Montag, 26. März 2018

was nachklingt hl

Losung: Singet dem HERRN und lobet seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil! Psalm 96,2 

Lehrtext Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. Markus 14,26 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Ohrwürmer sind meist bekannte Schlagermelodien, die man so leicht nicht mehr los wird, wenn man sie hört oder an sie denkt, zum Beispiel – nein, sage ich jetzt lieber nicht, sonst hast du vielleicht diesen „Wurm“ im Ohr. Es gibt aber auch willkommene Ohrwürmer, Lieder, die in einem nachklingen und der Seele gut tun. Manche frisch Verliebten haben manchmal so einen Song, den sie immer wieder anhören, singen, summen oder pfeifen, weil er sie verbindet, wenn sie getrennt sind und aneinander denken lässt. Aber da sind auch geistliche Lieder, die zu Ohrwürmern werden können und einen Menschen erfüllen, trösten, dankbar sein lassen und Lebensmut geben. Das Lied „Du bist die Zukunft“ ist beispielsweise ein solcher Ohrwurm.
     Vielleicht war auch der Lobgesang, den Jesus mit seinen Jüngern beim letzten Abendmahl gesungen hatte (Lehrtext), so eine Art „Ohrwurm“, der in ihm nachgeklungen ist. Vielleicht waren das sogar Zeilen aus dem Psalm 96, aus denen auch die heutige Losung kommt. Und als er dann im Bewusstsein, verraten und gefangen, gefoltert und gekreuzigt zu werden in den Garten Gethsemane ging, klang in ihm vielleicht dieser Lobgesang nach und die Melodie und die Worte verließen ihn auch nicht in seinen dunkelsten Stunden: »Singt dem HERRN und preist seinen Namen! Verkündet jeden Tag: „Gott ist ein Gott, der rettet!“« (Übersetzung „Hoffnung für alle“) So genau weiß ich das nicht. Die Bibel sagt nichts darüber. Aber für mich ist das naheliegend.
     Es tut gut, so ein Lied zu haben, das einen mit Gott verbindet wie Verliebte ihr Lied miteinander verbindet. Es tut gut, Melodie und Text jederzeit abrufen zu können. Und es tut gut, mit einem solchen Lied, das tröstet und stärkt auch durch schwere Zeiten zu gehen. Hast du so ein Lied, das du auswendig kannst, und das in dir klingt und dich erfüllt? 
     „Mein“ Lied ist zur Zeit ein alter Choral aus dem Gesangbuch, ein Morgenlied: „Gott des Himmels und der Erden“ (EG 445 Verse 1.2.5-7) Und weil mir die Melodie so gut gefällt, habe ich für mich noch einen Vers dazugeschrieben:

Gebet
Du bist meine große Freude,
darum komme ich zu dir.
Herr, behüte du auch heute
alle, die gehör'n zu mir.
Halte deine Segenshand
schützend über unser Land.

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. 
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Sonntag, 25. März 2018

Gottes große Taten heute hl

Losung: Wer kann die großen Taten des HERRN alle erzählen und sein Lob genug verkündigen? Psalm 106,2 

Lehrtext Als die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel! Johannes 12,12-13 

Predigt von Hans Löhr am Palmsonntag 2018 in Thann und Sommersdorf 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

Wer kann die großen Taten des HERRN alle erzählen und sein Lob genug verkündigen?“ So heißt das Losungswort für den heutigen Palmsonntag. Ja, wer kann das? Wer kann erzählen, was Gott alles geschaffen hat und wie er von Anbeginn der Zeit alles regiert?
Kann das jemand von euch? Ich kann’s nicht. Ich kann nur staunen, wie unermesslich reich seine Schöpfung ist, reich an Welten, reich an Leben. Die Wissenschaften öffnen mir dafür die Augen. Und dafür kann ich ihn nur loben.
Aber wichtiger als die großen Taten in den Weiten und Tiefen des Weltalls oder im Reich der Atome und kleinsten Teilchen sind mir Gottes Taten in meinem Leben. Und ich denke, das trifft auf dich auch zu. Deshalb will ich nun mit dir darüber nachdenken, was Gott Großes in deinem und meinem Leben getan hat und tut.
Für mich ist es das Größte, dass ich überhaupt bin. Ich könnte ja auch nicht sein. Und dass ich bin, das bringe ich mit Gott zusammen. Ich verstehe mich als sein Geschöpf, als einen Menschen, den er gewollt hat, mehr noch, als sein Kind, dass er liebt. Und genau so ein Mensch bist du auch.
Würde ich nicht an Gott glauben, wäre für mich diese ganze Welt und ich selbst nur kalter Zufall. Aber wenn alles nur Zufall wäre, welchen Wert hätte es dann? Was unterscheidet mich dann von einem Stein, der dann ja genauso Zufall ist wie ich selbst? Durch Gott bekommt alles einen bestimmten Wert. Durch ihn wird mein eigenes Leben und das meiner Kinder und Enkel wertvoll. Das, liebe Gemeinde, verstehe ich unter den großen Taten Gottes, von denen im heutigen Bibelwort die Rede ist. Nicht nur ich selbst, sondern eben auch alle die Menschen, mit denen ich verbunden bin und die mir wichtig sind, sind Gottes große Taten, wofür ich ihn loben kann, wofür ich ihm dankbar bin. Und ich meine, du wirst das ähnlich sehen wie ich.
Natürlich gilt das für alle anderen Menschen auch. Aber ob sie das auch so sehen? Ich denke nicht. Atheisten, Menschen, die nicht an Gott glauben, wen können die für ihr Leben und das ihrer Kinder und Enkel loben? Wem können die danken, dass sie sind und dass sie bis zu dieser Stunde behütet und am Leben erhalten werden? Wen sollen sie loben und wem sollen sie danken für diese, trotz allem Leid doch auch so wunderbare Welt, für Sonne, Mond und Sterne, Himmel und Erde, Pflanzen und Tiere, die Jahreszeiten, die Musik, die Liebe und Hilfsbereitschaft unter den Menschen?
Ich bin weiß Gott kein Typ, der sich jeden Morgen auf die Schenkel klopft und breit grinst, was er doch für ein Glückspilz ist. Ich muss, so wie du vermutlich auch, mit Enttäuschungen und Konflikten leben, mit Ängsten und manchmal auch mit Schmerzen. Aber dann reiße ich mich doch auch immer wieder zusammen und sage: 
Gebet: Herr, ich danke dir, dass du mir diesen neuen Tag schenkst, einen weiteren Tag in meinem Leben. Ich danke dir für die Menschen, mit denen ich verbunden bin, für das Dach über meinem Kopf, das Bett, das mir gehört, den gedeckten Tisch. Ich danke dir, dass sich genug zum Leben habe und nicht betteln muss. Ich danke dir für den Frieden in unserem Land, die hohen sozialen Standards und den Rechtsstaat. Und ich danke dir, dass ich dir danken, dass ich dir glauben und vertrauen kann.
Das alles gehört für mich zu den großen Taten Gottes in den vielen Jahren meines Lebens. Und wie siehst du das? Kannst auch du Gott dafür loben und ihm danken, was er dir Gutes getan hat und noch immer tut? Wenn das so ist, dann lass uns das doch heute im Gottesdienst wieder gemeinsam tun.
Manchmal ist es aber auch so, dass wir für groß halten, was gar nicht das wirklich Große ist. Manchmal übersehen wir das Große im Unscheinbaren.
Vor einiger Zeit war ich nach Ansbach zu einem, wie ich meinte, wichtigen Termin eingeladen. Als er vorüber war, ging ich ins Einkaufszentrum, um zu Mittag zu essen. Das Restaurant war gut gefüllt. Ich suchte mir mit meinem Tablett einen Platz. Nur gegenüber einem älteren Mann mit fremdländischem Aussehen war noch ein Platz frei. Unwillkürlich habe ich gezögert, ob ich mich zu ihm setzen solle. Ich bin so erzogen worden, gegenüber Ausländern eher misstrauisch zu sein. Natürlich weiß ich längst, dass das falsch ist. Aber tief in mir wirkt diese Erziehung noch immer nach. 
So gab ich mir also einen Ruck und setzte mich zu diesem Mann, wünschte ihm einen guten Appetit und begann meinen Fisch zu essen. Ich musste mir Salz nachholen und habe ihm auch davon angeboten, aber er meinte, so viel Salz sei nicht gut für seine Gesundheit. Da ich aber vergessen hatte, eine Serviette mitzunehmen, gab er mir eine von den beiden, die er sich genommen hatte. So aßen wir eine Zeit lang schweigend. Dann fragte ich ihn aus Höflichkeit, ob er hier denn seine Mittagspause verbringen würde. Nein, nein, sagte er in schönstem hohenlohischen Schwäbisch, er sei schon in Rente. Etwas verdutzt wegen seines Dialekts hakte ich nach, ob er denn in der Gegend aufgewachsen sei. Nein, erwiderte er, er sei Grieche, lebe aber schon seit 40 Jahren in Deutschland. Und dann sagte er mir, dass er hier warten müsse, bis seine Frau fertig sei. Sie bekomme nämlich heute ihre erste Chemotherapie. "O Gott", antwortete ich betroffen, "das tut mir aber leid. Hoffentlich wirkt die Chemo." "Nun ja", sagte er, "sie hat Lungenkrebs. Sie hat eben zu viel geraucht, obwohl ich ihr immer wieder sagte, dass sie aufhören solle." Da spürte ich in mir einen Anstoß und so fragte ich ihn: "Wie heißt denn ihre Frau mit Vornamen?" "Johanna", sagte er. Und ich: "Gut, dann werde ich für ihre Johanna beten." Da entspannte sich das Gesicht des Griechen. Er lächelte mich an und sagte: "Danke, das tut gut." Ich stand auf, verabschiedete mich und wollte meinen Teller zum Geschirrwagen bringen, aber er hielt mich ab: "Lassen Sie nur, ich mach das schon für Sie."
Später im Auto dachte ich mir: 'Jetzt weiß ich, warum ich diesen scheinbar wichtigen Termin hatte. Gott hat mich damit nach Ansbach gelockt, damit ich diesem Mann begegne und für seine Johanna bete. Er steckt also wieder mal dahinter.' Ja, manchmal ist es eben so, dass das, was wir für groß halten, wie ein scheinbar wichtiger Termin, gar nicht das wirklich Große ist. Vielmehr das, was uns eher unbedeutend zu sein scheint wie so ein kleines Gespräch beim Mittagessen.
Und das gilt auch für den biblischen Lehrtext für den Palmsonntag. Da heißt es: Als die große Menschenmenge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel! Johannes 12,12-13
Die Leute damals glaubten, in Jesus den kommenden „König von Israel“ zu sehen, der jetzt gleich den Thron besteigen und sich eine goldene Krone aufsetzen würde. Ja, das wäre für sie etwas Großes gewesen. Doch das viel Größere sahen sie nicht, dass dieser König bald eine Dornenkrone tragen und für sie und uns alle am Kreuz sterben würde. Daran denken wir wieder in der Karwoche, die vor uns liegt, dass Jesus die Liebe Gottes zu uns Menschen nicht verraten hat, sondern den Sündern treu geblieben ist bis zum Tod. Nur so, nur durch seine Liebe und Treue, hat er die Macht des Bösen und des Todes gebrochen. Und nur so hat er uns von diesen finsteren Mächten erlöst. Auf diese Weise hat er uns die Hoffnung geschenkt, dass auch der Tod für uns nicht das Letzte ist, sondern die Zukunft bei Gott.
Nein, du und ich, wir sind nicht aus Zufall entstanden und werden nicht zufällig wieder ausgelöscht. Wir sind und bleiben Gotteskinder, von ihm geschaffen und dazu bestimmt, dass er uns einmal vollenden wird. Das sind seine großen Taten, für die wir ihn loben, für die wir ihm danken. Amen

Mit Spracherkennung diktiert. 
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Samstag, 24. März 2018

Skandalöse Liebe hl

Losung: Des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. 2.Chronik 16,9 

Lehrtext Als die Frau vernahm, dass Jesus zu Tisch saß im Haus des Pharisäers, brachte sie ein Alabastergefäß mit Salböl und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu netzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit dem Salböl. Lukas 7,37-38 

Liebe Leserin, lieber Leser,

bist du mit ganzem Herzen bei Gott? Ich kann das von mir nicht behaupten. Ich wäre es gern. Aber ich bin es nicht. Jesus war mit ganzem Herzen bei Gott. Aber er war auch mit ganzem Herzen bei den Menschen. Eines geht offenbar nicht ohne das andere. Darum ist es problematisch, sich ganz aus dieser Welt in eine Einsiedelei zurückzuziehen, um dort Gott nahesein zu wollen. Und genauso problematisch ist es, sich ganz und gar an diese Welt auszuliefern, um bei den Menschen zu sein.
     Jesus hat sich immer wieder einmal von den vielen, die zu ihm kamen und etwas von ihm wollten, zurückgezogen und in der Einsamkeit mit Gott neue Kraft geschöpft. Ich glaube, jeder Mensch, der von anderen gebraucht wird, braucht selbst immer wieder einmal solche Orte und Zeiten, wo er zur Ruhe kommen und auftanken kann. Manche verausgaben sich bis zur Erschöpfung, bis sie krank werden. Und dann erst, im Krankenbett oder gar im Krankenhaus, kommen sie zur Besinnung. Doch wie lange halten die guten Vorsätze an, die dann getroffen werden? Wie schnell lässt man sich nicht wieder hineinziehen in den Strudel des Alltags?
     Wie sieht das bei dir aus? Hast du Orte und Zeiten, wo du zur Besinnung, zur Ruhe und zu Gott kommen kannst? Wo du wieder neue Kraft schöpfst für die Herausforderungen, die daheim oder im Beruf auf dich warten? In den Zehn Geboten heißt es, dass man sich an einem Tag in der Woche so gut es eben geht der Arbeit enthalten soll. Aber die Gefahr ist groß, dass man sich dann den Sonntag mit Freizeitaktivitäten aller Art zuklebt. Wie wichtig wäre es, an diesem Tag einfach mal Ruhe zu geben und einen Gottesdienst zu besuchen, der einen anspricht und berührt, wo man neue Kraft bekommt, Ermutigung und Trost. Doch, es gibt solche Gottesdienste. Nicht wenige steigen dafür ins Auto und fahren etliche Kilometer, weil ihnen genau diese Zeit und dieser Ort wichtig ist und hilft. Dort, so möchte ich mit der Losung sagen, schaut der Herr auf seine Menschen, »dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.«
     
Die Frau, von der im Lehrtext die Rede ist, war mit ganzem Herzen bei Jesus. Sie hat sich über die damaligen Sitten und Gebräuche hinweggesetzt, ist einfach in ein fremdes Haus gegangen, kniete vor Jesus nieder, schüttete mit ihren Tränen ihr ganzes Herz vor ihm aus und salbte seine Füße nicht nur mit Öl, sondern mit ihrer Liebe. Was für ein Tabubruch! Was für eine Provokation! Was für ein Skandal! Die hat sich vielleicht was getraut! Der Pharisäer, bei dem Jesus zu Gast war, war zutiefst empört über diese Unverschämtheit. Und er sagte sich: Weiß denn Jesus nicht, was das für eine ist? Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock! 
     Jesus war nicht empört. Im Gegenteil. Er ließ sich die liebevolle Geste dieser Frau gefallen und sagte zu dem Pharisäer: „All diese Gesten der Wertschätzung, die mir diese Frau erwiesen hat, hast du mir nicht erwiesen. Weder hast du mir, wie es üblich ist, die Füße waschen lassen, noch mich mit Salböl in deinem Haus willkommen geheißen, noch mir einen Kuss zur Begrüßung gegeben. Deine Wertschätzung mir gegenüber ist klein. Ihre Wertschätzung aber, ja mehr noch, ihre Liebe zu mir ist groß. »Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.« Und er sprach zu der Frau: »Dein Glaube hat dir geholfen; geh hin in Frieden!«
     Liebe Leserin, lieber Leser, es sind Geschichten wie diese, die mich dazu bringen, dass ich nicht nur mit dem Kopf, sondern mit meinem Herzen an Jesus glaube und an ihm hänge. Denn in ihnen leuchtet Gottes große Barmherzigkeit auf für mich und für dich, für die Anständigen und die Sünder, für die Frommen und die Zweifler, für Glaubende und für Nichtglaubende, - für alle seine Geschöpfe ohne Ausnahme.

Gebet: Jesus, ich möchte so gern öfter mit ganzem Herzen bei dir sein als ich es bin. Ich vertraue darauf und weiß, dass mir in dir der barmherzige Gott begegnet, der nicht rechnet und nicht verurteilt, der nicht kleinlich ist und nicht beleidigt, weil er ein so großes Herz hat für mich und alle seine Geschöpfe. Ja, ihn möchte ich in dir lieben von ganzer Seele und mit all meiner Kraft. Aber ich soll ja auch für meine Mitmenschen da sein, ihnen freundlich und hilfsbereit begegnen, auch wenn sie zu mir anders sind. Aus eigener Kraft kann ich das alles nicht. Denn meine Liebe ist zu klein. Darum bitte ich dich, dass du mir deine schenkst. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Freitag, 23. März 2018

Seelenfutter hl

Losung: Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. Psalm 19,9 

LehrtextJesus spricht: Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. Johannes 6,63 

Liebe Leserin, lieber Leser,

»Schau mir in die Augen, Kleines!« - so sagt Humphrey Bogart zu Ingrid Bergmann im Kultfilm „Casablanca“. Manche Kinobesucherin bekommt in diesem Augenblick feuchte Augen. Denn wenn sich ein Mann und eine Frau tief in die Augen schauen, geht es um tiefe Gefühle. Die Augen verraten ja oft mehr als der Mund. Sie lassen tief blicken. Man nennt sie nicht umsonst „Spiegel der Seele“. Und manchmal erkennt man einen verliebten Menschen gerade auch an seinem Blick.
     David meint im heutigen Lehrtext, dass das so ähnlich auch in der Beziehung zu Gott sei. Denn wer nach seinen klaren Geboten lebt, muss kein schlechtes Gewissen haben oder gar Furcht. Dessen Augen sind dann auch nicht durch negative Gefühle getrübt. Ein solcher Mensch kann anderen mit einem offenen und klaren, ja sogar strahlendem Blick begegnen. 
     Derselbe David aber hatte auch immer wieder Zeiten, in denen sein Verhältnis zu Gott stark getrübt war, und vermutlich konnte man das auch an seinem Blick ablesen. Er war ja nicht nur ein großartiger Psalm-Dichter, sondern ebenfalls ein großer Sünder. Siehe seinen Ehebruch mit Bathseba und die Ermordung ihres Mannes Uria. Und trotzdem hat ihn Gott leben lassen, hat ihm sein Königtum nicht weggenommen, auch wenn es ihm aus diesen Gründen verwehrt blieb, den Tempel zu bauen. 
     Im Lehrtext sagt Jesus, dass ein Mensch, der seine Worte tief in sich aufnimmt, mit Gottes Geist erfüllt wird und von ihnen lebt. Denn, so sagt er an anderer Stelle, „der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, sondern auch vom Wort Gottes. Heute sagt man banal dazu: „Der Mensch ist was er isst“. Die Art und Weise wie er sich ernährt, würde auch seine Mentalität, seinen Charakter bestimmen. Ob das so stimmt, weiß ich nicht. Aber das stimmt meiner Meinung nach schon, dass sich die Ernährung nicht nur auf die Gesundheit des Körpers, sondern auch der Seele auswirkt und dass mich die Gefühle und Gedanken bestimmen, die ich entsprechend „füttere“. 
     Darum lässt mich der heutige Lehrtext fragen: Was lese ich, was schaue ich mir an, was höre ich mir an, was lasse ich in mich hinein? Anders gesagt: Welchen Gefühlen und Gedanken gebe ich Nahrung? Die Auswahl ist groß. Fernsehen und Internet sind ein riesiger Supermarkt für gutes und schlechtes „Seelenfutter“. Ich selbst bin dafür verantwortlich, was ich auswähle und womit ich meine Seele ernähre.

Gebet: Herr, wenn ich schon darauf achte, meinen Leib gesund zu ernähren, dann soll das auch für meine Seele gelten. Du selbst sagst ja von dir, dass du das Brot und das Wasser des Lebens bist, wovon der innere Mensch lebt. Bewahre mich davor, dass in dieser Welt des materiellen Überflusses meine Seele verhungert. Ernähre und erleuchtete mich durch dein Wort und lass mich daraus Kraft schöpfen für die Herausforderungen, die ich zu bestehen habe. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Donnerstag, 22. März 2018

Wo ist Jesus? hl

LosungGott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Jesaja 50,5 

LehrtextJesus spricht: Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Johannes 12,26 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wo ist Jesus? Im Himmel? In der Kirche? Im Kloster? … „Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein“ – sagt er im heutigen Lehrtext. Aber wo? Ich meine, er hat uns die Antwort gegeben, vorausgesetzt, wir haben dafür ein offenes Ohr (Losung). Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt er: »Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.« Und er fügt hinzu: »Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern (und Schwestern), das habt ihr mir getan.«
     Jesus ist da, wo einer Not leidet und ein anderer ihm Barmherzigkeit erweist. Wo einer auf den anderen angewiesen ist, und man sich seinem Mitmenschen nicht entzieht. Da ist es egal, ob man katholisch ist oder evangelisch, Muslim oder Atheist, Hindu oder Buddhist. Jeder Mensch dient Jesus da, wo er einem anderen Zeit und Freundlichkeit, Kraft und Zuwendung schenkt.

Gebet: Herr, um dir zu dienen, muss ich nichts Spektakuläres tun, nicht Theologie studieren und nicht ins Kloster eintreten, keine religiösen Pflichten erfüllen und keine Gelübde ablegen. Um dir zu dienen, brauche ich ein Auge und ein Ohr für meine Mitmenschen, ein gutes Wort, eine helfende Hand, einen freundlichen Blick - und ein weiches Herz. Und wenn ich einmal selbst bedürftig sein sollte, dann sende mir einen Menschen, der dir in mir dient. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mittwoch, 21. März 2018

Erde, Asche, Staub hl

​​LosungGott spricht: Im Schweiß deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück. 1.Mose 3,19 

LehrtextWie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. 1.Korinther 15,22 

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube.“ Wenn wir schon im Sarg liegen, wird diese letzte Wahrheit über uns ausgesprochen: Wir sind keine Engel, wir sind keine Halbgötter, wir sind auch sonst keine überirdischen Wesen. Wir sind Erde, Asche und Staub. So hat es mit uns begonnen. So wird es mit uns enden. Dann ist es aus mit aller Menschenherrlichkeit und Pracht. Dann magst du mächtig sein wie Putin, reich wie Bill Gates, berühmt wie Cristiano Ronaldo, geachtet wie Papst Franziskus, bewundert wie ein Nobelpreisträger. Was bleibt ist Erde, Asche, Staub. So unerbittlich nüchtern urteilt die Bibel über uns.
     Manche halten das nicht aus. Sie klammern sich deswegen an die Vorstellung der Wiedergeburt und meinen, dass sie in früheren Leben mal eine Prinzessin oder ein Fürst gewesen seien und im nächsten Leben wieder so etwas Ähnliches sein würden. Komischerweise habe ich noch nie gehört, dass jemand meint, in seinem früheren Leben eine Klofrau oder ein Stallknecht gewesen zu sein oder dass er so etwas in seinem nächsten erwartet.
     Doch ich will bei den beiden heutigen Bibelworten bleiben. Erde, Asche, Staub – das ist die letzte irdische Wahrheit über den Menschen und alles was geschaffen ist. Doch da ist noch eine himmlische Wahrheit. Von der spricht Paulus im Lehrtext. „In Christus“, so sagt er,  „werden alle lebendig gemacht“, alle! Man kann darüber spekulieren, wann und wie das geschieht. Doch das führt zu nichts. Stattdessen verbindet sich mit Jesus Christus eine Hoffnung, die über Sarg und Grab hinausreicht und in unser jetziges Leben hinein strahlt. Ich überlasse es Gott, wie das mit dem „lebendig gemacht“ vor sich geht. Aber ich hoffe darauf, dass er alles, was er geschaffen hat, auch vollenden wird.

Gebet: Herr, die Wirklichkeit des Todes ist mächtig. Sie droht alles zu überschatten, alles zu erdrücken. Aber da ist das kleine Senfkorn Glaube. Damit säe ich Zweifel in den Tod und Hoffnung in Christus. Die Finsternis des Todes macht Angst. Aber schon vor einem kleinen Licht weichen die Schatten. Hab Acht, Herr, auf meinen Glauben, dass er bleibt. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Dienstag, 20. März 2018

Mehr Gelassenheit hl

LosungDer HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Jesaja 52,9 

LehrtextAus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8 

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Bibel hat eine komplett andere Sicht auf die Welt als die Medien heutzutage. Heute sind es immer Menschen, die dies oder das tun, die ein Land so oder so regieren, die Macht ausüben, politische Absichtserklärungen in Koalitionsverträgen festhalten oder mit unüberlegten Twitter-Botschaften die Welt in helle Aufregung versetzen. In der Bibel bleibt Gott der Herr, der alles regiert. Er ist es, der seine Menschen damals wie heute tröstet und damals wie heute aus ihrem selbstverschuldeten Elend erlöst (Losung).
     Die Weltsicht der modernen Medien ist durchaus angemessen. Sie müssen die Mächtigen beobachten, über ihre Taten und Unterlassungen berichten und sie kritisieren. Und in einer Demokratie haben die Menschen die Möglichkeit, die Regierenden zur Verantwortung zu ziehen und wieder abzuwählen, wenn sie keine gute Arbeit geleistet haben. So ist das in einer säkularen Gesellschaft, die ihre Angelegenheiten ohne die Einmischung von Religionsführern regelt, wo der persönliche Glaube im öffentlichen Leben keine oder höchstens eine untergeordnete Rolle spielen soll.
     Doch für mich ist diese Weltsicht ergänzungsbedürftig. Ich glaube, dass Gott nach wie vor alle Fäden in der Hand hat und uns Menschen nach seinem Plan und Willen regiert. Er allein weiß ja, wohin einmal alles führen wird und wie sich die Dinge, die für mich jetzt schwer verständlich und schwer erträglich sind, einmal fügen werden. Wie immer ich auch zu den einzelnen Politikern und mächtigen politischen Führern in der Gegenwart stehe, sie sind und bleiben Menschen, keine Götter. Sie haben ihre Grenzen und machen ihre Fehler. Doch letzten Endes sind auch sie, wie mächtig sie mir auch jetzt vorkommen mögen, nichts anderes als Werkzeuge in Gottes Hand und müssen dazu dienen, seinen Willen zu erfüllen. Dieser Glaube macht mich etwas gelassener und getroster. Er motiviert mich aber auch, für diejenigen zu beten, die in unserem Land und weltweit Verantwortung haben sei es in der Politik, in der Wirtschaft oder in anderen wichtigen gesellschaftlichen Funktionen.
     Der Lehrtext bringt noch einmal deutlich zur Sprache, dass die wesentlichen Dinge im Kleinen wie im Großen, von Gott geregelt werden. Nicht wir sind es, die wir uns retten in Zeit und Ewigkeit. Nicht die Kirche ist es, die uns erlöst. Sondern „Gottes Gabe ist es“ (Lehrtext). Und was er für mich, für dich und die Welt im Ganzen Gutes tut, liegt nicht an unseren Bemühungen so edel sie auch sein mögen, sondern allein an seiner Gnade.
     Das bedeutet nicht, dass ich die Hände in den Schoß lege und zusehe, was sich in meiner Zeit und Welt so tut. Ich soll durchaus im Rahmen meiner Möglichkeiten Verantwortung übernehmen für ein friedliches und gerechtes Zusammenleben. Aber ich habe keinen Erfolgsdruck und muss schon gar nicht die Welt retten. Das ist Gottes Sache. Bei ihm ist sie in besten Händen.

Gebet: Herr, es ist ein Wunder, dass du unsere winzige Welt in diesem Universum nicht übersiehst. Du kümmerst dich um deine Schöpfung und auch um uns Menschen. Du kümmerst dich um mich und sorgst dafür, dass dein Wille geschieht. Das macht mich in diesen aufgeregten Zeiten ruhiger und gelassener. Denn was auch immer wird, es hängt nicht von uns Menschen ab, sondern von dir. Du bist es, der wirklich regiert und weiß, was er will. Darauf vertraue ich. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Montag, 19. März 2018

Meine Wünsche hl

Losung: Bist du es nicht, HERR, unser Gott, auf den wir hoffen? Jeremia 14,22 

Lehrtext Wir sind Gott gegenüber voller Zuversicht, dass er uns hört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht. 1.Johannes 5,14 

Liebe Leserin, lieber Leser,

viele, sehr viele Menschen haben unerfüllte Wünsche. Vielleicht gehörst auch du dazu. Viele, sehr viele Menschen bitten Gott, ihnen diese Wünsche zu erfüllen. Vielleicht gehörst auch du dazu. Mag ja sein, dass der eine oder andere Wunsch Unsinn ist. Aber die meisten Wünsche sind wohl ernst gemeint und betreffen auch ernste Dinge. An erster Stelle steht wohl die Gesundheit. Ständig beten Menschen überall auf der Welt, dass Gott sie oder ihre Angehörigen wieder gesund werden lässt. Ein anderer Wunsch ist, dass man endlich einen Partner findet, der zu einem passt oder dass die bestehende Partnerschaft nicht wieder zerbricht. Menschen im Krieg bitten um Frieden. Menschen auf der Flucht wünschen sich einen sicheren Platz. Menschen in Streit sehnen sich nach Versöhnung. Schwangere bitten um ein lebendiges und gesundes Kind ...
     An wen sonst, als an Gott soll man sich in all diesen Angelegenheiten wenden? Aber manche Wünsche werden nicht sofort erfüllt. Manchmal muss man Wochen, Monate oder auch Jahre warten, bis sich die Situation zum Guten geändert hat. Und in der Wartezeit wird wohl der eine oder andere so ähnlich beten wie Jeremia in der heutigen Losung: »Denk an den Bund, den du mit uns geschlossen hast, und heb ihn nicht auf! Kein Götze der Heiden kann uns helfen, keiner kann Regen bringen, und auch der Himmel gibt den Regen nicht von selbst. Nein, du bist es, HERR, unser Gott! Du hast alles geschaffen. Darum hoffen wir auf dich!«
     Wie? Muss ich denn Gott daran erinnern, dass er sich mit mir verbunden hat, dass ich sein Geschöpf und Kind bin, dass er mir geben will, worum ich ihn bitte? Nein, das muss ich nicht. Wenn ich's aber trotzdem tue, dann deshalb, damit ich sicher gehen kann, nichts versäumt zu haben. Und zugleich erinnere ich mich damit auch selbst an diesen Bund. Das gibt dann meiner Hoffnung wieder neue Nahrung und Kraft. Dann wächst wieder meine Zuversicht, dass er mich hört und meine Bitten erfüllt, die dem entsprechen, was er Gutes für mich will (Lehrtext). Letztlich aber gilt, was Dietrich Bonhoeffer gesagt hat: „Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen.“ Und das hat er dir und mir verheißen, dass er uns treu bleibt für immer.

Gebet: Herr, du weißt, was ich mir wünsche und was ich brauche. Ich bitte dich, mich zu hören und mir zu helfen. Zugleich will ich aber auch selbst alles, was in meiner Macht steht, dafür tun, dass sich meine Wünsche erfüllen. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. 
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Sonntag, 18. März 2018

Wurzeln des Gottvertrauens hl

Losung: HERR, erweise uns deine Gnade und gib uns dein Heil! Psalm 85,8 

LehrtextDie Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Johannes 1,17 

Liebe Leserin, lieber Leser,

eigentlich möchte ich nicht, dass wir in unserem Land jemals wieder so beten müssen: »HERR, zeige uns doch wieder, wie sehr du uns liebst und schenke uns deine Hilfe!« (Losung neu übersetzt). Und das wünsche ich mir auch nicht für meine Kinder und Enkel. Stattdessen wünsche ich mir, dass die Situation in unserem Land so stabil bleibt, wie sie ist und dass es den meisten von uns weiterhin so gut geht, wie es noch keiner Generation vor uns gegangen ist. Aber insgeheim weiß ich doch auch, dass die Zeit nicht stehen bleibt und neue Herausforderungen auf uns alle zukommen werden. Tun wenigstens wir, was menschenmöglich ist, um inneren und äußeren Frieden, um Wohlstand und soziale Gerechtigkeit zu bewahren. Zu dem, was menschenmöglich ist, gehört aber auch, dass man dafür betet und sich in seinen Entscheidungen an Gott orientiert.
     Aber dieses Gebet aus Psalm 85 kann ja jeder auch für sich persönlich sprechen und auf seine Situation beziehen. Selbst wenn der gesellschaftliche Zustand stabil ist, kann doch der persönliche höchst instabil sein. Dazu braucht es nur eine schwere Krankheit, eine heftige Krise in der Partnerschaft, Schwierigkeiten mit den Kindern oder am Arbeitsplatz. Und schon kannst du den Eindruck haben, dass dir Gott seine Gunst entzogen hat, auch wenn du weißt, wer für deine Lage verantwortlich ist.
     Weil das alles auch mich betreffen kann, sage ich mir jetzt: ‚Nein, Gott entzieht dir seine Gunst nicht. Er ist kein wankelmütiger und unberechenbarer Mensch. Er ist treu und darum kannst du dich auf seine Liebe verlassen selbst dann, wenn du nichts davon spürst. Er hat dir früher geholfen. Er wird dir auch jetzt und in Zukunft helfen.‘
     Ich sage mir das nicht, weil ich mir das ausdenke, sondern weil ich glaube, dass stimmt, was im heutigen Lehrtext steht: »In Jesus Christus ist uns Gottes Güte und Treue begegnet.« (Übers.: Gute Nachricht Bibel)  Und was sagst du dir?
 
Gebet: Herr, mein Glaube ist nicht immer so fest wie ich gern möchte. Wenn ein rauer Wind in meinem Leben weht, beginne ich zu schwanken wie ein Baum. Dann brauche ich Wurzeln des Gottvertrauens, die in deiner Treue Halt finden. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Samstag, 17. März 2018

Selbstheilungskräfte hl

LosungHERR, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. Psalm 30,3 

LehrtextChristus hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. Hebräer 5,7 

Liebe Leserin, lieber Leser,

warum wird jemand, der krank ist, in der Regel wieder gesund?
     Die wissenschaftliche Antwort ist: »Der menschliche Körper hat imposante Selbstheilungskräfte. Tatsächlich regeneriert und repariert sich das System Mensch permanent selbst. Täglich beseitigen Enzyme Defekte in der Erbsubstanz DNA. Immer wieder werden Zellen erneuert, allein in der Haut etwa eine Milliarde pro Tag. Und die innere Schicht des Dünndarms erneuert sich alle drei Tage vollständig. Verletzen wir uns, mobilisiert der Körper zusätzliche Selbstheilungskräfte: Er kittet die Haut oder lässt Knochen zusammenwachsen – die meisten Erkrankungen überwindet der Körper.« (zeit-online.de 5.6.2012) 
     Dr. Eckart von Hirschhausen sagt das auf seine Art mit einem Zitat von Voltaire: »Medizin ist die Kunst, dem Patienten die Zeit zu vertreiben, die der Körper braucht, um sich selbst zu helfen.« Bei manchen kann man allerdings auch den Eindruck haben, dass ihre Krankheit die Kunst ist, dem Arzt die Zeit zu vertreiben und ihn dafür von der Kasse bezahlen zu lassen...
     Okay, jetzt aber zur heutigen Losung: Ich glaube, dass hinter den Selbstheilungskräften Gott steckt, der uns mit ihrer Hilfe immer wieder gesund werden lässt. Und darum meine ich, so empfehlenswert es ist, an die eigenen Selbstheilungskräfte zu glauben, noch empfehlenswerter ist es an Gott zu glauben, der die Macht hat auch dann noch zu heilen, wenn man seinen Selbstheilungskräften nichts mehr zutraut.
     Die Menschen der Bibel wussten nichts von Selbstheilungskräften, aber von Gott. Und sie hatten immer wieder die Erfahrung gemacht, dass er ihnen hilft wieder gesund zu werden. Darum beteten, ja schrieen sie zu ihm, vor allem, wenn es um Leben und Tod ging (Losung)
     Dem Lehrtext zufolge hat auch Jesus Gott angefleht und unter Tränen zu ihm geschrien, dass er ihn doch vor dem Tod bewahren möge. Wenn man das so liest und sich das auch noch vorstellt, kann es einen noch heute tief bewegen. Dennoch ist er am Kreuz gestorben. Hat Gott sein Gebet also nicht gehört? Jetzt kommt der Glaube ins Spiel. „Doch“, heißt es im Hebräerbrief, „Gott hat ihn erhört. Er hat ihn zwar nicht vor, aber aus dem Tod errettet.“ Seitdem gibt es für jeden immer noch eine allerletzte Hoffnung, dass auch der Tod nicht das letzte Wort hat.
Einmal versagen eben auch die Selbstheilungskräfte des Körpers. Aber Gottes Kraft versagt nicht. Daran halte ich mich fest.

Gebet: Herr, wie oft habe ich dich nicht schon gebeten, dass Familienangehörige, Gemeindeglieder oder auch ich selbst wieder gesund werden kann. Und in den allermeisten Fällen hast du geholfen. Und du hast nicht nur durch die Selbstheilungskräfte geholfen, sondern auch durch meinen Glauben und mein Gebet. Denn das hat mich zuversichtlich gemacht, dass du heilen wirst. Du hilfst auch durch die Ärzte, das Pflegepersonal und die Medizin in den Krankenhäusern. Du hilfst mit jedem liebevollen Gruß, den ich einem Kranken sende, mit jedem einfühlsamen Besuch. Und auch wenn ich ohnmächtig zusehen muss, wenn ein Mensch gehen muss, so behältst du doch die Macht über Leben und Tod und wirst jedes Leben, das du geschaffen hast, vollenden. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Freitag, 16. März 2018

Auch in der Wüste nicht allein hl

Losung: Der HERR, dein Gott, hat dein Wandern durch diese große Wüste auf sein Herz genommen. 5.Mose 2,7 

Lehrtext Jesus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12 

Liebe Leserin, lieber Leser,

nein, ich habe nicht wie die Israeliten 40 dürre Wüstenjahre in meinem Leben gehabt. Gott sei Dank! Aber rückblickend auf die Zeiten, in denen es mir nicht gut ging, kann auch ich sagen: „Der Herr hat acht gegeben auf die Wanderung durch meine Wüstenzeiten.“ Und ich bin so frei und sage das auch stellvertretend für alle Menschen, die ich näher kenne, egal, ob sie das auch so sehen oder nicht. Denn keiner von uns allen wäre noch hier, hätte Gott in schwierigen Zeiten nicht immer wieder acht auf ihn gehabt. Und keiner wäre zum Glauben gekommen,  wäre Jesus, das Licht der Welt, für ihn nicht zum Licht des Lebens geworden (Lehrtext). Das behaupte ich. Einfach so. Und jetzt liegt es an dir zu prüfen, ob das auch für dich stimmt.

Gebet: Herr, du achtest auf meinen Weg, am Tag und in der Nacht. Auch wenn es mühsam und steil wird, weichst du nicht von meiner Seite. Du bist Licht in meiner Finsternis. An dir kann ich mich orientieren. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Donnerstag, 15. März 2018

Nur gemeinsam hl

LosungDie Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Psalm 19,9 

LehrtextJesus spricht: Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe. Das sage ich euch, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde. Johannes 15,10-11 

Liebe Leserin, lieber Leser,

drehe und wende es wie du willst: Ohne die Juden gäbe es die Bibel nicht und ohne die Bibel gäbe es die Juden nicht (mehr). Ohne die beiden wäre die Geschichte Europas völlig anders verlaufen und höchstwahrscheinlich würde es dann auch uns nicht geben und schon gar nicht unseren christlichen Glauben. Man muss nur kurz ein bisschen nachdenken, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Denn die Bibel ist aus dem Glauben der Juden in einem Zeitraum von etwa 1000 Jahren „hervorgewachsen“ und die Juden wurden durch die Schriften der Bibel (des Alten Testaments) zu denen, die sie sind: Zu einem stolzen Volk unter einem großen Gott. Ihre Identität, ihr Selbstverständnis ist durch den Glauben geprägt und damit durch ihre Riten und Gebote, Gesetze und Gebete, Geschichten und Lebensweisheiten. 
     Die Juden wären, wie andere Völker auch, unter der Herrschaft altorientalischer Kulturen und Religionen und später unter der Herrschaft christlicher Völker längst untergegangen, „eingeschmolzen“ und aufgegangen, hätten sie nicht in Freude und mehr noch im Leid an ihrer Religion und somit an ihrem Gott festgehalten, hätten sie sich nicht an ihre Gebote und Gesetze geklammert (Losung) und ihr Leben auch im Exil, in der Fremde danach ausgerichtet. Und auch wenn heute die Mehrheit der Juden mindestens so säkular und atheistisch ist wie die Mehrheit der Christen, das was sie zu Juden macht, ist nicht die Rasse (was immer das sein soll), sondern die gemeinsame religiöse Herkunft, ihre Tradition und ihre gemeinsame, dreitausendjährige Leidensgeschichte.
     Auch unser Glauben wurzelt in dem der Juden und ihrer Geschichte: Jesus war Jude wie alle seine Jünger und Apostel. Und auch das neue Testament ist, soweit man es wissen kann, von Juden und ihren Nachkommen geschrieben. 
     Eigentlich müsste das schon genügen, um eine prinzipielle Judenfeindschaft der Christen ein für alle Mal auszuschließen. Aber offenbar ist es da wie in mancher Familie: Je näher man beieinander und je ähnlicher man sich ist , desto mehr streitet man sich. Die Eltern wollen, dass die Kinder so werden wie sie sind, aber die Kinder, vor allem in der Pubertät, wollen das um keinen Preis. Mir ist klar, dass diese Argumentation etwas kurz greift. Das ganze Verhältnis zwischen Juden und Christen ist komplexer. Und doch glaube ich, dass da etwas dran ist.
     Was in der heutigen Losung steht, können viele Juden nach wie vor unterschreiben. Denn ohne die vielen Gebote und Verbote, Weisungen, Regeln und Befehle, ohne das mosaische Gesetz im Alten Testament, gäbe es sie nicht mehr.
     Und wie ist das mit uns Christen? Macht der Glaube auch unser Selbstverständnis, unsere Identität aus? Wirkt er sich aus auf unser Leben, unser Verhalten, unsere Werte und die Regeln des Zusammenlebens? Das muss wohl jeder für sich beantworten. Im Unterschied zu den Juden, haben die vielen Gebote und Verbote des Alten Testaments für uns – mit Ausnahme der Zehn Gebote – keine Bedeutung. 
     Aber da ist noch ein Gebot, das man unter den vielen anderen bereits im Alten Testament findet, das aber Jesus heraushebt und über alle anderen stellt. Ein Gebot, das durch die Jahrtausende hindurch Christen zu Christen macht, was sie sonst nicht wären. Es ist das Gebot, Gott über alle Dinge zu lieben, in gleicher Weise unseren Nächsten und das alles wie uns selbst. Jesus spitzt das noch zu, indem er sagt, dass wir auch unsere Feinde lieben sollen. Wer es nachlesen möchte, bitte sehr: Matthäus 5,44; Lukas 6,27+35; Lukas 10,25-37; Römer 12,20+21; Lukas 23,34. Diese Worte lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
     Das also sind die Gebote Christi (Lehrtext), die wir halten, das ist seine Liebe, in der wir bleiben sollen. Dann, so heißt es bei Johannes, wird seine Freude in uns bleiben und unsere Freude vollkommen sein.
     Stellen wir uns doch bloß mal für einen kurzen Moment vor, Christen hätten im Laufe der letzten 2000 Jahre dieses Gebot befolgt. Wie viel unermessliches Leid wäre nicht geschehen! Wie viel Lebensfreude wäre stattdessen gewesen! Aber so …
     Was meinst du, lieber Leser, liebe Leserin, könnten wir nicht damit beginnen, wenigstens in Ansätzen das Liebesgebot Jesu zu erfüllen und auch das Böse, dass uns angetan wird, mit Gutem zu vergelten? Vielleicht meinst du jetzt, das sei weltfremd. Ja, das stimmt. Aber das stimmt ja auch, dass wir Christen nicht von dieser Welt sind, sondern in dieser Welt und dass wir „in ihr keine bleibende Stadt haben, sondern die zukünftige suchen“ (Hebräer 13,14). Ich nehme mir immer wieder vor, das Liebesgebot Jesu zu erfüllen. Ich weiß aber auch, dass ich es allein nicht schaffe. Doch wenn du diesen Weg der kleinen Schritte mitgehst, kommen wir gemeinsam weiter.

GebetHerr, wir können einmal nicht ohne die Juden vor deinen Thron kommen und sie nicht ohne uns. Nur gemeinsam wirst du uns akzeptieren. Wir können auch nicht ohne die Mitglieder anderer Religionen zu dir kommen und auch nicht ohne die Ungläubigen. Nur gemeinsam wirst du uns akzeptieren. Denn wir alle sind deine Kinder und keines von uns bevorzugst du und keines benachteiligst du. Und darum will ich in denen, die anders sind als ich, keine Fremden oder gar Feinde sehen, sondern Brüder und Schwestern. Und darum will ich mit meiner Liebe in dir bleiben, weil du mit deiner in mir bleibst. Ja, das will ich. Doch dazu brauche ich deine Hilfe. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mittwoch, 14. März 2018

Wird alles gut? hl

Losung: Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit. Wenn sie sich auch hinzieht, so harre ihrer. Habakuk 2,3 

LehrtextDer Herr zögert nicht, die Verheißung zu erfüllen, wie einige meinen, sondern ist geduldig mit euch; er will nicht, dass einige zugrunde gehen, sondern vielmehr, dass alle den Weg der Umkehr einschlagen. 2.Petrus 3,9 

Liebe Leserin, lieber Leser,

man kann alle Verheißungen der Bibel in dem einen Satz zusammenfassen: „Alles wird gut!“ Das gilt dann, wenn Gott vollendet haben wird, was er einst mit seiner Schöpfung und seinen Geschöpfen und somit auch mit dir und mit mir begonnen hat. Das gilt aber in Ansätzen schon jetzt, wenn es nach einem Streit wieder zur Versöhnung kommt, wenn eine Wunde wieder heilt, wenn Tränen wieder trocknen, wenn Verbitterte wieder lachen können und sich nach quälenden Jahren der Partnersuche doch noch zwei gefunden haben, die zueinander passen. All diese kleinen und vorläufigen Erfahrungen, dass etwas wieder gut werden kann, weisen jetzt schon darauf hin, dass einmal alles gut werden wird. Alles! Und das nicht, weil ich es will, sondern weil Gott es so will und darum auch tut. Als Jesus die vielen Kranken heilte und Sünden vergab, hat er damit ein unübersehbares Zeichen gegeben, in welche Richtung sein Wirken und Gottes Wollen geht. 
Du zweifelst? Warum machst du dir seine gute Botschaft selbst madig? Du meinst, andere lachen dich aus, wenn du das glaubst und sagst? Sollen sie. Sie wissen ja nicht, worauf sie verzichten. Aber du kannst wissen, dass ein Mensch mit Gottvertrauen auch in schwierigen Zeiten seinen Mut behält und auch im finsteren Tunnel das Licht am Ende sieht. Nein, einfach ist das nicht gerade. Aber möglich.

Gebet: Herr, ist es wirklich so, dass ich deinen Verheißungen Glauben schenken kann? Stimmt es, dass einmal alles gut wird, auch mit mir? Du weißt ja, dass ich kein großer Glaubensheld bin. Und ich weiß, dass ich zu dir keine Alternative habe. Denn wenn ich mich auf dich und dein Wort nicht mehr verlasse, worauf kann ich mich denn dann noch verlassen? Wenn ich auf dich nicht mehr hoffe, worauf soll ich denn dann hoffen? Darum bitte ich dich, stärke meinen Glauben und lass mich immer wieder neu spüren, dass du bei mir bist. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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Dienstag, 13. März 2018

Reisbrei oder Sauerkraut? hl

Losung: Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochse mit Hass. Sprüche 15,17 

Lehrtext Paulus schreibt: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 1.Korinther 13,1 

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Verfasser des heutigen Losungsworts aus dem Buch der Sprüche kannte unser gutes fränkisches Sauerkraut nicht. Sonst hätte er als Gegensatz zum Tellerfleisch (Rindfleisch) den Reisbrei genannt, den ich nicht mag. Denn so ein gut gewürztes, fränkisches Sauerkraut ist eine wahre Delikatesse. Also würde ich an seiner Stelle sagen: „Besser einen Teller Reisbrei mit Liebe als fränkische Bratwürste mit Kraut und Hass.“ 
     Ja auch zu Zeiten der Bibel wusste man schon, dass Liebe durch den Magen geht. Und mag auch die Ehefrau (meinetwegen auch der Ehemann) noch so gut kochen, wenn die Liebe am Kochtopf und am Mittagstisch fehlt, schmeckt es nicht. Und wenn die Liebe in Haus und Wohnung fehlt, bleibt es darin trotz Zentralheizung und Kachelofen kalt. Denn die Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts. Das wusste schon der Apostel Paulus, von dem der heutige Lehrtext aus seinem Hohen Lied der Liebe (1. Kor. 13,1-13) stammt. 

GebetNun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen - so, Herr, sprichst du durch den Mund von Paulus. Denn aus Liebe hast du die Welt geschaffen und auch mich. Aus Liebe bist du in Jesus zu uns gekommen, wendest du dich deinen Geschöpfen zu, segnest sie, behütest sie und rettest sie. Wie gerne würde auch ich aus Liebe sagen, was ich sage und tun, was ich tue. Du weißt, dass mir das oft nicht gelingt. Aber in Verbindung mit dir ist es doch immer wieder möglich. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

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