wenn meine Seele nur noch ein zerschlissenes Zelt ist, traurig und bedrückt, so willst du in ihr wohnen, dass du mich erfüllst mit Hoffnung und neuem Mut (Losung). Das glaube ich. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

* Deutsche Übersetzung des hebräischen Gottesnamens Jahwe

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»Die Bibel ist so voller Gehalt, dass sie mehr als jedes andere Buch Stoff zum Nachdenken und Gelegenheit W Betrachtungen über die menschlichen Dinge bietet.« J.W. von Goethe aus: „Dichtung und Wahrheit“
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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt.
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3 Kommentare:

  1. Wunderbare Worte b.e.

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  2. Wunderbare Worte, ja, Jahwe- Ich bin da und das Zitat von Ruskin, vielen Dank, ein wunderbarer Tag

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