Mittwoch, 21. Oktober 2020

Kraft aus der ich lebe hl

 Losung: Ein Engel rührte Elia an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes. Könige 19,5.8 

Lehrtext: Wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. 2.Korinther 4,7 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

kein Mensch kann 40 Tage und 40 Nächte gehen, auch nicht der Prophet Elia. Das ist wahr. Aber genauso wahr ist, dass kein Mensch auch nur einen einzigen Schritt gehen kann, ohne dass Gott ihm die Kraft dazu gibt.

     Warum ist dann in der Losung von 40 Tagen und Nächten die Rede? Die Zahl 40 ist eine symbolische Zahl: Das Volk Israel war 40 Jahre in der Wüste bis es in das gelobte Land kam. Jesus war 40 Tage in der Wüste, wo er fastete und sich auf seine Aufgabe vorbereitete.

     Drei Tage oder vier vielleicht sogar fünf kann ein Mensch Tag und Nacht gehen. Aber 40 liegen weit jenseits seiner Möglichkeiten und Kraft. Drei, vier oder fünf Jahre kann eine Gruppe oder ein kleines Volk in der Wüste überleben. Aber 40 liegen weit jenseits seiner Möglichkeiten und Kraft. Drei Tage hält man es in der Wüste gerade noch ohne Wasser aus und ein paar Tage länger ohne Essen. Aber 40 liegen weit jenseits menschlicher Möglichkeit und Kraft.

     Die Zahl 40 macht dem Bibelleser von vornherein klar, dass das alles nur mit Gottes Hilfe möglich ist und verhindert den Fehlschluss, als könnten Menschen das aus eigener Kraft.

     Wir sind zerbrechliche Gefäße, die nicht viel aushalten (Lehrtext). Wie sollen wir da ohne Gottes Hilfe 70, 80 oder gar 90 Jahre alt werden können? Wer nur ein bisschen bei Verstand ist, weiß, dass er nicht aus eigener Kraft lebt. Nicht nur, dass er vom ersten Lebenstag an auf andere angewiesen ist, sondern auch auf Gottes Segen, der sich in der Fruchtbarkeit der Natur, in der Lebensenergie und in den Selbstheilungskräften des Körpers zeigt, die einem Menschen geschenkt sind.

     Und das gilt genauso für das Glaubensleben. Im Glauben kann ich erkennen, dass ich ganz und gar auf Gott angewiesen und von ihm abhängig bin. Nichts, aber auch gar nichts kann ich aus mir heraus bewirken. Alles, wirklich alles bekomme ich von ihm geschenkt (Lehrtext). Das ist Gnade. Martin Luther sagt am Ende seines Lebens dazu: »Wir sind Bettler, das ist wahr.« Ja, vor Gott stehen wir mit leeren Händen und einem leeren Herzen, damit er sie fülle. 

Gebet:. Herr, du bist die Kraft aus der ich lebe. Du gibst mir jeden Tag so viel Energie wie ich brauche. Doch du gibst sie nicht im Voraus, damit ich mich nicht auf mich selbst, sondern auf dich verlasse. Amen

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr.

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