Samstag, 14. März 2020

Lebensquelle – Lebensnetz hl

LosungBei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. Psalm 36,10

Lehrtext: Wer den Sohn hat, der hat das Leben. 1.Johannes 5,12

Liebe Leserin, lieber Leser,

sehr lange Zeit hat man das heutige Losungswort vom Menschen her gedacht, als sei er allein aus Gottes Quelle gekommen. Vielleicht hat das auch der Verfasser des Psalm 36 so gemeint. Heute können und müssen wir das anders sehen. Heute heißt es:

Gebet: Herr, bei dir ist die Quelle allen Lebens, der Pflanzen und Tiere, der Meeres- und Landbewohner, der Vögel und der kleinsten einzelligen Lebewesen. Sie alle fließen gemeinsam mit mir, dem Menschen, aus deiner Quelle. Denn ich bin ebenso Geschöpf wie sie, bin Natur wie sie. Ohne sie kann ich nicht sein. Auch ich bin ein Faden im wunderbar  farbigen Teppich der Schöpfung, den du webst. Diese Einsicht lässt mich staunen über alle Maßen und dich preisen mit jedem Herzschlag und Atemzug. Amen

Der Mensch, du und ich, wir können nur gemeinsam mit den anderen Lebewesen leben, nicht ohne und nicht gegen sie. Denn ohne die winzigen Geißeltierchen wäre die Erde nicht fruchtbar, gäbe es keine Pflanzen und damit auch keine Nahrung. Ohne Insekten würden keine blühenden Gräser, Sträucher und Bäume bestäubt und gäbe es keine Früchte. Ohne Bakterien im Darm, könnten wir die Nahrung nicht verdauen. Wir sind nicht mehr und nicht weniger als eine Faser im großen Gespinst des Lebens. Gleich den anderen Lebewesen werden wir geboren, blühen wir auf, welken und vergehen. So wie wir mit ihnen leben, so werden, wie Paulus schreibt, auch sie mit uns erlöst:
     »Gott hat allen Geschöpfen die Hoffnung gegeben, dass sie zusammen mit den Kindern Gottes einmal von Tod und Vergänglichkeit erlöst und zu einem neuen, herrlichen Leben befreit werden. Wir wissen ja, dass die gesamte Schöpfung jetzt noch leidet und stöhnt wie eine Frau in den Geburtswehen. Aber auch wir selbst, denen Gott bereits jetzt seinen Geist als Anfang des neuen Lebens gegeben hat, seufzen in unserem Innern. Denn wir warten voller Sehnsucht darauf, dass Gott uns als seine Kinder zu sich nimmt.« (Römer 8, 20b-23)
     Massentierhaltung, Monokulturen, Pestizide, Überdüngung, Zerstörung des natürlichen Lebensraums – alle Folgen der industriellen Landwirtschaft zerreißen das Netz des Lebens, das uns bisher getragen hat. Darüber können die jüngsten Bauernproteste mit grünen Kreuzen nicht hinwegtäuschen. Darüber kann aber auch die Gier von uns Verbrauchern nach immer mehr und immer billigerem Fleisch nicht hinwegtäuschen. Noch sind wir in diesem Teufelskreis gefangen. Werden wir uns daraus erlösen lassen? Wird uns Einsicht und Glauben zur Besinnung bringen?
                           
Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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1 Kommentar:

  1. Wie gut, dass wir uns wieder auf das Wichtigste besinnen müssen, ohne Ablenkungen von Aussen.
    Danke Gott für diese Ruhepause
    Elisabeth

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