Freitag, 20. April 2018

„Wo die Liebe wohnt, da wohnt Gott “ hl

​​Losung: Salomo sprach: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? 1.Könige 8,27 

LehrtextNiemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. 1.Johannes 4,12 

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennst du dich mit dem Himmel aus? Ich meine nicht den Märchenhimmel, wo Gott mit wallendem, weißen Bart auf einer Wolke sitzt, sondern den Himmel der Sterne und Planeten, der Quasare und Pulsare, der Galaxien und Galaxiengruppen. Angesichts der ungeheuren Dimensionen, kenne ich mich nur ein kleines bisschen aus. Aber ich finde, jeder sollte sich klargemacht haben, mit welchen Dimensionen man es da  zu tun hat. Vergleichen wir die Größe von Erde und Sonne, so ist die Erde klein wie ein Stecknadelkopf aus Plastik und die Sonne groß wie eine Orange. Und nun gibt es andere Sonnen, auch Sterne genannt, im Verhältnis zu denen unsere Sonne so klein ist wie ein solcher Stecknadelkopf gegenüber einer Orange. In unserer Heimatgalaxis, der Milchstraße, gibt es mehr als zweihunderttausendtausendmillionen (200 000 000 000 Sonnen (Sterne) mit ihren Planeten. Und im Universum gibt es grob geschätzt so viele wie Sandkörner auf unserer Erde. Kannst du dir vorstellen, wie viele Sandkörner es auf der Erde gibt?
     Und jetzt lies bitte noch einmal die Losung: Der Himmel und aller Himmel Himmel können Gott nicht fassen. Angesichts dessen versagen unsere menschlichen Begriffe. Was bedeutet das schon, wenn wir sagen: Gott ist groß? Dann müsste man ja auch sagen können: Gott ist größer als die Sonne. Aber er lässt sich nicht mit irgendetwas vergleichen, das existiert. Gott ist in jeder Hinsicht unvergleichlich. Und so hat es höchstens einen symbolischen Sinn, von Gottes „Größe“ zu reden. Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde, ist nicht „groß“, sondern er ist alles in allem (vergleiche 1. Kor. 15,28)
     Nein, niemand hat Gott jemals gesehen (Lehrtext). Wie auch. Ein solcher, besser: unser Gott ist nicht zu begreifen und zu erfassen. Er ist und bleibt in jeder Hinsicht für Menschen unzugänglich. Doch wir sind es nicht für ihn. Sein Zugang zu uns Menschen ist Jesus, sind Krippe und Kreuz. In ihm zeigt er sich uns, soweit das in unseren Grenzen möglich ist. In ihm begegnet uns seine Liebe. Im ersten Brief des Johannes, im Lehrtext, heißt es dazu unmissverständlich: Gott kommt und bleibt bei mir und in mir, indem ich meine Mitmenschen liebe. Indem ich zu ihnen freundlich bin und klar, wahrhaftig und hilfsbereit, entgegenkommend und verständnisvoll. Indem ich so zu ihnen bin wie ich möchte, dass sie zu mir sind. Klick: Ubi caritas et amor, ubi caritas deus ibi est - Wo die Liebe, wo die Güte wohnt, da wohnt auch Gott. Da wohnt der Schöpfer von Himmel und Erde in dir mit seiner Kraft und Herrlichkeit.

Gebet: Herr, wenn ich deine Schöpfung betrachte, das Land und das Meer und alles, was darinnen ist, wenn ich in den Nachthimmel schaue und doch nur einen winzigen Teil deiner Sterne sehe und mir klar mache, was da noch alles ist, dann füllt sich mein Herz mit Ehrfurcht und ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus, dann möchte ich auf die Knie sinken und dich loben und preisen. Du aber willst, dass ich dich vor allem damit preise, wie ich zu meinen Mitmenschen bin. Das ist es, was bei dir zählt wie auch für mich letztlich nur „zählt", dass du mich liebst. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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