Freitag, 7. Juli 2017

Das Gewicht des G 20 Gipfels hl

LosungNur Hauch sind die Menschen, Trug die Sterblichen. Auf der Waage schnellen sie empor, allesamt leichter als Hauch. Psalm 62,10 

LehrtextDer Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen (= zu retten), was verloren ist. Lukas 19,10 

Liebe Leserin, lieber Leser,

in der Lutherbibel heißt die heutige Losung: »Aber Menschen sind ja nichts, große Leute täuschen auch; sie wiegen weniger als nichts, so viel ihrer sind.« 
Heute, da sich die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg trifft, also der sogenannte G 20-Gipfel beginnt, liest sich das Losungswort wie ein Kommentar zu dieser Veranstaltung. So groß und mächtig die Führer dieser Länder auch sein mögen, auf der Waage, auf der in der einen Schale die Probleme der Menschheit liegen, haben sie alle zusammen in der anderen Schale kein Gewicht. Anders gesagt, sie sind nicht gewichtig genug, um die globalen Probleme zu lösen. Alle Hoffnungen, die man bisher auf solche Treffen gesetzt hatte, haben sich in Luft aufgelöst. Zu unterschiedlich und zu eigennützig sind die Interessen, die auf einem solchen Gipfel aufeinanderprallen, als dass sie zu gemeinsamen Anstrengungen führen könnten. Ist dann ein solcher Gipfel umsonst? Nun ja, dass die Mächtigen miteinander statt immer nur übereinander reden, ist sicher nicht verkehrt. Aber sonst?
Doch im Losungswort ist noch von einem ganz anderen Gewicht die Rede. Da heißt es unter anderem im Psalm 62: »Vertrau auf Gott, er allein gibt mir Hoffnung... Gott hat gesprochen, mehr als einmal habe ich es gehört, dass bei ihm die Macht ist.« Bei wem sonst sollte denn die Macht sein als beim Schöpfer von Himmel und Erde? Wem sonst sollte ich vertrauen? Wer sonst könnte mir Hoffnung geben? Trump, Merkel, Putin, Erdogan, Macron oder der chinesische Präsident, dessen Name ich mir nicht merken kann? Da kann ich nur lachen.
Doch ihre Anstrengungen, gemeinsam etwas zu bewegen, sollen nicht verächtlich gemacht werden. Sie verdienen unsere Gebete. Mehr aber nicht. Meine Bewunderung und Ehre, mein Lob und mein Preislied gehören dem Unsterblichen, der allein Gewicht hat und auf den darum auch alles ankommt.
Was wäre ich ohne ihn? Es würde mich nicht geben. Was wäre ich ohne Jesus, in dem Gott kommt, um mich zu suchen? Ich wäre vergessen. Was wäre ich, wenn er mich nicht retten würde? Ich wäre verloren. Und was für mich gilt, gilt für alle anderen auch. Nein, was Gott geschaffen hat, das gibt er nicht verloren. Das hat bei ihm einen Ehrenplatz, für immer.

Gebet: Herr, du weißt, in welcher Verfassung unsere Menschenwelt ist. Du siehst, wie weit wir es gebracht haben. Überlass uns nicht uns selbst. Wir können mit unserer Kraft nichts ausrichten. Darum bitte ich dich, wirke du mit deinem Geist gerade dort, wo alles so geistlos zu sein scheint. Segne du den G 20 Gipfel nicht zum Ruhm der Teilnehmer, sondern zu deinem Ruhm und zum Wohl der Erde, damit auch noch unsere Kinder und Kindeskinder hier einen lebenswerten Ort haben. Amen

Herzliche Grüße 

Hans Löhr

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