Dienstag, 6. Februar 2024

Bibelkritik und Glaube hl

Losung: Der HERR spricht: Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. 2.Mose 19,6 

Lehrtext: Hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben. 2.Timotheus 4,8 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

in der Bibel, vom 1. Buch Mose bis zum Buch der Offenbarung, ist auch für mich nicht alles gleich gültig. Sonst wäre mir ihr Inhalt längst gleichgültig. Als Christ lese ich die Bibel nach der Maßgabe Martin Luthers: „Was Christum treibet“, also: was von ihm, Jesus Christus, schon im Alten Testament eine Vorahnung hervortreibt, aufkommen lässt und dann im Neuen Testament mit seiner Geburt, seiner Lehre, seinen Taten, mit seinem Leben, Sterben und Auferstehen zum Durchbruch kommt wie die Sonne, wenn die Wolken aufreißen.

Gottes Wesen - sonnenklar

„Was Christum treibet“, also was er sagt, tut und lebt, ist im Kern schon in seinem Namen enthalten: „Jesus – Gott hilft.“ Wohlgemerkt, sein Name bedeutet nicht „Gott befiehlt, zwingt, zürnt, straft, richtet, verflucht und verdammt.“ Sein Name offenbart Gottes Wesen sonnenklar ohne Schatten und Zweideutigkeit: „Gott hilft“, also er rettet, heilt, segnet, vergibt, tröstet, stärkt, orientiert …  und vor allem: Gott liebt.

Weder Paradies noch Schlaraffenland

Das ist nicht so misszuverstehen, als lebten Christen in einem geistlichen Schlaraffenland, im Paradies oder einen heilen Welt. Ich kenne auch die Härten des Lebens: Schmerzen an Leib und Seele, Krankheiten und Tränen, Schuld und Versagen, Angst um das Leben mir Nahestehender… Aber ich mache auch die Erfahrung, dass in alledem mir der „Gott hilft“ unsichtbar zur Seite steht, dass er meine Lasten mitträgt, mir immer wieder Kraft gibt und mich durch die Irrungen und Wirrungen des Lebens und der Welt leitet. Und wenn ich dann auf mein Leben zurückschaue, habe ich den Eindruck, dass ich durch diese Härten gläubiger, stärker, reifer, verständiger und zuversichtlicher geworden bin.
Gott hilft! - Daran halte ich mich. Mit diesem Verständnis, in diesem Glauben lese und beurteile ich die vielen verschiedenen biblischen Schriften und in ihnen jeden Gedanken und jede Aussage über Gott und mich als Mensch.

Mein Geständnis

Und nun mein Geständnis, was Losung und Lehrtext heute betrifft: Liebe Leserin, lieber Leser, ich bin in diesen Versen nicht fündig geworden. Sie sagen mir nichts. Im Gegenteil, ich muss mich hüten, sie nicht negativ darzustellen. Sie sprechen aus einer mir fremden Situation mit fremden Problemen zu fremden Menschen. Christus jedenfalls treiben sie für mich nicht. Vielleicht sagen sie ja dir etwas. Dann kannst du das in die Kommentare schreiben. 

Gebet: Herr, mein Gott, ich danke dir, dass du mir in Jesus Christus begegnest, in diesem „Gott hilft“. Durch ihn schenkst du mir immer wieder neuen Lebensmut, neue Kraft, neue Zuversicht und neues Gottvertrauen. Ohne ihn hätte ich dich längst aus den Augen verloren, würde ich durch diese Welten und mein Leben taumeln ohne Sinn und Ziel. So aber habe ich eine Adresse, an die ich mich täglich wenden kann, einen Begleiter, der mir hilft meine Lasten zu tragen, einen Freund, der mich froh und ruhig macht. Amen

Herzliche Grüße

Ihr / dein Hans Löhr

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»Die Bibel ist so voller Gehalt, dass sie mehr als jedes andere Buch Stoff zum Nachdenken und Gelegenheit zu Betrachtungen über die menschlichen Dinge bietet.« J.W. von Goethe aus: „Dichtung und Wahrheit“
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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt.
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11 Kommentare:

  1. Lieber Herr Löhr
    Sie haben meine Gedanken und Gefühle in Worte gefasst . Danke!

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  2. Ich bin froh zu erfahren, dass es auch andere Menschen gibt, die mit manchen Stellen in der Bibel nichts anfangen können.

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  3. Wie wäre es schön, wenn man die Zeitung bzw Nachrichten liest, wenn man sie daraufhin lesen könnte, was Christen treibt in der Nachfolge dessen, der "Gott hilft" heißt. Wie wäre es schön, wenn wir als Christen sichtbarer wären, nicht, damit man uns selbst sieht, sondern damit man Gottes Liebe durch uns durchscheinen spürt. Cornelia

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  4. Auch wenn man es nicht versteht bleibt eines wichtig: Gott hilft. Und das Tag für Tag. Das ist für mich tröstlich.

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  5. Danke für diese auslegung, ja das Leben ist nicht nur Sonnenschein, das ist hoch und tief, mir ging's seelisch nicht so gut und ich überlegte vor wem könnte ich mein Herz ausschütten, und dann erinnerte ich mich an "Nachdenken über die Bibel ". Das war das was ich heute brauchte. Ja ich weis Gott hört mich und kennt mich, aber das hier ist ganz anders. Noch mal Danke und Gottes Segen

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  6. "Krone der Gerechtigkeit" klingt in der heutigen Zeit überheblich, selbstgerecht. Dies waren jedoch die letzten Worte, die Paulus aus dem Gefängnis an Thimotheus schrieb. Einsam, von vielen Freunden verlassen, hungrig und kalt behielt er doch seinen Glauben, obwohl er
    viele Ungerechtigkeiten ertragen musste. "Selig sind, die da hungern
    und dürsten nach Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden."

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  7. Ich denke das die Losung ein Wunsch oder auch Erwartung des Herrn an sein Volk ist,( und auch an uns heute)den Mose ausspricht.Das Wort "sollt ",finde ich hier ausschlaggebend.
    Wir Menschen sind nicht in der Lage, diese Erwartung zu erfüllen. Auch die Gebote sagen Du sollst....
    Du sollst nicht...
    Ich bin bemüht,aber alleine schaffe ich es nicht,ich brauche die Hilfe des Herrn immer wieder.
    Weil er das weiss und gerecht ist, er mich kennt und liebt und alle anderen Menschen auch,unsere
    Schwächen kennt,hat er uns in Jesus (die Krone der Gerechtigkeit)geschenkt.
    Die Hilfe.
    So habe ich es heute verstanden.
    Ich verstehe auch nicht immer alles,habe aber gelernt,wenn die Zeit reif ist,ich bereit bin, werde ich auchverstehen.
    Danke für die Anregung zum Denken.
    Ute

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  8. Guten Morgen, ich denke, da Paulus UNRECHT zugestoßen ist, hofft er auf die Zeiten der GERECHTIGKEIT. Ich denke, da liegt die Betonung... weniger auf "Richter".
    Aber diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen und die Tatsache, dass uns die Bibelworte sehr unterschiedlich bis hin zu gar nicht ansprechen können, macht unseren Glauben lebendig und nicht zum Dogma.
    Und zu den gestrigen Kommentaren:
    Jeder sucht sich die Medien nach seiner Akzeptanz aus, auch in den Öffentlichrechtl. gibt es genügend kritische Sendungen... Anders als in Russland z. B. kann bei uns JEDER frei seine Meinung äußern und daher sind die Vergleiche unpassend.
    Für mich werden solche Kommentare immer dann fragwürdig , wenn andere abschätzig beurteilt oder bezeichnet werden.
    Uns allen einen guten Dienstag, bleiben wir kritisch und menschlich.
    Annelie

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  9. Natürlich kann man seine Meinung öffentlich sagen,solange du die Meinung des Mainstream nicht wiedersprichst.
    Ansonsten wirst du sofort in eine Schiblade gesteckt oder bist gleich ein Nazi.
    Nehmen wir mal das Beispiel der AFD, die ja bekanntlich Demokratisch gewählt ist oder?
    Sind alle Menschen die diese Partei gewählt haben alle gleich Nazis?
    Schon alleine diese Partei mit einer Nazi Partei zu vergleichen ist schon nicht Demokratisch.
    Durch diesen Vergleich wird die NS Diktatur in meinen Augen verharmlost.
    Ich stehe dieser Partei nicht nahe,aber ich bin Demokrat.
    Zum Nachdenken vielleicht mal,die NSDAP war eine Linkspartei,Sozialistisch ist immer links.
    Und warum geht man nicht auch gegen Links Extremismus auf die Straße.
    Extremismus in jeder Form ist gefährlich.
    Schon alleine die Ideologie des Kommunismus hat bis heute mehr Menschenleben gefordert als die beiden Weltkriege zusammen.
    Aber diese Meinung zählt wahrscheinlich nicht,aber wenn ich keine Argumente habe muss ich den Gegner mit allen Mitteln bekämpfen statt sich mit ihnen Auseinander zu setzen.
    Vielleicht gibt es ja sogar Punkte wo man sein gegenüber versteht.
    Aber nein so ist der Mensch und wird er auch immer bleiben.
    Wie sagte so schön der Prophet in der Bibei,es gib nichts neues unter der Sonne.

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  10. Die NSDAP wurde auch demokratisch gewählt…
    Die Hamas wurde auch vom Volk gewählt…
    Aber nur einmal….Dann wurde das Volk nicht mehr nach seiner Meinung gefragt.

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