Sonntag, 29. Juli 2018

Nachdenken über Gott hl

​​Losung: Fürwahr, du bist ein verborgener Gott, du Gott Israels, der Heiland. Jesaja 45,15 

LehrtextNiemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt. Johannes 1,18 

Liebe Leserin, lieber Leser,

warum kann man Gott nicht sehen? Weil er alles ist. Könntest du ihn sehen, wäre er ein Teil unter anderen Teilen. Dann könnte man sagen: „Da ist er“ und „da ist er nicht“. Was für ein Unsinn! Ich wage einen Vergleich: Wenn du mitten im Ozean schwimmst, siehst du nur so weit wie deine Augen es erlauben. Den ganzen Ozean aber kannst du nicht sehen. Und darum können wir von Gott auch nur das sagen, was unser Glaube und unser Verstand erlauben. Doch wie wenig ist das, was wir in Worte fassen können! Wie klein ist das, was in unser Gehirn passt! 
     Ja, es stimmt, was der Nachsatz zur heutigen Losung sagt: Außer ihm gibt es keinen Gott. Wo wäre denn noch Platz für einen anderen? Er ist alles in allem und alles ist in ihm. Ja, Gott ist in der Welt, wie wir sie kennen. Aber diese Welt und alle anderen Welten, die wir nicht kennen, sind in Gott. Ja, Gott ist in dir und in mir. Aber wir beide und alle anderen Menschen und Geschöpfe sind in ihm. Er geht nicht in dieser Welt auf. Er ist in ihr und zugleich doch jenseits von ihr. Mitten in dieser Welt, mitten in unserem Leben ist er jenseitig (Dietrich Bonhoeffer). 
     Als der, der alles in allem ist, bleibt uns Gott verborgen. Doch zugleich ist er in Jesus Christus ganz da, ganz für dich und für mich da. Dazu heißt es im Lehrtext in einer neuen Übersetzung: »Kein Mensch hat jemals Gott gesehen. Doch sein einziger Sohn, der selbst Gott ist und in völliger Gemeinschaft mit dem Vater lebt, hat ihn uns gezeigt.« Ich kenne nur diesen Gott, der nicht jenseitig-abstrakt bleibt, sondern sich dir und mir konkret zuwendet. So nimmt er Einfluss auf unser Leben, mehr noch, so wirkt er unablässig, dass wir sein und leben können.

     Gott ist das Geheimnis der Welt und das Geheimnis unseres Lebens. Und sein Geheimnis ist die Liebe zu dir und zu mir.

GebetHerr, schon immer warst du da. Auch jetzt bist du da. Auch dann wirst du da sein. Denn das ist dein Wesen, dass du da bist für alle deine Geschöpfe und darum auch für mich. Kein Ort ist denkbar, wo du nicht bist. Du bist in den kleinsten, subatomaren Teilchen und in den größten galaktischen Formationen. Du bist in einem behinderten Kind und in einem demenzkranken Greis. Und zugleich ist alles in dir. Mein Verstand kann dich nicht fassen. Aber mein Herz betet dich an: Ehre und Preis sei dir, mein Gott, denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
***************************************************************************
Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
***************************************************************************
 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen