Dienstag, 31. März 2020

Licht in der Hütte hl

LosungJene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen. Sacharja 6,15

Lehrtext: Durch Jesus Christus werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. Epheser 2,22

Liebe Leserin, lieber Leser,

Gott zuliebe braucht es keinen Tempel und keine Kirchen. Solche Gebäude brauchen nur wir Menschen für unsere Gottesdienste und Rituale. Aber wo wohnt dann Gott? In dir. Du bist sein Tempel und seine Kirche, sein Dom und seine Kathedrale. Wenn du in eine Kirche gehst und Gott nicht in dir wohnt, wird er dort nicht sein.
     Es ist schon möglich, dass du dich ihm in einem Gotteshaus besonders nahe fühlst. Es kann auch sein, dass ein Besuch dort für dich etwas Erhebendes hat. Manche werden gar überwältigt, wenn sie einen großen Dom wie den in Köln betreten oder den Petersdom in Rom. Aber die Stärke eines Gefühls ist nur Ausdruck seiner Kraft und nicht seiner Wahrheit. 
     Gott wohnt in dir, sagt der Lehrtext. Macht dich das zu etwas Besonderem? Nein und ja. Dass Gott in mir wohnt, heißt nicht, dass ich ein würdiges Haus für ihn wäre. Im Gegenteil. Vor Gott komme ich mir vor wie eine kleine, windschiefe und baufällige Hütte. Aber offensichtlich liebt er es, in solchen Hütten zu wohnen. In einer solchen kam er auch in seinem Sohn Jesus in Bethlehem zur Welt. Er hätte das auch in einem Palast tun können. Aber solche Gebäude, die Menschen zu ihrem eigenen Ruhm und Machterweis erbaut haben, passen ihm nicht.
     Gott wohnt in dir. Mach dir keine Gedanken, ob du seiner würdig bist. Das entscheidest nicht du. Das hat er längst zu deinen Gunsten entschieden, was auch immer du von dir selbst hältst. Ja, wir beide sind vor ihm armselige Hütten. Laden wir ihn ein, dann vertreibt er alle Finsternis und füllt uns mit seinem Licht. Nein, wir sind nichts Besonderes. Ja, in uns wohnt durch den Glauben etwas Besonderes: Christus, das Licht des Lebens.
     Licht sollen wir sein, sagt Jesus. Aber wir leuchten nicht aus uns selbst, sondern er in uns. Nimm dir demnächst mal ein paar Augenblicke Zeit und denke darüber nach, dass Gott in dir wohnt und dich mit seinem Licht erfüllt. Stelle dir das so bildlich wie möglich vor und bleibe bei diesem Gedanken, bei dieser Wahrheit eine kleine Zeit, wenn möglich, ohne an etwas anderes zu denken. Das wird in dir wirken.
     Und wenn du wieder mal eine Kirche oder einen Dom besuchst, denke daran, dass du es bist, durch den Gott in dieses Haus kommt so wie in jedes Haus, das du betrittst.

Gebet: Herr, du willst in mir wohnen. Und wo ich bin, wohin ich gehe, soll ich dich und dein Licht in mir tragen. Die meiste Zeit aber ist mir das nicht bewusst. Ja manchmal meine ich, dass es in mir finster sei, wenn ich traurig bin oder Sorgen mein Herz schwer machen. Doch gerade dann lade ich dich ein, in mir zu wohnen und alle Finsternis zu verbannen. Amen

Lass dich von Gottes Licht erfüllen und sei auch für andere ein Licht!
Ich grüße dich herzlich.

Hans Löhr

Hier ein weiterer Gruß der Künstlerin Cornelia Grzywa an alle Leserinnen und Leser dieses Blogs: 

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Kommentare:

  1. Ei großartiges Wort, dass hilft und mich gut durch den Tag und schwere Stunden bringt.

    Vielen Dank dafür.
    Möge Gott in uns allen sein.

    Einen gesunden und guten Tag.

    Alles Gute
    Dodi

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  2. Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein wort, so wird meine Seele gesund.
    Elisabeth

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