Freitag, 27. Juli 2018

Du erntest, was du säst hl

LosungEhe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. Psalm 119,67 

Lehrtext: Jesus spricht: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten. Johannes 14,23  

Liebe Leserin, lieber Leser,

warum soll ich eigentlich Gottes Wort halten? Weil er es so will? Ich denke, hinter dieser Frage steckt noch eine andere Frage, nämlich „Wie will ich leben, damit es mir gut geht?“ Und darauf antwortet die Bibel in verschiedenen Wendungen: Halte dich an das, was Gott sagt, dann bist du auf einem sicheren Weg und läufst nicht ins selbstverschuldete Unglück. In einer neuen Übersetzung der Losung heißt es dazu: »Ich bin viele Irrwege gegangen, bis ich in Bedrängnis geriet und schließlich umkehren musste. Daher will ich mich jetzt nach deinem Willen richten.Gott, du bist gut – dir verdanke ich so viel! Lass mich deine Ordnungen verstehen!« Das sagt mir, dass es nicht Gott ist, der mich demütigt. Ich selbst bin es, wenn ich mich in eine demütigende, eine schwierige Situation bringe, wenn ich nicht auf seine Ordnungen achte.
     Dazu gehören zum Beispiel die sogenannten Naturgesetze. Wer das Gesetz der Schwerkraft missachtet und vom Dach springt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er sich verletzt. Wer in diesen Tagen zu lange ungeschützt in der Sonne bleibt, schädigt seine Haut und erhöht das Risiko, Hautkrebs zu bekommen. Wer das Klima schädigt, muss die Folgen tragen ... Der Apostel Paulus schreibt: Was der Mensch sät, das wird er ernten (Galater 6,7). Das gilt besonders im zwischenmenschlichen Bereich: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Und es gilt im Glauben: Bin ich zu nachlässig, lasse ich "den lieben Gott einen guten Mann sein" und lebe ich, ohne nach ihm zu fragen, so merke ich auch nichts davon, dass er in dieser Welt und in meinem Leben anwesend ist. Dann kann es sein, dass ich in schweren Zeiten plötzlich mit mir allein bin.
     Nein, nicht Gott demütig, nicht er straft, wenn ich sein Wort nicht halte. Ich selbst bin es, der sich damit in Schwierigkeiten bringt. Ja, der Mensch sät, was er erntet. Säe ich Wind, ernte ich Sturm (Hosea 8,7). Säe ich Unrecht, ernte ich Unglück (Sprüche 22,8). Richte ich mich aber danach, was Jesus sagt (Lehrtext), so "sät er guten Samen" in mein Herz (Matthäus 13,37) und ich ernte Frieden.
     Das klingt alles etwas belehrend, ein bisschen einfach und allgemein. Aber ist es deswegen falsch? Vielleicht weiß jemand bessere Antworten auf die obige Frage "Wie will ich leben, dass es mir gut geht?". Dann möge er sie mir bitte schreiben.

Gebet:  "Gott, du bist gut – dir verdanke ich so viel! Lass mich deine Ordnungen verstehen" und gib mir den Willen und die Kraft, danach zu leben. Amen

Herzliche Grüße


Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

1 Kommentar:

  1. "Wie will ich leben, dass es mir gut geht?": Wie soll ich das denn im voraus wissen? Ich lebe nach meinen oder wessen Vorstellungen und dann sollte es mir gut gehen? Eher schwierig. Oder 'einfach' an Gottes Gebote halten! Das sollte doch der Maßstab sein, denn die Menschen alleine bringen das wohl nicht hin. Oder?

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