Gott wird sichtbar
Liebe Leserin, lieber Leser,
unsere katholischen Glaubensgeschwister feiern heute den „Dreikönigstag". Und die evangelischen Christen? Für uns heißt dieser Tag „Epiphanias”, auf Deutsch: „Erscheinung” (des Herrn). In einem Satz: Gott ist in Jesus sichtbar geworden (erschienen) nicht nur für die Juden damals, sondern genauso für uns heute und alle Welt. Damit zeigt er sich, zeigt, wer und wie er ist:
Er droht nicht, sondern hilft.
Er straft nicht, sondern verzeiht.
Er spaltet uns Menschen nicht in die Guten und die Bösen, nicht in die, die vorgeben richtig zu glauben und in die anderen.
Er ist keine undurchschaubare, launische Macht, der wir ausgeliefert wären.
Er ist der Gott der Liebe für dich und mich - und die andren auch. Ja, auch für sie.
So will er gesehen und geglaubt werden. Und deshalb zeigt er sich in Jesus, in dessen Worten, Taten und Leben.
Da sich Gott in Jesus zeigt, habe auch ich die Chance, ihn anders zu sehen. Aber nicht nur ihn, sondern auch mich, meine Mitmenschen und seine Schöpfung. Ich könnte anders sehen als andere und verstehen, was es im Licht des Glaubens bedeutet.
Zwei gehen in der Wintersonne unter blauem Himmel spazieren. Beide genießen dieses Erlebnis und freuen sich. Aber der eine von beiden sieht anders. Er sieht das stille Wirken des gütigen Gottes. Er sieht es in der riesigen Sonne und im winzigen Schneekristall ... Er erlebt das als Geschenk und ist dankbar.
Als Mensch lebe ich nicht glaubenslos auf die Welt fixiert. Ich muss nicht nur mit meinesgleichen reden oder Selbstgespräche führen. Als Geschöpf und Kind Gottes habe ich die Möglichkeit, mit ihm im Gespräch zu bleiben. Er wird es nicht abbrechen. Wem sonst als ihm kann ich alles sagen, wirklich alles? Wem sonst kann ich klagen, was mich schmerzt und was mich freut? Er kennt ja das unsagbare Menschenleid, kennt Verzweiflung und Todesangst. Ist da selbst hindurchgegangen. Und er kennt das Glück der Menschen, unsere Freude und Dankbarkeit.
Ja, als sein Geschöpf und Kind habe ich dazu die Möglichkeit. Werde ich sie ergreifen? Nicht nur heute, sondern auch morgen noch?
Gebet: Herr, das wünsche ich mir, dass die Verbindung mit dir nicht abreißt. Und wenn sie unterbrochen ist, weil ich mit meinen Gedanken und Gefühlen ganz woanders bin, dass du dann die Unterbrechung reparierst. Schenke mir und allen anderen die Gnade, dich in Jesus zu erkennen und dir zu vertrauen. Denn was soll ich schon mit einem Leben ohne dich? Amen
Herzliche Grüße und eine gesegnete, friedvolle Epiphaniaszeit.
Ihr / dein
Hans Löhr
* siehe Lehrtext zum Epiphaniasfest: „Jesus sagt zu den Jüngern: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?, und stand auf und bedrohte den Wind und das Meer; und es ward eine große Stille.” Matthäus 8,26
Herzlichen Dank lieber Herr Löhr !
AntwortenLöschenEs ist immer eine Freude und ein guter Impuls von Ihnen zu lesen .
Ich wünsche allen einen gesegneten Tag.
Herzlichen Dank für die Worte zum Epiphaniasfest. Ich wünsche mir so sehr, dass ich es immer wieder schaffe, unsern Herrn zu bitten, dass er mir doch beistehen möge in meiner so schwierigen Zeit. Ich hoffe auf seine Hilfe und Güte. Für alle erbitte ich seinen Segen und seine Bewahrung.
AntwortenLöschenLieber Herr Löhr herzlichen Dank für Ihre Andacht und das Gebet das habe ich heute gebraucht Jesus nahe zu sein und nicht immer wieder abzutriften ,jeden Tag in diesem Leben als wertvoll erachten und jeden Menschen um mich ebenso das kann nur Jesus bewirken er allein ist meine Zuversicht ihnen und ihrer Familie und allen Lesern Gottes reichen Segen herzliche Grüße Angelika
AntwortenLöschenBin katholisch, ja heute Fest der Heiligen Drei Könige, dazu Folgendes: Caspar bedeutet Schatzmeister, Melchior - König des Lichts und Balthasar - Gott erhalte den König.
AntwortenLöschenDas Gebet von heute, dass die Verbindung zu Jesus nicht abreißt, das wünsche ich mir und allen Lesern, dass wir in allen Lebenslagen ihm vertrauen und ihn immer, immer um seine Hilfe bitten. Einen schönen Ephaniastag bzw. Dreikönigstag, wie auch immer, Elisabeth
Ich bin nicht katholisch, sondern evangelisch... unserem geliebten Gott ist es mit Sicherheit egal, in welcher Konfession wir stecken, ihm ist es wichtig, das wir ihn von Herzen lieben, so wie er uns liebt! Und er liebt uns so sehr, das er uns seinen Sohn sandte, um uns direkt in unser Leben hinein seine Herrlichkeit zu zeigen! Ich wünsche uns allen immer wieder Vertrauen und Hoffnung, festen Glauben an unseren Schöpfer und Heiland und Liebe für unser alltägliches Leben!
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