Samstag, 5. Mai 2018

Gedanken zur Gerechtigkeit hl

Losung: Der HERR wird einem jeden seine Gerechtigkeit und Treue vergelten. 1.Samuel 26,23 

LehrtextSelig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Matthäus 5,6 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wer ist im Sinne der Bibel gerecht? Wer sich gegenüber Gott und seinen Mitmenschen nichts zu Schulden kommen lässt? Ja, der ist gerecht. 
Doch „sich nichts zu Schulden kommen lassen“ heißt ja auch, dass ich mich täglich bemühe, weder Gott noch meinen Mitmenschen etwas schuldig zu bleiben. 
Und was bin ich Tag für Tag Gott und meinen Mitmenschen schuldig? 
Jesus bringt es auf den Punkt: „Du sollst Gott und deine Mitmenschen lieben wie dich selbst.“ Wer das tut, ist gerecht. 
Dass ich Gott liebe, zeigt sich darin, dass ich ihm vertraue und dankbar bin. Das genügt. Mehr wünscht Gott für sich nicht von mir. 
Aber es zeigt sich auch darin, wie ich mich meinen Mitmenschen gegenüber verhalte. Und es zeigt sich darin, dass ich mich auch selbst liebe als sein Geschöpf und Kind und mich nicht abwerte und verurteile.
Jesus zufolge, kann ich Gott nicht lieben, ohne zugleich auch sie und mich zu lieben. Eins geht nicht ohne das andere. 
Und worin zeigt es sich, dass ich meine Mitmenschen liebe? In meiner Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, indem ich ihnen gegenüber aufrichtig und nachsichtig bin.
Und worin zeigt es sich, dass ich mich liebe? In meiner Lebensfreude und dass ich mich wertschätze und nicht vernachlässige.
Doch das ist noch nicht alles. Meine Liebe zu Gott und meinen Mitmenschen zeigt sich auch darin, dass ich mich für gerechte Verhältnisse in meiner unmittelbaren Umgebung einsetze genauso wie in der Gesellschaft, in Staat, Wirtschaft, Kirche und weltweit . 
Und das geht nach dem Prinzip „ora et labora“: Bete für deine Arbeit, dein Engagement, deinen Kampf für Gerechtigkeit und arbeite, also setze dich gleichzeitig dafür ein, wofür du betest. Natürlich geht das nur im Rahmen meiner Möglichkeiten und Kräfte. Niemand ist damit gedient, wenn ich mich verausgabe und zu Grunde richte. Doch jeder hat Möglichkeiten und Kräfte, in diesem Sinn gerecht zu sein und wenn es nur kleine Schritte sind. Jeder kann beten.
Wer aber nicht hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit., wem seine Selbstgerechtigkeit genügt und wer nicht nach denen fragt , die Unrecht leiden, erniedrigt, benachteiligt und ausgenützt werden,  - wie soll der im Sinne des heutigen Lehrtextes „selig“ sein? Wie soll einer, dem die elementarsten Formen des Anstandes und der Freundlichkeit gegenüber seinen Verwandten, Bekannten und Nachbarn abgehen, - wie soll der im Sinne der Bibel gerecht sein?

Gebet: Herr, die Welt ist ungerecht. Doch du willst, dass wir Menschen einander gerecht werden, weil wir auf diese Weise auch dich ehren. Du kennst meine Grenzen und Schwächen, meine negativen Gefühle und Gedanken, meine Bequemlichkeit und meinen Egoismus. Hilf mir, dass ich das überwinde und die Liebe lebe, die du mir schenkst. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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