Sonntag, 19. Januar 2020

Was ich wissen kann und glauben darf hl

Losung: Wenn sich der Ungerechte abkehrt von seiner Ungerechtigkeit, die er getan hat, und übt nun Recht und Gerechtigkeit, der wird sein Leben erhalten. Hesekiel 18,27

Lehrtext: Paulus schreibt: Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort: Christus Jesus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin. 1.Timotheus 1,15

Liebe Leserin, lieber Leser,

schon nach dem Glauben der Menschen im Alten Testament bekommt jeder von Gott eine neue Chance, der aus seinen Fehlern lernt und es künftig besser macht. Aber wie auch sonst, so überbietet das Neue Testament auch in diesem Fall das Alte. Denn da werden, wie der Lehrtext sagt, nicht die Gerechten (Frommen) selig gemacht, sondern Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten (= selig machen).
     Kennst du einen, der zu dir schon einmal von der Sünde gesprochen hat, eine Kindergottesdiensthelferin, einen Religionslehrer, eine Pfarrerin oder Pfarrer, oder sonst jemanden? Was immer da gesagt worden ist, hat er oder sie auch gesagt: „Unter den Sündern bin ich die oder der erste“? Wenn das so war, dann war vermutlich auch das einigermaßen zutreffend, was diese Person auch noch sonst über die Sünde gesagt hat. Wenn aber nicht, dann solltest du vorsichtig und kritisch sein.
     Wer auch immer etwas von Sünde sagt, spricht zuerst über sich selbst, über sein eigenes Versagen, über seine eigene Schuld, über seine eigene Scham. Aber er spricht dann auch davon, dass er ein Sünder ist, dem von Gott vergeben und der von Christus gerettet ist. Und das unterscheidet uns Christen von allen anderen, dass wir das wissen können und glauben dürfen.


Gebet: Ja, Herr, das weißt du, dass ich ein Sünder bin. Oft genug habe ich vor deinen Augen versagt. Oft genug habe ich dir und mir nicht vertraut. Oft genug bin ich meinen eigenen, egoistischen Plänen gefolgt und habe nicht nach dir gefragt. Oft genug bin ich dir, meinen Mitmenschen und auch mir selbst die Liebe schuldig geblieben, die du mir geschenkt hast, damit ich sie weitergebe. Das alles tut mir leid. Und darum bitte ich dich, dass du mir vergibst. Nein, ich bitte dich, vertrauen zu können, dass du mir vergeben hast. Amen

Herzliche Grüße!

Ihr / dein Hans Löhr

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Kommentare:

  1. In meiner katholischen Kindheit klang das aber ganz anders. Da gab es auch Hölle und Fegefeuer. Gott sei dank für die anderen Auslegungen, dass Jesus uns alle errettet hat.
    Elisabrth

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  2. Ich kenne aber auch ältere Protestanten. die aus Angst vor Sünde und Strafe nicht zum Abendmahl gegangen sind.
    "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst". Für uns galt nur der erste Teil des Satzes. Wer sollte mich aber lieben, wenn ich mich selber nicht liebe. Gott segne uns alle an diesem schönen Sonntag - bei uns mit Abendmahl!
    Elisabeth

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