Sonntag, 15. März 2020

Ruhe in unruhigen Zeiten hl

LosungGott sprach zu Salomo: Weil du weder um langes Leben bittest noch um Reichtum noch um deiner Feinde Tod, sondern um Verstand, auf das Recht zu hören, siehe, so tue ich nach deinen Worten. 1.Könige 3,11-12

Lehrtext: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Matthäus 6,33

Liebe Leserin, lieber Leser,

bist du weise? Von Salomo heißt es in der Bibel, dass er weise gewesen sei. Vielleicht hat das auch damit zu tun, was wir heute in der Losung von ihm lesen können. Dann hieße weise sein, nicht selbstsüchtig zu sein. Nicht immer nur die eigene Person in den Mittelpunkt zu rücken. Nicht immer nur ich, ich, ich zu denken und zu sagen, sondern auch DU. Dann hieße weise sein, auf das göttliche Recht zu hören, auf sein Liebesgebot und danach zu tun.
     Beides macht demzufolge einen weisen Menschen aus: Er hat durchaus auch sich im Blick. Er liebt sich, aber zugleich Gott und seinen Nächsten.
     In diesen Corona-Zeiten zeigt sich manche Unvernunft. Offenbar sind viele von der Panik erfasst, auf Klopapier verzichten zu müssen und so kaufen sie die Regale im Supermarkt leer. Andererseits geht auch eine Welle der Hilfsbereitschaft durch unser Land. Da gibt es Anschläge in den Treppenhäusern, dass man bereit ist, für die älteren Mitbewohner mit einzukaufen, damit sie nicht Gefahr laufen, sich in der Öffentlichkeit anzustecken. In Italien gehen Bewohner von großen Mietshäusern auf die Balkone und singen sich gemeinsam Mut zu. In München organisieren junge Familien gemeinsam die Betreuung ihrer Kindergarten- und Schulkinder. Im Bundestag in Berlin verabschieden alle Parteien gemeinsam und ohne Gegenstimme innerhalb eines Tages ein Gesetz, das Kurzarbeit erleichtert.
     Die Corona-Epidemie ist eine Herausforderung für die Hilfsbereitschaft in unserem Land. Bis jetzt sieht es gut damit aus. Corona ist aber auch eine Herausforderung für den Glauben. Da zeigt sich nun, ob das Bibelwort, das so oft zitiert wird »Gott hat uns nicht den Geist der Furcht geben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.« (2. Tim. 1,7), ob dieses Wort nur ein Lippenbekenntnis ist, oder tatsächlich meine innere Verfassung prägt und mein Verhalten nach außen bestimmt.
     Im Lehrtext heißt es: »Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit.« Anders und einfacher gesagt: „Schaut in solchen Zeiten zuerst auf Gott und nicht auf euch selbst. Schaut nicht zuerst auf eure Sorgen und Ängste. Lasst euch nicht von Panik anstecken. Schaut vielmehr auf den, der weiß, was er will und tut, was er sagt. Gott hat auch das Virus im Griff. Dieses Vertrauen macht euch in Krisenzeiten besonnen und hilft euch hindurch.“
     Ja, liebe Leserin, lieber Leser, solche Sätze lasse ich mir gerne sagen. Sie helfen mir, Ruhe zu bewahren und die Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, die jetzt angesagt sind. Und vielleicht ist so eine Zeit wie diese auch dazu gut, dass wir wieder mehr zusammenrücken und für einander da sind, dass wir Zeit haben, uns zu besinnen und über unseren Glauben nachzudenken. 

Gebet: Großer Gott, du bist auch der Herr über alles, was mich bedroht und mir Angst macht. Du wachst über mir und siehst, wie es mir geht. Kein Haar fällt von meinem Kopf, ohne dass du es weißt (Lukas 12,7; 21,18). Und nichts geschieht, ohne dass du es willst. In dir bin ich geborgen zu jeder Zeit. Amen
                           
Herzliche Grüße,

Ihr / dein Hans Löhr

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1 Kommentar:

  1. Ja der GLAUBE gibt echte Hoffnung und den besten! Rat und trotz allem inneren Frieden in schwierigen Zeiten,an denen wir größtenteils selber Schuld sind und die Folgen nun mit-zutragen haben.Dieses "Joch" hilft Herr Jesus uns mit-zutragen indem ER unser Fürsprecher beim Vater,ist-dessen NAMEN (=Jahweh) wir heiligen sollen!! Wir erleben ihn.SEINEN Frieden-nämlich einen den die Welt nicht kennt hat uns Jesus versprochen-und wir dürfen diesen Frieden annehmen,wie Jesus als Erlöser!

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