Donnerstag, 27. Juli 2017

Damit Gott bei mir etwas erreichen kann hl

LosungGehorsam ist besser als Opfer. 1. Samuel 15,22


Lehrtext
Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren. Lukas 11,28 

Liebe Leserin, lieber Leser,

den Göttern zu opfern, ist uralter religiöser Brauch. Damit hofft man, bei seinem jeweiligen Gott etwas erreichen zu können. Man möchte Einfluss nehmen auf diese Schicksalsmacht. Dieses Denken steckt auch noch in den Tieropfern des Alten Testaments. Aber schon da wird diese religiöse Praxis kritisiert (Losung). Mit einem Opfer, auch mit Spenden kann man sich eben von seiner Schuld nicht freikaufen noch sonst wie Gott gnädig stimmen. Stattdessen, so heißt es im Neuen Testament, hat Christus uns freigekauft, indem er sein Leben als Lösegeld für unseres gegeben hat. 
     Manche haben Schwierigkeiten, das zu verstehen. Entscheidend ist hier aber das Ergebnis: Dass einer für mich bezahlt hat und ich somit keine Schuld(en) mehr habe; dass Gott mir mit Christus alles schenkt, alles (Römer 8,32), und ich mir bei ihm nichts mehr erarbeiten muss, nichts. Das macht mich frei und ich kann mich darauf konzentrieren, was Gott mir zu sagen hat (Lehrtext), statt ständig darüber nachdenken zu müssen, wie ich ihn zufriedenstellen kann. Religion ist, wenn Menschen bei Gott etwas erreichen wollen. Glaube ist, dass ich auf ihn höre, damit er etwas bei mir erreichen kann.
     Im heutigen Lehrtext  nennt Jesus die selig bzw. glücklich, die vor Gott kein großes Religionstheater aufführen, sondern Ruhe geben und Ohren, Herzen und Hände öffnen. Denn vor ihm kann niemand etwas vorweisen, sondern nur empfangen.

Gebet: Herr, ich bin oft weit davon entfernt, dir in der Ruhe des Herzens zu lauschen. Dann scheint es mir, als wärst du weit von mir entfernt, als würdest du mir nichts sagen. Dabei bist du da, in jedem Augenblick und sprichst zu mir. Ich wünsche mir, dass ich zur Ruhe komme und deine Stimme vernehme im Lärm dieser Zeit. Amen

Herzliche Grüße 

Hans Löhr

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