Freitag, 18. Juni 2021

Gott ist treu hl

Losung: Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist nichts nütze. Psalm 60,13 

Lehrtext: Der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen. 2.Thessalonicher 3,3 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

„Der Herr ist treu“ – auch dann noch, wenn ich ihm untreu bin.
Er bleibt bei mir, auch wenn Menschen mich verlassen.
Er hilft mir, wenn sie mir nicht mehr helfen können.
Wenn ich in großen Schwierigkeiten bin, gibt er mir die Kraft, sie zu bestehen.
Wenn ich keinen Ausweg mehr sehe, öffnet er eine Tür.
Wenn mir die Lasten zu schwer werden, hilft er tragen.
Ich mache mir Sorgen um andere, doch er sagt: "Sei ruhig, ich sorge für sie."
Mir fehlt die Kraft für diesen Tag. Er sagt: "Gemeinsam schaffen wir das."
Ich bin pessimistisch, was die Zukunft bringt. Er sagt: "Fürchte dich nicht. Vertraue mir!"

"Gott ist treu" - Diese drei kleinen Wörter machen mich heute groß.

Gebet: Herr, du bist mein treuer Gott, gestern, heute und morgen. Auf dich kann ich mich verlassen, weil du mich nicht verlässt. Amen

Herzliche Grüße! 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Donnerstag, 17. Juni 2021

Jetzt und nicht erst später hl

 Losung: Der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zur rechten Zeit und dass er segne alle Werke deiner Hände. 5.Mose 28,12 

Lehrtext: Ihr habt schon geschmeckt, dass der Herr freundlich ist. 1.Petrus 2,3 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

Gott wird, sagt die Losung, Gott wird. Ja das ist schon gut, das ist sogar sehr gut, dass er mir in der Zukunft Gutes geben wird. Kann ich darauf hoffen, so ist auch die Gegenwart erträglicher.

Aber noch wichtiger ist für mich, dass er mir jetzt Gutes tut, dass ich jetzt seine Nähe spüre und erlebe, dass er mich segnet und behütet. Davon spricht heute der Lehrtext. Dieses Bibelwort verspricht mir nicht Gottes Freundlichkeit für die Zukunft, sondern sagt, dass er jetzt freundlich zu mir ist.

Und woran merke ich das? Dass ich nach wie vor am Leben bin, ein Dach überm Kopf habe, ein Bett, genug Essen auf dem Tisch und mehr Kleider in Schrank als ich brauche. Vor allem merke ich das an der Freundlichkeit meiner Mitmenschen.

Gott ist diese geheimnisvolle Macht und Kraft, die alles geschaffen hat und erhält, bei der nichts verloren ist und alles vollendet wird. Ich nenne sie „Vater“, weil Jesus sie so nennt und damit sagt: „Die göttliche Macht, durch die ich lebe genauso wie du, ist die Macht des liebenden und barmherzigen Vaters, die sich in mir offenbart.“

Natürlich weiß ich, dass der Begriff „Vater“ nur ein Bild, eine menschliche Vorstellung von Gott ist. Aber ich kenne für mich keine bessere. 

Gebet: Mein Gott, du bist wie ein liebevoller, freundlicher Vater zu mir. Jederzeit kann ich im Gebet zu dir kommen und dir sagen, wie es mir geht. Jederzeit gibst du mir, was ich zum Leben brauche. Nein, ich leide wirklich keinen Mangel. Und dann gibst du mir auch noch den Glauben, durch den ich erkenne, wer und wie du für mich bist und dass diese ganze Welt von dir aus Liebe geschaffen ist. Wie gut, dass ich mich nicht vor einem blinden Schicksal fürchten muss, sondern dir vertrauen kann, gerade auch dann, wenn es mir nicht gut geht. Amen

Herzliche Grüße! 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Mittwoch, 16. Juni 2021

Leben im Festanzug hl

Losung: Sieh her, ich nehme deine Sünde von dir und lasse dir Feierkleider anziehen. Sacharja 3,4 

Lehrtext: Aus Gnade seid ihr gerettet. Epheser 2,5 

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist noch gar nicht so lange her, da war es üblich, am Sonntag bessere Kleidung anzulegen und damit auch in die Kirche zu gehen. Bei uns auf dem Land ist das zum Teil noch so, lässt aber leider immer mehr nach.

In diesem Punkt bin ich altmodisch. Am Sonntag und für den Gottesdienstbesuch ziehe ich mich besser an als am Werktag. Das habe ich so in mir. Damit mache ich zwar auf Gott keinen Eindruck, aber ich brauche das für mich.

Und wie ist das nun mit Gott? Freut er sich denn nicht, wenn ich mich sonntags etwas herausputze? Doch, er freut sich sehr darüber, dass ich gut angezogen bin, dass ich die Kleider trage, die er für mich ausgesucht hat, die mir passen und die er mir geschenkt hat. Und das sind keine Trauerkleider, sondern Feierkleider. Er will, dass ich meinen Glauben feiere im festlichen Anzug der Freude und Dankbarkeit. Nicht nur am Sonntag. Und dazu habe ich ja auch allen Grund, weil er mein Gott sein will, egal, wie auch immer ich mich sonst verhalten habe und wie stark oder schwach mein Glaube ist.

Ich bin gerettet – sagt der Lehrtext. Anders gesagt: Von Gottes Liebe kann  mich nichts trennen, gar nichts, nicht einmal ich selbst, auch nicht der Tod. Sie hat er mir mit Jesus geschenkt. Das muss gefeiert werden. Und weil das alles auch für dich gilt, lade dich ein, mitzufeiern. Wie? Indem wir uns heute mal von nichts und niemandem die gute Laune verderben lassen.

Gebet: Herr, dir liegt nichts daran, dass ich in Sack und Asche gehe, um mich vor dir wegen meines Versagens zu demütigen. Dir liegt aber sehr viel daran, dass ich deine Feierkleider anziehe, die du mir schenkst. Dass ich mich in Freude und Dankbarkeit kleide, weil du mein Gott bist, der das Glück seiner Kinder und somit auch mein Glück will. Mit dir bin ich unauflöslich verbunden in Zeit und Ewigkeit. In diesem Glauben gehe ich mit dir durch gute und schlechte Zeiten. Amen

Herzliche Grüße! 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Dienstag, 15. Juni 2021

Vertraue und lebe! oder "Geh-hilfen für Glaubensschwache" hl

Losung: Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66,20 

Lehrtext: Haltet fest am Gebet, wachen Sinnes und voller Dankbarkeit! Kolosser 4,2 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

wenn du betest, wirst du in der Regel Gott um etwas bitten sei es für dich, sei es für andere. So machen es fast alle. Trotzdem sehe ich Bittgebete bzw. Fürbitten kritisch. Zum einen enthalten sie ein verstecktes Misstrauen. Mit meinen Bitten sage ich zugleich: ‚Ich traue Gott nicht zu, dass er von sich aus und von vorneherein tut, was gut für mich ist. Ich muss ihn mit meinen Bitten erst daran erinnern.‘ Zum anderen machen Bitten nur dann Sinn, wenn ich davon ausgehe, dass ich mit ihnen Gott zu etwas bringen kann, was in meinem Interesse ist. Mit einem Wort: dass ich ihn manipulieren kann.

Das aber, liebe Leserin, lieber Leser, ist Religion pur. Das machen auch die Hindus, die Muslime, die Juden. Das haben auch die heidnischen Völker zur Zeit Jesu gemacht und auch fast alle Christen von den Anfängen bis heute.

Ein untrügliches Kennzeichen von Religion ist, dass ich meine, auf verschiedene Weise auf Gott oder die Götter einwirken zu können, genauer: sie bestechen zu können sei es mit Bittgebeten, mit Kerzenanzünden, mit Wallfahrten, Heiligenanrufungen, mit Geldspenden oder Tieropfern, mit Gelübden, Stiftungen und so weiter.

Jesus ging es aber nicht um Religion, sondern um Gottvertrauen. Ich kann Gott nicht gnädig stimmen. Er ist das von Haus aus, weil er es so will. Ich kann, was meinen Glauben, ja sogar was mein Leben betrifft, garnichts tun. Er tut alles, wirklich alles für mich. Er hat das bisher getan. Er tut das heute und wird auch morgen alles für mich tun: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln!“ (Psalm 23,1) 

Ich kann und muss mich auch nicht für ihn entscheiden. Das würde voraussetzen, dass ich in Glaubensdingen einen freien Willen hätte. Doch das ist leider ein hartnäckiger Irrtum, dem ich auch immer wieder anheimfalle. Gott hat sich in Jesus längst für mich entschieden. In und mit diesem Gottvertrauen kann ich leben. Genau darum geht es, und nur darum. 

Mehr ist nicht nötig, keine Kirche, keine Kirchenbehörde, keine Kirchengebäude, keine Gottesdienste, keine Taufe, keine Beichte, keine Hierarchie, also keine Priester und Pfarrer, geschweige denn Päpste und Bischöfe, keine Gebote, Regeln, Gesetze und keine Kirchenmusik, keine sakrale Kunst, keine Kirchensteuer. Und, wie schon gesagt, auch keine Bittgebete.

Nichts von alledem ist nötig, wenn ich in einem tiefen Vertrauen zu Gott leben kann, wie er mir in Jesus begegnet.

ABER - ich bin ein glaubensschwacher Mensch. Mein Glaube braucht leider ein paar von solchen Krücken, wie ich sie gerade aufgezählt habe, sonst kann er nicht laufen. Wichtig ist nur, dass mir klar ist, all diese Dinge sind Hilfsmittel für meinen Glauben, aber nicht glaubensnotwendig. Der eine braucht mehr dies, der andere mehr das. Und genauso wichtig ist, dass ich nicht an diese „Gehhilfen“ glaube, sondern an Gott. Solange sie mir gut tun, benutze ich sie gern. Wenn Sie mich aber beim Glauben eher behindern als unterstützen, stelle ich sie guten Gewissens in die Ecke, auch die Pfarrerin, auch den Papst.

Und wie ist das nun mit den Bittgebeten? Ja, auch sie sind Gehhilfen für mich. Gott braucht sie nicht, aber ich. Es beruhigt mich, wenn ich das, was mir am Herzen liegt, Gott gesagt habe. Doch ich tue gut daran, wenn ich dann noch anfüge: „Aber du, Herr, hast den Überblick und kennst meinen Weg. Darum soll geschehen, was du willst und nicht was ich will.“ Jedenfalls nimmt Gott mir meine Bittgebete nicht übel, sondern hört sich verständnisvoll an, was ich ihm sage. 

Jesus selbst hat mir mit dem Vaterunser eine solche Gehhilfe gegeben, weil er meine Glaubensschwäche kennt. Und Gott? Ich denke, er sagt zu meinen Bitten: „Ja, mein Menschenkind, ich weiß doch, was du brauchst. Ich sehe deine Not, ich fühle deine Schmerzen, ich kenne deine Angst. Vertraue mir, ich werde auf alle Fälle tun, was letzten Endes gut für dich ist. Vertraue und lebe! Ich bin für dich da.“

Es gibt noch andere Gebete, die nicht Ausdruck von Religion sind, sondern von meinem Gottvertrauen. Und dazu gehören alle Dankgebete, alle aufrichtigen Lobpreislieder. Dazu gehört alles, womit ich mein Vertrauen zum Ausdruck bringe, an erster Stelle mein Lieblingspsalm. In ihm geht es nicht darum, was ich mir wünsche, sondern was ist:

Gebet:

1 Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Amen (Psalm 23)

Herzliche Grüße! 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Montag, 14. Juni 2021

Gottvertrauen – Belohnung oder Geschenk? hl

Losung: Der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. Klagelieder 3,25

 

Lehrtext: Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Hebräer 10,35 

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute möchte ich mit dir darüber nachdenken, ob Gott uns belohnt, wenn wir ihm vertrauen.

»Vertrauen, welches eine große Belohnung hat«, heißt es im Lehrtext. Wer belohnt mich und womit? Gott? Ist denn Vertrauen eine Leistung? Wie viel wäre sie dann wert? Belohnst du etwa jemanden, der dir vertraut? Oder belohne ich mich selbst damit, dass ich mich bemühe, Gott zu vertrauen? Dann müsste ich doch zuversichtlich sein, angstfrei und voll Seelenruhe. Vielleicht ist das für dich so.

Oder ist Gottvertrauen letztlich nicht doch sein Geschenk, wofür ich nichts getan habe und nichts tun kann? Und ist ein echtes Geschenk nicht immer voraussetzungslos und keine Gegenleistung? Wäre es sonst nicht wieder eine versteckte Belohnung?

Würde Gott mich belohnen wofür auch immer, so würde er mich auch bestrafen wofür auch immer. Dann aber würde er bloß reagieren, sich also von meinem Verhalten abhängig machen. Doch das ist absurd. Das widerspricht seiner freien Gnade und dem Evangelium Jesu. Vielmehr lässt er seine Sonne aufgehen über denen, die es nach menschlichem Ermessen verdienen, aber auch über denen, die es nicht verdienen. (Matthäus 5,45)

Gerade weil er kein Mensch ist, sondern Gott und barmherzig, hat er es weder nötig, zu belohnen noch zu bestrafen. Das habe ich von Jesus gelernt. Ja, er ist freundlich zu allen seinen Kindern, auch zu denen, die nichts von ihm wissen (wollen). Das erfährt, wer auf ihn hofft und nach ihm fragt (Losung).

Und zu welchem Ergebnis kommst du?

Gebet: Herr, warum du mir die Gabe gibst, dir vertrauen zu können, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich sie mir nicht verdient habe. Umso dankbarer bin ich dafür. Ich weiß aber auch, dass ich mein Gottvertrauen wieder verlieren kann. Dann hätte ich wohl alles verloren. Davor bewahre mich. Amen  

Herzliche Grüße! 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Sonntag, 13. Juni 2021

Pfeife auf die Welt, wenn sie brummt. hl

Losung: Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut. Psalm 13,6

Lehrtext: Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen. Jakobus 5,13

Liebe Leserin, lieber Leser, 

man hat dich gekränkt, missachtet, geärgert? Das ist schlimm. Sowas kann lange an einem nagen. Und dann ärgert man sich noch zusätzlich, dass man sich selbst ärgert. Da wäre es jetzt genau das Richtige, wenn du auf die Welt pfeifen könntest, die dich so schlecht behandelt hat. Und das meine ich buchstäblich. Probier es mal aus. Geh dahin, wo du ungestört bist, und pfeife auf die Welt. Pfeife irgendeine Melodie und denk dir dabei: 

Gebet: Herr, ich muss mir jetzt einfach mal Luft verschaffen und auf die Welt und auf die pfeifen, die mich so mies behandeln. Sie können mich mal gern haben. Und wenn‘s mir dann wieder besser geht, singe ich dir zum Dank ein Lied.  Amen  

... und wenn du nicht pfeifen kannst oder willst, dann singe "Froh zu sein bedarf es wenig, denn wer froh ist, ist ein König" oder 

Tobe, Welt, und springe;
ich steh hier und singe
in gar sichrer Ruh!
Gottes Macht hält mich in acht;
Erd und Abgrund muss verstummen,
ob sie noch so brummen. (EG 396 Vers 2. Johann Franck. 1653)

Herzliche Grüße! 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Samstag, 12. Juni 2021

Kritik und Selbstkritik hl

Losung: Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall. Sprüche 16,18 

Lehrtext: Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr? Lukas 6,41 

Liebe Leserin, lieber Leser, 


warum stört mich eigentlich der „Splitter“ im Auge des anderen, also das, was er aus meiner Sicht falsch macht? Ist der Splitter vielleicht Holz von meinem eigenen Balken und stört mich deshalb so sehr? Ist es also das, was mich an mir selber stört?

Warum fällt es mir schwer, meinen Mitmenschen damit leben zu lassen? Lebe ich doch auch mit meinem Balken. Und vielleicht hat der andere gar keinen Splitter in seinem Auge, was ich aber erst dann sehen kann, wenn ich den Balken aus meinem entfernt habe.

Warum meine ich, es besser zu wissen wie und wohin ein andere gehen soll, wenn ich selbst noch gar nicht in seinen Schuhen gegangen bin?

Warum habe ich es nötig, einen anderen mit meiner Kritik herabzusetzen? Bin ich denn selbst so winzig, habe ich selbst so wenig Selbstachtung und fühle ich mich so minderwertig, dass ich nur auf diesem Weg hoffe, größer werden zu können?

Warum verstecke ich meine eigenen Schwächen hinter meiner Kritik und versuche von ihnen abzulenken? Bin ich denn für meine Schwächen zu schwach, als dass ich mich ihnen stellen, sie ablegen oder zu ihnen stehen könnte? Bin ich zu schwach dafür, um Entschuldigung zu bitten, wenn ich einen Fehler gemacht habe?

Bleibe ich denn ewig ein Kind, wenn ich nicht zu Selbstkritik fähig bin?

Ist mein Hochmut in Wirklichkeit nicht Ausdruck meines Kleinmuts und mein Stolz nicht die Kehrseite meiner Selbstverachtung?

Jetzt bist du dran. Wie steht es mit deinem Balken?
 

Gebet: Herr, du machst mich frei und stark, dass ich anderen nichts vorspielen muss, was ich nicht bin. Du gibst mir die Kraft, mich zu meinen Schwächen zu bekennen und Fehler zuzugeben. Du gibst mir die Souveränität, dass ich anderen verzeihen und sie um Verzeihung bitten kann. Gib mir auch immer wieder Verständnis für die Schwächen und Fehler meiner Mitmenschen, dass ich nicht darauf herumreite, sondern sie aushalte und nachsichtig bin. Amen  

Herzliche Grüße! 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Freitag, 11. Juni 2021

Was ist Gott für dich? hl

Losung: Der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser König; der hilft uns! Jesaja 33,22 

Lehrtext: Jesus sagte zu den Jüngern: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus: Für den Gesalbten Gottes. Lukas 9,20 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

Richter, Meister, König – das war Gott für die Israeliten zur Zeit des Propheten Jesaja. Aber in der Bibel wird er auch Herr, Hirte, Kraftquelle, Sonne, Licht, Retter ... und Vater genannt.

Was von alledem ist Gott hauptsächlich für dich? Oder ist er noch etwas anderes ? Dann würde ich mich freuen, wenn du das unten in den Kommentar schreibst.

Für mich ist er hauptsächlich Vater und Hirte, der Vater Jesu und somit auch meiner sowie der Hirte aus Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirte ..."

Natürlich weiß ich, dass das alles menschliche Begriffe sind. Und mir ist klar, dass er noch einmal ganz anders ist, als was die Menschen der Bibel oder ich von ihm sagen können. Falls es irgendwo im unermesslichen Universum andere intelligente und religiöse Wesen geben sollte, wird er von ihnen nach ihren Vorstellungen benannt. Doch mir genügt, Gott Vater zu nennen, weil Jesus ihn so genannt hat und Hirte, weil er in ihm mein guter Hirte ist.

Unter so unpersönlichen Begriffen wie Energie, Wille oder Geist kann ich mir nichts vorstellen. Ich für mich brauche und will für meinen Glauben ihn als Person, zu der ich beten, mit der ich reden, der ich mein Leid klagen und für meine Freude danken kann. Dessen Hand mich segnet, heilt und schützt. Der mich behutsam in seine Arme nimmt. Dessen Ohr mich hört. Dessen Auge mich liebevoll anblickt. Dessen Mund mich tröstet und dem ich um den Hals fallen kann, wenn ich einmal ganz bei ihm bin.

Jesus nenne ich Herr, weil ich sonst keinen Herrn über mir dulde. Und er ist für mich zugleich Bruder und Freund, weil er das für mich sein will. Christus, was auf Deutsch so viel heißt wie Gesalbter (Lehrtext), nenne ich ihn, wenn ich von ihm als dem Auferstandenen rede.

Also, was ist Gott für dich? 

Gebet: Barmherziger Vater, du bist in Jesus als Mensch zu mir gekommen, damit du mir in Glück und Schmerz nahe sein kannst und ich dich lieben kann. Mit dir bin ich nicht einsam, nicht hilflos, nicht hoffnungslos. Denn du bist mein Schicksal in Zeit und Ewigkeit. Amen  

Herzliche Grüße! 

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Donnerstag, 10. Juni 2021

Vom Nutzen der Gebote hl

Losung: Ich suche dich von ganzem Herzen; lass mich nicht abirren von deinen Geboten. Psalm 119,10 

Lehrtext: Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. 1.Johannes 5,3 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

ich versuche, Gottes Gebote zu halten – aus Liebe und nicht aus Angst, freiwillig und nicht aus Zwang:

Dass ich endlich einmal meine Sorgen loslasse und sie ihm gebe, weil er doch für mich sorgt.

Dass ich bei ihm bleibe und meinen inneren Frieden bewahre, statt mich abhängig zu machen von den eigenen Stimmungen und Launen oder den mancher Mitmenschen.

Dass ich mich mit anderen freue, wenn es ihnen gut geht, und nicht neidisch bin und auch nicht schadenfroh, wenn sie Probleme haben.

Dass ich ihnen nichts aufnötige, was sie nicht wollen, sondern versuche, ihre Einsicht zu gewinnen.

Dass ich sie mit spitzen Bemerkungen nicht verletze, sondern meine Worte ermutigen, heilen und trösten.

Dass ich nicht gottvergessen dahinlebe, sondern dankbar bin für seinen täglichen in Segen.

Dass ich mich in meinen Nöten nicht in mir selbst verkrieche, sondern mich ihm öffne und mein Schicksal annehme.

Dass ich aber auch nicht hinnehme, was ich ändern könnte, sondern mit Gebet, Mut und Tatkraft die Dinge zum Besseren wende.

Mit einem Wort:

Dass ich Gott in Jesus Christus und meinen Nächsten liebe wie mich selbst. 

Gebet: Herr, ich versuche, deine Gebote zu halten. Doch damit es gelingt, brauche ich deine Hilfe. Gib mir dazu die nötige innere Kraft und die Einsicht, dass mir deine Gebote und dein Wort zu einem guten Leben helfen. Amen  

Herzliche Grüße! 

Ihr / dein Hans Löhr 

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Mittwoch, 9. Juni 2021

Weisheit und Glaube hl

Losung: Was können die Weisen Weises lehren, wenn sie des HERRN Wort verwerfen? Jeremia 8,9 

Lehrtext: Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben. Hebräer 2,1 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

Philosophie heißt auf Deutsch Weisheitsliebe. Doch, doch, Weise können sehr wohl Weises lehren, auch wenn sie nicht gläubig sind. Ich denke nur an Konfuzius in China, an Lao Tse oder an unseren atheistischen, nichtsdestoweniger genialen Philosophen Friedrich Nietzsche. Sie können auch in Bezug auf den Glauben Weises lehren, indem sie religiöse Irrtümer entlarven und uns Christen kritisch befragen, inwiefern man denn unserem Verhalten anmerkt, dass wir gläubig sind. So nackt wie das Losungswort dasteht, ist es einfach falsch.

Doch im Hinblick auf das Verständnis von Gottes Wort stoßen ungläubige Philosophen aller Art an ihre Grenzen. Denn die Schönheit des Glaubens erkennt nur, wer selbst glaubt. Und die Liebe Gottes erfährt nur, wer sich ihr vertrauensvoll öffnet. Und dazu ist es unabdingbar, dass ich auf das Wort des Evangeliums von Jesus Christus höre (Lehrtext). 

Gebet: Herr ich danke dir für die Erkenntnisse der Naturwissenschaften, der Psychologie, der Philosophie und der Kunst. Sie erweitern meinen Horizont und dienen mir, dein Wort besser zu verstehen. Doch am meisten danke ich dir für meinen Glauben. Durch diese Tür kommst du zu mir und ich zu dir. Amen  

Herzliche Grüße! 

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Dienstag, 8. Juni 2021

Mein Wunsch hl

Losung: Der HERR spricht: Frieden mache ich zu deiner Wache und Gerechtigkeit zu deiner Obrigkeit. Jesaja 60,17 

Lehrtext: Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. Römer 14,17 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

ja, das wünsche ich mir, dass Frieden mich beschützt und Gerechtigkeit mich regiert. Das wünsche ich mir von denen, die Verantwortung für das öffentliche Leben in unserem Land haben, in den Kommunen, in den Ländern, in der Republik.

Das wünsche ich mir aber auch von mir selbst, dass ich mit mir im Reinen bin, inneren Frieden habe und den Menschen gerecht werde, die mir heute begegnen.

Denn wo Frieden schützt statt Gewalt und Gerechtigkeit herrscht statt das Recht des Stärkeren, da ist auch Raum für Lebensfreude, da ist Gottes Reich. (Lehrtext) 

Gebet: Herr, dein Reich komme zu mir, das Reich deines Friedens und deiner Gerechtigkeit. Es komme aber auch zu denen, die Verantwortung und Macht haben, dass wir auf der Erde in Frieden leben und es gerecht zugehe. Amen

Herzliche Grüße!
 

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Montag, 7. Juni 2021

Schön, dass du da bist! hl

Losung: Lass mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Psalm 143,8

 

Lehrtext: Am Morgen, noch vor Tage, stand Jesus auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort. Markus 1,35

Liebe Leserin, lieber Leser, 

beten kannst du zu jeder Zeit und an jedem Ort. Doch das Gebet am Morgen halte ich für besonders wichtig, weil es darüber entscheidet, durch welche Tür du in den Tag gehst und was du dabei mitnimmst. Vielleicht kannst du am Morgen noch nicht viele Worte machen. Doch es reicht schon, wenn du sagst: „Guten Morgen, lieber Gott, schön dass du da bist!“

     Natürlich kannst du auch einfach so in den Tag hineinstolpern. Deshalb gibt er nicht weniger auf dich Acht. Aber es macht meines Erachtens einen deutlichen Unterschied, ob ich mich am Morgen mit Gottes Zusagen segnen lasse und mich vergewissere, dass er auch heute bei mir ist oder ob das nicht geschieht.

     »Lass mich am Morgen hören deine Gnade«, heißt es in der Losung doch wie höre ich sie? Indem ich mir im Gebet bewusst mache, wer der für mich ist, zu dem ich bete, was er durch sein Wort in der Bibel zu mir sagt. Für mich ist es eine große Gnade, also ein Geschenk, dass ich sein Evangelium, seine gute Nachricht höre, also das, was mich frei, froh und dankbar macht. Darauf hoffe ich, davon lebe ich, darum bete ich.

     Auch Jesus hat sich zu Tagesbeginn die Kraft- und Trostworte seines himmlischen Vaters sagen lassen. Sie haben seine Seele gestärkt für die Herausforderungen, die tagsüber auf ihn warteten. Sie haben ihn freigemacht und ermutigt, das zu sagen und zu tun, was ihm wichtig war ohne falsche Rücksicht auf seine mächtigen Gegner aus Kirche (Synagoge) und Staat.

     Beten kannst du zu jeder Zeit und an jedem Ort. Doch auch das Gebet vor dem Einschlafen halte ich für besonders wichtig, weil es darüber entscheidet, durch welche Tür du in die Nacht gehst: Ob du deine Sorgen mit in den Schlaf nimmst, oder ob du sie zuvor Gott abgibst. Ob du dankbar für seine Hilfe an diesem Tag einschläfst oder ohne einen Gedanken an ihn. Vielleicht bist du vor dem Einschlafen schon zu müde, um noch viele Worte zu machen. Doch es reicht, wenn du sagst: „Gute Nacht, lieber Gott, schön dass du da bist!“ 

Gebet: Guten Tag, lieber Gott, schön, dass du da bist. Amen

Herzliche Grüße!
 

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Sonntag, 6. Juni 2021

Wovor hast du Angst? hl

Losung: Die zum Frieden raten, haben Freude. Sprüche 12,20 

Lehrtext: Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Matthäus 5,9 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

bevor ich auf deinen Seelenfrieden zu sprechen komme, erst einmal Klartext, auch wenn dir das vielleicht nicht gefällt:

   Wovor hast du eigentlich Angst, wenn du immer noch der Mehrheit hinterherläufst und meinst, man könne auf Bundeswehr, Nato und Aufrüstung nicht verzichten? Glaubst du wirklich, dass die Bösen immer die anderen sind und wir und vielleicht noch unsere Verbündeten allein die Guten?

Da es sich bei diesem Thema um Gefühle handelt, richten Argumente wenig aus. Trotzdem sage ich: Von 100 Dollar für Rüstung geben die USA und die anderen Nato-Staaten 90 Dollar aus und Russland weniger als 10 (Quelle: SIPRI). Wovor also hast du Angst? Vor den Chinesen? Die haben so viele Probleme, ihre 1, 4 Milliarden Bürgerinnen und Bürger ökonomisch zufriedenzustellen, dass sie sich keine militärischen Abenteuer erlauben können. Die sind darauf angewiesen, dass sie Güter produzieren, die sie im Westen verkaufen können, was nur in Friedenszeiten geht.

Die beste „Verteidigung“ gegen Russland und China heißt, so viel Handel und so viele kulturelle Beziehungen wie möglich. Aber wenn sich der Westen ständig in die inneren Angelegenheiten dieser Staaten einmischt, Zusagen bricht wie die, nach dem Untergang der Sowjetunion auf die Erweiterung der Nato in Osteuropa zu verzichten. Wenn stattdessen von Waffenlieferungen für die Ukraine schwadroniert wird wie jüngst Habeck von den Grünen. Wenn nach wie vor versucht wird, Russland durch Wirtschaftssanktionen in die Knie zu zwingen. Wenn also ständig Öl ins Feuer  gegossen und Feindseligkeit von der Mehrheit unserer Politiker/innen und Medien gepflegt wird – wie soll da der Friede stabil bleiben?

Du glaubst das alles nicht? Dann mach dir bitte die Mühe und finde selbst einmal heraus, wer seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute die weitaus meisten Kriege geführt und die meisten Menschen umgebracht hat, darunter zahllose Frauen und Kinder. Google hilft dir dabei.

Wovor hast du eigentlich Angst? Ich habe vor der aggressiven Politik und der moralischen Überheblichkeit des Westens mehr Angst als vor Russland und China zusammen.

»Selig sind, die Frieden stiften«, sagt Jesus. Oder der gleiche Satz nur mit einem Fremdwort: »Selig sind die Pazifisten«. Der Friede zwischen den Völkern ist nicht selbstverständlich. An ihm muss täglich gearbeitet, er muss unablässig „gestiftet“ werden. Das wussten die Politiker unseres Landes, die noch den Zweiten Weltkrieg erlebt hatten und haben sich deshalb für Verständigung und Versöhnung mit dem Osten ausgesprochen: Helmut Kohl, Richard von Weizsäcker, Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher, Erhard Eppler und viele andere. Doch der jetzigen Generation scheint dieses Wissen weithin abhandengekommen zu sein.

Das Friedenstiften beginnt aber im Kleinen, bei einem jeden Menschen. Zunächst einmal muss ich in meinem eigenen Herzen Frieden stiften und meine Abneigungen und Aggressionen im Zaum halten. Wenn ich in mir selbst keinen Frieden habe, wie soll ich dann mit anderen Frieden haben können? Wie in der Familie, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz und wo auch immer? Wir brauchen im Kleinen möglichst viele Pazifisten, solche, die Kinder Gottes heißen, damit sich im Großen etwas bewegt. Wir brauchen möglichst viele Freunde in der Nähe und in der Ferne (Losung), Menschen, die uns vertrauen, weil wir nicht mit dem Säbel rasseln, sondern »zum Frieden raten«.

Wovor also hast du Angst? Und woher kommt die Angst vor einer angeblichen Gefahr von außen? Angst ist die Mutter von Krieg und Gewalt. Du aber sollst dich nicht fürchten. Denn du bist ein Kind Gottes, dazu berufen, zum Frieden zu raten und ihn zu stiften. 

Gebet: Herr, du hast Gottes Frieden in diese Welt gebracht. Nun liegt es an mir, mich deinem Frieden zu öffnen und ihn in mir wirken zu lassen. Komm zu allen deinen Menschen mit dem Geist des Friedens, damit wir eine Zukunft haben und uns alle zusammen unseres Lebens freuen können. Amen

Herzliche Grüße!
 

Ihr / dein Hans Löhr 

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