Sonntag, 20. September 2020

Irrtum und Nachsicht hl

Losung: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. 2.Mose 20,12 

Lehrtext: Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Ehre. Römer 15,7  

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch Martin Luther hat geirrt. Warum auch nicht? Schließlich war auch er ein Mensch, für den das antike Sprichwort gilt: errare humanum est – irren ist menschlich.

     Einer seiner Irrtümer betrifft ausgerechnet das Herzstück seiner Arbeit, den Kleinen Katechismus. Er hat ihn als Lehrbuch zusammengestellt, aus dem die „Hausväter“ ihre Kinder belehren sollten. Aber gerade die Zehn Gebote eignen sich nicht als Erziehungsinstrument für Kinder. Sie sind für die Erwachsenen gedacht. Das wird besonders an der heutigen Losung deutlich. Da geht es darum, dass die erwachsenen Kinder ihre alt gewordenen Eltern mitkommen lassen, sich um sie kümmern und sie gegebenenfalls pflegen. Trotzdem schadet es natürlich nichts, wenn auch schon Kinder von diesen Geboten für Erwachsene hören.

     Auch der Lehrtext ist Erwachsenen gesagt. Christus hat uns angenommen mit unseren Gaben und Schwächen, mit unseren guten und schlechten Seiten, mit unserem Gelingen und Versagen. Er hat viel Nachsicht mit mir. Da sollte auch ich mit meinen Mitmenschen etwas nachsichtiger sein. 

Gebet: Herr, ich bin darauf angewiesen, dass andere Menschen mit mir nachsichtig sind, aber vor allem du. Danke, dass du das warst, bist und sein wirst. Amen

Herzliche Grüße, 

Ihr / dein Hans Löhr.

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