Sonntag, 10. Mai 2020

Trau dich! hl

Losung: Tu, was dir vor die Hand kommt; denn Gott ist mit dir. 1.Samuel 10,7 

Lehrtext: Der Herr aber wird dir in allen Dingen Einsicht geben. 2.Timotheus 2,7

Liebe Leserin, lieber Leser,

darfst du dir das heutige Losungswort zu eigen machen? Schließlich gehört es einer ganz bestimmten Person, nämlich Saul, den der Prophet Samuel zum ersten König in Israel gesalbt und dem er dazu dieses Wort gesagt hat. Doch du bist genauso wenig dazu bestimmt König zu sein wie ich. Also geht uns dieses Wort nichts an. Oder doch?
Wir sind zwar keine Könige, aber der Bibel zufolge Königskinder, Prinzen und Prinzessinnen. Gott ist König über das Universum, über die Erde, über die Menschen über dich und mich. Er herrscht in und durch Jesus Christus. Gott ist aber auch dein und mein Vater. Und deshalb sind wir Königskinder. Und deshalb können wir mit einem gewissen Recht das heutige Losungswort uns zu eigen machen.

Wer du in Gottes Augen bist

     Du lebst auf dieser Erde nicht als ein Sklave. Du bist auch kein Niemand. Nach menschlichen Maßstäben, bist du vielleicht nicht besonders bedeutend und ich auch nicht. Aber wenn wir uns nur nach menschlichen Maßstäben richten, brauchen wir keinen Glauben. In Gottes Augen bist du seine Tochter bzw. sein Sohn. Da steht kein anderer Mensch über dir. Aber auch keiner unter dir. Das gibt dir deine Würde, die dir niemand nehmen kann.
     Und wie lebt man nun als ein Kind Gottes? Wie verhält man sich? Was tut man da? Man tut, sagt die Losung, was einem Tag für Tag „vor die Hand kommt“. Man erledigt seine alltäglichen Aufgaben und Pflichten. Man trifft Entscheidungen, man probiert etwas Neues aus, man stellt sich den Herausforderungen, die der Tag mit sich bringt und wenn es sein muss, kämpft man auch gegen die negativen Mächte, die einen von außen wie von innen bedrängen können.
     Das alles und noch viel mehr tust du und tue ich. Und dabei, so verstehe ich die Losung, sollen wir nicht erst lange zögern, nicht unsicher sein oder in Selbstzweifeln versinken, sondern schlicht und einfach nacheinander tun, was getan werden muss. »Denn Gott ist mit dir« (Losung) und mit mir. Er gibt uns die nötige Kraft, den Segen und die Einsicht (Lehrtext) zu unserem Tun. Darauf sollen wir uns verlassen und können es auch. Also, trau dich!

Gebet:  
Gib, dass ich tu mit Fleiß,
was mir zu tun gebühret,
wozu mich dein Befehl
in meinem Stande führet.
Gib, dass ich´s tue bald,
zu der Zeit, da ich soll,
und wenn ich´s tu, so gib,
dass es gerate wohl.
Amen
(aus Lied „O Gott, du frommer Gott“, Vers zwei, von Johann Heermann (1585-1647)

Herzliche Grüße und einen gesegneten Sonntag!

Ihr / dein Hans Löhr 

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