Samstag, 16. Mai 2020

Seelenkraft Hoffnung hl

Losung: Der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich. Jesaja 51,6 

Lehrtext: Jesus spricht: Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. Lukas 21,33 

Liebe Leserin, lieber Leser,

viele glauben, die Sterne und mit ihnen der Himmel seien ewig. Menschen der Bibel, wie der Prophet Jesaja, glaubten das nicht. Und auch Jesus wusste es, dem Evangelium des Lukas zufolge (Lehrtext), anders.

     Auch Naturwissenschaftler glaubten lange Zeit, dass die Himmelskörper und das Universum ewig seien. Doch dann belehrten sie sich selbst eines Besseren. Sie fanden heraus (Edward Hubble u.a.), dass sich die Galaxien und Galaxienhaufen mit dem sich immer schneller ausdehnenden Weltraum voneinander entfernen. Ähnlich wie sich Punkte voneinander entfernen, die man auf einen Luftballon gemalt hat, den man nun aufbläst (Link für Fans der Astrophysik). Und sie schlossen daraus, dass umgekehrt einmal alles in einem winzigen Punkt beieinander gewesen sein muss. So kamen sie zur Theorie vom Urknall, die bis heute am plausibelsten den Beginn des Universums und damit von allem, auch von unserer Erde und dem Leben auf ihr, erklärt. Doch irgendwann wird es mit allem auch wieder zu Ende sein, mit mir und dir, mit Himmel und Erde, mit Raum und Zeit. Und dann?

     Die Bibel ist kein naturwissenschaftliches Lehrbuch. Sie erklärt die Vergänglichkeit von Himmel und Erde schlicht und einfach aus der Beobachtung und Erfahrung, dass alles, was ist, wieder vergeht. Und sie sagt, das ist der Wille Gottes, des Ewigen, der alles geschaffen hat.

Heil trotz Unheil

     Aber sie sagt noch mehr: Das Heil Gottes für seine Menschen – und für die Schöpfung insgesamt – bleibt ewig (Losung). Sein Heil, das ist Frieden, Segen, Schutz und Freude. Und Jesus sagt im Lehrtext: »Meine Worte werden nicht vergehen«; denn, so hatte Petrus erkannt, sie sind »Worte des ewigen Lebens« (Johannes 6,68). Sie sind gute Worte, die die gute Nachricht (Evangelium) transportieren, dass wir Menschen uns nicht zu fürchten brauchen, nicht in diesem Leben und nicht vor dem Tod. Wir sind und bleiben geborgen in Gottes großem Heil trotz allem irdischen Unheil, das uns widerfahren kann. Unheil vergeht wieder. Sein Heil bleibt. Das ist uns zugesagt.

     Für mich sind die beiden Bibelworte heute Fundamente, auf denen meine Hoffnung ruht, die über dieses Leben und alles Vergängliche hinausreicht. Wie das zu verstehen ist, weiß ich nicht. Wir können von der Auferstehung und vom ewigen Leben sowieso nur unzureichend in vergänglichen Bildern reden. Doch mit dieser Hoffnung lebe ich jetzt schon zuversichtlicher und fröhlicher als ohne sie. Glaube, Liebe, Hoffnung (1. Kor. 13,13), diese drei Seelenkräfte machen mich zu dem, was ich bin, ein unverlierbares Gotteskind. Und dich auch. 

Gebet:  Herr, du willst mir meine täglichen Sorgen nehmen, weil du mir sagst, dass du für mich sorgst. Du nimmst mir auch die Sorge um mein Ende. Ich bleibe ja in dir in diesem Leben und in jenem und du bleibst bei mir mit deinem Heil. Amen

 Herzliche Grüße!

Ihr / dein Hans Löhr

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