Mittwoch, 4. März 2020

Respekt hl

LosungDie ihr den HERRN fürchtet, hoffet auf den HERRN! Psalm 115,11

LehrtextEr gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist. Epheser 1,18 

Liebe Leserin, lieber Leser,

also, was ich gar nicht verstehe und wofür ich auch überhaupt kein Verständnis habe, das sind Beleidigungen oder sogar tätliche Angriffe auf Rettungskräfte im Einsatz. Da kommen Sanitäter und Feuerwehrleute zu einem Unfall, um zu helfen und zu retten, und dann werden sie noch angepöbelt und behindert.
     Im Gegenteil, vor Menschen die sich zum Teil freiwillig für andere einsetzen, um ihnen in einer schwere Notlage zu helfen, habe ich großen Respekt. Ich rechne ganz fest damit, dass sie mir zu Hilfe kommen werden, wenn es nötig ist.
     Vor Gott habe ich größten Respekt, weil er es zu seinem Beruf gemacht hat, für mich da zu sein in jeder Situation, Tag und Nacht. Was auch immer mit mir geschehen wird, ich rechne mit seiner Hilfe und hoffe auf ihn. Doch er ist mehr als ein Notarzt. Er sorgt auch dafür, dass unablässig mein Herz schlägt und ich lebendig bin solange er will.
     Der Lehrtext sagt, dass ich auf ihn hoffen könne, nicht nur wenn es um mein alltägliches Leben geht, sondern auch dann noch, wenn es um mein Ende geht. Dann werde er mich überreich beschenken. Um das zu erkennen, bräuchte ich Augen des Herzens, um zu sehen, worauf ich hoffen kann und welch reiches Erbe auf mich wartet.
     Ich könnte mir jetzt irgendetwas ausmalen. Aber um auf ihn zu hoffen, brauche ich keine Einzelheiten zu wissen. Da genügt es mir, dass ich ihm gehöre in diesem Leben und in jenem. Denn er ist jetzt wie dann derselbe. Er ist jetzt wie dann so, wie er heißt: ‚IchBinDa‘.

Gebet: Herr, du bist für mich da. Diese Einsicht hat meinen Glauben verändert. Jetzt rufe ich nicht mehr nur in der Not zu dir, sondern danke dir täglich für deine Hilfe. Amen

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr

p.s. Ich freue mich über Ihren Kommentar, den Sie weiter unten schreiben können.
Sie können die Losungsauslegungen gerne über E-Mail, WhatsApp, Twitter, Facebook etc, weiterverbreiten: Einfach markieren, kopieren und in das jeweilige Programm einfügen.

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden nachträglich korrigiert.
In diesem Blog finden Sie über 3000 Losungsauslegungen. Kontakt: hansloehr@yahoo.de

Dienstag, 3. März 2020

Aguirre, der Zorn Gottes hl

LosungAch HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm! Psalm 6,2

Lehrtext: Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, die Seligkeit zu besitzen durch unsern Herrn Jesus Christus. 1.Thessalonicher 5,9

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Zorn Gottes? Das war mal was für die Menschen der Bibel vor Jesu Geburt. Das ist heute noch etwas für christliche, islamische und andere religiöse Fanatiker und Fundamentalisten. Und das ist etwas für den Filmtitel: „Aguirre, der Zorn Gottes“ von Regisseur Werner Herzog mit dem Hauptdarsteller Klaus Kinski als Aguirre.
     Hier die Handlung: Wir sind im 16. Jahrhundert, in den peruanischen Anden: Eine Expedition spanischer Eroberer ist auf der Suche nach El Dorado, dem sagenhaften Goldland der Inkas. Der machtbesessene Unterführer Aguirre reißt das Kommando über einen Voraustrupp an sich, der auf Flößen den Amazonas herab fahren und die Gegend erkunden soll. Aguirre erklärt den spanischen König für abgesetzt und einen mitreisenden Adligen zum "Kaiser von El Dorado". Sich selbst nennt er den „Zorn Gottes“. Dann stößt er mit den Flößen weiter ins Land vor, inmitten einer feindlichen Umwelt, bedroht durch die Giftpfeile der Indianer, Hunger, Erschöpfung, Krankheit und Meuterei. Die Gruppe wird immer weiter dezimiert. Am Ende sehen wir Aguirre dem Wahnsinn verfallen, auf einem von Leichen bedeckten Floß, das den Amazonas hinabtreibt.
(filmportal.de)
     Der Wahnsinnige glaubt also, selbst der Zorn Gottes zu sein, weil dort, wo er hinkommt, Gewalt, Grausamkeit, Mord und Totschlag wüten wie eine Seuche. Wenn die Erde bebt,  Vulkane ausbrechen und Tsunamis die Küsten verwüsten, meinen manche Gläubige noch heute, darin Zeichen von Gottes Zorn sehen zu müssen. Manche sahen auch im Bombenhagel auf deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg Anzeichen davon. Wieder andere glauben, dass ihre persönlichen Katastrophen wie schwere Krankheiten, der Verlust des Partners, der Tod eines Kindes und so weiter auf Gottes Zorn zurückzuführen seien, weil sie wie auch immer gesündigt hätten.
     Dagegen sagt der Lehrtext: „Gott hat uns nicht für den Zorn und das Gericht bestimmt, sondern zur Rettung (aus Schuld und Tod) durch unseren Herrn Jesus Christus.“ Die Vorstellung vom Zorn Gottes ist allzu menschlich. Da werden eigene negative Gefühle auf Gott übertragen. Und wenn schon Gott zornig ist, dann darf man das selbst ja wohl auch sein gegenüber denen, die nicht tun, was man will.
     Nein, „der Zorn Gottes“ mag eine weitverbreitete religiöse Vorstellung sein. Mit meinem Glauben an Gott, wie er sich in Jesus Christus zeigt, hat das nichts zu tun. Sollen die zornigen Götter auf den Vulkanen ruhig Feuer speien. Unser Gott macht nicht Angst, sondern beruhigt mein Herz. Er führt nicht Krieg gegen mich, sondern schenkt mir seinen Frieden. Er schlägt keine Wunden, sondern heilt. Und das gilt auch für dich.

Gebet: Herr, du hast mir mit Jesus den schönen Glauben geschenkt, dass ich vor dir keine Angst und kein schlechtes Gewissen haben muss. Denn du bist nicht dazu da, mich zu bestrafen, sondern zu lieben; nicht zu verdammen, sondern zu retten. Darum kann ich dich wieder lieben und dir von Herzen vertrauen. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

p.s. Ich freue mich über Ihren Kommentar, den Sie weiter unten schreiben können.
Sie können die Losungsauslegungen gerne über E-Mail, WhatsApp, Twitter, Facebook etc, weiterverbreiten: Einfach markieren, kopieren und in das jeweilige Programm einfügen.

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden nachträglich korrigiert.
In diesem Blog finden Sie über 3000 Losungsauslegungen. Kontakt: hansloehr@yahoo.de

Montag, 2. März 2020

Recht muss Recht bleiben! hl

LosungRecht muss doch Recht bleiben, und ihm werden alle frommen Herzen zufallen. Psalm 94,15

Lehrtext: Jesus spricht: So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Matthäus 5,16

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit der Justiz ist es wie mit der Feuerwehr: Man möchte mit ihr nichts zu tun haben müssen. Aber wenn es darauf ankommt, ist es gut, dass es sie gibt. So denken viele auch über die Kirche, und darum sind sie noch immer Mitglied, obwohl sie sie kaum in Anspruch nehmen. Doch zurück zur Justiz. „Recht muss doch Recht bleiben!“, sagt die Losung. In anderen Übersetzungen heißt es: „Es wird auch wieder gerechte Richter geben“.
     Wir in Deutschland haben das Glück, in einem Rechtsstaat zu leben, in dem die Justiz im Großen und Ganzen funktioniert. Natürlich kommt es auch bei uns zu Fehlurteilen. Schließlich sind auch Richter und Staatsanwälte fehlbare Menschen. Aber im Weltmaßstab kommen wir recht gut weg. Das war vor 80 Jahren ganz anders, als die Nazis mit ihrem „Volksgerichtshof“ das Recht beugten, Unschuldige verurteilten und ihre Gegner hinrichten ließen. Ich kann mir denken, dass damals mancher unser Bibelwort im Kopf hatte: „Recht muss doch Recht bleiben!“ Und sie sollten recht behalten. 1945 ging mit der nationalsozialistischen Rassendiktatur auch der widerwärtige Volksgerichtshof zugrunde.

Das Böse triumphiert nicht endgültig

     Irgendwie ist es schon ein Wunder, dass das Böse in dieser Welt nicht endgültig triumphiert. Immer wieder erhebt es sein abscheuliches Haupt und lässt Menschen leiden. Aber dann setzen sich doch wieder Gerechtigkeit, Frieden und Menschlichkeit durch. Ich persönlich glaube mit der Bibel, dass uns, wie wir es im Vaterunser sagen, Gott selbst immer wieder vom Bösen erlöst. Deshalb weiß ich trotzdem keine Antwort auf die Frage, warum es das Böse überhaupt gibt. Warum es immer wieder für eine gewisse Zeit an die Macht kommt und Unschuldige drangsaliert.
     Damit in einem Staat das Recht regiert und nicht das Unrecht, braucht es auch die Bürger und darunter vor allem uns Christen. Unsere Aufgabe ist es im Kleinen für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen. Wenn es in unseren Familien, am Arbeitsplatz, in den Behörden, bei der Polizei und in den Kommunen recht zugeht, dann strahlt das auch auf die große Politik aus und beeinflusst unsere Gesellschaft zum Guten. Jesus sagt dazu im Lehrtext: »Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.«Und zu diesen 'guten Werken' gehört nun mal, dass wir und bemühen, so gut es geht einander gerecht zu werden.

Gebet: Herr, ich möchte dir dafür danken, dass ich mich vor Polizei und Justiz nicht fürchten muss. Ich weiß, wie schnell das ins Gegenteil umschlagen kann, wenn wir uns alle miteinander nicht mehr um Gerechtigkeit bemühen, wenn Lüge, Betrug und Intrige triumphieren und nicht mehr das Bemühen um Wahrheit und Recht. Entzünde in uns Christen das Licht der Rechtschaffenheit und Wahrheitsliebe, damit es in unserem Land nicht finster wird. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

p.s. Ich freue mich über Ihren Kommentar, den Sie weiter unten schreiben können.
Sie können die Losungsauslegungen gerne über E-Mail, WhatsApp, Twitter, Facebook etc, weiterverbreiten: Einfach markieren, kopieren und in das jeweilige Programm einfügen.

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden nachträglich korrigiert.
In diesem Blog finden Sie über 3000 Losungsauslegungen. Kontakt: hansloehr@yahoo.de

Sonntag, 1. März 2020

Warum bist du hier? (Predigt) hl

Predigt von Hans Löhr im Lichtblickgottesdienst

Liebe Freunde,

ich habe neulich ein kleines Büchlein gelesen „Das Cafe am Rande der Welt“ von John Strelecky. Darin geht es um nichts Geringeres als den Sinn des Lebens. Das Buch ist schon 2006 erschienen und wurde mittlerweile in 30 Sprachen übersetzt. Manche von euch werden es kennen. Mir hat das Buch nur teilweise zugesagt. Meiner Meinung nach betont es zu stark die Wahlfreiheit des einzelnen Menschen so als ob jeder zu jeder Zeit sich für das entscheiden könne, was er tun und lassen möchte. Es stimmt eben nicht, dass wirklich jeder „seines Glückes Schmied ist“. Frauen in Bangladesh, Schuldsklaven in Indien, Kriegsopfer in Syrien – sie alle würden sich gern ein anderes Leben wählen, wenn sie könnten. Bauernkinder in Deutschland mussten bis vor wenigen Jahrzehnten auch noch den Hof weiterführen, wenn die Eltern das gewollt haben.
     Vielleicht hast auch du Verpflichtungen, die du nicht einfach abschütteln kannst. Doch immerhin haben wir in Europa sehr viel mehr Möglichkeiten als in anderen Weltgegenden. Und darum greife ich eine Frage aus dem Buch auf, die in den ersten Kapiteln behandelt wird und die es lohnt, dass man darüber nachdenkt. Sie heißt: „Warum bin ich hier?“
     Natürlich kannst du dich jetzt auch fragen, „Warum bin ich hier im Lichtblickgottesdienst?“ Aber die Frage reicht tiefer. Sie meint: ‚Warum und wozu bin ich überhaupt auf der Welt?‘
     Rein biologisch gesehen, ist die Antwort klar: Wie alles andere Leben auch, bist du auf der Welt, um dich fortzupflanzen. Basta! Auch am Anfang der Bibel heißt es ja: Gott sprach zu Adam und Eva: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde!“ Das also ist der Zweck unseres Daseins. Aber ist das alles? Hat das Leben nicht noch einen anderen Sinn? Haben wir vielleicht noch eine andere Bestimmung, die wir erfüllen können?
     Wer den tieferen Sinn der Frage „Warum bin ich hier?“ entdeckt hat und die Antwort wirklich wissen will, den lasse diese Frage nicht mehr los. So das Buch. Wer die Antwort für sich gefunden hat, werde den Wunsch haben, dem Sinn seines Da-Seins gerecht zu werden, seine persönliche Bestimmung zu verwirklichen. Man könne sich aber auch für die Möglichkeit entscheiden, die gefundene Antwort beiseite zu schieben und so weiterzumachen wie bisher.

Was ist deine Bestimmung?

     In dem Buch heißt es weiter: Tue, was deiner Bestimmung entspricht. Wenn es für dich bedeutet, Kranke zu besuchen, so mach das. Wenn es für dich bedeutet, anderen mit deinen Fähigkeiten zu helfen, also die Wohnung zu streichen oder Probleme mit dem Computer zu lösen, so mach das. Wenn es für dich bedeutet, Hilfsgüter zu sammeln und in Katastrophengebiete zu fahren, so mach das. Wenn es für dich bedeutet, für deine Kinder und Enkel da zu sein, mach dies. Wenn es dir ein Bedürfnis ist, eine junge Familie in der Nachbarschaft zu unterstützen und auf die Kinder aufzupassen, mach das. Und so weiter. Frage dich, was kann ich, was möchte ich tun, was gibt meinem Leben Sinn, was macht mich zufrieden – und dann tue das. Und falls du meinst, du solltest alles tun, um reich zu werden, - wenn das deine Bestimmung ist, dann tue dies. Aber beobachte dich, ob du dabei nicht immer hungriger wirst.
     Frage dich, wozu bin ich auf der Welt? Was ist meine Bestimmung und dann tue das. Du hast öfter die Wahl als du denkst, das zu tun, was dir wirklich gut tut, was dich zufrieden und vielleicht sogar glücklich macht. Nur du musst das selbst tun und darfst nicht darauf warten, dass andere dich zufrieden und glücklich machen.
     In jenem Buch heißt es: Wenn ein Mensch die Antwort gefunden hat, warum er hier ist, dann hat er den Zweck seines Da-Seins, seiner Existenz erkannt. Das ist das eine. Das andere aber ist, dass er das dann auch ausprobiert, was ihn erfüllt. Die Frage ist also: Haben die vielen Dinge, die ich Tag für Tag tue mit dem Zweck meines Da-Seins zu tun? Beantworten sie die Frage, warum ich auf der Welt bin? Oder will und sollte ich etwas anderes tun?

Warum lebe ich so wie ich lebe?

     Das führt uns gleich zur nächsten Frage: Warum tue ich das, was ich Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr tue? Weil es mich erfüllt oder weil ich Angst habe, etwas anderes, etwas neues auszuprobieren? Tue ich es, weil ich es will oder weil andere wollen, dass ich es will? Tue ich es, weil ich mir bestimmte Dinge leisten will oder weil ich mir Zeit leisten will für andere und für mich? Oder tue ich das alles, weil ich nicht anders kann?
     In dem Buch „Die Vermessung der Welt“ geht es um Alexander von Humboldt, der von 1769 bis 1859 gelebt hat: Seine Mutter bestand darauf, dass er in den preußischen Staatsdienst eintrete und eine entsprechende Ausbildung absolviere. Aber ihm stand der Sinn danach, die Natur zu erforschen und in ferne Länder zu reisen. Nach dem Tod der Mutter war er innerlich so frei und finanziell so unabhängig, dass er seiner Bestimmung folgen konnte. So reiste er unter anderem nach Südamerika und erforschte Tiere, Pflanzen, die Böden und das Klima im Regenwald des Orinoko-Flusses von Kolumbien und in den Anden von Ecuador. Dabei bestieg er als Erster den Chimborazo, der mit seinen 6263 Metern damals als der höchste Berg der Erde galt. In Venezuela entdeckte Alexander von Humboldt am Valencia-See als Erster den von Menschen verursachten Klimawandel. Das war vor 220 Jahren. Unser heutiges Verständnis von Natur, dass alles mit allem zusammenhängt und dass wir Menschen nur eine Faser im feingesponnenen Netz des Lebens sind, geht auf ihn zurück.
     Alexander von Humboldt lebte leidenschaftlich, was seiner Bestimmung entsprach. Er wusste, wozu er auf der Welt war. Und wir heute profitieren von seinen Entdeckungen und Kenntnissen.
     Keiner von uns muss deshalb ein zweiter Humboldt werden. Aber dieser Mann kann ein Beispiel und vielleicht sogar ein Vorbild dafür sein, was ein Mensch erreichen kann, der den Zweck seines Da-Seins erkennt und danach lebt.
     Was deine Bestimmung ist, wozu du sozusagen berufen bist, weiß ich nicht. Vielleicht tust du ja genau das, wozu du da bist. Vielleicht führst du ein erfülltes und zufriedenes Leben. Dann hast du die richtigen Entscheidungen getroffen und tust, was was deinen Begabungen, Fähigkeiten und Wünschen gemäß ist.

Eine Antwort

     Vielleicht bist du aber noch auf der Suche und fragst dich, wie soll, wie will ich leben? Ich frage mich das natürlich auch. Und ich habe für mich die Antwort in der Bibel gefunden. Jesus hat sie denen gegeben, die so fragen und gesagt:
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.‹ Das ist das erste und wichtigste Gebot.      Ebenso wichtig ist aber ein zweites: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst. Alle anderen Gebote sind in diesen beiden Geboten enthalten.« (Matthäus 22,37-40)
     Möglicherweise denkst du jetzt: ‚Nun ja, der Pfarrer muss eben so reden.‘ Wenn du meinst. Aber vielleicht ist da doch etwas auch für dich dran. Denn in diesem Gebot ist davon die Rede, dass du dich selbst liebst. Das ist sozusagen die Voraussetzung, dass du auch deine Mitmenschen lieben kannst. Ich glaube, nur wer sich selbst liebt, kann auch den Zweck seines Daseins entdecken. Und vielleicht gibt es neben den vielen verschiedenen Antworten, warum ein Mensch hier auf der Welt ist, die eine Antwort, die auf alle zutrifft: Dass er zu seinen Mitmenschen freundlich ist, mit ihnen im Frieden lebt und ihnen hilft. Das, so glaube ich, trifft auf alle Generationen überall auf der Welt und zu allen Zeiten zu. Das ist zumindest aus der Sicht der Bibel und vor allem aus der Sicht Jesu der Zweck, wozu uns Gott geschaffen hat.
     „Warum bist du hier?“ Diese Frage steht vorn auf der Speisekarte des Cafés am Rande der Welt. Auf diese Frage sind viele unterschiedliche Antworten möglich. Aus meiner Sicht werden sie alle von der einen großen Antwort bestimmt, die Jesus gegeben hat. Und so kann ich für mich sagen: Ich bin hier, damit meine kleine Welt durch mich etwas heller, freundlicher und friedlicher wird. Ich kann das, weil Gott mich liebt und mir die Kraft dazu gibt. Darum kann ich ihn wieder lieben. Er ist der Grund, warum es mich überhaupt gibt. Er ist der Grund, warum es dich gibt und diese Welt und das ganze Universum. Ihm habe ich alles zu verdanken was ich bin und habe. Ihm vertraue ich mein Leben an. Das gibt mir Energie, wenn ich mich schwach fühle. Das tröstet mich, wenn es mir nicht gut geht. Das macht mich zuversichtlich, dass er mir auch morgen helfen wird, so wie er mir bisher geholfen hat.
     Und warum bist du hier?

Amen

Samstag, 29. Februar 2020

Ich muss kein Engel werden hl

LosungIch will euch retten, dass ihr ein Segen sein sollt. Sacharja 8,13

Lehrtext: Ich danke unserm Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren. 1.Timotheus 1,12-13

Liebe Leserin, lieber Leser,

kann es sein, dass Gott dich braucht, ganz speziell dich, und zwar nicht nur deine Stärken und guten Seiten, sondern auch deine Schwächen und dein Versagen? Ich weiß das natürlich nicht. Vielleicht magst du darüber mal nachdenken. Doch ich glaube, dass das möglich, ja sogar wahrscheinlich ist. Bei vielen Menschen der Bibel war es jedenfalls so.
     Von ihnen wissen wir, dass auch sie keine Glaubenshelden waren, sondern Menschen mit hellen und dunklen Seiten, allen voran König David, der seine Macht missbraucht, Petrus, der Jesus verleugnet und der Apostel Paulus, der zunächst als fanatischer Verfechter des jüdischen Glaubens die ersten Christen drangsaliert hat
(Lehrtext).

Menschen mit Brüchen

     Doch Gott hat sie nicht unschädlich gemacht, sondern zur Einsicht in ihr Fehlverhalten gebracht. So haben sie als Menschen mit Brüchen in ihrem Lebenslauf von ihrem Glauben erzählt, haben Psalmen gedichtet und anderen Jesu Botschaft vom barmherzigen und gnädigen Gott weitergegeben. Nicht zuletzt ihre Schwächen und ihre Schuld machen sie darin bis heute glaubwürdig.
     Darauf kommt es doch an, dass ich mich so wie ich bin Gott anvertraue. Dass ich von ihm sagen kann, er hat mir unvollkommenen Menschen geholfen und vergeben. Ich muss nicht tadellos sein und erst recht nicht anderen etwas vorspielen, was ich in Wirklichkeit gar nicht bin. Ich kann zu dem stehen wie ich bin, ob es anderen passt oder nicht, weil Gott zu mir steht.
     Damit, so denke ich, wird mein Glaube auch für andere glaubwürdiger. Und vielleicht ermutige ich sie damit unabsichtlich und unbewusst, selbst zu unserem wunderbaren Gott Vertrauen zu fassen.

Gebet: Danke, Herr, dass ich nicht erst ein Engel werden muss, um deiner Liebe würdig zu sein. Du hilfst mir, so wie ich bin. Du machst mir immer wieder Mut zum Leben auch auf die Gefahr hin, dass mir manches nicht gelingt. So bist du in schweren und in guten Zeiten bei mir, segnest mich und gibst mir Kraft. Ich will mich an dir orientieren und dir folgen so gut ich kann. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

p.s. Ich freue mich über Ihren Kommentar, den Sie weiter unten schreiben können.
Sie können die Losungsauslegungen gerne über E-Mail, WhatsApp, Twitter, Facebook etc, weiterverbreiten: Einfach markieren, kopieren und in das jeweilige Programm einfügen.

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden nachträglich korrigiert.
In diesem Blog finden Sie über 3000 Losungsauslegungen. Kontakt: hansloehr@yahoo.de

Freitag, 28. Februar 2020

gottverlassen? hl

LosungMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. Psalm 22,2

Lehrtext: Petrus wurde im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott. Apostelgeschichte 12,5Liebe Leserin, lieber Leser,


es ist was Schönes, Gott mit einem unbeschwerten Herzen danken zu können. Es ist was Schönes, die Güte des Lebens erfahren zu dürfen: Zeiten, in denen man gesund ist, wo einem nichts weh tut, wo man ein Dach über dem Kopf hat, ein eigenes Bett, genug Vorräte und vor allem liebe Angehörige und Freunde, die man gerne sieht. Zeiten ohne Angst, Schmerzen und Not. Was will man mehr?
     Viele in unserem Land erleben solche Zeiten. Was für ein Glück! Aber, dann wendet sich plötzlich das Blatt, und was eben noch ganz selbstverständlich schien, ist es plötzlich nicht mehr: Da wird ein Kind oder Enkelkind ernsthaft krank. Da gibt es Streit. Wachsen einem die beruflichen oder finanziellen Probleme über den Kopf. Da muss man Abschied nehmen von einem lieben Menschen. Oder man ist aus verschiedenen Gründen selbst am Ende seiner Kraft.     
     In der Bibel, im Psalm 22 hat ein Mensch so gebetet, wie es in der Losung steht. Viel später haben die ersten Christen sich die Leidensgeschichte von Jesus mit solchen Lebens- und Glaubenserfahrungen aus der hebräischen Bibel weitererzählt. Sie haben damit zum Ausdruck gebracht, dass Jesus ganz im Sinn des Glaubens ihrer Vorfahren gelebt und gelitten hat. Es kam ihnen nicht auf den tatsächlichen Wortlaut oder eine genaue, historische Überlieferung an, was Jesus gesagt hatte und erleiden musste. Ihnen war der Glaube wichtig, den die Evangelisten auf verschiedene Weise zur Sprache gebracht haben.     

Beten wie die Vorfahren im Glauben

Nicht zuletzt deshalb können auch wir uns Geschichten, Worte und Verse aus der Bibel zu eigen machen und so beten, wie unsere Glaubensvorfahren zu jener Zeit: „Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln“. Oder „Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?“ Aber auch „Aus der Tiefe rufe ich, Herr zu dir, Herr höre meine Stimme“ und eben auch in großer Not „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
     Hoffentlich werde ich einmal nicht so wie in der Losung beten müssen. Und wenn doch, so will ich daran denken, dass andere für mich mitbeten und mitglauben (Lehrtext).

Gebet: Herr, ich bin mit meinem Glauben nicht allein. Andere glauben mit mir. Und sollte ich aus Verzweiflung um Hilfe schreien müssen (Losung), so höre mich und lass mich nicht in Einsamkeit und Leid ertrinken. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

p.s. Ich freue mich über Ihren Kommentar, den Sie weiter unten schreiben können.
Sie können die Losungsauslegungen gerne über E-Mail, WhatsApp, Twitter, Facebook etc, weiterverbreiten: Einfach markieren, kopieren und in das jeweilige Programm einfügen.

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden nachträglich korrigiert.
In diesem Blog finden Sie über 3000 Losungsauslegungen. Kontakt: hansloehr@yahoo.de

Donnerstag, 27. Februar 2020

Meine Ehre ist sein Geschenk hl

LosungBei Gott ist mein Heil und meine Ehre. Psalm 62,8

Lehrtext: Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei Böses gegen euch reden und dabei lügen. Matthäus 5,11

Liebe Leserin, lieber Leser,

hast du „Ehre im Leib“? Kann man dich „bei deiner Ehre packen“? Hast du eine „Berufsehre“? …..
     Ehre – was ist das eigentlich? „Meine Ehre heißt Treue“ (gegenüber Hitler), hieß der Wahlspruch der SS, der auf die Koppelschlösser (Gürtelschnallen) ihrer Uniformen geprägt war. Gemäß diesem Wahlspruch sind Tausende in einen sinnlosen Tod gegangen.
     In muslimischen Clans und Großfamilien kommt es hin und wieder zu „Ehrenmorden“, wenn zum Beispiel eine junge Frau aus dem Wertezwang der Familie ausbricht und ein, auch sexuell selbstbestimmtes Leben führen will. Ehre ist demnach ein durch die Werte einer Gemeinschaft bestimmtes Verhalten, dem man sich unterwirft. Andernfalls geht man der Ehre verlustig, verliert Gesicht und Ansehen und bringt Schande über sich und die Gemeinschaft, der man angehört. Im Extremfall wird dann der Ehrverlust durch den Tod dessen, gesühnt, der für die angebliche Schande verantwortlich ist.
     Doch der Ehrbegriff hat sich in der Geschichte der Menschen schon oft gewandelt. Was einst unmöglich schien, ist inzwischen akzeptiert. Deshalb läuten bei mir die Alarmglocken, wenn manche von ihrer Ehre reden. Das bedeutet in aller Regel nichts Gutes.
     Demgegenüber sagt die Bibel, dass meine Ehre nicht bei mir liegt, nicht in dem, was ich vermag, tue oder unterlasse, sondern bei Gott. Im Zusammenhang heißt die heutige Losung: »Gott steht mir bei, und niemand kann mich zu Fall bringenEr rettet mich, er steht für meine Ehre ein. Bei ihm bin ich geborgen.«
     Meine Ehre ihm gegenüber ist nicht meine Treue, sondern seine. Meine Ehre ist nicht meine moralische oder religiöse Kraft, sondern seine bedingungslose Gnade. Meine Ehre ist nicht meine Gerechtigkeit, sondern seine Vergebung. Meine Ehre ist sein Geschenk.
     Man soll einem Menschen die letzte Ehre erweisen, indem man ihm ein letztes Geleit gibt, auch wenn er zu seinen Lebzeiten schwierig war. Man soll das tun, auch wenn er nach menschlichen Maßstäben kriminell war. Man soll das tun, auch wenn er arm, bedeutungslos, behindert oder dement war. Egal wie - er war ein Mitglied der menschlichen Familie. Er gehörte dazu.
     Was man aber nicht tun soll, ist, einen anderen zu ehren, indem man sich selbst klein macht oder sich mit Ehrbezeugungen bei ihm einschmeichelt. Für mich als evangelischen Christen gilt nach wie vor: „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr“, was Sonntag für Sonntag in den meisten Kirchengottesdiensten gesungen wird. Außer ihm erkenne ich niemand an, der als Mensch über mir stünde, keinen staatlichen oder kirchlichen Würdenträger, keinen Star, keinen Wirtschaftsboss, keinen General, keinen Wissenschaftler usw. Sie mögen einen höheren Rang haben, einen höheren Wert haben sie nicht.
     Meine Ehre ist sein Geschenk, habe ich geschrieben. Es liegt für mich in der Krippe und hängt für mich am Kreuz. Mehr Ehre ist nicht möglich. Und falls mich andere deswegen belächeln oder verspotten oder gar einmal verfolgen sollten (Lehrtext) – meiner Ehre können sie damit nichts anhaben. Sie ist für sie unerreichbar. Doch sie können sie mit mir teilen, wenn auch sie sich diese Ehre schenken lassen.

Gebet: Herr, dass du mich gewollt und geschaffen hast, dass du mich kennst und für mich da bist, dass du mich segnest, behütest, mich rettest und mir vergibst – das ist meine Ehre. Dafür kann ich nichts tun. Dafür hast du alles getan. Danke!

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

p.s. Ich freue mich über Ihren Kommentar, den Sie weiter unten schreiben können.
Sie können die Losungsauslegungen gerne über E-Mail, WhatsApp, Twitter, Facebook etc, weiterverbreiten: Einfach markieren, kopieren und in das jeweilige Programm einfügen.

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden nachträglich korrigiert.
In diesem Blog finden Sie über 3000 Losungsauslegungen. Kontakt: hansloehr@yahoo.de

Mittwoch, 26. Februar 2020

Wichtige Ereignisse hl

LosungO dass mein Leben deine Gebote mit ganzem Ernst hielte. Psalm 119,5

Lehrtext: Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war, dass Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, da wandte er das Angesicht, entschlossen, nach Jerusalem zu wandern. Lukas 9,51

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Es begab sich aber“, so beginnt die Geschichte mit Jesu Geburt in Bethlehem. So endet sie mit seinem Leiden und Sterben in Jerusalem (Lehrtext). „Es begab sich aber“, so werden die beiden wichtigsten Ereignisse in der Bibel und für die Welt eingeleitet. Sind das auch die wichtigsten Ereignisse für mich? Schwer zu sagen, da mir das, was ich selbst erlebe und mit meinen Sinnen erfahre näher liegt als was ich glaube.
     Zu den wichtigsten Ereignissen meines Lebens gehört die Geburt meiner Kinder. Wichtig sind meine persönlichen Erfahrungen von Freude und Leid. Und doch, wichtig ist mir im Lauf meines Lebens auch mein Glaube geworden, so wichtig, dass ich hin und wieder bete: „Herr, wenn ich auch alles wieder hergeben muss, was mir wichtig ist, so erhalte mir doch meinen Glauben bis zuletzt.“ Erst wenn ich auch ihn noch verlieren würde, hätte ich wirklich alles verloren, auch mich selbst.
     Zu meinem Glauben gehört, dass Jesus den Weg hinauf nach Jerusalem und weiter hinauf ans Kreuz als den Weg der Liebe gegangen ist. Dort sollte sich vollenden, was Gott vorgesehen hatte. Aus meiner Menschensicht war sein Tod eine Katastrophe. Aus seiner Sicht war er die Erösung.
     Jesus hatte sich allen Anfechtungen und Versuchungen zum Trotz nicht beirren lassen, diesen Weg zuende zu gehen. So hat er Gottes Willen erfüllt. Ich habe bei weitem nicht diese Kraft (Losung). Ich muss sie auch nicht haben. Denn, wie ich in der Bibel lese: Seine Kraft ist in mir schwachem Menschen mächtig. (2. Korinther 12,9) Auf ihn kommt es an, dass geschieht, was Gott will, nicht auf mich.

Gebet: Herr, du bist den Weg zu Gott gegangen. Auf ihm will ich dir folgen. Du hast die Bahn geebnet und die Tür zum Vater aufgetan. So komme auch ich ans Ziel, das ich aus eigener Kraft nicht erreichen würde. Und wenn mich doch meine Kräfte verlassen, wenn ich strauchle und falle, so wirst du mich tragen. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

p.s. Ich freue mich über Ihren Kommentar, den Sie weiter unten schreiben können.
Sie können die Losungsauslegungen gerne über E-Mail, WhatsApp, Twitter, Facebook etc, weiterverbreiten: Einfach markieren, kopieren und in das jeweilige Programm einfügen.

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden nachträglich korrigiert.
In diesem Blog finden Sie über 3000 Losungsauslegungen. Kontakt: hansloehr@yahoo.de

Dienstag, 25. Februar 2020

Das Beste hoffen hl

LosungIch will euch mehr Gutes tun als je zuvor, und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin. Hesekiel 36,11

Lehrtext: Gott kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk. 2.Korinther 9,8  

Liebe Leserin, lieber Leser,

     in dem achtziger-Jahre-Song „Forever young“ der Band Alphaville heißt eine Zeile: „Hoffen wir das Beste und erwarten wir das Schlimmste“. Damit haben sie ziemlich genau die Stimmung der jungen Generation in den westlichen Ländern getroffen. Und daran hat sich, soweit ich das beurteilen kann, bis heute nichts geändert. Auch die kühnsten Optimisten haben, wenn sie zu sich selbst ehrlich sind, beim Blick auf die Zukunft ein mulmiges Gefühl. Und umgekehrt, die schlimmsten Pessimisten hegen doch insgeheim die Hoffnung, dass sie nicht Recht haben mögen und es nach wie vor Grund zur Hoffnung gibt.
     Ich bin kein Optimist und bin kein Pessimist. Ich glaube an Gott. Ich vertraue darauf, dass er die große Macht ist, die alles gut geschaffen hat und vollenden wird. Ich vertraue darauf, dass er für seine Kinder, also auch für dich und für mich, ein guter Vater ist und mehr Gutes tun wird als je zuvor (Losung).
     Aber auch ich habe meine Bedenken und manchmal auch meine Ängste, dass unsere Welt den Bach runtergeht, wenn ich darauf schaue wie wir Menschen uns verhalten ich eingeschlossen. Wie wir am Ast unserer Lebensgrundlagen sägen, auf dem wir alle sitzen. Wie schwer wir uns tun, im Kleinen wie im Großen miteinander gut auszukommen. Ja, solange ich nur auf uns Menschen schaue, auf unsere begrenzten Fähigkeiten und Möglichkeiten, auf unsere Kurzsichtigkeit und Gier, auf die Aggressionen und die Egoismen - solange bin ich ein Pessimist.
     Sobald ich aber auf Gott schaue, wächst in mir der Glaube, dass er die Welt in der Hand
hat und die Hoffnung, dass er alles regiert und das Vertrauen, dass alles ein gutes Ende nimmt. Er spart nicht mit seinem Segen, er hält seine Hilfe nicht zurück, er stellt für seine Gnade keine Bedingungen. Unser Gott, so wie ich ihn durch Jesus kenne, verschwendet seine Liebe an seine Geschöpfe und beschenkt uns reich mit vielen Gaben und Talenten. Ja, König David hat recht, wenn er betet: „Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.“ Mit diesem Glauben kann ich unbeschwert und zuversichtlich leben. Und das will ich auch tun, allen schlechten Nachrichten zum Trotz. 

Gebet: Herr, du bist der große Menschenfreund, darum hoffe ich das Beste. Ich habe bisher keinen Mangel leiden müssen. Du wirst mir auch künftig zum Leben geben, was ich brauche. Du sorgst nicht nur für meine leiblichen Bedürfnisse, sondern sättigst auch die Seele mit deinem Trost. Und wenn ich im Blick auf unsere Welt und meine Grenzen unsicher werde, so stärke meinen Glauben, dass ich auf dich schaue und wieder zuversichtlich werde. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

p.s. Ich freue mich über Ihren Kommentar, den Sie weiter unten schreiben können.
Sie können die Losungsauslegungen gerne über E-Mail, WhatsApp, Twitter, Facebook etc, weiterverbreiten: Einfach markieren, kopieren und in das jeweilige Programm einfügen.

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden nachträglich korrigiert.
In diesem Blog finden Sie über 3000 Losungsauslegungen. Kontakt: hansloehr@yahoo.de

Montag, 24. Februar 2020

Glauben ohne Zwang hl

LosungLasst uns unsere Wege prüfen und erforschen, und lasst uns zurückkehren zum HERRN! Klagelieder 3,40

Lehrtext: Wer dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. 1.Korinther 6,17 

Liebe Leserin, lieber Leser,

im kommunistischen Machtbereich unter Stalin und Mao wurden viele Mitglieder der eigenen und einzigen Partei gezwungen, sich selbst zu kritisieren, sich zu beschuldigen und anzuklagen. Sie wurden daraufhin gemäß ihrer sogenannten Selbstkritik verurteilt, in Arbeitslager gesteckt oder gleich umgebracht. Die Mächtigen hatten einfach Angst, dass die Partei, die ihre Machtbasis war, von subversiven Kräften unterwandert und sie so gestürzt werden könnten.
     Nein, erzwungene Selbstkritik ist nichts wert genauso wenig wie erzwungener Glaube. Dass ich mich Gott zuwende, kann nur meine eigene, freie Entscheidung sein. Er selbst zwingt auch niemand, ihm zu vertrauen und ihn zu lieben. Druck, und wenn er noch so raffiniert ausgeübt wird, hat im Glauben nichts zu suchen. Man kann vielleicht bitten oder, noch besser, mit gutem Beispiel vorangehen. Ob aber die eigenen Kinder und Enkel, der Partner, die Partnerin oder andere folgen, ist allein deren Entscheidung. In unserer Kirche ist man mit vierzehn Jahren religionsmündig. Spätestens dann kann man in Glaubensdingen selbst entscheiden, was man will.
     In der Losung ist es die blanke Not, die Menschen veranlasst, sich selbst kritisch zu prüfen, was sie vor Gott falsch gemacht haben könnten. Und so ermuntern sie sich gegenseitig, zu ihm und seinen Geboten zurückzukehren.
     Im Neuen Testament lese ich, dass es sich umgekehrt verhält. Da wendet sich Gott in Jesus den Menschen zu und wirbt um ihre Liebe, indem er sie zuerst liebt (1. Johannes 4,19). Für mich war es eine der wichtigsten Entdeckungen meines Lebens, als ich eines Tages erkannt habe: Ich bin schon immer von Gott geliebt, ohne dass ich irgendeine Vorleistung erbringen musste. Das hat mir auch in kritischen Situationen geholfen, an ihm festzuhalten (Lehrtext). Und genau das wünsche ich auch dir für den heutigen Tag, die neue Woche und darüber hinaus.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass ich vor dir nicht zu Kreuze kriechen muss, sondern dass du zu mir kommst, um mit mir zu leben. Lass mich deine Gegenwart jeden Tag spüren, besonders wenn es mir nicht gut geht. Du bist ja meine Freude in den schönen Zeiten und mein Trost, wenn ich einsam bin. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

p.s. Ich freue mich über Ihren Kommentar, den Sie weiter unten schreiben können.
Sie können die Losungsauslegungen gerne über E-Mail, WhatsApp, Twitter, Facebook etc, weiterverbreiten: Einfach markieren, kopieren und in das jeweilige Programm einfügen.

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden nachträglich korrigiert.
In diesem Blog finden Sie über 3000 Losungsauslegungen. Kontakt: hansloehr@yahoo.de