Was ich über Gott denke. Wie ich glaube und vertraue.
Gott ist eine Erfahrung
Wenn wir Menschen von Gott reden, so sprechen wir von Erfahrungen, die wir mit ihm machen oder besser, zu machen meinen. Oft schließen wir von uns und unseren Lebenserfahrungen auf sein Wesen. Auf diesem Weg haben Menschen sich ihre Bilder und Vorstellungen von Gott und den Göttern gemacht.
Für mich als Christ sind die Gotteserfahrungen der Hebräer, wie sie im Alten Testament festgehalten sind, von maßgeblicher Bedeutung, sowohl, was ich übernehme (zum Beispiel Psalm 23) als auch, was mit meinem Jesus-Glauben nicht vereinbar ist (zum Beispiel die aggressiven Aspekte des alttestamentlichen Gottesbildes). Es ist der Gott der Hebräer, der in Jesus seine "Freundlichkeit und Menschenliebe" (Titus 3,4) ein für alle Mal zeigt: den Juden, den Christen, den anderen und mir.
Entscheidend für meine Gotteserfahrung aber ist, wie Jesus ihn erfahren hat. Er lebte in einer unmittelbaren Gottesbeziehung, die mit den Erfahrungen von Menschen im Alten Testament sozusagen angereichert war. Er erlebte Gott als barmherzigen Vater. So hat schon Mose Gott erfahren (2. Mose 34,6.7). In seiner Erfahrung begegnet mir Gott bis heute. Auch wenn sich immer wieder die Wolken meiner Zweifel, Missverständnisse und Erkenntnisgrenzen vor dieses klare Gottesbild schieben.
Jesu Gotteserfahrung wird für mich zur Offenbarung. In ihm sehe ich den Vater (Joh 14,9-11). Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes (Kol 1,15). Er ist der Sohn, in dem deutlich wird, wer und wie und was Gott für mich ist. In ihm erfahre ich, was für mein Gottesbild zentral ist: die Bedeutung seines Namens – „Ich, Jahwe, bin Gott für dich, bin für dich da“ (2. Mose 3,14), als dein Schöpfer und Erlöser, als dein Hirte und deine Sonne, als dein Leben und deine Kraft … Mit einem Wort: "Ich, Jahwe, bin der Gott, der dir hilft und dich liebt." Das galt für Jesus auch am Kreuz: gottverlassen und doch zugleich getragen in aller Ohnmacht und Angst. Das gilt auch im Leid, durch das er mich trägt (Jesaja 46,4b)*.
Das gilt für alle seine Menschen. Das erkenne und erlebe ich in meinem Vertrauen auf Jesus. Sein Name sagt mir, was Gott tut: Jesus - "Gott hilft".
Diese Macht und die Kraft, aus der alles hervorgeht, die alles in allem ist, in die alles mündet, die unbegreiflich und unanschaulich bleibt, heißt und ist Gott, heißt und ist und sagt: "IchBinDa (Jahwe) - für dich und den, dem du gerade der Nächste bist, dem du das Leben in Jesu Namen erträglicher machst, ganz handfest oder auch nur mit einem Lächeln. Einfach so."
Und wie siehst du das?
Hans Löhr
* Jesaja 46,4: Ich will euch tragen bis ins Alter und bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.
Herzlichen Dank lieber Herr Löhr.
AntwortenLöschenJa, ich fühle mich getragen und errettet . Und doch kann ich es kaum begreifen mit meinem kleinen Verstand . Gott möge uns alle segnen und behüten .
Herzlichen Dank Herr Löhr jeden Tag schaue ich auf Ihrer Seite und war sehr dankbar von Ihnen heute zu lesen und ja ich sehe es genau wie Sie aber es ist so unbegreiflich und überwältigend Jesus ist gekommen um uns mich zu retten voller Liebe und Gnade das kann man nur staunend annehmen und ich hoffe von ganzen Herzen das es meine Familie eines Tages auch macht Ihnen und Ihrer Familie Gottes reichen Segen herzliche Grüße Angelika
AntwortenLöschenWas für eine schöne Überraschung heute von Ihnen zu lesen! Danke für den Tagesimpuls!
AntwortenLöschenDanke für diese Auslegung und Darstellung. Was für ein großes Geschenk haben wir doch mit unserm Herrn! Möge seine segnende Hand uns weiterhin leiten und uns behüten. Dann können wir sicheren Weges gehen. Einen guten Tag wünsche ich allen.
AntwortenLöschenIch habe mich gerade so gefreut wieder von Ihnen zu hören. Vielen Dank für Ihre hoffnungsvolle Auslegung. Ich zweifle viel an meinem Glauben und manchmal auch an Gott. Aber tief im Herzen weiß ich dass er da ist und dass ich ihn brauche.
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