Montag, 2. März 2026

Wille und Wort hl

Lehrtext: Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen. Offenbarung 4,11

Liebe Leserin, lieber Leser,


wie hat alles angefangen?

Und mit „alles“ meine ich wirklich alles: das, was war, das, was ist, und das, was sein wird. Also unsere Sonne und die anderen Milliarden Sonnensterne im Weltall. Die zahllosen Planeten, darunter unsere Erde. Und auf ihr Wasser und Luft, Pflanzen und Tiere, du und ich. Und all die winzigen Bestandteile, aus denen alles besteht.


Alle, die Naturwissenschaften lehren und praktizieren, sind sich einig: Am Anfang von allem war der Urknall – so etwas wie ein unvorstellbar mächtiger Energieblitz. Daraus ist alles entstanden – vor 13,8 Milliarden Jahren.

Und was war davor? Wir wissen es bisher nicht. Und ob wir das jemals wissen können, ist derzeit ungewiss.


Doch Stopp! In der Bibel steht und die Gläubigen glauben, dass vor der Schöpfung Gottes Wille stand (Lehrtext) und aus seinem Willen dieses Wort kam: „Es werde!“ Dieser Wille und dieses Wort bleiben allem voraus, was auch immer wir noch entdecken.


Unter denen, die das glauben, sind auch erstaunlich viele Männer und Frauen aus den Naturwissenschaften. Denn Glaube und Wissenschaft müssen einander nicht ausschließen.


Im Gegenteil: Je mehr ich über die Entstehung des Universums und über die Entwicklung (Evolution) alles Lebendigen lerne, desto mehr staune ich. Desto mehr leuchtet mir das heutige Bibelwort ein: Gott, den Schöpfer, zu ehren und zu preisen.


Denn genau genommen ist alles auf seine Weise ein Wunder: Gott, Jesus Christus, die Schöpfung und wir Menschen, der Glaube, die Wissenschaft, die Musik ... In einem Wort: die Liebe.


Gut, darüber kann man diskutieren. Aber meinen Glauben stärkt es, wenn ich immer wieder einmal nicht für selbstverständlich nehme, was ist, sondern einfach nur staune und danke.


Herzliche Grüße,


Ihr / dein Hans Löhr


Lied zur Auslegung (ausgewählte Verse):


1. Ich singe dir mit Herz und Mund,

Herr, meines Herzens Lust;

ich sing und mach auf Erden kund,

was mir von dir bewusst.


2. Was sind wir doch? Was haben wir

auf dieser ganzen Erd,

das uns, o Vater, nicht von dir

allein gegeben werd?


3. Wer hat das schöne Himmelszelt

hoch über uns gesetzt?

Wer ist es, der uns unser Feld

mit Tau und Regen netzt?


4. Wer gibt uns Leben und Geblüt?

Wer hält mit seiner Hand

den güldnen, werten, edlen Fried

in unserm Vaterland?


5. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir,

du, du musst alles tun,

du hältst die Wach an unsrer Tür

und lässt uns sicher ruhn.


6. Wohlauf, mein Herze, sing und spring

und habe guten Mut!

Dein Gott, der Ursprung aller Ding,

ist selbst und bleibt dein Gut.


Paul Gerhardt 1653

gedichtet fünf Jahre nach dem 30jährigen Krieg (1618 bis 1648)


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