Samstag, 28. Februar 2026

Die Tränen Jesu hl

Monatsspruch: Da weinte Jesus. Johannes 11,35

Liebe Leserin, lieber Leser,

Jesus hatte offenbar „nah am Wasser gebaut”. Dreimal wird im Neuen Testament erzählt, dass er weinte. Das finde ich sehr sympathisch. Wie kann man auch in dieser Welt ohne Tränen leben? 

Ich jedenfalls will und kann kein sogenannter „harter Kerl” ohne Mitgefühl und Tränen sein. Auch deshalb bin ich Pazifist, weil ich bei jedem Krieg immer an das Leid der Kinder und Alten auf beiden Seiten denken muss. Auch jetzt wieder beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der amerikanischen und israelischen Regierung gegen den Iran. 

Dass ausnahmslos alle lügen, wenn sie ihre militärischen Angriffe rechtfertigen, liegt für mich auf der Hand. Denn in jedem Krieg ist die Wahrheit immer das erste Opfer. Doch genug damit.

Jesus hat geweint, als er erfahren hat, dass sein Freund Lazarus gestorben ist. Darauf bezieht sich das Bibelwort für den Monat März. Er fühlte und trauerte mit den Angehörigen. Er fühlt und trauert auch mit dir und mir.

Er weinte auch bei seinem Einzug in Jerusalem über das Unheil, das über die Stadt und ihre Bewohner hereinbrechen würde und sagte: „Wenn doch auch du erkenntest, was zum Frieden dient! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen.” (Lukas 19,41)

Ihm war klar, dass die Stadt zerstört werden würde. Viele Juden wollten damals die Militärdiktatur der Römer mit Waffengewalt abschütteln. Doch der Aufstand im Jahr 70 n.Chr. scheiterte. Die Folgen waren entsetzlich. 

Und er weinte aus Todesangst im Garten Gethsemane am Abend vor seiner Hinrichtung am Kreuz (Hebräer 5,7). Er sollte sterben, weil er der Oberschicht in Jerusalem ein Dorn im Auge war. Sie fürchteten diesen gewaltlosen und demütigen König und seine Botschaft. Ich aber fürchte die Kriegstüchtigen, die wähnen, so dem Frieden zu dienen.

Gebet: Herr, ich denke an die Kinder im Iran, in der Ukraine und überall dort, wo Menschen zu Waffen greifen, um sich totzuschlagen. Wo sie nicht begreifen wollen, was dem Frieden dient. 
Du bist der Friede in mir. Du bist der Weg zum Frieden mit den Feinden, für die wir die Feinde sind.
Du rufst uns nicht zum Kampf auf, sondern zur Versöhnung im Kleinen wie im Großen. 
Deinen Weg will ich mit dir gehen auch durch schwierige Zeiten. Amen

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr 

4 Kommentare:

  1. Danke lieber Herr Löhr, Sie sprechen mir aus der Seele mit Ihrem Gebet und der Auslegung .
    Ich wünsche allen einen gesegneten Sonntag

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  2. Lieber Herr Löhr danke für Ihre Worte soviel Krieg herrscht in dieser Welt was kann ich kleiner Mensch tun nur versuchen mit ganzem Herzen Gottes Liebe und Frieden zu leben und weiterzugeben. Sie haben so recht im Krieg leiden die Kinder Alten Kranken und Schwachen Herr hilf Ihnen .Ihnen und Ihrer Familie und allen Lesern einen gesegneten Tag herzliche Grüße Angelika

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  3. Amen....
    Danke Herr Löhr 🙏

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  4. Danke lieber Hans

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