Montag, 10. Februar 2020

gesegnet reisen hl

Losung: Der HERR wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben. 1.Mose 24,40

Lehrtext: Die Jünger geleiteten uns alle mit Frauen und Kindern bis hinaus vor die Stadt, und wir knieten am Ufer nieder, beteten und nahmen Abschied voneinander. Apostelgeschichte 21,5

Liebe Leserin, lieber Leser,

was hast du für ein Gefühl vor einer großen Reise? Manche haben „Reisefieber“. Die sind dann vorher richtig kribbelig. Andere können den Antritt ihrer Reise vor lauter Vorfreude kaum noch erwarten. Wieder andere sind etwas nervös, weil sie meinen, dass eine große Reise auch mit Unwägbarkeiten und Gefahren verbunden ist.
     Das war auch zur Zeit der Bibel so. Allerdings war das Reisen damals um einiges gefährlicher als heutzutage, besonders, wenn man mit kleinen Segelschiffen über das Mittelmeer fahren musste oder zu Land in unsicheren Gegenden unterwegs war. Demgegenüber ist Reisen heute viel komfortabler und sicherer.

Start mit Gebet und Segen

     Und trotzdem, vor der Flugreise zu unserer Partnergemeinde in Tansania habe ich mir auch jedes Mal Gedanken gemacht, wie es mir auf dem Weg dorthin und vor allem in der Zeit dort gehen würde: ‚Hoffentlich habe ich einen guten Flug. Hoffentlich bleibe ich in Afrika  gesund. Hoffentlich habe ich bei den, aus meiner Sicht, etwas chaotischen Verkehrsverhältnissen dort keinen Unfall. Hoffentlich gehen unsere Unternehmungen gut aus.‘
     Vor unseren Reisen wurden wir in einem Gottesdienst mit dem Reisesegen verabschiedet. Das ist nicht nur ein schöner, alter Brauch (siehe Lehrtext). Das stärkt den Glauben und tut auch den Reisenden gut. Und wenn ich dann beim Start im Flugzeug saß, habe ich Gott nicht irgendwelche Bitten vorgetragen, sondern schlicht und einfach gesagt: „Herr, wir sind in deiner Hand. Amen“ Das hat mir genügt, um beruhigt abzufliegen.

Schutzengel für Motorradfahrer

     Wenn ich heute eine größere Tour mit dem Motorrad unternehme, sagen Menschen, die mir nahe stehen, schon mal: „Wir wissen, du hast einen ziemlichen Verschleiß an Schutzengeln. Riskiere nichts und fahre nicht schneller, als sie fliegen können.“ Und bevor ich dann mit meinem Motorradkumpel Erwin losfahre, sagen wir zueinander: „Mit Gottes Schutz und Segen!“ Dann mach ich noch mit meinem Daumen ein kleines Kreuz über meinem Herzen. Und dann? Ja dann drehe ich am Gasgriff und los geht’s, hinein in Gottes schöne Welt. Und dabei denke ich manchmal an das Psalmwort: „Denn wir fahren schnell dahin, als flögen wir davon.“ ;-)

Gebet: Herr, ich vertraue darauf, dass du mich behütest auf allen meinen Wegen. Das war bisher so. Das wird auch künftig so sein. Ich selbst will für mich auch Verantwortung übernehmen und auf meinen Reisen so umsichtig sein wie ich kann. Aber letzten Endes ist es deine Hand, die mich führt und beschützt. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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Sonntag, 9. Februar 2020

Hoffnung für alle hl

Losung: Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN! Psalm 118,26

Lehrtext: Jesus Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt. Epheser 2,17

Liebe Leserin, lieber Leser,

der allmächtige Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, das gesamte Universum mit allen Sternen und auch mit dem winzigen Planeten Erde voll Leben, - er hat auch dich und mich geschaffen und Christen und Juden und Buddhisten und Muslime und Atheisten.
     Dass wir verschiedene Religionen haben und Kirchen und Synagogen und Moscheen und Tempel – das ist Menschenwerk. Das ist ausschließlich von Menschen gewollt und gemacht aus oft zweifelhaften Motiven. Auch wenn Priester allerorten noch so sehr die Exklusivität ihrer Religion als von Gott gewollt behaupten und ihn für sich vereinnahmen.
     Dass wir aber alle auf dieser Erde einschließlich derer, die vor uns gelebt haben und nach uns kommen werden, Gottes Geschöpfe und Kinder sind – das ist sein Werk. Der universale Gott, mehr noch, der Ewige und Heilige, der Herr ist über das Universum und über Raum und Zeit, der von Ewigkeit zu Ewigkeit regiert – er lässt sich nicht vereinnahmen von Menschengruppen, Religionen, Kirchen, Nationen und auch nicht von allen, die in völliger Verblendung wähnen, sie hätten den wahren Gott und alle anderen den falschen.
     Ich bin zu dieser Einsicht durch das Evangelium gekommen, durch Jesus Christus und Bibelworte wie dieses: »Christus ist für alle Menschen am Kreuz gestorben, damit wir alle Frieden mit Gott haben. In seinem neuen Leib, der Gemeinde von Christus, können wir nun als Versöhnte miteinander leben. Christus ist gekommen und hat seine Friedensbotschaft allen gebracht: euch, die ihr fern von Gott lebtet, und allen, die nahe bei ihm waren. Durch Christus dürfen wir jetzt alle, Juden wie Nichtjuden, vereint in einem Geist zu Gott, dem Vater, kommen.« (Epheser 2,16-18) 
     Vielleicht kommen manche in anderen Religionen zu ähnlichen Ergebnissen. Das würde mich freuen. Mir hat das Evangelium von Jesus Christus die Augen geöffnet für die Botschaft vom gnädigen und barmherzigen Gott, der alle seine Menschenkinder bedingungslos liebt, ihnen hilft, vergibt, sie segnet und behütet und schließlich und endlich rettet – uns alle, ohne Ausnahme.
     Darum lobe und preise auch ich den, der im Namen dieses Gottes gekommen ist (Losung) und noch immer kommt, damit Menschen diesem wunderbaren Gott vertrauen, ihn lieben und sich seiner freuen können.

Gebet: Herr, du hast für jeden Menschen eine Botschaft voll Hoffnung und Freude. Denn du bist der gute Hirte für alle, der große Menschenfreund und Heiland der Welt. Ich danke dir von ganzem Herzen, dass ich das glauben darf und bitte dich, lass diese Botschaft allen zuteil werden, die sich nach Sinn, Trost und Hoffnung sehnen. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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Samstag, 8. Februar 2020

Die Hoffnung der Ohnmächtigen hl

Losung: Singet dem HERRN, rühmet den HERRN, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet! Jeremia 20,13

Lehrtext: Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Lukas 1,52

Liebe Leserin, lieber Leser,

nein, wir Menschen sind Gott nicht gleichgültig und schon gar nicht diejenigen, die Hilfe brauchen. Er schwebt nicht desinteressiert über Raum und Zeit. Er hat sich eingemischt in das Leben und Ergehen seiner Geschöpfe und er tut es noch. Und er ergreift Partei. Nach dem Zeugnis der Bibel liegen ihm die Benachteiligten, Erniedrigten und Beleidigten, die Ausgebeuteten und Verstoßenen, die Betrogenen und Belogenen, die Machtlosen und Armen mit einem Wort die Schwachen besonders am Herzen.
     Er ist die Hoffnung der Ohnmächtigen. Für sie haben im Namen Gottes die Propheten des Alten Testamentes Partei ergriffen, auch für die Ausländer und sogar für die Tiere. Und im Neuen Testament ist es Jesus, der zu ihnen geht und seinem Namen alle Ehre macht: Jesus = Gott hilft.
     Lukas erzählt in seinem Evangelium, dass schon seine junge und unbedeutende Mutter Maria, als sie mit ihm schwanger war, ihr aufrührerisches Lied angestimmt hat: »Die Gewaltigen stößt Gott vom Thron und erhebt die Niedrigen.« Das haben die Unterdrückten nicht vergessen, weder die von der Kirche verfolgten, sogenannten Ketzer noch die schwarzen Sklaven in den USA, wenn sie singen:
Geh doch, Mose, gehe ins Ägyptenland;
sag dem Pharao: ‚Lass mein Volk jetzt ziehn!‘
Aber es sind nicht nur Kaiser, Könige, Päpste, Führer und Präsidenten, die ihr Volk und andere Völker unterdrückt haben. Dazu gehören auch skrupellose Chefs in der Firma, gnadenlose Richter, machtgeile Pfarrer, gewalttätige Ehemänner, despotische Väter, und grausame Tierhalter. All denen sei gesagt, es kommt der Tag, wo sie von ihrem Thron stürzen. Wo sie angewiesen sein werden auf das Mitleid derer, die sie drangsaliert haben.
     Und alle diejenigen, die ihre Peiniger losgeworden sind, sollen Gott laut rühmen und preisen, dass er ihr Gott ist und ihnen hilft. Sie sollen so laut davon singen, dass es den Mächtigen in den Ohren gellt.
     Ich aber habe auch für mich Verantwortung, dass ich weder absichtlich noch unabsichtlich anderen das Leben schwer mache.

Gebet: Herr, gegenüber den Machthabern auf dieser Erde kann ich wenig ausrichten. Doch du hast Macht auch über sie. Du bist die Würde der Armen und Erniedrigten. Du bist meine Hoffnung, dass nicht die Brutalen und Gemeinen triumphieren werden, sondern du und mit dir alle, die auf dich hoffen. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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Freitag, 7. Februar 2020

Wie Zähneputzen hl

Losung: Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden. 5.Mose 6,6-7

Lehrtext: Das Ziel der Unterweisung ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungeheucheltem Glauben. 1.Timotheus 1,5

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Ach Gott, das habe ich vergessen!“ Wie oft dieser Satz heute wohl in unserem Land gesagt wird? Und wie viele denken dabei wirklich an Gott? Oder ist es nicht so, dass sie gerade Gott vergessen haben, obwohl sie ihn ständig im Munde führen: „Oh Gott“, „mein Gott“, „um Gottes willen“, „Gott sei Dank“, „grüß Gott“ …«? Das zumindest, möchte ich allen, die gottvergessen oder ihn los sind, sagen: Er vergisst euch nicht, denn ihr gehört ihm. Ihr seid seine Kinder, darum bleibt er euch treu, auch wenn ihr ihm untreu seid. Und selbst wenn ihr gottlos seid, so werdet ihr ihn zu eurem Glück und Heil nicht los.
     Doch was kann man dagegen tun, dass man Gott und sein Wort vergisst? Dieses Problem hat schon die Menschen zur Zeit des Alten Testaments beschäftigt. Und so stehen im 5. Buch Mose ein paar Anweisungen, die auch die heutige Losung enthalten:
    »Hört, ihr Israeliten! Der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Ihr sollt ihn von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Hingabe und mit all eurer Kraft. Bewahrt die Worte im Herzen, die ich euch heute sage! Prägt sie euren Kindern ein! Schreibt euch diese Worte zur Erinnerung auf ein Band und bindet es um die Hand und die Stirn! Ritzt sie ein in die Pfosten eurer Haustüren und Stadttore! « (5. Mose 6,4-9)
     Diese Anweisungen gelten noch heute und werden von den frommen, insbesondere den orthodoxen Juden genau befolgt. Und wie ist das bei uns Christen? In den katholischen Regionen des Alpenlandes gibt es in der Wohnstube den „Herrgottswinkel“, in dem ein Kruzifix hängt, das mit Palmkätzchen oder Blumen geschmückt wird. Und sonst? Da gäbe es das Losungsbüchlein mit den beiden Bibelworten ‚Losung‘ (aus dem Alten Testament) und ‚Lehrtext‘ (aus dem Neuen Testament) für jeden Tag. Manche halten täglich für ein paar Minuten ‚Stille Zeit‘, um sich auf Gott zu besinnen. Andere beten einigermaßen regelmäßig früh, mittags und abends oder bevor sie ins Auto steigen. Wieder andere haben irgendwo im Haus ein Kreuz über der Tür oder ein gerahmtes Bibelwort.
     Hinter all diesen Erinnerungshilfen steht die Erfahrung, dass man Gott im Alltag nur allzu leicht vergisst. Doch was nützen diese Hilfen, wenn ich nicht ein Minimum an Gebetsdisziplin aufbringe und Gott wenigstens beim Aufwachen begrüße und sage: „Guten Morgen, lieber Gott, schön, dass du da bist“? Ein Geheimnis für einen lebendigen Glauben ist, dass ich regelmäßig bete. Gut, wenn es zur Gewohnheit wird wie das tägliche Zähneputzen.

Gebet: Herr, das wäre ein Unglück, wenn ich dich vergessen würde. Du bist es doch, der mir täglich neue Kraft gibt, der mich tröstet und mir hilft. Du bist es doch, der mich immer wieder froh und dankbar macht auch für die unscheinbaren Dingen wie die ersten Frühlingsblumen. Du allein bist mein Gott, der du mir mit Jesus zeigst, wie du mich liebst. Darum will ich auf dein Gebot achten und dich und meine Mitmenschen lieben wie mich selbst. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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Donnerstag, 6. Februar 2020

Halt im Flug der Zeit hl

Losung: Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter. Psalm 105,8

Lehrtext: Jesus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen. Markus 13,31

Liebe Leserin, lieber Leser,

     hier ist der Beleg (Losung) für meinen Satz, den ich in den Losungsauslegungen schon öfter geschrieben habe: ‚Was Gott zu den Menschen der Bibel gesagt hat, das sagt er auch zu dir.‘ Seine Zusagen, seine Verheißungen – wem sonst sollen sie denn gelten als dir? Oder meinst du etwa, dass er immer nur zu anderen so gesprochen hat und spricht? Warum sollte er das tun? Lass dir all das Gute gesagt sein, das er dir durch Jesus sagen will.
     Wenn er beispielsweise sagt: »Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein« (Jesaja 43,1), dann bist du gemeint und dann gilt das für immer. Und wenn er seinen Engeln sagt, »dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen« (Psalm 91,11), dann gilt das ebenso.
    Menschenworte sind oft Schall und Rauch, sind flüchtig und vergänglich. Gottes Wort nicht. Daran können wir uns gemeinsam halten.

Gebet: Herr, im Flug der Zeit verweht so vieles. Was ist schon beständig? Woran könnte ich mich halten, wenn nicht an dich und dein Wort? Was du den Menschen der Bibel gesagt hast, ist auch heute mein Haltegriff. Womit du sie ermutigt hast, machst du auch mir Mut. Dein Wort bleibt. Das zu wissen, darauf zu vertrauen, tut mir gut. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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Mittwoch, 5. Februar 2020

Außer sich vor Freude hl

Losung: Der HERR hat mir geholfen, darum wollen wir singen und spielen im Hause des HERRN! Jesaja 38,20

Lehrtext: Der Gelähmte sprang auf, stellte sich auf die Füße und konnte gehen; und er ging mit ihnen in den Tempel hinein, lief hin und her, sprang in die Höhe und lobte Gott. Apostelgeschichte 3,8

Liebe Leserin, lieber Leser,

na sowas, da rennt einer im Gottesdienst hin und her, springt in die Luft und schreit Halleluja: Gelobt sei Gott! (Lehrtext). Wenn ich so etwas miterleben würde, ich wäre unangenehm berührt und würde wohl an das unschöne Wort „Klapsmühle“ denken.
     Andererseits, wenn ich mich in die Situation des ehemals Gelähmten hineinversetze, erscheint mir das ganz normal. Ich würde dann wohl auch so springen und hüpfen. Würde meine wiedergewonnene Mobilität auskosten und dabei Gott loben.
     Hat dir Gott in einer Notlage geholfen, bleibt das nicht ohne Wirkung. Dann bist du außer dir vor Freude. Das zeigt sich auch in deinen Worten und an deinen Gesten. Und vielleicht pfeifst du dann ein fröhliches Lied oder singst laut oder leise vor dich hin. Mir jedenfalls merkt man meine Gemütslage an.
     Im Unterschied zu jemandem, der nicht an Gott glaubt, habe ich eine Adresse, an die ich meinen Dank richten kann. Dann sage ich Gott auch, wie sehr ich mich über seine Hilfe freue und wie gut sie mir tut.
     Nur schade, dass man die Euphorie nicht behalten kann. Bald ist sie wieder verflogen und alles wird wieder so normal. Auch wer nach einer schweren Krankheit dem Tod entronnen ist, kehrt wieder in die Normalität zurück. Dann wird es für ihn die meiste Zeit zur Selbstverständlichkeit, dass er wieder gesund ist und lebt. So sind wir Menschen nun mal. Aber das hat auch sein Gutes. Sind die schlimmen Ereignisse erst mal überwunden, verblassen sie mit der Zeit. Doch hin und wieder mal dran denken, wem ich die Hilfe zu verdanken hatte, stärkt meinen Lebensmut und meine Zuversicht.
  
Gebet: Herr, du hast mich in meinem Leben mehrfach vor Schlimmerem bewahrt. An die eine oder andere lebensbedrohliche Situation erinnere ich mich. Aber da waren noch viel mehr Dinge, die ich gar nicht mitbekommen habe und die du von mir abgewendet hast: Gefahren im Straßenverkehr, gefährliche Keime und tödliche Viren. Dafür bin ich dir dankbar. Das gibt mir das gute Gefühl, bei dir sicher zu sein. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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Dienstag, 4. Februar 2020

Brennender Durst hl

Losung: Die Elenden und Armen suchen Wasser, und es ist nichts da, ihre Zunge verdorrt vor Durst. Aber ich, der HERR, will sie erhören. Jesaja 41,17

Lehrtext: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offenbarung 21,6

Liebe Leserin, lieber Leser,

verhungern, so heißt es, sei grausam. Verdursten, so sagt man, sei noch grausamer. Natürlich habe auch ich täglich Hunger und Durst. Doch vom Verhungern und Verdursten bin ich Lichtjahre entfernt.
     So richtig quälenden Durst hatte ich als Achtjähriger, als mir im Hochsommer bei Temperaturen über 30 Grad der Blinddarm entfernt wurde und ich nach der Operation längere Zeit nichts trinken durfte. Damals hat meine Mutter auf ein Tempotaschentuch Kamillentee geträufelt und ich habe gierig daran gesogen, damit wenigstens mein ausgetrockneter Mund ein bisschen Feuchtigkeit abbekam.
     In unserem Land haben wir genug gutes Trinkwasser. Weiter im Süden, in Israel und Palästina, ist das Wasser bis heute ein knappes Gut. Oft genug hat es deswegen Konflikte gegeben. Nach wie vor streiten sich Israelis, Jordanier und Palästinenser um das Wasser des Jordan. In dieser Gegend weiß man, wie sehr das Leben vom Wasser abhängt. Das wusste man auch zurzeit des Propheten Jesaja, aus dessen Buch die heutige Losung kommt.
     Dieses Wort ist aber mehr. Es ist ein Gleichnis dafür, wie sehr Menschen nach Gottes Hilfe dürsten können. Und Gott, so sagt der Prophet, lässt sie nicht im Stich. Lässt sie nicht verschmachten. Gleiches steht von Jesus im Buch der Offenbarung (Lehrtext): Die Durstigen sollen aus dem »Brunnen des lebendigen Wassers« trinken. Jesus schenkt ihnen dieses Lebenselixier, welches in heißen Ländern oft teuer verkauft wird. Doch auch in diesem Bibelwort geht es nicht um das Wasser H2O, sondern um den Durst nach Gott und seiner Hilfe, der so brennen kann – damals wie heute.
     Jesus, sagt die Bibel, ist die Quelle, die diesen Durst stillt. Er ist das Wasser, das Brot und das Licht des Lebens. Er löscht den Durst, stillt den Hunger und vertreibt die Finsternis. So haben es Menschen damals erlebt. So können wir es heute erleben.
     Ich glaube, die Seelen aller Menschen dürsten nach Sinn, Geborgenheit und Liebe. Aber weil viele nicht wissen, von wem sie das Wasser des Lebens umsonst bekommen, suchen sie an den falschen Stellen und zahlen oft viel Geld für Dinge, die dann doch nicht satt machen und den Durst nicht löschen.
     Wir beide, du und ich, wissen, wer unseren Lebensdurst löschen kann. Wir bekommen von seinem „Wasser“ nicht nur ein paar Tropfen auf einem Tempotaschentuch. Er gibt es uns im Überfluss und umsonst. Aber trinken müssen wir selbst.

Gebet:. »Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so dürstet meine Seele nach dir, dem lebendigen Gott« (Psalm 42,2+3). So, Herr, haben die Glaubensvorfahren in der Bibel gebetet. So bete ich heute zu dir. Lösche du meinen Durst nach einem erfüllten Leben, nach dir. Dann wird meine Seele aufleben und ich werde zuversichtlich meinen Weg gehen im Vertrauen auf dich. Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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Montag, 3. Februar 2020

So wird das Jüngste Gericht hl

Losung: Alle, die dem HERRN widerstehen, werden zu ihm kommen und beschämt werden. Jesaja 45,24

Lehrtext: Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. Philipper 2,11

Liebe Leserin, lieber Leser,

weil Gottes Gnade grenzenlos und seine Liebe bedingungslos ist, wird es kein jüngstes Gericht geben, zumindest nicht so, wie man sich das fast 2000 Jahre lang vorgestellt hat: Links von Jesus die Bösen, die in den Schlund der Hölle gestoßen werden und rechts die Frommen, die mit gefalteten Händen in den Himmel wandeln.
     Und wenn es doch ein jüngstes Gericht über die Lebenden und die Toten geben sollte? Dann, so stelle ich mir vor, wird es sein wie es die Losung andeutet. Dann braucht mich Jesus nur schweigend anzusehen, und ich werde wegen meines Versagens schamrot werden. Und dann? Dann nimmt er mich in seine Arme und alles ist gut.
     Darum bekenne auch ich, was der Apostel Paulus im Lehrtext schreibt: Jesus Christus ist mein Herr zur Ehre Gottes, des Vaters und zu meinem Glück.

Gebet: Herr, einmal wird alles gut - durch dich. Diese Hoffnung soll jetzt schon mein Leben bestimmen und meinen Glauben stärken. Amen

Herzliche Grüße und eine gesegnete, 

neue Woche!

Ihr / dein Hans Löhr

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Sonntag, 2. Februar 2020

Damals wie heute: Gott hilft hl

Losung: Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Jesaja 50,7

Lehrtext: Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge. Apostelgeschichte 26,22

Liebe Leserin, lieber Leser,

     falls du gestern die Losungsauslegungen gelesen hast, erinnerst du dich vielleicht noch, was der Name „Jesus“ auf Deutsch bedeutet. Falls nicht, dann kannst du das in den beiden Bibelworten heute nachlesen.
     Sowohl der Prophet Jesaja als auch der Apostel Paulus müssen Gott nicht erst um Hilfe bitten noch sich bang fragen, ob er denn tatsächlich helfen wird. Beide sagen ohne Umschweife: „Gott hilft“ (= Jesus), Gott hilft mir. Wir haben das erfahren.
     Ich wünsche dir, dass du das auch sagen kannst, wenn du auf dein Leben zurückschaust oder nur auf den gestrigen Tag. Und auch das wünsche ich dir, dass du dann heute mit dieser Überzeugung zuversichtlich in den neuen Tag gehst und dich nicht einschüchtern lässt, von dem, was möglicherweise auf dich zukommt.
     Wenn Menschen dich schlecht behandeln, so kannst du auf Gottes Wort heute vertrauen und sagen:
     „Sie werden damit nicht durchkommen. Gott wird das nicht zulassen. Ich brauche jetzt Geduld und darf mir meinen inneren Frieden nicht rauben lassen. Wahrscheinlich meinen sie mich gar nicht persönlich, sondern haben große Probleme mit sich selbst, die sie an anderen auslassen. Ich dagegen kann mit der Bibel aus meinem Glauben heraus sagen: Jesus – Gott hilft!

Gebet: Herr, danke für alle Hilfe in meinem Leben. Hilf auch denen, die mir Probleme machen. Erlöse sie von ihrem eigenen Gift und segne sie. So werden sie zur Besinnung kommen und sich ändern.“ Amen

Herzliche Grüße und einen gesegneten Sonntag,

Ihr / dein Hans Löhr

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Samstag, 1. Februar 2020

Der Nebengott hl

Losung: O dass du auf meine Gebote gemerkt hättest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen. Jesaja 48,18

Lehrtext: Jesus Christus wurde für uns zur Weisheit durch Gott und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung. 1.Korinther 1,30

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Zehn Gebote beginnen mit diesem Wort: „Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“
Andere Götter? Wer könnten die sein? Darauf kann man verschiedene Antworten geben. Eine, die ich heute geben werde, lautet: Ich. Ich könnte so ein anderer Gott sein, so ein Nebengott. Ich bin dann mein eigener Gott, welcher den HERRN zur Seite drängt, wenn ich mich zu wichtig nehme. Wenn ich also anfange, fromm sein zu wollen in der Art, dass ich mir auf meinen Glauben etwas einbilde, weil ich mich für Jesus entschieden habe, weil ich so oft in der Bibel lese und stille Zeit halte, weil ich Jesus gefunden habe, weil ich lauter Dinge tue, die Gott gefallen müssen und weshalb er auch etwas für mich tun muss. Weil ich also anständig bin und hilfsbereit und bescheiden und nett und all das, worauf ich auf meine Mitmenschen und auch auf Gott Eindruck zu machen meine.
     Doch der Apostel Paulus sagt im Lehrtext und in den Versen davor und danach: Alles, was für dich und deinen Glauben wichtig ist, hat Gott für dich getan. Alles hat er dir mit Jesus Christus geschenkt. Alles! Nicht durch eigenes Bemühen hast du Anerkennung vor Gott gefunden, sondern ausschließlich durch ihn.
     Nein, ich bin kein Nebengott, der etwas für sich bewirken könnte, der sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf seiner Unzulänglichkeiten ziehen und so erlösen könnte. Ich bin ein sterblicher Mensch, der ganz und gar abhängig ist von seinem Schöpfer und von Jesus Christus, seinem Erlöser. Und das ist gut, weil es mich entlastet und ich darauf vertrauen kann, dass er längst alles für mich getan hat, was nötig ist.

Gebet: Herr, als dein Kind kann ich unbeschwert vor dir leben. Vor dir brauche ich keine Angst zu haben. Vor dir brauche ich keine Rolle zu spielen. Vor dir kann ich auch Fehler machen, versagen und schuldig werden. Denn du weißt ja, wer und was ich bin. Warum sollte ich dir etwas vormachen? Und du sagst mir durch dein Wort, wer und was du bist. Auch du machst mir nichts vor, sondern sagst schlicht und einfach: „Ich bin für dich der „IchBinDa“ (Übersetzung des biblischen Gottesnamens) und ich bin der „Gott hilft!“ (Übersetzung des Jesus-Namens ins Deutsche). Was will ich mehr? Amen

Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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