Samstag, 16. November 2024

Der König hl

Losung: Das soll mein Ruhm und meine Wonne, mein Preis und meine Ehre sein unter allen Völkern auf Erden, wenn sie all das Gute hören, das ich Jerusalem geben will. Jeremia 33,9

 

Lehrtext: Das Volk, das Jesus voranging und nachfolgte als er auf einem Esel reitend in Jerusalem einzog, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Matthäus 21,9

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie stellst du dir einen König vor? So wie im Märchen? So wie Ludwig den II. mit seinen Roben aus Samt und mit Hermelinbesatz im Märchenschloss Neuschwanstein?

In 16 Tagen, am 1. Dezember feiern wir wieder Advent. Dann wird in vielen Kirchen die Geschichte mit dem Lehrtext vorgelesen und die Gottesdienstgäste singen: "Tochter Zion, freue dich, / jauchze laut Jerusalem! / Sieh, dein König kommt zu dir, / ja er kommt der Friedefürst. / Tochter Zion, freue dich, / jauchze laut Jerusalem!" (EG 13, F.H. Ranke; G. F. Händel) Dann denken manche vielleicht auch an so einen Prunkkönig mit himmlischem Hofstaat, Zepter und Krone. Ich kann verstehen, dass in vielen oft unbewusst das Bedürfnis herrscht, zu einem solchen König zu gehören, auf den man vor der Welt stolz sein kann und der einen beschützt. 

Jesus von Nazareth, König der Juden

Doch der König, der damals in Jerusalem einzieht und von den Menschen bejubelt wird, reitet nicht auf einem Schlachtross, sondern auf einem Esel. Und der Jubel der Menge steigt ihm nicht zu Kopf. Er lässt sich nicht täuschen. Ihm ist klar: die heute "Hosianna" rufen, rufen morgen "kreuzigen!" Nur ein paar Tage später hängt Jesus am Kreuz. Das ist sein Königsthron und die Dornenkrone ist seine Königskrone. Über seinem Kopf lässt der römische Militärgouverneur Pontius Pilatus eine Inschrift in verschiedenen Sprachen anbringen, damit auch ja alle lesen können, wer da hingerichtet wird: "Jesus von Nazareth, König der Juden." 
Das war und das ist die Wahrheit über ihn. Nicht nur, dass er der König der Juden ist, sondern aller, die in ihm ihren Retter sehen – und für die anderen auch.

Ein König, gewaltlos und arm

Aber wer kann schon was anfangen mit einem König, der keine Waffen hat und keine Armee, kein Geld und kein Gold? Der im Viehstall geboren wird und am Kreuzgalgen stirbt? Ausgerechnet in ihm soll sich Gott offenbart haben? Soll er sich uns gezeigt haben, wie er von uns gesehen werden will? 

Das glaube, wer will. Ich will. Alle anderen menschlichen Könige sind mitsamt ihren Reichen untergegangen. Unter ihrer Herrschaft sind die Armen arm geblieben und die Reichen reich; ging das Blutvergießen weiter und dauerte die Ungerechtigkeit fort. Doch mit Jesus ist der Heilskönig gekommen, der nicht mit Gewalt herrscht, sondern mit Liebe. Der das Los der Ärmsten der Armen teilt und die Kranken, Hungernden und Schuldigen aufsucht. Ja, vor ihm sind alle Menschen gleich, ausnahmslos. Doch, so glaube ich, bei ihm stehen die Bedürftigen in der ersten Reihe und erst am Schluss kommen die Mächtigen und Reichen und zuletzt die Priester und Pfarrer.

Vor seinem Thron

Einmal stehen wir alle vor seinem Thron, vor Krippe und Kreuz. Und wir erkennen in seinem Licht, wer wir wirklich waren und sind. Dann werden unsere Gesichter schamrot und viele werden betroffen zu Boden blicken, auch ich, weil ich seine Liebe nur spärlich weitergegeben habe, womit er mich so reich beschenkt hat.
Und die Engel werden singen: "Fürchte dich nicht, siehe, wir verkündigen dir große Freude, die allen zuteil wird. Sieh hin, das ist dein Heiland, dein Retter, dein König, dein Gott. Für dich im Stall geboren und am Kreuz gestorben und aus dem Grab auferstanden als eine lebendige Hoffnung für alles Leben, das Gott geschaffen hat."

Und er wird sagen zu den Elenden zuerst und schließlich auch zu dir und zu mir: "Nun bist du frei von allem, was dich bisher gebunden hat: von aller Angst und aller Schuld, von allem Zweifel und aller Not, von Kummer und Schmerzen. Friede sei mit dir, du Kind meines Vaters, du mein Bruder, du meine Schwester!"

Gebet: Herr, auch ich will knien vor deiner Krippe und deinem Kreuz und dich ehren und lieben als meinen König. Herrsche du in mir und durch mich da, wo ich bin. Amen

Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr

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»Die Bibel ist so voller Gehalt, dass sie mehr als jedes andere Buch Stoff zum Nachdenken und Gelegenheit zu Betrachtungen über die menschlichen Dinge bietet.«
 J.W. von Goethe aus: „Dichtung und Wahrheit“
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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt.
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Freitag, 15. November 2024

tragen, ertragen, getragen hl

Losung: Mose sagt: »Du hast gesehen, wie dich der HERR, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Wege, den ihr gewandert seid. Und trotzdem glaubtet ihr dem HErrn, eurem Gott, nicht.« 5.Mose 1,31.32

Lehrtext: Und die Jünger erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie Jesus von ihnen erkannt wurde, da er das Brot brach. Lukas 24,35

Liebe Leserin, lieber Leser,

der römische Dichter Vergil (70 bis 19 vor Christus) erzählt die Legende, dass bei der Eroberung Trojas (in der heutigen Türkei) durch Odysseus und die Griechen der Trojaner Aeneas seinen alten Vater Anchises aus der brennenden Stadt getragen hat. Nach einer abenteuerlichen Flucht gelangte er schließlich nach dem heutigen Italien. Dort wurde dieser Migrant zum Stammvater der Römer.

Auch die Israeliten, so erzählt die Bibel, waren auf der Flucht. Sie kamen nach langer Zeit aus Ägypten nach Palästina zurück. Dort wurden sie von den Einwohnern nicht gerade willkommen geheißen. Entsprechend blutig verlief die Eroberung. Von dieser Zeit handelt auch die Losung.

Auch in ihr geht es darum, dass Gott „sein“ Volk, wie man damals glaubte, durch die entbehrungsreiche und gefährliche Flucht aus Ägypten hindurchgetragen hat, ähnlich wie Aeneas seinen Vater durchs Feuer. Und dann sagt Mose den bitteren Satz: »Und trotzdem glaubtet ihr dem HERRN, eurem Gott, nicht!«

Alte Zeiten - bleibende Wahrheiten

Was gehen uns, liebe Leserin, lieber Leser, jene alten Zeiten an? Haben wir heute nicht andere Sorgen und machen wir nicht ganz andere Erfahrungen? Nicht unbedingt. Was sich durch den Wandel der Zeiten gleichbleibt, ist die Erfahrung, dass niemand ohne die Hilfe anderer durchs Leben kommt. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke und auch die Gegenwart bedenke, so wurde und werde ich auf vielerlei Weise durchs Leben getragen, auch durch die Feuer der Leiden. Es hat den Anschein, als müsste ich sie allein durchstehen. Doch ohne diese Hilfe wäre ich verloren.

Soweit kannst du mir vielleicht zustimmen. Denn bei dir ist es schließlich ebenso. Aber kannst du Moses und vielen anderen und jetzt auch mir zustimmen, dass es Gott ist, der dich und mich trägt, nicht zuletzt mit Hilfe unserer Mitmenschen? Der dich auch in diesem Augenblick trägt und durch diesen Tag und die kommende Nacht und auch in Zukunft – solange das Leben währt? Und ist er es nicht, der uns schließlich in Christus auch durch den Tod trägt zu sich? Ich glaube das. Mehr muss ich gar nicht wissen.

Ein starker Trost

Im Psalm 71 Vers 18 sagt Gott: »Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.« Dieses Wort gefällt mir schon lange und jetzt, da ich selbst alt und grau bin, besonders. Zuletzt aber soll Paulus zu Wort kommen, der den Christen in Galatien geschrieben hat: »Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen(Galater 6,2) 

Das alles, liebe Leserin, lieber Leser, sind erzählte und verkündigte Wahrheiten und nicht unbedingt geschichtliche Berichte. Wahrheiten, die heute noch genauso gültig sind wie damals. Denn auch wir sind Getragene – bis zuletzt – und können die Lasten des anderen mittragen. Das zu glauben (Losung) und darauf zu vertrauen, dazu möchte ich dich mit dieser Auslegung einladen.

Gebet: Herr, du bist es, der mich trägt. Und wenn ich meine, ich bräuchte fremde Hilfe nicht, so ist es doch deine Kraft, mit der ich meine Lasten trage. Danke auch für alle, die dazu bei-tragen, dass ich leben kann, die mich tragen und er-tragen. Amen

Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr

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Donnerstag, 14. November 2024

Ehre sei Gott und Friede den Menschen hl

Losung: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes. 5.Mose 10,14

Lehrtext: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Lukas 2,14


Liebe Leserin, lieber Leser,


in der evangelischen Kirche findet zur Zeit die alljährliche Friedenswoche statt. Darauf weist unter anderem der aktuelle Wochenspruch hin: Jesus sagt: "Selig und glücklich zu preisen sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen" (Matthäus 5,9).Und im heutigen Lehrtext singen die Weihnachtsengel: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens." Ja, Gott die Ehre geben und Frieden stiften ohne militärische Gewalt, ohne den Feind erstmal besiegen zu wollen, das gehört zusammen.

Die Großkirchen und die Friedenskirchen

Die großen Kirchen in Europa, auch meine evangelische Kirche, haben das bis heute nicht akzeptiert. Sie billigen nach wie vor Rüstungsproduktion und Waffenlieferungen in Kriegsgebiete. Anders die kleinen, wenig einflussreichen Friedenskirchen in den USA, die Mennoniten und Hutterer, die Church of Bretheren, die Quäker und die United Church of Christ. Sie alle setzen sich in der Nachfolge Jesu für soziale Gerechtigkeit ein und lehnen militärische Gewalt generell ab. Von den Großkirchen wurden sie auch gerade deshalb lange als „Sekten“ gebrandmarkt.

Und was sagt die große Mehrheit der Christen in Russland, in der Ukraine, in Deutschland und in den USA dazu? Was sagen die Kirchen in Deutschland zu Waffenlieferungen und militärischer Unterstützung von Israel und der Ukraine? Wenn du es nicht schon weißt und wenn es dich interessiert, könntest du das zum Beispiel über das Internet herausfinden.

Und jetzt überlege bitte:

- Kannst du deine Ansichten zu den gegenwärtigen Kriegen vor deinem Gott verantworten und dafür auch beten?
- Kannst du sie vor den Opfer, vor den Müttern und Kindern, vor den Verwundeten und angesichts der Toten in Russland, in der Ukraine, in Israel, in Gaza und im Libanon vertreten und verantworten?
- Oder geht es zuerst um das, was die meisten Politiker, Politikerinnen und Medien in unserem Land sagen: um Freiheit, Demokratie, Völkerrecht, Abschreckung, Sicherheit, Solidarität, westliche Werte und so weiter?
- Oder ist das gar keine Alternative, weil man eben das Leid und den Tod der oben genannten Menschen in Kauf nehmen muss, um jene Werte zu verteidigen?

Lies dazu bitte noch einmal die Losung und den Wochenspruch (siehe oben)

In der evangelischen Kirche findet zurzeit die alljährliche Friedenswoche statt. Wofür?

Ich würde mich freuen, wenn du deine eigene Antwort zu den verschiedenen Fragen finden würdest. Vielleicht magst du sie in die Kommentare schreiben.

Gebet: Herr, du weißt, was es heißt, in die Hände der „Kriegsknechte“ (M. Luther) zu fallen. Und trotzdem klage ich dir das Leid der Opfer auf allen Seiten. An wen sonst kann ich mich wenden als an dich? Mit deiner Geburt bist du für mich zum Auftrag geworden: „Ehre sei Gott und Friede auf Erden!“ Gib mir den Mut und die Kraft, unbeirrt daran festzuhalten ganz gleich, was andere denken und sagen. Amen

Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr

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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
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Mittwoch, 13. November 2024

Nichts bleibt wie es ist hl

Losung: Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke. 1.Samuel 2,4

Lehrtext: Paulus schreibt: Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark. 2.Korinther 12,10


Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal wünscht man sich ja, dass alles so bleiben möge, wie es ist. Aber das ist ein Wunsch, der nicht in Erfüllung geht. Fortwährend ändert sich alles, alles ohne Ausnahme. Nicht immer zum Besseren, leider. Doch Stillstand und Erstarrung wären am schlimmsten. Sie sind das Ende. Und auch wenn es von Gott heißt, dass seine „Mühlen langsam mahlen“, so gilt doch auch, dass sie nicht still stehen. Das lässt mich hoffen.

Hanna, von der die heutige Losung kommt, lebte der Bibel zufolge mit ihrem Mann Elkana vor mehr als 3000 Jahren im Gebirge Ephraim, nicht weit von Jerusalem. Ihre große Not war, dass sie keine Kinder bekommen konnte. Doch nach einem langen Gebet im Tempel hat Gott sie doch noch erhört, und sie gebar den späteren Propheten Samuel. Endlich hatte sich etwas geändert. Endlich war sie den damaligen Vorstellungen zufolge eine vollwertige Frau, ein vollwertiger Mensch. Das machte sie so glücklich, dass sie ein Loblied sang, in dem auch die heutige Losung vorkommt. Darin geht es genau darum: nichts bleibt, wie es ist. Hören wir einmal hinein (1. Samuel 2,1.4-8):

Hanna: Der HERR erfüllt mein Herz mit großer Freude. Die Waffen starker Soldaten sind zerbrochen, doch die Schwachen bekommen neue Kraft. (Losung)
Wer immer satt geworden ist, muss nun für ein Stück Brot hart arbeiten. Doch wer damals Hunger litt, hat heute genug zu essen. Die unfruchtbare Frau bringt sieben Kinder zur Welt, die kinderreiche jedoch welkt dahin!
Gott, der HERR, tötet und macht wieder lebendig. Manche macht er arm, andere dagegen reich. Er erniedrigt und erhöht Menschen, wie er es für richtig hält.
Dem Verachteten hilft er aus seiner Not. Er zieht den Armen aus dem Schmutz und stellt ihn dem Fürsten gleich ...

Anders gesagt: Gott ist nicht auszurechnen. Er ist immer für eine Überraschung gut. Und wer meint, allzu sicher zu sein, soll sich vorsehen. „Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war.“ Die Bibel sagt, das ist nicht Willkür, sondern Wille und Plan.

Tausend Jahre später hat wieder eine Frau einen ähnlichen Gesang angestimmt, Maria, als sie vom Engel erfahren hatte, dass sie mit Jesus, dem 'Gotthilft', schwanger sein würde. Und auch ihr Lied hatte diese Bedeutung: Nichts bleibt wie es ist. Gott ist unablässig am Wirken, um seinen Willen durchzusetzen:

Maria: Ich freue mich über Gott, meinen Retter. Mir, seiner Dienerin, hat er Beachtung geschenkt, und das, obwohl ich gering und unbedeutend bin. Von jetzt an und zu allen Zeiten wird man mich glücklich preisen, denn Gott hat große Dinge an mir getan, er, der mächtig und heilig ist!
Er streckt seinen starken Arm aus und fegt die Hochmütigen mit ihren stolzen Plänen hinweg. Er stürzt Herrscher von ihrem Thron, Unterdrückte aber richtet er auf. Die Hungrigen beschenkt er mit Gütern, und die Reichen schickt er mit leeren Händen weg.

Und noch einmal 2000 Jahre später hat der vor den Nazis geflohene Dichter Bert Brecht 1944, ein Jahr vor Kriegsende, in Anlehnung an Hanna und Maria gedichtet:

Bert Brecht: Am Grunde der Moldau wandern die Steine
Es liegen drei Kaiser begraben in Prag.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.

Es wechseln die Zeiten. Die riesigen Pläne
Der Mächtigen kommen am Ende zum Halt.
Und gehn sie einher auch wie blutige Hähne
Es wechseln die Zeiten, da hilft kein Gewalt.

Am Grunde der Moldau wandern die Steine

Nichts bleibt wie es ist. Für Bert Brecht sind es die Zeiten, die wechseln und mit ihnen die Verhältnisse im Großen wie im Kleinen. Das Einzige, was sich nicht ändert, ist, dass sich etwas ändert.

Für die beiden Frauen Hanna und Maria ist es Gott, der Herr über die Zeit, der dafür sorgt, dass wir alle Grund haben, zu hoffen, auf ihn zu hoffen. Er ist der „Gott hilft“ auch und gerade für die, die meinen, nichts mehr zu hoffen zu haben. Sein Wille geschieht, im Himmel und auf Erden, gestern, heute und morgen, bei mir und bei dir.

Gebetslied aus Taizé:

Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht
Christus meine Zuversicht,
auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht. Amen

Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr

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 J.W. von Goethe aus: „Dichtung und Wahrheit“
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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
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Dienstag, 12. November 2024

erinnern, lernen, glauben hl

Losung: Durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein. Aber ihr habt nicht gewollt. Jesaja 30,15

Lehrtext: Das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft. 1.Korinther 4,2


Liebe Leserin, liebe Leser,

heute geht's in der Losung um die katastrophale Außenpolitik der judäischen Regierung um das Jahr 700 vor Christus.
Die damalige Großmacht Assur ist drauf und dran, den kleinen Staat Juda unter ihre Herrschaft zu bringen. Der Teilstaat Israel ist bereits Jahrzehnte zuvor besiegt und aufgelöst worden. Nun will sich das verbliebene Juda mit der anderen Großmacht im Westen, mit Ägypten, gegen Assur verbünden. Dabei setzt man auf Waffen, auf Schlachtrosse (heute: Panzer) und Rennpferde (heute: Jagdflugzeuge) Jesaja 30,16

Doch die abenteuerliche Außen- und Bündnispolitik scheitert. Auch der Teilstaat Juda mit der Hauptstadt Jerusalem kommt unter die Kontrolle der Assyrer. Jerusalem mit seinen Tempel wird erstmal nicht zerstört. Dafür müssen die Israeliten (Judäer) einen hohen Tribut zahlen. Die Bündnispolitik mit den Ägyptern hatte ihnen nicht geholfen, weil sie Gottes Wort im Mund ihres Prophten Jesaja in den Wind geschlagen hatten: "Durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein. Aber ihr habt nicht gewollt" (Losung)

Die große Katastrophe

Später haben die Israeliten diese Geschichte in einen Sieg umgedeutet. Sie wollten aus der Niederlage nicht lernen. Nicht zuletzt deshalb kam es im Jahr 587 vor Christus zur Katastrophe, als die neue Großmacht Babylon anrückte und mit dem Staat Juda, mit Jerusalem und dem Tempel "kurzen Prozess" machte. Alles wurde zerstört und die Bewohner Jerusalems wurden nach Babylon verschleppt.

Die noch größere Katastrophe

Danach erinnerten sich die Überlebenden an die Worte der wenigen, sogenannten Gerichtspropheten wie Jesaja und nahmen diese in die Heiligen Schriften der Juden, ins Alte Testament, auf: "Durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein." Das sollte eine Mahnung auch für spätere Generationen sein.
Doch auch das hat nicht geholfen. Im Jahr 70 nach Christi Geburt machten die Römer den Staat Juda, Jerusalem und den zweiten Tempel für 2000 Jahre platt, weil die jüdischen Partisanen (Zeloten) keine Ruhe gaben und sie immer wieder aus dem Hinterhalt angriffen.

Die nicht enden wollende Spirale aus Hass und Gewalt

Erst nach dem Menschheitsverbrechen an ihnen, nach dem Holocaust, errichteten die Überlebenden im Jahr 1948 unserer Zeit einen neuen jüdischen Staat auf Kosten jener Palästinenser, die damals von ihnen mit Waffengewalt aus der Heimat vertrieben wurden (Stichwort "Irgun"). Seitdem kommt der sogenannte Nahe Osten nicht zur Ruhe. Krieg, Terror, „Siedler“-Gewalt halten den Hass am Brennen.

Und, lernen wir aus der Bibel? Hätte uns Deutschen jenes Wort des Jesaja (Losung) nicht auch viel Leid im Lauf unserer Geschichte ersparen können? Oder gilt nach wie vor auch für uns, was der spanische Philosoph George Santayana (1883-1952) sagt: "Wer sich des Vergangenen nicht erinnert (und keine Lehren daraus zieht), ist dazu verurteilt, es noch einmal zu erleben"?
Und sein deutscher Kollege Georg Wilhelm Hegel (1770-1831) hat den nicht minder aufschlussreichen Satz geprägt: »Das einzige, was wir aus der Geschichte lernen, ist, dass wir nichts aus der Geschichte lernen.«

Erinnern, lernen, glauben

Das klingt nicht nur ernüchternd. Das ist es auch. Grund genug, dass wir uns als Einzelne wie als Gemeinschaft immer wieder auf unseren Glauben besinnen, Hektik vermeiden und bei jeder wichtigen persönlichen wie politischen Entscheidung ersteinmal fragen: „Was würde Jesus jetzt tun?“ Würde er in unsere Empörung einstimmen, unsere Angst teilen und unsere unbesonnenen Handlungen unterstützen? Oder würde er an die Worte des Jesaja erinnern: "Durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein.“ Du meinst, so zu fragen sei naiv? Dann frage ich dich, was allein in den letzten 110 Jahren in Deutschland aus all den eigenmächtigen Versuchen geworden ist, ohne Gott zu leben, Politik zu treiben und sein Heil in Waffen und Drohgebärden zu suchen.

Gebet: Herr, unser größter Feind sind wir selbst. Rette uns aus unserer Eigenmächtigkeit, aus unseren Irrtümern und Fehlentscheidungen. Lass uns auf dich schauen, dir vertrauen und nach dir fragen. Wer sonst kann uns helfen. Amen

Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr

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Montag, 11. November 2024

Nach meinem Kopf? Nach seinem Willen! hl

Losung: Die Israeliten werden umkehren und den HERRN, ihren Gott, suchen, und werden mit Zittern zu dem HERRN und seiner Gnade kommen in letzter Zeit. Hosea 3,5

Lehrtext: Jesus sagt: Wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Matth 7,8


Liebe Leserin, lieber Leser,

wer da zahlt, der bekommt - aber nur das, was er auch bezahlt hat. So ist es in der Menschenwelt. Für mich ist Gott kein Krämer, kein Geschäftsmann. Er ist der "Vater unser", der wie ein guter Menschenvater gibt, was seine Kinder brauchen, ohne eine Gegenleistung zu fordern (Lehrtext).

Was Gott gibt

Er gibt unablässig, was dich und mich bisher am Leben erhält, ob wir ihn darum bitten oder nicht. Noch immer habe ich mein "tägliches Brot" bekommen. Noch immer lässt er mein Herz in der Brust schlagen, die Lungen atmen. Er gibt mir Kraft für meine Lasten und lässt mich glauben, lieben und hoffen. Ich kann denken und fühlen und meine fünf Sinne gebrauchen. Auch gibt er mir durch andere, was ich mir selbst nicht geben kann: Zuneigung und Trost, Freundlichkeit und Hilfe. Doch er gibt das alles nur auf Zeit und nicht im Voraus. So bleibt mein Gottvertrauen lebendig.

Die brennendste aller Fragen

Aber stimmt das alles? Das kann nur jeder von uns beiden selbst beantworten. Doch die brennendste aller Fragen nach dem Warum von Leid und Tod kann ich nicht beantworten. Als Jesus in Todesangst seinen himmlischen Vater gebeten hatte, doch "den Kelch des Leidens und Sterbens am Kreuz vorübergehen zu lassen" (Matthäus 26,39; Lukas 22,42-43), hat er ihm diese Bitte nicht erfüllt.

Letzten Endes kommt es nicht auf unsere, nicht auf meine Bitten und Wünsche an, nicht auf meinen Willen, sondern darauf, dass sein Wille geschieht. Vielleicht ist das die entscheidende Vaterunser-Bitte, wenn ich ihm zwar sage, was mir wichtig ist, aber immer unter dem Vorbehalt: "Nicht wie ich will, sondern wie du willst."

Das betet sich leicht und lebt sich schwer. Doch wenn ich so bitte, dann stimmt auch für mich, was Jesus im Lehrtext sagt, dann vertraue ich darauf, dass mein Gott gibt und tut, was schließlich für mich am besten ist. Dabei will ich bleiben, auch wenn ich nicht das bekomme, worum ich gebeten habe; auch wenn ich das nicht immer verstehe.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mir mal die Frage gestellt: wo fühle ich mich bei Gott geborgen? In seiner Liebe? Ja. In seiner Macht? Ja, da auch. Aber am meisten in seinem Willen. Und darum bete ich:

Gebet: Ewiger Gott, ich vertraue darauf, dass für mich am besten ist, was du willst. Und so bitte ich dich in Jesu Namen: Dein Wille geschehe hier und dort, jetzt und dann, in diesem und in jenem Leben. Amen

Das hilft mir, wenn sich die Verzweiflung meiner bemächtigen will und hält meine Zuversicht am Leben.

Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr

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Sonntag, 10. November 2024

Wie siehst du dich? hl

Losung: Jesaja schreibt: Meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet. Jesaja 61,10

Lehrtext: Die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Epheser 5,9

Liebe Leserin, liebe Leser,

wie bist du gerade angezogen? Fühlst du dich wohl in deinen Kleidern? Aber vielleicht hast du sogar welche, von denen du gar nichts weißt. Wenn du die heutige Losung 1) gelesen hast, ahnst du wahrscheinlich schon, worauf ich hinaus will – ungefähr wenigstens. Darin ist von den Festkleidern des Heils und dem Mantel der Gerechtigkeit die Rede. Jesaja freut sich, dass Gott ihm diese Kleidungsstücke gegeben und angezogen hat. So kann er sich vor ihm und der Welt sehen lassen.

Das schönere Kleid

Du und ich, wir beide tragen ein noch schöneres Kleid. Und alle anderen ebenso. Doch damit hat es seine besondere Bewandtnis. Wir können es nur sehen, wenn wir nicht mit unseren gewöhnlichen Augen hinschauen, sondern mit den Augen Jesu. Er sieht, dass wir in Gottes Liebe gekleidet sind - und die anderen auch, ausnahmslos. Er will uns die Augen, besser, das Herz öffnen, damit wir das auch an uns und an ihnen sehen können. Denn, so schreibt Antoine de Saint-Exupery in seinem Buch "Der kleine Prinz": "Man sieht nur mit dem Herzen gut."

Das ist Jesu Evangelium, seine gute Nachricht für mich und für dich und jeden Menschen: In seinen Augen sind wir bereits auf das Schönste gekleidet und wenn wir in Lumpen daherkämen, gekleidet in Gottes Liebe.
Jetzt kommt es für mich darauf an, dass ich mich selbst so sehen kann, mit seinen Augen. Aber genauso kommt es darauf an, dass ich meine Mitmenschen so sehe, gerade die, die mir sonst nicht so gefallen.

Sieh dich mit dem Herzen an

Und nun meine Bitte: stelle dich doch bei nächster Gelegenheit vor einen Spiegel und schau dich intensiv an, aber nicht schon wieder kritisch und abwertend. Schau dich mit dem Herzen an und sage: ,So sieht mich Gott, jetzt, in diesem Augenblick, wie eine liebevolle Mutter ihr Kind.' Und dann sage: ,So will ich mich auch sehen, als einen Menschen, den Gott in Liebe gekleidet hat.' Und wenn du die innere Größe und Kraft hast, kannst du vielleicht noch sagen: ,Und so will ich auch die anderen sehen, selbst die, die mir nicht gefallen.'

Gebet: Herr, ich sage jetzt einfach nur danke, dass du mich liebevoll anblickst. Du weißt ja, wie schwer es mir oft fällt, mich selbst so zu sehen - wie erst die anderen! Ich brauche deinen Blick, um das Kleid deiner Liebe sehen zu können, das ich trage. Ich brauche ein großes Herz, um auch die anderen so sehen zu können. Auch sie sind deine geliebten Menschen. Mit deiner Hilfe sehe ich sie und mich in einem anderen, in deinem Licht (Lehrtext). Das ändert viel zum Guten. Amen

Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr

(1) aus dem Propheten-Buch des sogenannten "Dritten Jesaja" (Altes Testament)

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»Die Bibel ist so voller Gehalt, dass sie mehr als jedes andere Buch Stoff zum Nachdenken und Gelegenheit zu Betrachtungen über die menschlichen Dinge bietet.«
 J.W. von Goethe aus: „Dichtung und Wahrheit“
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Hinweis für Smartphone-Nutzer:
 So finden Sie 
alle Auslegungen seit 2010: Weiter nach unten gehen. Auf den Link „Web-Version anzeigen“ tippen. In der rechten Spalte gewünschtes Jahr, Monat und Tag aufrufen.
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Sie können die Losungsauslegungen gerne über WhatsApp, E-Mail, Twitter, Facebook etc., weitergeben: Den Link einfach markieren, kopieren und versenden.
Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden. Sie werden nachträglich korrigiert.
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1728 erschien in Herrnhut die erste Tageslosung, ein Bibelwort aus dem Alten Testament, das für jeden Tag des Jahres ausgelost wird. Dazu wird der Lehrtext, ein passendes Bibelwort aus dem Neuen Testament, ausgesucht. Inzwischen erscheinen die täglichen „Losungen“ in etwa 50 Sprachen.
Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt.
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Samstag, 9. November 2024

loben und danken trotz alledem hl

Losung: Lobet den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele! Psalm 103,22

Lehrtext: Aus Liebe hat er uns dazu bestimmt, seine Söhne und Töchter zu werden – durch Jesus Christus und im Blick auf ihn. Das war sein Wille und so gefiel es ihm, damit der Lobpreis seiner Herrlichkeit erklingt: der Lobpreis der Gnade, die er uns erwiesen hat durch Jesus Christus, seinen geliebten Sohn. Epheser 1,5-6


Liebe Leserin, lieber Leser,


gestern morgen bin ich bewusst einen kleinen Umweg von drei Minuten gefahren. Diese Strecke ist verhältnismäßig verkehrsarm. Doch der eigentliche Grund ist die wunderbare Landschaft in diesem Teil Westmittelfrankens. Nein, sie ist nicht so spektakulär wie in Oberbayern südlich von München oder in anderen Urlaubsregionen in unserem unzufriedenen Land. Aber für mich ist sie so ansprechend, dass ich ihm unwillkürlich gesagt habe:

Gebet: Mein Gott, was für eine schöne Welt! Ich lebe so gern hier, das überwiegt alles andere. Und was für eine gute Zeit hast du mir nicht all die Jahre gegeben: kein Hunger, kein Krieg, keine Flucht, keine Unterdrückung, kein unerträgliches Leid, kein Grund, undankbar zu sein und dir den Rücken zu kehren.
Im Gegenteil. Wie viel Freundlichkeit und Hilfe hast du mir nicht durch andere Menschen geschenkt! Wie viel Freude an schönen Dingen, besonders an der Musik! Du hast mich gesegnet mit meiner Familie und mit Freunden. Hast mir immer wieder meine Sorgen abgenommen und mein Herz leicht gemacht. Und du hilfst mir, die Last anzunehmen und zu tragen, die mir bestimmt ist.
So viel hätte ich dir noch zu sagen und zu danken. Ich sage es dir mit diesem Satz, den dir so viele schon vor mir gesagt haben:
'Lobe den Herrn, meine Seele!' – allen Einwänden zum Trotz! Amen

Diese Erfahrung und dieses Gebet, liebe Leserin und lieber Leser, hat mich gestern durch den ganzen Tag getragen und auch heute möchte ich es mir nicht nehmen lassen, meinen Gott für die Wunder seiner Schöpfung zu loben und ihm für mein Leben zu danken - ja, allen Einwänden zum Trotz!

Herzliche Grüße, Ihr / dein Hans Löhr

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»Die Bibel ist so voller Gehalt, dass sie mehr als jedes andere Buch Stoff zum Nachdenken und Gelegenheit zu Betrachtungen über die menschlichen Dinge bietet.« J.W. von Goethe aus: „Dichtung und Wahrheit“
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Ich lege Losung und Lehrtext aus, weil einer Untersuchung zufolge das Nachdenken über Bibelworte den Glauben am stärksten wachsen lässt.
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