Lehrtext: Paulus schreibt:
Ist jemand in Christus, so ist er ein neues Geschöpf; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 2. Korinther 5,17
Liebe Leserin, lieber Leser,
ja, das will ich glauben, dass ich „in Christus” bin so wie du. Dafür habe ich nichts getan. Das fordert das heutige Bibelwort auch nicht, sondern sagt es mir zu. Aber leider vergesse ich das immer wieder. Und dann verhalte ich mich so, als sei es nicht wahr. Dann bin ich wieder in mir gefangen und lebe mein altes Leben.
Dazu fällt mir das Bild von der Raupe ein, aus der ein Schmetterling wird. Eine Raupe weiß nichts davon, dass sie dazu bestimmt ist, ein neues Geschöpf zu werden. Ein Schmetterling aber, der vergisst, dass er Flügel hat, kann sein anderes, sein neues Leben nicht leben.
Um im Bild zu bleiben: Als Raupe bin ich gebunden an die Erde wie ein Kriechtier. Als Schmetterling aber bin ich aus dieser alten Lebensform erlöst und frei, um unter dem Himmel zu fliegen.
Dazu lasse ich mich vom Lehrtext erinnern, dass ich in Christus bin - und bleibe: als ein neues Geschöpf mit den Flügeln des Glaubens, getragen und frei. Und das gilt unabhängig von meiner jeweiligen Befindlichkeit.
Mein erdenschwerer Leib wird wohl kein Schmetterling mehr. Und meine Seele? Manchmal, nicht immer, wird es ihr im Glauben leicht. Dann fallen meine persönlichen Sorgen wie auch die schwermütigen Gedanken über den Zustand der Welt eine Zeit lang von mir ab. Dann gewinne ich wieder Mut, meinen Beitrag zu leisten, wie es anders sein soll. Und ich werde wieder froh und freue mich über die kleinen Freundlichkeiten, die mir andere erweisen.
So danke ich Gott, dass das Leben trotz allem wieder leichter wird. Und ich glaube zu spüren, was mir das Bibelwort heute zusagt: In Christus bist du ein neuer Mensch.
Herzliche Grüße,
Ihr / dein Hans Löhr
Morgenlied:
1) Mein erst Gefühl sei Preis und Dank;
erheb ihn, meine Seele!
Der Herr hört deinen Lobgesang;
lobsing ihm, meine Seele!
2) Mich selbst zu schützen ohne Macht,
lag ich und schlief im Frieden.
Wer schafft die Sicherheit der Nacht
und Ruhe für die Müden?
3) Du bist es, Herr und Gott der Welt,
und dein ist unser Leben;
du bist es, der es uns erhält
und mir’s jetzt neu gegeben.
J.F. Gellert
Das " Gleichnis" von der Raupe und dem Schmetterling ist sehr gut gewählt. Wie oft vergessen wir die Flügel zu nutzen...gefällt mir gut! LG an alle Leser
AntwortenLöschenVielen Dank🙏
AntwortenLöschenLieber Hans Löhr, vielen Dank, dass Sie uns wieder öfter mit ihren positiven Gedanken den Tag beginnen lassen. Damit machen Sie mir und uns immer wieder ‚eine kleine Freude‘.
AntwortenLöschenDie Geschichte der kleinen Raupe Nimmersatt begleitete uns viele Kinderjahre und wird es dann sicher auch wieder in der nächsten Generation tun. Danke dafür, diese Verwandlung nun auch mit dem christlichen Glauben zu verbinden und noch neue Bilder dazu zu finden.
Ihnen allen ein friedliches und gesegnetes Wochenende! 🙏😇